Globale Umbrüche stellen die heutige Arbeitswelt vor große Herausforderungen: Lieferketten sind gestört, Fachkräfte werden zur Mangelware. Um diese Hürden meistern zu können, sollten Unternehmen vor allem nachhaltig denken, schreiben Marianne Janik und Steffen Kampeter anlässlich der von Microsoft Deutschland und dem BDA organisierten Veranstaltung Future Work.
Während die Frist für das Onlinezugangsgesetz immer näher rückt, gewinnt auch die Frage, wie es danach weitergeht, an immer größerer Bedeutung. Doch bevor ein OZG 2.0 auf den Weg gebracht wird, muss eine ehrliche Bilanz gezogen werden, schreibt der CIO von Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose.
Ein Nachfolger für das Onlinezugangsgesetz kann nur funktionieren, wenn dabei nicht die gleichen Fehler gemacht werden. Das bedeutet: Eine zentrale Einheit kümmert sich um einen Plattformkern, der Basisdienste und die Schnittstellen für Onlinedienste liefert, schreiben Peter Kuhn von der Fortiss GmbH und Moreen Heine von der Universität zu Lübeck.
Morgen startet die Republica – nach zwei Jahren zum ersten Mal wieder als Live-Event. Gesprächsbedarf gibt es genug, etwa zur geplanten Chatkontrolle der EU oder Fragen zur Marktmachtkontrolle. Welchen vier Krisen der Gegenwart sich die Republica in diesem Jahr widmet und welche Vertreter:innen des Bundeskabinetts das Festival besuchen, schreibt Mitbegründer Markus Beckedahl im Standpunkt.
Sowohl staatliche Institutionen als auch die Zivilgesellschaft wünschen sich mehr Einblicke in die Funktionsweise sozialer Medien. Plattformen sollten offenlegen, wie ihre Algorithmen arbeiten. Dafür soll das EU-Gesetz über Digitale Dienste sorgen, doch es braucht interdisziplinäre Zusammenarbeit, meint Michael Meyer-Resende, Geschäftsführer von Democracy Reporting International.
Mehr als jedes zehnte IT-Unternehmen in Deutschland kommt gänzlich ohne weibliche Mitarbeiterinnen aus. Dabei mache Diversität in den Teams Unternehmen innovativer und erfolgreicher, schreibt Marion Festing anlässlich des heutigen Diversity Days im Standpunkt. Das gelte nicht nur für Frauen, sondern auch für ethnische Minderheiten oder Menschen aus der LGBTQ+-Community. Der Weg zur Nutzung dieser Potenziale sei jedoch noch weit.
Immer wieder werden Bildungseinrichtungen und Behörden von Datenschützer:innen kritisiert, wenn sie bestimmte Videokonferenz-Tools nutzen. Das sei ungerechtfertigt, argumentiert Uwe Peter von Cisco im Standpunkt. Auch US-Anbieter hielten sich an die hohen EU-Datenschutzstandards. Öffentlich geförderte Open-Source-Alternativen seien Geldverschwendung.
Feste Zeiten, handyfreie Zonen, Selbstreflektion: Viele Menschen leiden unter dem permanenten Informationsstrom zu Krisen, Krieg und Pandemie. In einer Studie haben Medienwissenschaftler Stephan Weichert und Leif Kramp untersucht, welche Strategien es gegen den digitalen Burnout gibt und wie sie wirken.
Das Metaversum wird die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, wirtschaften und lernen fundamental verändern, glaubt die Meta-Managerin Angie Gifford. Die Fehler der frühen Phase des Internets sollten wir nicht wiederholen. Stattdessen müssten jetzt die richtigen Leitplanken gesetzt werden, damit das Metaverse einen echten Mehrwert für Deutschlands digitale Transformation bietet. Eine Einladung.
Mit Einsparungen, Erneuerbaren und Diversifizierung gegen die Abhängigkeit von Russland – das ist das Ziel des am Mittwoch vorgestellten Repower EU-Plans. Die Abgeordnete der Grünen im Europäischen Parlament, Jutta Paulus, lässt die Maßnahmen Revue passieren und ordnet sie ein.
