Das Gesamtbudget für den Agrarhaushalt kann 2026 trotz angespannter Haushaltslage gehalten werden, verkündete das BMLEH am Mittwoch nach dem Kabinettsbeschluss. Interessenvertreter kritisieren dennoch, die Ziele aus dem Koalitionsvertrag würden verfehlt. Anstatt Aufstockungen sehe der Entwurf empfindliche Kürzungen vor, warnen die Verbände.
Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 steht heute auf der Tagesordnung im Bundeskabinett. Im Vergleich zu 2025 soll sich das Budget für den Agrarhaushalt leicht erhöhen. Das betrifft aber nicht alle Bereiche. Außerdem wird die vorübergehende Streichung der Agrardieselrückvergütung den Haushalt 2026 noch entlasten.
Ob moderne Züchtungstechnologien oder neuartige Lebensmittel: Die Hightech-Agenda der Bundesregierung soll unter anderem Innovationen in der Biotechnologie fördern, um resilientere Agrar- und Ernährungssysteme zu schaffen. Heute ist das Vorhaben Thema im Kabinett. Obwohl die Branche die Pläne begrüßt, weist sie auf Lücken beim Transfer von Forschung hin.
Der jährliche Report der FAO beleuchtet den desaströsen Zustand der globalen Ernährungssicherheit. Dieses Jahr stehen die hohen Lebensmittelpreise im Fokus, besonders die Situation von Frauen und Kinder. Der Bericht dient als Grundlage für den UN-Ernährungsgipfel 2025.
Bei ihrem Treffen in Schottland am Sonntag beendeten Ursula von der Leyen und Donald Trump den Zollkonflikt zwischen der EU und den USA. Für europäische Einfuhren in die USA soll ein Zollsatz von 15 Prozent gelten. Ausnahmen soll es für einige landwirtschaftliche Produkte geben – nicht aber für Wein und Spirituosen, zumindest vorerst.
Die Gleichstellung von Frauen auf Höfen, im Wald und auf See hinkt hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Vorbilder in Führungsrollen sind rar gesät, die Sichtbarkeit von Frauen leidet. Niedersachsens Ministerin für die grünen Berufe, Miriam Staudte, will das ändern.
In vier Modellregionen Deutschlands schließen sich Landwirt:innen zusammen, um im Verbundprojekt KOMBI Agrarnaturschutzmaßnahmen umzusetzen. Sie möchten für ihre nachhaltigen Bemühungen Prämien erhalten. Währenddessen plant die EU-Kommission eine radikale Umstrukturierung der Agrarpolitik – die bei Umweltschützer:innen und Landwirt:innen nicht gut ankommt.
Staaten, die durch ihr Handeln dem Klima schaden, können dafür zur Verantwortung gezogen werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Internationale Gerichtshof in einem am Mittwoch veröffentlichen Gutachten. Experten sehen in den Aussagen einen Meilenstein, auch wenn die Rechtsdurchsetzung schwierig bleiben dürfte.
Der Universitätsprofessor Achim Spiller hat mehrere Jahre an einem Gutachten zu Alternativprodukten mitgearbeitet, das diese als sinnvoll für Nachhaltigkeit, Ökonomie und Gesellschaft einstuft. Über überraschende Erkenntnisse, politisch notwendige Weichenstellungen und warum uns weniger Fleischkonsum alleine auch nicht weiterbringt.
Die Klimaschutzziele im Verkehr bleiben unerfüllbar, die Anrechnung von RFNBOs auf die THG-Quote ist für den Wasserstoffhochlauf unzureichend. Wenn es nach den Verbänden geht, muss die Bundesregierung bei der Umsetzung der RED III deutlich nachbessern. Mehr Zeit wollen sie den Verantwortlichen nicht zugestehen. Im Gegenteil.
Wie hoch ist das Agrarbudget der EU nach 2027 wirklich? Beim Blick in die Dokumente wird klar: Agrarumweltmaßnahmen hängen künftig vom politischen Willen der Mitgliedstaaten ab. Eine Regel für die Mindesthöhe wurde im letzten Moment gekippt.
