Die Coronakrise bringt einen Boom für digitale Kollaborations- und Lernplattformen. Jetzt zählen verantwortungsvoller Pragmatismus und learning by doing, glaubt Microsoft-Deutschlandchefin Sabine Bendiek.
In der Diskussion um eine Tracking-App zur Rückverfolgung von Kontakten geht es um Privatsphäre und IT-Sicherheit. Dabei müsste eigentlich der Mensch im Zentrum stehen, fordern Christin Schäfer von acs plus und Ann Cathrin Riedel von LOAD. Hilft die Information auf diesem Weg? Was sind die Folgen für den Einzelnen?
In der Coronakrise muss das öffentliche Leben eingeschränkt werden. Neben Kontrolle von Verboten sollte auch verantwortungsvolles Verhalten belohnt werden, fordert Dominik Rehse vom ZEW. Prädestiniert dafür seien Mobilfunkgeräte und -systeme.
Deutschland versucht beim Thema Smart City aufzuholen. Funktionieren wird das aber nur mit Open-Source-Lösungen und gemeinsamen Standards, schreibt Ulrich Ahle von Fiware in seinem Gastbeitrag.
Die Krise zeigt, wie abhängig wir von unabhängiger, belastbarer digitaler Infrastruktur sind. Elisa Lindinger und Julia Kloiber von Superrr Lab fordern deshalb, dass der Aufbau eines gemeinwohlorientierten digitalen Ökosystems politische Priorität wird.
Die Coronakrise ist für die digitale politische Kommunikation vergleichbar mit dem „Rezo-Effekt“, sagt der Strategieberater Martin Fuchs. In seinem Standpunkt gibt er zehn Beispiele, wie Politik und Verwaltung es jetzt und in Zukunft richtig machen können.
In der Coronakrise sind hoch digitalisierte Unternehmen im Vorteil, glaubt die Ökonomin Irene Bertschek vom ZEW in Mannheim. Sie können ihre Aktivitäten im Netz weiterführen. Doch auch in weniger stark digitalisierten Branchen können Online-Lösungen helfen.
Angebote wie Car-Sharing und E-Roller sind zwar nett, bringen aber keinen Qualitätssprung für die Mobilität der Zukunft. Erst die Aggregation von Bewegungsdaten schafft die Voraussetzungen für eine intelligente Nutzung, meint Jürgen Fritsche, Geschäftsleitung Public Sector bei der Beratungsfirma msg. Doch dafür müssten sich die Kommunen Rechte an den Datenschätzen sichern.
Für Cyberkriminelle ist die Coronakrise von Vorteil – denn durch kurzfristige Homeoffice-Lösungen sinkt das IT-Sicherheitsniveau in der Wirtschaft. Polizist und Wirtschaftsinformatiker Moritz Huber klärt die wichtigsten Problemstellen.
Corona stellt die Verwaltung auf die Probe. In München verschärft sich die Situation durch eine Stichwahl für den Oberbürgermeister, die ausschließlich per Briefwahl stattfindet. Digital-Chef Thomas Bönig erzählt, warum die bayerische Landeshauptstadt gerüstet ist und fordert ein Umdenken im öffentlichen Sektor.
Handydaten können gegen das Coronavirus eingesetzt werden. Wer aber dem Staat in Krisenzeiten solche Strukturen zugesteht, riskiert, dass diese nach der Krise weiter genutzt werden. Welche Entwicklungen in China drohen und warum Europa darauf schon jetzt eine Antwort finden muss, erklärt Christin Schäfer in ihrem Standpunkt.
Mit einer Online-Umfrage zu ihrer geplanten Datenstrategie holt sich die Bundesregierung direkten Input von Bürgerinnen und Bürgern, nicht nur von Fachleuten. Ein guter Zeitpunkt, um Datenpolitik weniger als Wirtschafts- und mehr als Gesellschaftspolitik zu verstehen, meint Lilli Iliev von Wikimedia.
Die Wirtschaftsinformatikerin und promovierte Feministin Laura Dornheim versteht nicht, warum Deutschland noch immer strikt an der Präsenzkultur festhält. Gerade in Zeiten wie diesen liegen die Vorteile von Homeoffice und Meetings per Videoschalte auf der Hand. Sie können sogar Spaß machen – ein Plädoyer.