In der EU ging es zuletzt viel um die Regulierung von Krypro-Währungen wie dem Bitcoin. Dabei sollte das Kind aber nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden, warnt Matthias Voelkel von der Börse Stuttgart. Wer Krypto kaputt reguliere, gefährde auch die zukunftsweisende Blockchain-Technologie – und damit die Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Fair Digital Objects (FDOs) sind der Schlüssel zu standardisierten und interoperablen Datenräumen, sind der digitalpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Maximilian Funke-Kaiser, und der FDP-Obmann im Ausschuss für Digitales, Volker Redder, überzeugt. Besonders beim Onlinezugangsgesetz (OZG) könnte angesichts der schleppenden Umsetzung mit FDOs Tempo gemacht werden.
Die Macht der Plattformen ist ein Problem und birgt zahlreiche Gefahren, warnt Bertrand Perez. Das dezentrale Web3 soll das ändern. Ein wichtiges technologisches Hindernis auf dem Weg dahin wurde kürzlich ausgeräumt.
Der Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur Prävention und Bekämpfung von Kindesmissbrauch sei ein „Frontalangriff auf die Bürgerrechte", meint Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Deutschland müsse sich bei den Verhandlungen im EU-Rat nun vehement für ein Recht auf Verschlüsselung einsetzen.
Nach Ausbruch der Corona-Pandemie haben viele Schulen aus dem Stand digitale Tools eingeführt. Auch die Cloud Microsoft 365 kommt vielerorts zum Einsatz. Doch die Beschwerden häufen sich und eine Prüfung hat gezeigt, dass eine datenschutzkonforme Nutzung schwierig ist. Eine Alternative könnte die landeseigene Bildungsplattform sein.
Ob von den G7-Digitalminister:innen oder im Kreise der Welthandelsorganisation – die globale digitale Ordnung sollte nicht hinter verschlossenen Türen von den Industriestaaten verhandelt werden, sondern wirklich global, findet der Handelsexperte Sven Hilbig. Denn die Länder des globalen Südens hätten legitime Interessen zu verteidigen. Warum der grüne Wirtschaftsminister deshalb jetzt intervenieren muss.
Die Bundesregierung hat bei dem Treffen der G7-Digitalminister eine historische Chance – die sie nicht verpassen sollte. Sie muss Souveränitäts- und Sicherheitsfragen auf die Agenda setzen, echte Führungsstärke bei den Normen und Standards für das globale Internet zeigen und vor allem auch im eigenen Land ihre Hausaufgaben machen und versprechen einhalten, meint die CDU-Digitalexpertin Nadine Schön.
Die Fähigkeiten heutiger KI-Systeme waren vor wenigen Jahren undenkbar. Der entscheidende Faktor ist dabei die Steigerung von Parametern und Rechenkraft. Führt eine weitere Skalierung zu starker KI, fragen der Digitalexperte David Goebel und der Datenwissenschaftler Philipp Bongartz.
Die Uhr bei der Umsetzung von digitaler Souveränität tickt, warnt Dataport-Chefstratege Frederik Blachetta. Vielleicht ist die aktuelle Legislaturperiode die letzte Chance, um in der Verwaltungs-IT Abhängigkeiten abzubauen und Lock-Ins zu vermeiden. Drei Hypothesen sollen Staat und Politik bei der Kursplanung helfen.
Die globale Debatte um Cybernormen hat 2022 neuen Schwung erhalten. Die deutsche Regierung gehört zu ihren eifrigen Befürwortern. Doch tut sie auch, was sie predigt? Das Beispiel des staatlichen Schwachstellenmanagements zeigt: nein, analysiert Alexandra Paulus von der Stiftung Neue Verantwortung.
Der AI Act der Europäischen Kommission soll Risiken beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz reduzieren und damit Vorbehalte mindern. Ob dies gelingt, hängt vor allem von der Frage ab, inwieweit abstrakte Konzepte auch in die Praxis überführt werden, meint der Entwickler eines KI-Prüfverfahrens, Christian Meyer.
