Der Jahreswechsel verlief für Wasserstoffzüge problematisch. Lieferengpässe bei Wasserstoff führten zu Verzögerungen. Komplikationen bei der Einführung neuer Technologien sind keine Überraschung für Experten, die Alternativen wie Hybrid-Batteriezüge bevorzugen. Doch es gibt auch Argumente für den Einsatz von Wasserstoffzügen.
Bis 2040 will die EU-Kommission die Emissionen um 90 Prozent senken. Doch anders als von Brüssel erwartet, dürften die Rückgänge bis dahin deutlich kleiner ausfallen. Das zeigt ein gemeinsamer Report vom Ecologic Institut und dem Öko-Institut. Die Forschenden machen Vorschläge, um die Lücke, etwa im Verkehrssektor zu schließen.
Der wissenschaftliche Beirat des Bundesverkehrsministeriums schlägt vor, die Bahnpolitik grundlegend zu reformieren: Das Eisenbahn-Bundesamt soll zulasten der Fachabteilungen des Ministeriums gestärkt werden. Das Trassenpreissystem soll auch der Systementwicklung dienen, Pönalen für Verspätungen die Vergütung der Manager senken.
Die Branche leidet unter dem THG-Quotenpreisverfall im Zuge der Betrugsfälle mit gefälschtem nachhaltigen Biodiesel. Der Bundestag könnte auf den letzten Metern nachbessern. Von einer neuen Bundesregierung erhoffen sich die Hersteller mehr Förderung.
Das Verwaltungsgericht Leipzig hat Mindestpreise für Mietwagen bestätigt, die zum Schutz des Taxigewerbes dienen. Die Stadt Leipzig musste jedoch die festgelegte Preishöhe anpassen, da sie über den Taxipreisen lag. Das Urteil könnte Signalwirkung für andere Städte haben. Uber und Bolt warnen indes vor voreiligen Schlüssen.
Die Deutsche Bahn hat die weitere Flottenmodernisierung verschoben. Der Milliardenauftrag für bis zu 95 neue Fernzüge wird vorerst nicht vergeben. Die nächste ICE-Generation wird wohl frühestens 2035 starten. Die Branche rätselt über die Gründe – dabei liegen einige Erklärungen recht nahe.
Trotz Wahlbetrug, Spyware gegen Aktivisten und fehlender Umweltanalysen macht Deutschland Lithium-Deals mit Serbien, um die heimische Autoindustrie zu versorgen. Bei seinem Besuch in dem Land sprach Kanzler Olaf Scholz mit keinem einzigen Kritiker des Mega-Projekts zum Lithium-Abbau.
Die nächste Bundesregierung sollte bei der Förderung der Umstellung auf E-Busse den Schwerpunkt auf die Ladeinfrastruktur legen, empfiehlt Henrik Falk. Der Chef der Berliner Verkehrsbetriebe erwartet von den Busherstellern deutliche Preissenkungen. Seine eigene Flotte will er nicht völlig auf Batterieantrieb umstellen.
Nach den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung lassen die Grünen im Wahlkreis Pankow Stefan Gelbhaar durchfallen. Seine verkehrspolitische Bilanz fällt gemischt aus – zumindest in den eigenen Reihen. Mögliche Nachfolgerinnen und Nachfolger stehen in den Startlöchern.
Im Entwurf zum ersten Wahlprogramm des Bündnisses Sahra Wagenknecht geht es im Mobilitätskapitel viel um Autos. Mit einem „Volksleasing“ und einer Zukunft für den Verbrenner will das Bündnis bei den Wählerinnen und Wählern punkten.
Trotz Sanktionen verschifft Russland weiter Rohöl und Ölprodukte auf dem Seeweg. Die maroden Tanker der Schattenflotte sind nicht nur ein geopolitisches Problem, sie bedrohen auch die Umwelt. Der politische Handlungsdruck wächst, aber Kontrollen und Verbote sind schwierig.
Eine laute Minderheit in der EU will die CO2-Bepreisung im Straßenverkehr und beim Heizen hinauszögern. Doch ein späterer Start würde keine Probleme lösen, warnen Fachleute. Er würde den Klimaschutz zurückwerfen, zu Preisschocks führen und Investitionen hemmen. Stattdessen plädieren Expert:innen für soziale Vorkehrungen.