Um die enormen Chancen von KI in Europa zu nutzen, braucht es eine Datenstrategie, die nicht nur eine Verbotsstrategie im Sinne des Datenschutzes ist, sondern die Nutzung – auch von personenbezogenen Daten – ermöglicht, glaubt Dagmar Schuller von Audeering.
Beim Digitalen Staat heute und morgen in Berlin wird intensiv darüber diskutiert werden: Wie sollen entwickelte Leistungen aus dem Onlinezugangsgesetz für alle nutzbar sein? Bisher gibt es dafür keinen konkreten Plan, sondern öffentlich finanzierte „Irrwege“, kritisiert der Software-Unternehmer Christian Knebel.
Soll der Bund einen Schwerpunkt in der Digitalisierung ländlicher Räume setzen? Ja, sagt Peter Liggesmeyer, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering. Aber digitale Lösungen in ländlichen Räumen brauchen Verständnis der Probleme und zentrale Plattformen statt Einzellösungen.
Ökosysteme sollen zentral für die Entwicklung und Kommerzialisierung von KI sein, schreiben Leonie Beining und Stefan Heumann von der Stiftung Neue Verantwortung. Denn nur unter Einbindung der Zivilgesellschaft kann die Politik dem Anspruch gerecht werden, KI für die Gesellschaft zu entwickeln.
Offenheit ist nicht alles beim Thema Daten, Qualität ist ebenfalls zentral für Innovationen. Die Steigerung von Datenqualität sollte deshalb zu einer selbstverständlichen wissenschaftlichen Aufgabe im digitalen Zeitalter werden, hofft Petra Gehring vom Rat für Informationsinfrastrukturen.
Der digitale öffentliche Dienst ist der bessere öffentliche Dienst, meint Gertrud Ingestad und fordert eine bessere Vernetzung aller Akteure in der EU. Das notwendige Rückgrat für offene, vertrauenswürdige und sichere Datenflüsse sei dabei die Interoperabilität.
Um sich Inspiration für die Schaffung eines Digitalministeriums zu holen, muss Deutschland nur zum südlichen Nachbarn schauen. Für eine gelungene digitale Strategie bietet sich dort der Vergleich mit einem Orchester an. Passend zum gestrigen Wiener Opernball führt der österreichische Digitalexperte Christian Rupp durch die Partitur.
Für die Digitale Souveränität Europas braucht es einen europäischen Markt für Industriedaten, erklärt der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton in seinem heutigen Standpunkt.
Der SPD-Bundestagsabgeordneten Elvan Korkmaz-Emre gehen die Datenstrategien der Bundesregierung und der EU-Kommission nicht weit genug. Sie fordert im Standpunkt, Daten – auch die privater Unternehmen – per Gesetz zum Allgemeingut zu erklären und ein förderales Datentreuhändersystem aufzubauen.
Vertrauenswürdige Cloud-Services sind eine Wachstumschance für den IKT-Standort Deutschland, sagt Rafael Laguna, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen. Welche Regeln dafür beachtet werden sollen, empfiehlt er heute im Standpunkt.
Software definiert heute die Eigenschaften der Fahrzeuge. Doch die Daten werden bisher exklusiv an die Server der Hersteller übertragen. Das birgt ein Risiko für Manipulation, meint Richard Goebelt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeug & Mobilität beim Verband der TÜV (VdTÜV). Warum er ein TrustCenters als dritte Instanz fordert, erklärt er in seinem Gastbeitrag.
Heute Abend stellt die Junge Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihr Buch „Eine Politik für morgen“ vor. In ihrem Gastbeitrag schreibt Ronja Kemmer, Obfrau in der KI-Enquete, welche Potenziale sie aus Sicht einer jungen Politikerin in einer KI mit christlich-konservativen Grundsätzen sieht.
Facebooks Ankündigung, das neue Geld Libra in Umlauf zu bringen, hat intensive politische Diskussionen ausgelöst. Doch statt privater Kryptowährungen brauchen wir ein digitales Zentralbankgeld, argumentiert Klaus Karwat, Vorsitzender des Vereins Monetative, der sich für eine Geldreform einsetzt.