Wenn es um Quantentechnologien geht, liegt der Fokus oft auf den Computern. Dadurch gerät das Thema Software leicht aus dem Blickfeld, doch die ist genauso wichtig wie die Hardware. Wer künftig die Potenziale von Quantencomputern nutzen möchte, sollte sich heute schon mit Software beschäftigen.
Es braucht bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz mehr Mut, findet EU-Abgeordnete Svenja Hahn. Statt Ängste zu schüren, sollte der Weg für einen Innovationskontinent Europa bereitet werden - etwa mit einem digitalen Binnenmarkt und Nachbesserungen am AI Act.
Für Schulen ist es deutlich einfacher, analoge statt digitale Materialien anzuschaffen. Um die Beschaffung digitaler Unterrichtsmaterialien künftig zu erleichtern, braucht es klare Budgets für den digitalen Unterricht sowie ein beim Schulträger angesiedeltes Expertenteam, schreibt Stephan Bayer von Sofatutor.
Dank Künstlicher Intelligenz werden mehr und mehr Daten direkt vor Ort in der Edge gefiltert und ausgewertet. Doch während Ressourcen und Bandbreite geschont werden, vergrößert sich so die Angriffsfläche für Cyberspionage und -sabotage.
Öffentliche Beschaffung sollte stärker als Hebel für Innovation genutzt werden. Die Entwicklung eines europäischen Sprachmodells ist dringend notwendig und bietet eine gute Gelegenheit, die Rolle des Staates im Innovationsökosystem neu zu definieren, schreibt Robert Peters vom Institut für Innovation und Technik.
Digitalisierung kann helfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Doch gerade Cloud Computing und KI verbrauchen selbst sehr viel Energie. Mit niedrigerer Bitbreite könnten die Systeme energiesparender trainiert werden, schreibt Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, im heutigen Standpunkt.
Die Bundesregierung baut derzeit Datenlabore auf und will Data Science im Regierungshandeln etablieren. Warum diese Investition nicht nur notwendig, sondern vorausschauend ist und auf welche Aufgaben die Datenlabore sich konzentrieren sollten, schreibt Alex C. Engler, Senior Fellow der Stiftung Mercator.
Um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, muss Plattformarbeit reguliert werden, schreibt Laurin Sepoetro von Wolt. Die geplante EU-Richtlinie gehe in die richtige Richtung, greife aber zu kurz. Viele Beschäftigte schätzten die Flexibilität der Selbstständigkeit. Daher reiche es nicht, bei Angestelltenverhältnissen anzusetzen.
Die von der Ampel angekündigte Open-Source-Förderung lässt auf sich warten, auch im Haushalt fehlen die Gelder für ein neues Förderinstrument sowie eine neue Unterstützungseinrichtung. Doch der Bundestag hätte in den Haushaltsverhandlungen die Chance, dem Thema endlich die notwendige Priorität beizumessen, meint Felix Reda.
Hochschulabschlüsse sind bei Gründer:innen eher die Regel als die Ausnahme. Doch auch in anderen Ausbildungsstätten gibt es motivierte, kreative Talente mit innovativen Ideen. Wie das Fördersystem besser auf diese zugehen kann und auch die Arbeitgeber von Ausgründungen profitieren könnten, schreibt Daniel Breitinger vom Bitkom.
Die Krisen der vergangenen Jahre von Corona bis zum Krieg in der Ukraine haben die Relevanz von digitaler Souveränität gezeigt. Die Digitalpolitikpläne der Ampelregierung in ihrer Koalitionsvereinbarung waren vielversprechend, findet Peter Ganten, Vorsitzender der Open Source Business Alliance. Nach 100 Tagen der neuen Regierung fällt Gantens Urteil nun aber verheerend aus.
Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung rechneten sich digitale Bildungsanbieter Chancen für Veränderung aus. Doch passiert sei in den letzten 100 Tagen zu wenig, resümiert Fredrik Harkort, Mitinitiator der Initiative deutscher digitaler Bildungsanbieter und Gründer eines Ed-Tech-Startups. Er fragt: Quo vadis, Bildungspolitik?
