Was sind die viel beschworenen europäischen Werte für Künstliche Intelligenz? Die Grünen-Europaabgeordnete Alexandra Geese fordert ein Risikomodell für algorithmische Systeme und ein Verbot der Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen.
Der CDU-Digitalpolitiker Axel Voss meldet sich zurück und veröffentlicht heute sein Manifest für die digitale Souveränität und geopolitische Wettbewerbsfähigkeit Europas. Im Standpunkt lesen Sie vorab einen Auszug aus seinen Thesen.
Offene Daten sind keine Last für die Verwaltung, sondern generieren Mehrwert und sparen im besten Fall sogar Kosten. Man müsse von einer Strategie in die Umsetzung kommen, sagt Christian Rupp von der MACH AG. Viele Best-Practice-Beispiele aus Österreich und Deutschland würden den Weg weisen.
Bei digitalen Sicherheitsgesetzen könne ein „Viel hilft viel“ nicht funktionieren, schreiben Ulrich Kelber und Nils Bergemann. Was häufig fehle, sei vielmehr ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Die USA und einige Verbündete haben Huawei fast vollständig ausgeschlossen. Dabei ignorieren sie allerdings die vergleichbare Bedrohung, die von Facebook und anderen US-Technologiegiganten ausgeht, erklärt Ngaire Woods von der Universität Oxford.
Im USA-Iran-Konflikt sind Cyberangriffe gegen die USA und ihre Verbündeten ein plausibles Vergeltungsszenario, schreiben der Politikwissenschaftler Payam Ghalehdar und Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende von LOAD e.V.. Umso dringender bräuchte Deutschland das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – und ein unabhängiges BSI.
Das individuelle Recht auf Vergessen im Netz ist ein vieldiskutiertes Thema. Doch was passiert eigentlich mit dem kollektiven Gedächtnis? Es geht verloren, wenn Informationen nur noch überschrieben, nicht mehr gespeichert werden, schreibt HPI-Chef Christoph Meinel. Die Lösung ist simpel, sie lautet: Awareness.
Nicht unbedingt, sagt Nikolaus Hagl von SAP. Denn der Staat muss nicht in Bereichen aktiv werden, in denen es schon etablierte Standardlösungen auf dem Markt gibt. Das treibt nur die Kosten in die Höhe.
Ja, sagt Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender des öffentlichen IT-Dienstleisters Dataport. Denn nur mit einer aktiven öffentlichen Hand kann der Staat Bürgerdaten wirksam schützen und unabhängiger von großen Konzernen werden.
Der Eco-Vorstandschef fordert einen Perspektivwechsel in der digitalpolitischen Debatte: Der Umgang mit digitalen Technologien müsse zugleich pragmatischer und strategischer werden. Was fehle, sei ein visionärer Masterplan – am besten entworfen durch ein Digitalministerium.
Ein Katholik und ein Protestant fordern einen anderen Umgang im Netz. Gemeinsam haben sie das Projekt #anstanddigital gegründet, weil sie daran glauben: Das Reizklima von nackter Empörung, blinder Wut, von Hass und Ressentiment lässt sich entgiften.
Immer wieder schieben Richtersprüche staatlicher Überwachung einen Riegel vor, zuletzt das Urteil gegen den Bundestrojaner in Österreich. Viel Arbeit für Bürgerrechtler gibt es dennoch, schreibt Iwona Laub von der Grundrechts-NGO epicenter.works.
Völlig unproblematisch – so stellen Konzern und Universität die Facebook-Förderung für ein KI-Ethikinstitut an der TU München dar. Ein internes Dokument legt nun anderes nahe. Warum gerade die Benennung des Institutsdirektor problematisch zu sein scheint, analysiert der Hochschulprofessor Christian Kreiß in seinem Gastbeitrag.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis universelle Quantencomputer verfügbar sein werden. Dennoch besteht bereits heute akuter Handlungsbedarf bei kryptografischen Anwendungen, schreibt Arne Schönbohm, Präsident des BSI.