Die EU-Kommission will beim Zeitplan für die Umsetzung des Renaturierungsgesetzes hart bleiben. Umweltkommissarin Roswall erteilte der Forderung von Bundesumweltminister Schneider nach Fristverlängerung eine Abfuhr. Endgültig gesichert ist das Gesetz damit aber nicht. Derweil legt das Umweltministerium einen Entwurf für die Durchführungsverordnung vor.
Ob Linsen-Patty, Soja-Schnitzel, Burger aus Pilzmyzel oder Foie Gras aus dem Labor: Alternativen zu herkömmlichen Fleisch-, Milch- oder Käseerzeugnissen gelten als Zutat, um das Agrar- und Ernährungssystem nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen. Aber stimmt das? Dieser Frage ist ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim BMLEH nachgegangen.
Dänische Bauernverbände, Naturschutzorganisationen und die Regierung haben sich vor einem Jahr auf einen Plan geeinigt, um die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft zu senken. Das neue Ministerium für Grünen Wandel kümmert sich um die Umsetzung. Vielen sind die Ziele für den gegebenen Zeitraum immer noch zu ehrgeizig.
Trockene Moore sind ein Treiber des Klimawandels. Deutschland hat sich deshalb vor Jahren vorgenommen, die Entwässerung der Moore rückgängig zu machen. Doch von den selbstgesteckten Zielen ist das Land weit entfernt. Eine Wissenschaftlerin und eine Landwirtin erklären, warum es beim Moorschutz nicht wirklich vorangeht.
Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Grünen zu Gemeinwohlleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik geantwortet. Das Dokument überschneidet sich mit den Vorschlägen der EU-Kommission für die Agrarpolitik nach 2027. Passagen zu ökologischen Ambitionen und nachhaltiger Landwirtschaft ergänzen sich aber.
Der Vorschlag für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik sorgt für heftige Kontroversen. Die EU-Kommission will kleine Betriebe im Vergleich zu großen deutlich stärken. Ob das die Verhandlungen übersteht, ist fraglich.
Bundeskanzler Merz fordert Ausnahmen für deutsche Forstwirtschaft bei EU-Anti-Entwaldungsverordnung. Umweltorganisationen warnen vor Schlupflöchern für illegale Holzimporte. Die jüngste Runde im Kampf um die EUDR.
Ihren Vorschlag für den Haushalt der EU von 2028 bis 2034 hat die Kommission gestern mit Ach und Krach in die Öffentlichkeit getragen. Demnach soll die Gemeinsame Agrarpolitik mit diversen anderen Fonds in einem einzigen Geldtopf aufgehen. Der Vorschlag erntete heftige Kritik, viele Akteure fühlen sich übergangen.
Trilogverhandlungen zur Verordnung über Pflanzenvermehrungsmaterial für Wälder hat der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag zugestimmt. Die Vereinheitlichung von Kontrollverfahren und die Baumartenliste sind sind Streitpunkte für Waldbesitzende.
Die EU-Kommission plant eine radikale Umstrukturierung der Agrarpolitik. Die bisherige Zwei-Säulen-Struktur soll durch einen einzigen Fonds ersetzt werden. Außerdem ist eine Kappung der Direktzahlungen vorgesehen, heißt es in einem Leak. Morgen sollen die Vorschläge offiziell herauskommen – mit Zahlen zur Höhe des Budgets.
Eiweiße sind essenzieller Bestandteil der Ernährung – doch ihre Verfügbarkeit ist begrenzt. Die EU hat diese Herausforderung erkannt und diskutierte unter dänischem Vorsitz im Agrarrat die Versorgung, Produktion und Nachhaltigkeit von künftigen Proteinquellen. Kommission und Mitgliedstaaten versprachen, das Thema ernst zu nehmen.