Fahrzeuge sicher durch den Verkehr lotsen, Krebszellen erkennen, komplexe Klimadaten auswerten – die Potenziale von KI lassen sich kaum bestreiten. Doch ihre Risiken bereiten vielen Menschen Sorgen. Wie KI vertrauenswürdig eingesetzt werden kann, wird in der EU aktuell diskutiert. Der Regulierungsvorschlag der Kommission greift allerdings zu kurz. Denn vertrauenswürdige KI braucht mehr als Verordnungen und Verbote.
In Deutschland herrschte in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu Stillstand bei der Digitalisierung. Doch nicht nur die Politik, auch Wirtschaft und Universitäten sollten rasch und entschieden anpacken. Welche kritischen Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen, Politik und Verbände bestehen, schreibt Professor Manfred Broy.
Nicht nur die FU Berlin setzt bei Videokonferenzen auf Tools großer US-Anbieter. Laut dem Berliner Datenschutzbeauftragten sind diese Lösungen nicht DSGVO-konform anwendbar. Das Argument, es gäbe keine europäische Alternative, zählt nicht, findet Silvia Tran.
Damit Unternehmen und Behörden im digitalen Raum souverän agieren können, müssen bestimmte Voraussetzung erfüllt sein, schreibt Jörg Alexander Albrecht. Unter anderem brauche es eine Cloud-Vielfalt und eine vollständige Übertragbarkeit von Anwendungen und Inhalten. Durch den Data Act gebe es politischen Rückenwind.
Ein Label für eine KI-Anwendung, das deutlich zeigt, wie viel Energie sie benötigt: So können Verbraucher:innen eine informierte Entscheidung treffen und nachhaltige KI wird zum Marktvorteil. In der Praxis funktioniert das leider kaum, schreiben Pascal König, Markus Siewert und Stefan Wurster.
Wer von klimapolitischen Argumenten nicht überzeugt werden wollte, muss angesichts der geo- und energiepolitischen Folgen unserer Gasabhängigkeit die Förderung von Erdgas überdenken, schreibt Jutta Paulus. Sie ist Berichterstatterin der Grünen im Europäischen Parlament für die Energieeffizienzrichtlinie und beschreibt Stärken und Schwächen im Vorschlag der Kommission für die Novelle der Richtlinie.
Die Infrastruktur zur Vermittlung digitaler Kompetenzen ist in Deutschland besser als oft wahrgenommen, findet Michael Littger. Mit dem DsiN-Digitalführerschein kommt nun ein neues Instrument und Zertifikat hinzu.
Der Digital Markets Act (DMA) soll den Wettbewerb auf den digitalen Märkten retten. Damit dies tatsächlich gelingt, unterstützen eine Reihe von Top-Ökonominnen und -Ökonomen um die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer die Intention der Vorschläge zu den Themen Selbstbevorzugung, Interoperabilität und Datenübertragbarkeit sowie mögliche Verhaltensauflagen. Sie schlagen für die finalen Verhandlungen aber einige konkrete Änderungen vor.
Mit dem Data Act stellt Europa die Weichen für eine weltweit führende Datenökonomie. Doch an einigen Stellen hakt es noch: Die Daten dürfen nicht nur in eine Richtung fließen – und das Teilen muss sich lohnen.
Laut Koalitionsvertrag will die Ampel-Regierung ein Dateninstitut aufbauen. Damit diese Einrichtung wirklich innovativ und agil an den Start geht, wie das Vorbild ODI aus Großbritannien, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, ist Stefan Heumann von der SNV überzeugt. Denn: Innovation kann nicht von oben politisch verordnet werden.
Der rheinland-pfälzische Digitalminister Alexander Schweitzer und sein Digitalbeauftragter Fedor Ruhose kritisieren die so kurz vor der Umsetzungsfrist weiterhin bestehenden Baustellen beim Onlinezugangsgesetz. Ein „Fünf-Punkte-Rettungsprogramm“ soll das Prinzip von „Einer für Alle“ doch noch erfolgreich machen – die Zeit drängt.
Die neue Regierung macht bei der Digitalisierung von Anfang an Tempo, schreibt Bitkom-Präsident Bernhard Rohleder. Jetzt komme es darauf an, dass die Richtung stimmt. Die Leitgedanken der Digitalpolitik sollten digitale Souveränität, Teilhabe, Nachhaltigkeit und Krisenresilienz sein, argumentiert er.