Der Ton im Internet wird immer rauer und aggressiver. Menschen, die zur Zielscheibe entwürdigender Kommentare werden, ziehen sich aus dem Diskurs zurück. Deshalb brauchen wir auch in der digitalen Welt einen anständigeren Umgang miteinander, schreibt Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, in ihrem Gastbeitrag.
Mit der Digitalisierung verbinden viele eine übersteigerte Heilserwartung, sagt Arzt, Kabarettist und Schriftsteller Eckart von Hirschhausen. In seinem Gastbeitrag schreibt er über die Risiken und Nebenwirkungen und zeigt positive Beispiele für eine digitalisierte Humanmedizin.
Wird die Digitalisierung ein Brandbeschleuniger für soziale Ungleichheit? Das will die Partei Die Linke verhindern. Parteivorsitzende Katja Kipping schreibt in ihrem Standpunkt, wie Datenzugang geregelt, eine gerechte Besteuerung von Internetkonzernen sichergestellt und faire Alternativen gefördert werden sollen.
Die Bundesregierung täte gut daran, ein Ministerium für die digitale Transformation zu schaffen. Welche rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen es braucht, damit ein solches Digitalministerium Deutschland wirklich voranbringt, schreibt Hermann Hill von der Deutschen Verwaltungsuniversität in Speyer in seinem Gastbeitrag.
Mit Robotern können Psychologen die Flexibilität des „sozialen Gehirns“ erforschen. Anna Henschel von der University of Glasgow hat sich deshalb einen Roboter als Hiwi ins Labor geholt. Sein Vorteil: Er wird niemals müde – aber ist er auch smart genug? Ein Gastbeitrag zur Mensch-Maschine-Interaktion.
Deutschland läuft die Zeit davon, wenn es im digitalen Zeitalter weiterhin eine relevante Rolle spielen will, mahnt Bitkom-Präsident Achim Berg. Warum es dafür mehr als Informatik-Unterricht braucht, schreibt er in seinem Gastbeitrag.
1,1 Milliarden Euro will die Bundesregierung in die Hand nehmen, um weiße Flecken auf der deutschen Mobilfunklandkarte zu beseitigen. Doch neben Geld sollte die öffentliche Hand vor allem für mehr Know-how sorgen, schreiben Oliver Rottmann und Corinna Hilbig in ihrem Standpunkt.
Der digitale Wandel könnte Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verstärken. Ob die Politik einen Ausgleich findet, wird die Zukunft des westlichen Kapitalismus definieren, glaubt Marius Busemeyer von der Uni Konstanz. Eine Lösung dürfte im Bildungssektor liegen.
Als Seelsorger unterstützt Dietrich Bredt-Dehnen Ermittler, die terabyteweise kinderpornografisches Material sichten müssen. Der leitende Landespolizeipfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland berichtet von digitalen Ermittlungs-Herausforderungen – und der Hoffnung auf KI.
Der BGH hat am Mittwoch das Geschäftsmodell von Unternehmen wie wenigermiete.de bestätigt. Christina-Maria Leeb von der HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft glaubt, dass Legal Techs nicht nur Verbrauchern helfen können. Sie sagt, dass Anbieter in diesem Bereich auch Chancen für Kanzleien und Rechtsabteilungen bringen.
Stephan Dreyer (l.) und Matthias C. Kettemann, Forscher am Hans-Bredow-Institut, haben internetbezogene Mythen gesammelt. 50 davon entlarven sie in einem Buch, das heute beim Internet Governance Forum vorgestellt wird. Warum Fehlinformation gerade im Digitalbereich Schaden anrichten können, erläutern sie in ihrem Gastbeitrag.
Für den Klimaschutz wurden mit dem kürzlich verabschiedeten Klimapaket wichtige Leitplanken festgelegt – doch für die Digitalisierung fehlen sie weitestgehend, kritisiert Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Ob und wie Künstliche Intelligenz eine Erfolgsformel für den Klima- und Umweltschutz werden kann, erläutert sie in ihrem Gastbeitrag.
Brauchen wir das Internet Governance Forum noch? Ja, schreibt Wolfgang Kleinwächter, Professor für Internationale Kommunikationspolitik und Regulierung in seinem Standpunkt. Aber damit die Ergebnisse auch einen Effekt haben, müssen sie in zwischenstaatliche Verhandlungen einfließen.