Die EU-Agrarpolitik soll weniger Details regeln, fordert die Mehrheit der Bundesländer. Sie soll vor allem ökologischer werden, meint eine Minderheit. Das lässt sich am Protokoll der Sonderkonferenz der Agrarminister ablesen. Bei ihrem Treffen im Herbst wollen sie ihre Debatte fortsetzen. Am Mittwoch wird der Vorschlag der EU-Kommission erwartet.
Donald Trump hat einen Brief nach Brüssel geschickt: Der US-Präsident will Importe aus der EU mit einem Zoll in Höhe von 30 Prozent belegen. Deutsche Winzer an der Mosel wären davon besonders betroffen – fast die Hälfte der aus Deutschland in die USA exportierten Weine stammt von dort.
Mit einer neuen Stabsstelle will das Ministerium für Landwirtschaft Schwung in den Bürokratieabbau bringen. Bereits umgesetzt ist ein Beschluss aus dem Koalitionsvertrag: die Abschaffung der Stoffstrombilanz. Jetzt knöpft sich das Ministerium noch einmal die Liste mit 194 Vorschlägen der Länder vor, die nach den Bauernprotesten erstellt wurde.
Bei einer Sonderkonferenz der deutschen Landwirtschaftsminister sind ihre unterschiedlichen Haltungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik deutlich geworden. In einem Brief an die EU-Kommission fassen sie den Minimalkonsens zusammen. Unvereinbare Positionen bleiben in Protokollerklärungen nebeneinander stehen.
Einen Einspruch gegen den Durchführungsrechtsakt der EU-Entwaldungsverordnung haben konservative und rechtsextreme Fraktionen haben am Mittwoch im Europäischen Parlament beschlossen. Der Verband der Waldbesitzenden begrüßte die Anpassungen, die allerdings nicht rechtlich für die Kommission bindend sind. Auch das EU-Klimaziel für 2040 wurde ausgebremst.
Eigentlich lief für den Bundesagrarminister in den ersten Wochen seiner Amtszeit alles glatt. Doch nun bahnt sich ein Konflikt an. Auslöser: die geplante Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Mit einem Vorstoß im Bundesrat wollen die Bundesländer das von Rainer überarbeitete Gesetz komplett kippen. Verbände schlagen bereits Alarm.
Unternehmen aus dem Biotechnologiesektor sollen ein vereinfachtes, aber trotzdem sicheres Zulassungsverfahren in der EU bekommen. Das ist eins der Ziele, die das Europäische Parlament in Vorbereitung des Biotech Act verfolgt. Heute stimmt es über den Bericht der Abgeordneten Hildegard Bentele ab.
Bei einer Sonderkonferenz in Berlin wollen die Landwirtschaftsminister:innen am Donnerstag festlegen, wie Deutschland bei den Verhandlungen um die EU-Agrarpolitik nach 2027 auftreten soll. Währenddessen mehren sich die Stimmen, die ein deutlich schlankeres Budget für die Landwirtschaft aus Brüssel erwarten.
Klimafreundliche Antriebsenergien werden in der Landwirtschaft bisher noch nicht – oder nicht mehr – genutzt. Das will das Projekt Trakzeptanz ändern. Der ehemalige Agrarminister hat es ins Leben gerufen, der amtierende will Biokraftstoffe durch eine Steuerbefreiung fördern. Die Grünen bringen einen Gesetzentwurf gegen Biokraftstoffe in den Bundestag ein.
Beim Biodiversitätsschutz klaffen gravierende Finanzierungslücken. Die sollen künftig private Investitionen in Naturgutschriften schließen. Um dafür ein einheitliches System in Europa zu schaffen, hat die EU-Kommission nun einen Fahrplan vorgestellt. Nicht nur Umweltschutzorganisationen sind skeptisch, auch aus der Wissenschaft kommen mahnende Worte.
In Sambia beansprucht das deutsche Agrarunternehmen Amatheon Agri eine Fläche, die fast so groß ist wie der Bodensee. Die Menschenrechtsorganisation FIAN wirft dem Unternehmen vor, der lokalen Bevölkerung den Zugang zu Land und Wasser zu erschweren. Der Fall ist exemplarisch für ein globales Phänomen: Landgrabbing.