Die Bundesregierung will noch vor der Bundestagswahl den Betrug mit nachhaltigen Kraftstoffen eindämmen und die nationale Quote für E-Kerosin streichen. Die Luftverkehrswirtschaft freut sich. Doch ist unsicher, ob die Unionsfraktion im Bundestag den Änderungen eine Mehrheit verschafft.
Bei Bussen, Eisen- und Straßenbahnen läuft es unterschiedlich rund. Das zeigen neue Quartalszahlen des Statistischen Bundesamts zur Beförderungsleistung, die Tagesspiegel Background ausgewertet hat.
Volker Wissing ist wieder dabei. Schon am Montag reiste der Bundesverkehrsminister nach Las Vegas, um eine stattliche Zahl an Terminen auf der CES wahrzunehmen. Die Technik-Messe, die heute offiziell eröffnet wird, zählt für die Mobilitätsbranche zu den Pflichtterminen. Bei deutschen Autofirmen zeigt sich die Krise.
Nach der Bundestagswahl wird der Verkehrsausschuss anders aussehen. In der Unionsfraktion sind die Direktmandate entscheidend. In den anderen Fraktionen gibt es einige prominente Abgänge. Das Schicksal des Grünen-Abgeordneten Stefan Gelbhaar entscheidet sich morgen.
Die Fertigstellung des Infraplans verzögert sich weiter. Jetzt liegt zumindest ein erster Entwurf vor. Noch fehlen die Steuerungskennzahlen – und die Verknüpfung zwischen Maßnahmen und ihrer Finanzierung. Expert:innen fordern umfassende Verbesserungen.
Tiktok wird für die politische Kommunikation immer wichtiger, aber Beiträge zur Verkehrspolitik sind selten erfolgreich. Dabei müsste das nicht so sein. Gerade im anstehenden Winter-Wahlkampf bietet die Plattform viele Möglichkeiten, auch für komplexe Themen.
2025 soll die E-Mobilität in Europa Fahrt aufnehmen. Doch die Abhängigkeit von asiatischen Batterieherstellern wird hoch bleiben – auch bei neuen Technologien. Besser sieht es in der Nische aus, wie Porsche und Cellforce zeigen.
Im neuen Jahr gilt für den Flugverkehr eine verpflichtende Beimischungsquote für Sustainable Aviation Fuel (SAF), ansonsten drohen Bußgelder. Doch es klafft eine Lücke zwischen der schleppend anlaufenden SAF-Produktion und den künftig benötigten Mengen. Italien zeigt, wie der Produktionshochlauf funktioniert.
Das neue Jahr beginnt mit ungewissen politischen Perspektiven. In Berlin und Washington wechseln die Regierungen, in Brüssel ist eine neue EU-Kommission angetreten. Außerdem sind die Sektoren mit sich selbst beschäftigt. Wohin geht die Reise für die Bahn und den ÖPNV, für die Autobauer, den Luft- und Schiffsverkehr? Ein Überblick.
Über mangelnde Bewegung kann sich der Mobilitätssektor im ablaufenden Jahr 2024 nicht beklagen. Auch mit mancher Karriere ging es rasant nach oben – oder nach unten. Tagesspiegel Background stellt zusammen, wer in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich war oder scheiterte.
Zwei Schritte vor, drei Schritte zurück: So wirkt es häufig, wenn man die Fortschritte bei der Verkehrs- und Mobilitätswende begleitet. Bei den vielen negativen Nachrichten geraten Fortschritte – ja, die gibt es – schnell aus dem Blick. Die Background-Redaktion hat sechs Good News ausgesucht, die zum Jahresende versöhnlich stimmen.
Die EU will den Einfluss von Stadtwerken auf die Ladeinfrastruktur einschränken. Hierzulande soll Paragraf 7c des Energiewirtschaftsgesetzes verhindern, dass Stromnetzbetreiber auch Ladesäulen betreiben. Eine Übergangsfrist für kleine Stadtwerke läuft zum Jahresende aus. Einige wussten sich nur mit einem Notverkauf zu helfen.
Podcast, Buch, Doku-Serie, TV-Sendung und Newsletter: Das Background-Redaktionsteam hat fünf Medientipps zusammengestellt, mit denen sich die Feiertage auf ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Weise verbringen lassen – nicht nur für Mobilitäts-Nerds.
Die Deutsche Bahn ringt um die Milliarden-Finanzierung zur Streckensanierung. Der Haushaltsausschuss und die Eigenkapitalerhöhung entscheiden über die Zukunft des Staatskonzerns. Verkehrsminister Volker Wissing fordert ein Ende der Blockadehaltung.