Bei Youtube, Facebook und Co. bekommen auch anonyme Nutzer eine digitale Bühne – haften müssen die Plattformen für sie nicht. Das solle sich ändern, fordert Stefan Herwig. Die Verantwortung für Inhalte dürfe endlich nicht mehr im Graubereich zwischen Nutzer und Plattform changieren.
Facebook hat erstmals Wissenschaftlern Zugang zu jener Gruppe gewährt, die Content-Regeln für das Netzwerk entwickelt. Was dort entsteht, ist eine eigene Rechtsordnung, schreiben Matthias Kettemann und Wolfgang Schulz vom Hamburger Leibniz-Institut für Medienforschung.
Immer öfter urteilen Gerichte, dass Entscheidungen gegen Facebook & Co. nicht übersetzt werden müssen. Trotzdem sollten bei der Novellierung des NetzDG die Betreiber Sozialer Netzwerke verpflichtet werden, für sämtliche Rechtsstreitigkeiten eine Anschrift in Deutschland benennen zu müssen, fordert der Medienrechtler Jonas Kahl.
Die Evaluierung der seit 2018 heiß diskutierten DSGVO zeige, dass die gut gemeinten Ziele bisher größtenteils verfehlt wurden, schreibt FDP-Europaabgeordneter Moritz Körner. Er fordert ein „Realitätsupdate“ und „leicht verständliche Guidelines“, die Verbraucher und Unternehmen unterstützen.
„Erstklassig“ findet Innenminister Horst Seehofer seine Cybersicherheitspolitik, eher wenig Fortschritt bei den wichtigen Fragen bescheinigen die Cybersicherheitsexperten Sven Herpig, Thomas Reinhold und Matthias Schulze der Bundesregierung.
Was sind die viel beschworenen europäischen Werte für Künstliche Intelligenz? Die Grünen-Europaabgeordnete Alexandra Geese fordert ein Risikomodell für algorithmische Systeme und ein Verbot der Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen.
Der CDU-Digitalpolitiker Axel Voss meldet sich zurück und veröffentlicht heute sein Manifest für die digitale Souveränität und geopolitische Wettbewerbsfähigkeit Europas. Im Standpunkt lesen Sie vorab einen Auszug aus seinen Thesen.
Offene Daten sind keine Last für die Verwaltung, sondern generieren Mehrwert und sparen im besten Fall sogar Kosten. Man müsse von einer Strategie in die Umsetzung kommen, sagt Christian Rupp von der MACH AG. Viele Best-Practice-Beispiele aus Österreich und Deutschland würden den Weg weisen.
Bei digitalen Sicherheitsgesetzen könne ein „Viel hilft viel“ nicht funktionieren, schreiben Ulrich Kelber und Nils Bergemann. Was häufig fehle, sei vielmehr ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Die USA und einige Verbündete haben Huawei fast vollständig ausgeschlossen. Dabei ignorieren sie allerdings die vergleichbare Bedrohung, die von Facebook und anderen US-Technologiegiganten ausgeht, erklärt Ngaire Woods von der Universität Oxford.
Im USA-Iran-Konflikt sind Cyberangriffe gegen die USA und ihre Verbündeten ein plausibles Vergeltungsszenario, schreiben der Politikwissenschaftler Payam Ghalehdar und Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende von LOAD e.V.. Umso dringender bräuchte Deutschland das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – und ein unabhängiges BSI.
Das individuelle Recht auf Vergessen im Netz ist ein vieldiskutiertes Thema. Doch was passiert eigentlich mit dem kollektiven Gedächtnis? Es geht verloren, wenn Informationen nur noch überschrieben, nicht mehr gespeichert werden, schreibt HPI-Chef Christoph Meinel. Die Lösung ist simpel, sie lautet: Awareness.
Nicht unbedingt, sagt Nikolaus Hagl von SAP. Denn der Staat muss nicht in Bereichen aktiv werden, in denen es schon etablierte Standardlösungen auf dem Markt gibt. Das treibt nur die Kosten in die Höhe.
Ja, sagt Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender des öffentlichen IT-Dienstleisters Dataport. Denn nur mit einer aktiven öffentlichen Hand kann der Staat Bürgerdaten wirksam schützen und unabhängiger von großen Konzernen werden.