Im Streit um Zölle zwischen der EU und den USA läuft am Mittwoch die Frist ab. Zuletzt soll US-Präsident Trump mit einem 17-prozentigen Zoll auf Agrarprodukte aus der EU gedroht haben. Während Frankreich und andere Staaten Gegenmaßnahmen verhängen wollen, sucht Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen neue globale Handelspartner.
An Norwegens Westküste erntet der Agrochemiekonzern Syngenta eine bestimmte Braunalge, um sie zu Pflanzenstärkungsmitteln zu verarbeiten. Weltweit gewinnt der Einsatz sogenannter Biologicals im Ackerbau an Bedeutung. Auch die EU-Kommission will den Bereich fördern – wie, bleibt allerdings noch offen.
Nach der Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung dürfen sich Landwirt:innen über weitere Geschenke freuen: Der Bundestag hat mit seiner Zustimmung den Investitionsbooster der Bundesregierung auf den Weg gebracht. Er soll auch in der Landwirtschaft für Wachstum sorgen. Wer eine neue Maschine kauft, darf mit Steuerentlastungen rechnen.
Dem Versprechen der Koalition hinsichtlich Planungssicherheit für Tierhalter steht eine EU-Vorschrift entgegen, die bereits abgehakt schien: die Industrieemissionsrichtlinie. Zwar trat sie bereits in Kraft, doch es folgt noch ein Durchführungsrechtsakt, an dem gerade gearbeitet wird. Dieser könnte den Tierhaltern erneut Anpassungen abverlangen.
Drei Prozent des neuen EU-Klimaziels für 2040 soll über Klimaschutzprojekte im Ausland erbracht werden können. Proportional gesehen würden so aber 18 Prozent mehr Emissionen ausgegeben werden, rechnet das Öko-Institut. Außerdem ist fraglich, ob dieses Schlupfloch tatsächlich Geld spart.
Um eine gesündere Ernährung zu fördern, sollten Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten weiter reduziert werden, sind Expert:innen überzeugt. Nach einem aufwendigen Stakeholder-Prozess mit Wissenschaft und Wirtschaft hat das Max Rubner-Institut nun entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Der Moment hätte ein Meilenstein sein können, doch er verpufft.
Eine ambitionierte Life-Sciences-Strategie hat die EU-Kommission am Mittwoch vorgestellt. Ziel ist die globale Führungsrolle Europas in den sogenannten Lebenswissenschaften. Geplant sind Investitionen in Forschung, Innovation und Marktbeschleunigung, diesmal mit stärkerem Bezug zum Lebensmittelsektor.
Die EU hat die bedingungslose Unterstützung der Ukraine durch zollfreie Einfuhren kürzlich zurückgenommen und jetzt ein neues Abkommen mit dem Land ausgehandelt. Es soll die Erzeuger in Europa schützen. Doch wie sieht das von der ukrainischen Seite aus? Yulia Valova hat mit Pavlo Koval, Generaldirektor der Ukrainischen Agrarkonföderation, gesprochen.
Die EU und die Ukraine haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt, das neue Obergrenzen für zollfreie Einfuhren von Agrarprodukten wie Weizen, Geflügel und Honig festlegt. Die Vereinbarung soll die vorübergehende Zollfreiheit für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland anpassen.
Die EU hat im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ die Boden-Mission ins Leben gerufen, um den Zustand der Böden in Europa bis 2030 deutlich zu verbessern und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen zu sichern. Kritik gibt es an den mangelnden politischen Konsequenzen – insbesondere bei der Überwachung der Bodengesundheit.
Die Vorbereitungen zur UN-Klimakonferenz COP 30 kommen nur schlecht voran: Es gibt noch keine Indikatoren für gute Klimaanpassung – auch in der Landwirtschaft. Der „gerechte Übergang“ ist bisher nur auf den Energiesektor bezogen. Und im Sharm el-Sheikh Dialogue zu Ernährungsthemen fehlt es an konkreten Umsetzungsschritten.