Die Deutsche Umwelthilfe hat Eurowings „Greenwashing“ vorgeworfen. Zu Recht, befand nun ein Gericht. Es ist nicht die erste Klage dieser Art gegen eine Airline. Auch Brüssel will eingreifen – und umweltbezogene Werbung bald strenger regulieren, um Verbraucher besser zu schützen.
Die Liberalen setzen verkehrspolitisch auf Technologiefreiheit, Wettbewerb, Markt und Innovation. Individuelle Mobilität dürfe durch staatliche Gängelung nicht eingeschränkt werden. Der Straße und dem Auto schenkt die FDP mehr Aufmerksamkeit als der Schiene und der Bahn.
Eine neue Studie für das Verkehrsministerium bescheinigt den rollenden Hotels gute Zukunftschancen. Mindestens jeder zehnte Reisende würde auf Flug oder Autofahrt verzichten, wenn das Angebot stimmt. Doch dafür bleibt noch viel zu tun.
Die Grünen fordern höhere Abgaben für Milliardäre, und Robert Habeck setzt sich neuerdings für Azubis ohne Führerschein ein. Doch der Verkehrsteil der Partei im Wahlprogrammentwurf bleibt weitgehend unkonkret. Verkehrsforscher Andreas Knie kritisiert die Bahnpolitik der Grünen als konventionell und nicht mehr zeitgemäß.
Ein Blick in die Wahlprogramme von CDU/CSU und SPD zeigt: Die Unterschiede in der Verkehrspolitik sind groß. Die Union lehnt ein Tempolimit und das Verbrenner-Aus ab. Bei der Bahn plant sie die Trennung von Netz und Betrieb. Die SPD ist anderer Meinung und verspricht 500 Euro Mobilitätsbudget für junge Menschen.
GM zieht sich aus dem Robotaxi-Geschäft zurück. Das autonome Fahren steht vor Herausforderungen. Während etablierte Hersteller auf Fahrerassistenzsysteme setzen, könnte generative KI den nächsten Innovationsschub bringen. Experten sehen Chancen für eine Aufholjagd in der zweiten Technologiewelle.
Sollte es nach der Bundestagswahl zu einer schwarz-grünen Koalition kommen, gäbe es große Differenzen in der Bahnpolitik. Die Union fordert die Trennung von Netz und Betrieb, die Grünen wollen das durch kleinere Reformschritte überflüssig machen. Auch beim Güterverkehr und der Finanzierung der Bahn haben die Parteien unterschiedliche Vorstellungen.
Nach dem überstürzten Ende der Kaufprämie vor einem Jahr wirft die Branche der Regierung einen Zick-zack-Kurs vor. Kurz vor der Wahl präsentiert der Wirtschaftsminister neue Förderideen. Die Zielgruppe: Menschen mit kleinem Einkommen. Die Umsetzung ist ungewiss.
Um die Wiedereinführung von Straßenbahnsystemen wird in vielen deutschen Städten intensiv gerungen. Die Tram-Projekte kommen deshalb unterschiedlich schnell voran. Wo könnten die Bahnen schon bald wieder fahren, und wer bremst?
Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit legt der Verkehrsminister noch einen langfristigen Flugplan für den Regelbetrieb von Drohnen und Lufttaxis in Deutschland vor. Die Industrie begrüßt das – und warnt davor, zu lange mit der Umsetzung zu warten.
Die Europäische Volkspartei als größte Fraktion im EU-Parlament will, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor auch nach 2035 in der EU zugelassen werden. Außerdem sollen Strafzahlungen für Autobauer verhindert werden, die die Ziele nicht erreichen. Grüne und SPD kritisieren die Forderungen scharf.
Der Bundesrechnungshof wirft der Leitungsebene des Verkehrsministeriums die Verschwendung von 87,5 Millionen Euro vor. Die Trassenpreisförderung sei zu teuer und habe einen geringen Klimaschutzeffekt. Der BRH fordert, Schadensersatzansprüche wegen fortgesetzter Verstöße gegen das Haushaltsrecht zu prüfen.
Die DB InfraGO hat die mit Spannung erwartete Veranstaltung zur Digitalisierung des Schienennetzes kurzfristig abgesagt. Nach dem Scheitern der Ampelregierung wackelt die Finanzplanung des krisengeschüttelten Staatskonzerns – nun soll erst einmal der Aufsichtsrat nächste Woche die neuen Prämissen klären.