Der Eco-Vorstandschef fordert einen Perspektivwechsel in der digitalpolitischen Debatte: Der Umgang mit digitalen Technologien müsse zugleich pragmatischer und strategischer werden. Was fehle, sei ein visionärer Masterplan – am besten entworfen durch ein Digitalministerium.
Ein Katholik und ein Protestant fordern einen anderen Umgang im Netz. Gemeinsam haben sie das Projekt #anstanddigital gegründet, weil sie daran glauben: Das Reizklima von nackter Empörung, blinder Wut, von Hass und Ressentiment lässt sich entgiften.
Immer wieder schieben Richtersprüche staatlicher Überwachung einen Riegel vor, zuletzt das Urteil gegen den Bundestrojaner in Österreich. Viel Arbeit für Bürgerrechtler gibt es dennoch, schreibt Iwona Laub von der Grundrechts-NGO epicenter.works.
Völlig unproblematisch – so stellen Konzern und Universität die Facebook-Förderung für ein KI-Ethikinstitut an der TU München dar. Ein internes Dokument legt nun anderes nahe. Warum gerade die Benennung des Institutsdirektor problematisch zu sein scheint, analysiert der Hochschulprofessor Christian Kreiß in seinem Gastbeitrag.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis universelle Quantencomputer verfügbar sein werden. Dennoch besteht bereits heute akuter Handlungsbedarf bei kryptografischen Anwendungen, schreibt Arne Schönbohm, Präsident des BSI.
Der Ton im Internet wird immer rauer und aggressiver. Menschen, die zur Zielscheibe entwürdigender Kommentare werden, ziehen sich aus dem Diskurs zurück. Deshalb brauchen wir auch in der digitalen Welt einen anständigeren Umgang miteinander, schreibt Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, in ihrem Gastbeitrag.
Mit der Digitalisierung verbinden viele eine übersteigerte Heilserwartung, sagt Arzt, Kabarettist und Schriftsteller Eckart von Hirschhausen. In seinem Gastbeitrag schreibt er über die Risiken und Nebenwirkungen und zeigt positive Beispiele für eine digitalisierte Humanmedizin.
Wird die Digitalisierung ein Brandbeschleuniger für soziale Ungleichheit? Das will die Partei Die Linke verhindern. Parteivorsitzende Katja Kipping schreibt in ihrem Standpunkt, wie Datenzugang geregelt, eine gerechte Besteuerung von Internetkonzernen sichergestellt und faire Alternativen gefördert werden sollen.
Die Bundesregierung täte gut daran, ein Ministerium für die digitale Transformation zu schaffen. Welche rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen es braucht, damit ein solches Digitalministerium Deutschland wirklich voranbringt, schreibt Hermann Hill von der Deutschen Verwaltungsuniversität in Speyer in seinem Gastbeitrag.
Mit Robotern können Psychologen die Flexibilität des „sozialen Gehirns“ erforschen. Anna Henschel von der University of Glasgow hat sich deshalb einen Roboter als Hiwi ins Labor geholt. Sein Vorteil: Er wird niemals müde – aber ist er auch smart genug? Ein Gastbeitrag zur Mensch-Maschine-Interaktion.
Deutschland läuft die Zeit davon, wenn es im digitalen Zeitalter weiterhin eine relevante Rolle spielen will, mahnt Bitkom-Präsident Achim Berg. Warum es dafür mehr als Informatik-Unterricht braucht, schreibt er in seinem Gastbeitrag.
1,1 Milliarden Euro will die Bundesregierung in die Hand nehmen, um weiße Flecken auf der deutschen Mobilfunklandkarte zu beseitigen. Doch neben Geld sollte die öffentliche Hand vor allem für mehr Know-how sorgen, schreiben Oliver Rottmann und Corinna Hilbig in ihrem Standpunkt.
Der digitale Wandel könnte Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verstärken. Ob die Politik einen Ausgleich findet, wird die Zukunft des westlichen Kapitalismus definieren, glaubt Marius Busemeyer von der Uni Konstanz. Eine Lösung dürfte im Bildungssektor liegen.