Die EU-Kommission präsentiert bald ihren „Data Act“. Unternehmen sollen ihre Daten teilen, Hersteller von Smart-TVs, vernetzten Autos und Maschinen sogar dazu verpflichtet werden. Auch der Staat soll private Daten für eigene Zwecke nutzen dürfen. Der vorliegende Entwurf muss aber nachgebessert und weitere Hindernisse müssen beseitigt werden, sonst droht ein Scheitern, meint Anja Hoffmann vom Centrum für Europäische Politik (CEP).
Die EU-Gesetzgebung sieht vor, KI nach ihrem Risikopotenzial für unsere europäischen Werte und Grundrechte zu beurteilen. Doch genau an dieser Stelle klafft eine große Forschungslücke, sind Stephen Cave und Kanta Dihal von der Universität Cambridge überzeugt. Nur durch eine kritische Analyse von Missständen der Vergangenheit und Reflexion unterschiedlicher Zukunftsvisionen, können wir KI ethisch gestalten.
Bei der Debatte um eine KI-Ethik wird vernachlässigt, dass die Bewertung von KI immer auch eine Frage des kulturellen und historischen Kontextes ist, finden der Philosoph Markus Gabriel und die KI-Ethikerin Aimee van Wynsberghe. Im Standpunkt erklären sie, warum die KI-Ethikdebatte ein Update braucht und die Umweltwirkungen von KI auch eine Gerechtigkeitsfrage sind.
Technische Standards sind Gegenstand des Technologiewettbewerbs zwischen China und den USA. Die neue Standardisierungsstrategie der EU sei eine überzeugende Antwort auf diese Entwicklung, findet Tim Rühlig von der DGAP. Doch Fragen bleiben und weitere Schritte müssen folgen – gerade von Deutschland.
Deutschlands Verwaltung und Behörden brauchen eine Cloud, in der sie sicher arbeiten können. Dabei sollten sie nicht auf monolithische Architekturen setzen, schreibt Michael Hohmuth, Geschäftsführer der Kernkonzept GmbH. Stattdessen braucht es ein geteiltes System.
Die Selbstbevorzugung ihrer eigenen Dienste hat Big Tech groß gemacht. Bei Regulierungsversuchen wie dem Digital Markets Act in Europa sollte man deshalb lieber diese verbieten, als mit großen Gesten wie dem Zerschlagen von Unternehmen zu drohen, meint Proton-Chef Andy Yen.
Vom Netzwerkdurchsetzungsgesetz bis zu Schwerpunktstaatsanwaltschaften oder Beratungsstrukturen –zwar gibt es Maßnahmen gegen digitale Gewalt im Netz, ausreichenden Schutz bieten sie aber noch nicht, belegen Umfragen und Studien. Nach Sina Laubenstein und Kai Dittmann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte braucht es deshalb weitere Instrumente, allen voran Accountsperren, mit denen Hass und Hetze im Netz tatsächlich bekämpft werden können.
Die EU-Kommission präsentiert heute ihre "Grundsätze für das digitale Zeitalter". Es geht um die Verteidigung von Demokratie, Freiheit und Wettbewerb. Die politischen Weichenstellungen für die Digitalisierung kommen jedoch sehr spät, da bereits fundamentale Machtverschiebungen zugunsten der Tech-Konzere stattgefunden haben, meinen Jörg Köpke und Henning Vöpel vom Centrum für Europäische Politik.
Deutschland hat seit Beginn der Pandemie keinen guten Überblick über die Lage. Schuld sind auch eine chaotische Datenhaltung und zu wenige offene Daten, die systematisch ausgewertet werden. Warum die Pandemiedatenpolitik das Vertrauen in die Politik gefährdet und wie man es besser machen könnte, schreibt Wikimedia-Chef Christian Humborg.
Auch die neue Bundesregierung will die Entwicklung und den Einsatz von KI-Systemen stärken. Nvidia-Deutschlandchef Ludwig von Reiche hat dazu fünf konkrete Forderungen und wünscht sich unter anderem einen jährlichen KI-Audit und regelmäßige KI-Gipfel.