In Industriestaaten diskutiert man über Privatsphäre im Netz. Dabei sind weltweit Milliarden Menschen unsichtbar. Sie könnten Daten zur Selbstermächtigung nutzen und deren Vorteile zu ernten, schreiben Anne-Marie Slaughter und Yuliya Panfil vom Thinktank New America.
Eine aggressivere Wettbewerbspolitik reicht im Umgang mit digitalen Plattformen allein nicht aus. Stattdessen muss die Politik eine Balance zwischen Regieren und Regulieren finden, schreibt Geoff Mulgan, der CEO von Nesta, in seinem Standpunkt.
Je mehr soziale Interaktionen und Handel online stattfinden, desto dringender braucht die EU ein Regulierungs-Update für das Internet. Deshalb plant die Europäische Kommission den „Digital Services Act“. Was darin geregelt werden muss, erklärt Tiemo Wölken, rechtspolitischer Sprecher der S&D-Fraktion, in seinem Standpunkt.
Gesundheits-Apps können viele Vorteile bieten. Zugleich gibt es Sorgen um den Datenschutz. Die Gesetze allein können die Probleme nicht lösen, meint Sarah Becker vom Institute for Digital Transformation in Healthcare und fordert einen Daten-Kodex für Unternehmen.
Eine engere Zusammenarbeit bei der 5G-Sicherheit auf europäischer Ebene wird die Belastbarkeit der neuen Technologie für Sicherheit und Wirtschaft stärken und es Europa gleichzeitig ermöglichen, das künftige geopolitische Umfeld mit zu gestalten, meint EU-Sicherheitskommissar Julian King.
Es wäre ein Fehler, den Bericht der Datenethikkommission (DEK) als „typisch deutsch“ abzutun, meint Paul Nemitz, DEK-Mitglied und Hauptberater in der EU-Kommission. Warum die Kontrolle technischer Macht zu Europas zentralen Aufgaben gehört, erklärt er in seinem Beitrag.
Statt Huawei am Netzausbau zu beteiligen, müssen sich Deutschland und Europa die Technologieführerschaft in der digitalen Infrastruktur zurückholen, fordert Metin Hakverdi (SPD) in seinem Gastbeitrag.
Statt Facebook und Alibaba lieber Sacramento und Tel Aviv: Nicht mit Tech-Riesen sollte Deutschland Allianzen schmieden, sondern mit digitalen Städten und Regionen, schreiben der grüne Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz und der Transatlantik-Experte Tyson Barker.
Der Fall Renate Künast hat wieder einmal gezeigt, wie stark Frauen im Netz sexualisierten Angriffen ausgesetzt sind. Dies ist nicht nur eine schwere individuelle Belastung, sondern bewirkt Verdrängung aus dem digitalen Raum, meint Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes.
Das Digitale ist geopolitisch, meint Ex- Wirtschafts- und Außenminister Sigmar Gabriel. Warum der Digitalgipfel der Bundesregierung an den wichtigsten Fragen rund um einen neuen Technologiekrieg zwischen den USA und China vorbeidiskutiert hat, schreibt der SPD-Politiker in seinem Gastbeitrag.
Cybersicherheit ist ein gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Aber der neue Nationale Pakt wirkt wie ein Versuch, zivilgesellschaftliche Beteiligung vorzugeben, ohne echte Einflussnahme zu ermöglichen, kritisiert Sven Herpig von der Stiftung Neue Verantwortung.
Mittelständische Händler erleben derzeit, wie sie von großen Plattformen im Wettbewerb abgehängt werden. Hauptgrund sind einseitige Regeln, die die Bildung von Daten-Monopolen begünstigen, sagt Ludwig Veltmann, Geschäftsführer des Mittelstandsverbunds.
Digitale Zwillinge von menschlichen Organen könnten die Forschung unterstützen und Patienten eine personalisierte, schonende Therapie bieten. Doch dazu müssten medizinische Daten ungehindert zusammenfließen können, schreibt Bernd Montag, Geschäftsführer der Siemens Healthineers AG.