Als Seelsorger unterstützt Dietrich Bredt-Dehnen Ermittler, die terabyteweise kinderpornografisches Material sichten müssen. Der leitende Landespolizeipfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland berichtet von digitalen Ermittlungs-Herausforderungen – und der Hoffnung auf KI.
Der BGH hat am Mittwoch das Geschäftsmodell von Unternehmen wie wenigermiete.de bestätigt. Christina-Maria Leeb von der HEUSSEN Rechtsanwaltsgesellschaft glaubt, dass Legal Techs nicht nur Verbrauchern helfen können. Sie sagt, dass Anbieter in diesem Bereich auch Chancen für Kanzleien und Rechtsabteilungen bringen.
Stephan Dreyer (l.) und Matthias C. Kettemann, Forscher am Hans-Bredow-Institut, haben internetbezogene Mythen gesammelt. 50 davon entlarven sie in einem Buch, das heute beim Internet Governance Forum vorgestellt wird. Warum Fehlinformation gerade im Digitalbereich Schaden anrichten können, erläutern sie in ihrem Gastbeitrag.
Für den Klimaschutz wurden mit dem kürzlich verabschiedeten Klimapaket wichtige Leitplanken festgelegt – doch für die Digitalisierung fehlen sie weitestgehend, kritisiert Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Ob und wie Künstliche Intelligenz eine Erfolgsformel für den Klima- und Umweltschutz werden kann, erläutert sie in ihrem Gastbeitrag.
Brauchen wir das Internet Governance Forum noch? Ja, schreibt Wolfgang Kleinwächter, Professor für Internationale Kommunikationspolitik und Regulierung in seinem Standpunkt. Aber damit die Ergebnisse auch einen Effekt haben, müssen sie in zwischenstaatliche Verhandlungen einfließen.
In Industriestaaten diskutiert man über Privatsphäre im Netz. Dabei sind weltweit Milliarden Menschen unsichtbar. Sie könnten Daten zur Selbstermächtigung nutzen und deren Vorteile zu ernten, schreiben Anne-Marie Slaughter und Yuliya Panfil vom Thinktank New America.
Eine aggressivere Wettbewerbspolitik reicht im Umgang mit digitalen Plattformen allein nicht aus. Stattdessen muss die Politik eine Balance zwischen Regieren und Regulieren finden, schreibt Geoff Mulgan, der CEO von Nesta, in seinem Standpunkt.
Je mehr soziale Interaktionen und Handel online stattfinden, desto dringender braucht die EU ein Regulierungs-Update für das Internet. Deshalb plant die Europäische Kommission den „Digital Services Act“. Was darin geregelt werden muss, erklärt Tiemo Wölken, rechtspolitischer Sprecher der S&D-Fraktion, in seinem Standpunkt.
Gesundheits-Apps können viele Vorteile bieten. Zugleich gibt es Sorgen um den Datenschutz. Die Gesetze allein können die Probleme nicht lösen, meint Sarah Becker vom Institute for Digital Transformation in Healthcare und fordert einen Daten-Kodex für Unternehmen.
Eine engere Zusammenarbeit bei der 5G-Sicherheit auf europäischer Ebene wird die Belastbarkeit der neuen Technologie für Sicherheit und Wirtschaft stärken und es Europa gleichzeitig ermöglichen, das künftige geopolitische Umfeld mit zu gestalten, meint EU-Sicherheitskommissar Julian King.
Es wäre ein Fehler, den Bericht der Datenethikkommission (DEK) als „typisch deutsch“ abzutun, meint Paul Nemitz, DEK-Mitglied und Hauptberater in der EU-Kommission. Warum die Kontrolle technischer Macht zu Europas zentralen Aufgaben gehört, erklärt er in seinem Beitrag.
Statt Huawei am Netzausbau zu beteiligen, müssen sich Deutschland und Europa die Technologieführerschaft in der digitalen Infrastruktur zurückholen, fordert Metin Hakverdi (SPD) in seinem Gastbeitrag.
Statt Facebook und Alibaba lieber Sacramento und Tel Aviv: Nicht mit Tech-Riesen sollte Deutschland Allianzen schmieden, sondern mit digitalen Städten und Regionen, schreiben der grüne Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz und der Transatlantik-Experte Tyson Barker.