Das Interesse an DAOs, einer neuen Art von Organisationsform auf der Blockchain, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. DAOs können die Bildung einer neuen zivilgesellschaftlichen Struktur unterstützen, glauben Sarah Johanna Theurer und Julia Pfeiffer vom Haus der Kunst München. Die zeitgenössische Kunst und ihre Institutionen könnten sich als ideales Labor erweisen, um neue Organisationsformen wie DAOs zu erproben.
Es besteht Handlungsbedarf auf europäischer Ebene und im Bund beim Umgang mit Gesichtserkennung. Die aktuellen Herausforderungen mit Blick auf biometrische Identifikation und Klassifizierung bedürfen aber keiner ausdrücklichen Verbote, schreibt Nikolas Bauer vom bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt). Er fordert, dass die Behörden die limitierten Anwendungsfälle festlegen, um Bürger:innen Rechtssicherheit zu geben.
Neue Gesetze wie der Digital Services Act (DSA) und das von der Ampel geplante Digitale Gewaltschutzgesetz sollen unsere Demokratie ins digitale Zeitalter befördern. Doch das wird nur gelingen, wenn sich jede(r) die Frage stellt, wie wir in digitalen Räumen miteinander umgehen wollen. Das digitale Update der Demokratie braucht mehr als einen rechtlichen Rahmen, meint Benjamin Fischer von der Alfred Landecker Foundation.
Christian Conreder, Partner und Leiter des Bereichs Kapitalanlagerecht bei Rödl & Partner in Hamburg, und Magdalena Okonska, Rechtsanwältin in dem Bereich, erläutern Bestrebungen, Kryptowährungen klimafreundlicher zu machen.
Wenn der Staat Daten besitzt, hat er auch eine Verpflichtung sie im Sinne seiner Bürger und Bürgerinnen zu nutzen, meinen Laura Wamprecht und Lisa Murche von Flying Health. Und: Deutschland müsse sich den Herausforderungen im Umgang mit Genomdaten stärker stellen.
Was früher die kaum erforschten und kaum kontrollierten Ozeane waren, ist heute das Internet. Ein fast rechtsfreier Raum, in dem unbekannte Täter ihre Opfer angreifen und Lösegeld fordern. Damals ging es um Gold, heute um Daten und Kryptowährungen. Bis die Politik angemessen reagiert, müssen sich Unternehmen auf harte Zeiten einstellen.
Digitale und mobile Lösungen können das Pflegepersonal entlasten, indem sie sichere Datenverfügbarkeit in der gesamten Einrichtung bereitstellen und die Dokumentation vor Ort am Krankenbett erlauben. Uwe Pranghofer, Head of Healthcare Business bei Avaya, über die Anforderungen an Digitalisierung als Mittel gegen Personalmangel.
Schule soll digitaler werden. Doch wie kann sinnvoll geregelt werden, welche Tools wo zugelassen werden? Stephan Bayer vom Online-Nachhilfeanbieter Sofatutor beschreibt, worauf es aus seiner Sicht ankommt.
Mancher vermeintliche Triumph der KI ist eigentlich ein Erfolg menschlicher Vorstellungskraft. Denn Computer können nicht in Modellen denken. Doch die Menschen müssen von ihrer besonderen Fähigkeit mehr Gebrauch machen, um alternative Möglichkeiten für unser Handeln zu entwickeln, schreiben Viktor Mayer-Schönberger, Francis de Véricourt und Kenneth Cukier.
Der Einsatz von KI-Systemen im Personalwesen muss dringend durch Testverfahren abgesichert werden, meint Julia Meisner. Gleichzeitig fehlten jedoch verbindliche Richtlinien und Normen für geeignete Testkriterien und Prüfmethoden. Dabei existierten bereits konkrete Vorschläge.
Im bisherigen Verkehrsministerium steht nun Digitales an erster Stelle. Politikberater Philipp Neuenfeldt schreibt, was von einem liberalen Digitalministerium zu erwarten ist, das offiziell keines ist.