Zwei Drittel der Deutschen wünschen sich eine einfache digitale Interaktion mit Behörden. Aber damit die Digitalisierung der Verwaltung gelingt, müssen bestehende Prozesse neu gedacht werden, schreib Corinna Krezer von Accenture in ihrem Gastbeitrag.
Wir brauchen Alternativen zum Auto, schreibt der ehemalige Außenminister Joschka Fischer in seinem Standpunkt. Gerade in den ländlichen Regionen müsse man den ÖPNV ausbauen. Außerdem sollten bedarfsgesteuerte, intelligente und digital vernetzte Angebote geschaffen werden.
Die international führenden Smart Cities sind nicht in Deutschland zu finden. Doch immer mehr deutsche Kommunen haben sich auf den Weg gemacht. Dafür braucht es einen Kulturwandel im Land – auch auf den Ämtern, fordert Bitkom-Präsident Achim Berg zum Start der Smart Country Convention.
Das Bundesfinanzministerium kommt bei der Digitalisierung des Steuerwesens nur schleppend voran, meint Cedric von der Hellen, Vize-Chef der Abteilung Steuern und Finanzpolitik beim BDI. Zur besseren Umsetzung fordert er einen Dialog zwischen Verwaltung und Unternehmen.
Digitale Bürgerbeteiligung hat viele Vorteile – doch Parteien und Institutionen müssen dafür zunehmend auf private Anbieter zurückgreifen. Wenn der Staat die Fähigkeit verliert, Partizipation zu organisieren, hat das Folgen für die Demokratie, schreibt Clemens Holtmann von der Generationen Stiftung in seinem Gastbeitrag.
Besonders in Großstädten ist es für Patienten äußerst schwierig, einen Arzttermin zu bekommen. Künstliche Intelligenz könnte künftig dabei helfen, Engpässe zu verhindern, schreibt Mujaheed Shaikh. Großbritannien zeige bereits, wie das funktionieren könnte.
Für eine gute Zukunft müssen wir wettbewerbsfähiger und produktiver werden – nicht trotz, sondern im Einklang mit dem Klimaschutz, fordert Dieter Spath, Co-Vorsitzender der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). In seinem Gastbeitrag erläuterte er, welche drei Voraussetzungen notwendig sind, um einen Schulterschluss zu erreichen.
Brenton Tarrant, der Attentäter von Christchurch, streamte seine Tat und hinterließ ein „Manifest“ mit Anspielungen auf die Sprache der Gamer-Szene. Offenbar wollte der Mörder von Halle es ihm gleichtun. Die Politikwissenschaftlerin und Buchautorin Julia Ebner warnt vor den Folgen eines gamifizierten Terrorismus – und erklärt, warum er für Nachahmer anschlussfähig ist.
Für sieben bis acht Millionen Senioren ist das Internet noch Neuland. Um auch sie bei der Digitalisierung mitzunehmen braucht es mehr als ein paar Tabletkurse, erklärt Wissenschaftler Herbert Kubicek. Auch die Bürokratie der ambulanten Pflege muss dazu im digitalen Zeitalter ankommen.
Cybercrime, obwohl allgegenwärtig, wird immer noch unterschätzt, das zeigen die zahlreichen Angriffe auf die sogenannte kritische Infrastruktur, aber auch auf Politik und Behörden - wie zuletzt das Berliner Kammergericht. Wer nicht aufpasst kann schnell mehr Hollywood im Haus haben als erwünscht, befürchtet die Partnerin der Energierechtskanzlei Becker Büttner Held (BBH).
Digitalisierung ist nicht nur ein technologischer, sondern auch zutiefst sozialer Prozess. Er berührt alle Bereiche in einem Unternehmen. Das kann keiner alleine machen. Das ist eine Aufgabe für den gesamten Vorstand, meint Gründer und Berater Nils Seebach.
Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger steckt in der Sackgasse, meint die Grünen-Netzpolitikerin Tabea Rößner. Das Gesetz sei völlig ungeeignet, seinen eigentlich Zweck zu erfüllen, führt sie im Standpunkt aus.