Die Potenziale des Zufußgehens als nachhaltigste Verkehrsform werden nicht ausgeschöpft, findet der ADAC und lädt zur Diskussion. Neben der neuen Straßenverkehrsordnung soll die erste nationale Fußverkehrsstrategie die unterschätzte Fortbewegungsart fördern. Die Beteiligten erwarten, dass das Verkehrsministerium deutlich nachbessert.
Im Wahlprogramm der Linken hat Verkehrspolitik eine zentrale Bedeutung. Die Partei fordert einen Umbau der Autoindustrie hin zu mehr kollektiver Mobilität und plant umfangreiche Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Mit einer „konsequenten Mobilitätswende“ will sie zudem Industriejobs sichern.
Die Allianz pro Schiene, der VDB und die Index GmbH verstärken ihr Jobportal, um dem Fachkräftemangel in der Bahnbranche zu begegnen. Ziel ist es, Personal vor allem für technische Berufe zu gewinnen. Trotz des Stellenabbaus bei der DB bleibt der Bedarf hoch. Mit verstärkter Anwerbung von Frauen und internationalen Fachkräften will die Branche wachsen.
Sinkende Gütermengen, verfallende Infrastruktur und Antriebswende machen den Binnenschiffern zu schaffen. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden“, sagt Steffen Bauer von HGK Shipping. Europas größter Binnenschiffer erwartet ein politisches Signal, dass der Verkehrsträger noch gebraucht wird.
Teile der Autoindustrie fordern, die CO2-Grenzwerte zu verschieben und aufzuweichen. Sie warnen vor Milliardenstrafen und verweisen auf die schlechten Rahmenbedingungen für die E-Mobilität. Die Umweltverbände werfen den Herstellern vor, Verkäufe von E-Autos gezielt zu verschieben.
In Madrid werden Pakete mit der Metro ausgeliefert. In Hamburg testet ein Quartiersprojekt multimodale Logistik, um Emissionen zu reduzieren. Risikokapital fließt in innovative Lösungen für die letzte Meile, Routenoptimierung per KI und Drohneneinsatz. Praktiker und Forscher sehen einen Engpass: Personalmangel.
Rund um den Jahreswechsel will das Bundesverkehrsministerium das zentrale Steuerungsinstrument für die Schieneninfrastruktur vorlegen: den Infraplan. Bisher ist er nicht in Sicht. Background liegt aber eine umfangreiche Präsentation aus dem zuständigen Referat vor, aus der sich einiges ablesen lässt.
Die EU-Verkehrsminister wollen, dass ein Fahrverbot oder Führerscheinentzug in einem EU-Land künftig auch in allen anderen Mitgliedsstaaten gelten soll. Außerdem sind sie dafür, dass die Fluggastrechte vereinheitlicht werden. Verbraucherschützer üben Kritik.
Das Bundesumweltministerium bereitet eine neue Regelung für den Klimaschutz im Flugverkehr vor. Die Vorgaben für die Airlines würden damit weniger streng. Verabschieden kann die neue Bestimmung jedoch erst die nächste Bundesregierung.
Die Zerschlagung der DB Cargo habe begonnen, und das sei nur gerecht, weil die Deutsche Bahn gegen EU-Recht verstoßen habe. Diese Meinung wurde auf dem Kongress der Güterbahnen vertreten. Dort wurde auch skizziert, wie die Branche wettbewerbsfähiger gegenüber dem Lkw werden kann.
2030 sollen fahrerlose Fahrzeuge Alltag sein. Das hat sich das Bundesverkehrsministerium in der gestern veröffentlichten Strategie zum autonomen Fahren vorgenommen. Darin werden auch die noch zu nehmenden Hürden benannt.
Die EU-Kommission hat entschieden: Die Deutsche Bahn darf die Verluste ihrer Güterverkehrssparte nicht mehr ausgleichen. DB Cargo steht vor großen Veränderungen. Chefin Sigrid Nikutta erläutert im Background-Interview, warum sie die Entscheidung begrüßt, wie sie Cargo auf Kurs bringen will und was auf die Beschäftigten zukommt.
Der Verband der Güterbahnen fordert Verkehrsminister Volker Wissing auf, frei von parteipolitischen Zwängen noch zwei Großprojekte anzugehen: ein neues Trassenpreissystem und einen Infrastrukturfonds. Das wäre eine gute Vorlage für die nächste Bundesregierung, so der Verband.