Der Beschluss der Mindestlohnkommission hat ein geteiltes Echo ausgelöst. Während der Handel bereits vor Jobverlusten warnt, könnten vor allem Menschen im Gastgewerbe von der empfohlenen Erhöhung 14,60 Euro profitieren. Der Bauernverband warnt erneut vor Folgen für die deutsche Landwirtschaft, vor allem bei Obst, Gemüse und Wein.
Im Bundestag fordert die Linke heute die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Ziel ist die Entlastung von Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Woran der Nullsteuersatz bislang gescheitert ist und welche Hürden die Partei sieht.
1,5-Grad-Ziel streichen, Transitionspläne kommen erst im nächsten Jahrzehnt und müssen nicht umgesetzt werden, Nachhaltigkeitsberichts- und Sorgfaltspflichten für weniger Firmen als bislang vorgesehen: Die EU-Staaten haben sich auf ihre Omnibus-Verhandlungsposition geeinigt.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat am Mittwoch im Bundestag einen Überblick über die Schwerpunkte seiner Politik gegeben. Dabei ließ sich er sich in seiner ersten Regierungsbefragung von den Abgeordneten aller Fraktionen ins Kreuzverhör nehmen. Über die Pläne und Visionen seiner Amtszeit.
Nachdem die Kommission einen Rückzieher bei der Green Claims Richtlinie angedroht hatte und der letzte Trilog dazu abgeblasen wurde, machen sich die S&D- und Renew-Vorsitzenden für das Gesetz stark. Tatsächlich wären die rechtlichen Hürden für einen Stopp durch die Kommission hoch. Der Ministerrat wiederum könnte seine Position anpassen, damit es weitergeht.
Auf seine Position zum Forest Monitoring Law hat sich der Agrarministerrat am Dienstag geeinigt. Auf Zuspruch stieße Österreichs Vorschlag zur Zulassung von Pestiziden. Deutschlands Position zu Neuen Genomischen Techniken bleibt weiterhin unbekannt.
Der Haushaltsentwurf 2025 kommt zur rechten Zeit: Ab heute tagen die Delegierten des Deutschen Bauernverbands zwei Tage lang in Berlin. Die Landwirte und Bäuerinnen können sich über mehr Geld für die Unfallversicherung sowie für Digitalisierung und Forschung freuen. Das Programm für den Umstieg auf alternative Proteinerzeugung läuft unter anderem Namen.
Um das Grundwasser zu schützen, gelten für Landwirte zahlreiche Regeln, darunter Dokumentationspflichten beim Düngen. Damit ist bald Schluss: Nach der Kabinettssitzung am Dienstag gilt die Aufhebung der Stoffstrombilanzverordnung als beschlossene Sache. Doch der Widerstand aus Umweltverbänden und Opposition ist umso lauter.
Die Green Claims Richtlinie hätte heute beschlossene Sache sein können, doch die Trilogverhandlungen wurden wenige Stunden vor Beginn abgesagt. Nachdem die EU-Kommission mit der Ankündigung, das Gesetz zurückzuziehen, für Verwirrung gesorgt hatte, kippte Italien letztlich die Mehrheit im Rat. Die parlamentarischen Berichterstatter sind empört.
Bei einem Ratstreffen in Luxemburg zeigten sich die EU-Agrarminister:innen skeptisch gegenüber der Einführung einer neuen nationalen Behörde für die Daten der Landwirte. Auch die Nutzung der Krisenreserve nur für wirtschaftliche Probleme lehnten mehrere Teilnehmende ab. Deutschland stand mit der Erwähnung von Umwelt- und Klimaschutz ziemlich allein da.
Die Mitgliedsstaaten dürfen bald ihre Verhandlungsposition bei der Vereinfachung von CSRD und CSDDD beschließen. Die Präsidentschaft schlägt vor, viele Unternehmen auszunehmen. In einem wichtigen Aspekt ist sie aber nicht so radikal wie der zuständige Berichterstatter des Europaparlaments.