Angriff ist nicht die beste Verteidigung, sagen Ruben Dieckhoff & Johannes Rundfeldt vom netzpolitischen Verein LOAD. In ihrem Standpunkt erklären sie, warum sich Deutschland für einen Digitalwaffenversperrvertrag stark machen und in IT-Sicherheit investieren sollte.
Für die Digitalisierung der Verwaltung ist das Wissen der Kommunen unerlässlich – und doch bekommen sie erst jetzt formell ein Mitspracherecht bei den Bund-Länder-Plänen, bis 2022 viele Dienste online anzubieten. Welche Forderungen die Kommunen an den weiteren Prozess stellen, beschreibt Ariane Berger vom Landkreistag in ihrem Standpunkt.
Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz will Gesundheitsminister Spahn die Digitalisierung und Innovation in der medizinischen Versorgung voranbringen. Jesaja Brinkmann von Cara Care und Florian Koerber von Newsenselab fordern eine Strategie für die Umsetzung und Klarheit für die Gestaltung der Erstattungs- und Wirksamkeitsanforderungen.
Neben allgemeinen braucht es auch digitale Nachhaltigkeitsziele, fordert die Regierungsberaterin Maja Göpel. Sie ruft in ihrem Standpunkt Interessierte dazu auf, die WBGU-Digitalcharter, die heute in New York präsentiert wird, zu kommentieren und sich einzubringen.
IfW-Präsident Gabriel Felbermayr vermisst bei der „Nationalen Industriestrategie“ von Wirtschaftsminister Altmaier Antworten auf Digitalisierung und Automatisierung. Er fordert, international zu denken und Innovationsgrundlagen zu fördern.
Die Verwaltung hat einen erheblichen Modernisierungs- und Digitalisierungsbedarf, bei deren Umsetzung die Verantwortlichen sich schwer tun, meint Bernd Baptist von Sopra Steria Consulting. Der wichtigste Hebel sei deshalb nicht die Technik, sondern der Mensch.
Die öffentliche Verwaltung braucht neue Strukturen, so argumentieren Ursula Rosenbichler und Alexander Grünwald vom österreichischen Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport. Den Anstoß dabei können Innovationslabore geben.
Führungspositionen in der Politik sind vor allem männlich besetzt. Um mit den Veränderungen durch die Digitalisierung umzugehen, brauchen wir dort mehr Frauen. Sonst verschenken wir Potenzial und ignorieren Gefahren, meint Johanna Famulok von der Stiftung Neue Verantwortung.
Der Symbolwert der kommenden Wettbewerbsregulierungen ist hoch – doch können sie Google und Facebook Grenzen setzen? In seinem Standpunkt stellt Kartellrechtler Rupprecht Podszun fünf Punkte vor, die über den Erfolg der Novelle entscheiden.
Aktuell droht das Totschlag-Argument des Datenschutzes die elektronische Patientenakte mit all ihren Vorteilen auszubremsen, sagt Tino Sorge. Der CDU-Bundestagsabgeordnete fordert die ePA zum Wohl des Patienten endlich einzuführen.
Digitalunternehmen versuchen neue Normen in unserer Gesellschaft zu etablieren, sagt Ingrid Brodnig. Die österreichische Publizistin kritisiert die Macht von Standard-Einstellungen und fordert Nachbesserungen bei solchen vermeintlichen Details.
Die Verwaltung ist besser als ihr Ruf, wenn es um digitale Innovationsfähigkeit geht, sagt Alexander Schmid, Partner bei BearingPoint. Es gibt viele Projekte, in denen Technologien wie Blockchain bereits erfolgreich angewendet werden. Entscheidend für den weiteren Erfolg ist allerdings die Schaffung eines Change Managements.
Wenn Unternehmen sich digitalisieren, sind Mitarbeiter oft überfordert oder fühlen sich übergangen. Eine Digitalstrategie sollte sie deshalb gleich von Anfang an miteinbeziehen und schulen, fordert Lars Schatilow von IBM.
Falschinformationen sind nicht das größte Problem im Netz: Gefährlicher ist die Instrumentalisierung von Nachrichten durch populistische Kräfte in Medien und Politik, meint der Forscher Matthias Kettemann.