Die Transformation zur Elektromobilität ist global unumkehrbar. Doch das Tempo ist nicht überall gleich. Auf großen Märkten wird die Verbrennertechnologie noch lange nachgefragt. Die deutschen Hersteller stehen deshalb vor einem Dilemma.
Mit Spannung erwarten die Kommunen, wie die Verwaltungsvorschrift zur reformierten Straßenverkehrsordnung hochfrequentierte Schulwege definiert. Dort kann künftig einfacher Tempo 30 angeordnet werden. Probleme bei neuen Schulstraßen zeigen die Verunsicherung in den Verwaltungen.
Die Parteien machen sich bereit für die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar. Einige Landesverbände haben bereits ihre Landeslisten aufgestellt. Der Prozess hin zu den Bundestagswahlprogrammen wird ebenfalls beschleunigt. Ein Überblick über die Aufstellungen, Wahlkommissionen und Verkehrspolitiker.
Keine drei Monate vor der Wahl schalten die Ministerien in den Mute-Modus. Ohne Regierungsmehrheiten sind große Gesetzesänderungen auch schwer möglich. Aber kleine Veränderungen – teilweise mit Signalwirkung – könnte auch Verkehrsminister Volker Wissing (fast) alleine voranbringen.
Auch Lkw-Herstellern drohen hohe Strafzahlungen, wenn sie ihre CO2-Flottenziele ab 2025/26 verfehlen. „Es wird eng“, sagt MAN-Chef Alexander Vlaskamp im Background-Interview. 2030 seien die Strafen 25 Mal so hoch wie für Pkw. Die Politik behandele die Transportbranche unverhältnismäßig streng.
Deutschland, Schweden und Frankreich sorgen sich um die Zukunft der europäischen Batterieindustrie. Angesichts der Probleme des Herstellers Northvolt warnen sie davor, China das Feld zu überlassen. Auf der neuen EU-Kommission ruhen große Erwartungen.
Die Hightech-Pläne für das lange vernachlässigte Schienennetz müssen wegen fehlender Mittel verschoben und massiv abgespeckt werden. Der Staatskonzern will nun erst ab 2035 das moderne Zugsteuerungssystem ETCS ohne Signale zum Standard machen – sieben Jahre später als vormals angepeilt.
Bis zum 9. Dezember, wenn bei VW über Lohnverzicht, Kündigungen und die Zukunft der deutschen Werke verhandelt wird, protestieren VW-Mitarbeitende an allen deutschen Standorten. Um das Sparziel zu erreichen, fehlen nur wenige Milliarden.
Die E-Mobilitätsbranche und die Energiewirtschaft warnen davor, die CO2-Flottengrenzwerte aufzuweichen. Bei der Revision 2026 könnte im Gegenteil sogar eine Verschärfung herauskommen. Auf einem Kongress des Energieverbands BDEW wird deutlich, wie der Hochlauf bei elektrischen Pkw und Lkw Fahrt aufnimmt.
Angesichts des drastischen Stellenabbaus in der Automobilindustrie will sich die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen persönlich um die Zukunft der Branche kümmern – mit einem Arbeitskreis. Das konservative Lager erwartet, dass die Kommission die drohenden Strafzahlungen für Autobauer überprüft.
KI-Agenten, die auf Reinforcement Learning basieren, sollen mehr in der Industrie eingesetzt werden. Der Frankfurter Flughafen entwickelt mit der Biontech-Tochter Instadeep so einen Agenten für die Planung der Luftfrachtabfertigung. Wie Disponenten entlastet werden sollen und wie das Team mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen umgeht.
Die angekündigten US-Zölle auf Waren aus China, Mexiko und Kanada sorgen auch in Deutschland für Verunsicherung. Energieintensiven Industrien wie der Autoindustrie will Wirtschaftsminister Robert Habeck mit einem niedrigeren Strompreis und besseren europäischen Rahmenbedingungen helfen.
In Südeuropa oder in den Niederlanden gehören sie schon lange zum Straßenbild, in Deutschland sieht man sie selten: Microcars. Die kleinen Fahrzeuge für weniger als 10.000 Euro könnten groß rauskommen, wenn Hersteller und Politik es wollen. Eine aktuelle Studie zeigt, was zu tun ist.
Die Labour-Regierung in Großbritannien will das Verbrenner-Aus wieder von 2035 auf 2030 vorziehen und damit eine Entscheidung der Konservativen korrigieren. Sie begründet das mit Planungssicherheit und niedrigeren Kosten für die Verbraucher. Die Autoindustrie stimmt zu.