Mitten in der Betonwüste Berlin-Mitte über Ernährung und Landwirtschaft sprechen? Dieser Gedanke ist weniger abwegig als gedacht, wie eine Veranstaltung der Berliner Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus zeigte. Ein Bericht.
Die Bundesregierung will die Treibhausgasquote für Klimaschutz im Verkehr im Einklang mit EU-Recht nachschärfen. Dafür soll der Anteil fortschrittlicher Biokraftstoffe steigen, sie sollen aber nicht mehr doppelt angerechnet werden dürfen. Der Biogasrat spricht von einem Desaster und sieht sich gegenüber der Elektromobilität benachteiligt.
Zum achten Mal in seiner Geschichte übernimmt Dänemark ab Juli den Vorsitz im EU-Rat. Bei seinen Prioritäten scheut die dänische Präsidentschaft nicht vor dem schmalen Grat zwischen Wettbewerbsfähigkeit und ökologischem Wandel zurück. Landwirt:innen, Tieren und Umwelt soll es gleichermaßen besser gehen. Ein Überblick.
Die Forderung der Agrarminister:innen der Union, die EU-Wiederherstellungsverordnung aufzuheben, stößt auf Widerstand: WWF und Naturschutzbund halten dagegen und fordern eine zeitnahe Umsetzung. Auch aus der Wissenschaft bekam das Gesetz stets Rückenwind, wie eine neue Studie nun darlegt.
Der Import von Bio-Ingwer aus Peru in die EU unterliegt derzeit verstärkten Kontrollen. Der Grund: Es gab Verstöße gegen die Öko-Regeln, Land und Produkt landeten, wie auch andere, auf einer Hochrisiko-Liste. Das soll laut EU-Kommission künftig auch bei bloßen Verdachtsfällen passieren. Die Bio-Branche steht der geplanten Verordnung skeptisch gegenüber.
Der Widerstand ebbt nicht ab: Nun fordern die unionsgeführten Agrarressorts der Länder eine Omnibus-Verordnung für die EU-Wiederherstellungsverordnung – und möchten dem Gesetz damit einen Riegel vorschieben. Das SPD-geführte Bundesumweltministerium bekräftigt unterdessen, sich bei der EU-Kommission für eine Fristverschiebung einzusetzen.
Entgegen dem Klimaschutzprogramm 2030 werden torfhaltige Substrate für den Hobbygartenbau auch im kommenden Jahr weiterhin im Handel erhältlich sein. Für die Industrie ist ein kompletter Verzicht noch undenkbar. Zudem sind torffreie Substrate etwa 21 Prozent teurer als solche mit Torf. Hier liegt die größte Hürde für die Marktentwicklung von Alternativen.
Die Landwirtschaft in der EU hat ein Problem: Es fehlt an jungen Betriebsleiter:innen. Mit einer Junglandwirteprämie versucht die Union seit Jahren gegenzusteuern. Erfolglos. EU-Agrarkommissar Hansen und Kollege Fitto, der für die Kohäsionspolitik zuständig ist, arbeiten daran, dass es ab 2028 besser läuft.
Klimaschutzprojekte im Ausland – vereinbart im Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens – sind ein Knackpunkt des EU-Klimaziels 2040. Sie versprechen kosteneffizienten Klimaschutz, andererseits warnen Kritiker vor Ramschangeboten. Ein Überblick über die Debatte.
Mit ihrer Biodiversitätsstrategie will die EU den Artenschwund bis 2030 stoppen und die Natur in den Mitgliedstaaten insgesamt wieder auf einen Pfad der Erholung bringen. Vor allem in der Landwirtschaft gibt es aber kaum Fortschritte im Kampf gegen die Krise, wie eine Zwischenbilanz des Joint Research Centres der EU-Kommission zeigt.
Die Vereinfachungspläne zur EU-Lieferkettenrichtlinie und der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ruckeln sich weiter zurecht. Ein neuer Entwurf des Chefberichterstatters des Europäischen Parlaments legt weiteren Verhandlungsbedarf zwischen den EU-Organen offen. Auch in der Branche gehen die Positionen zur Abschwächung auseinander.