Bei der Amtseinführung lobt der neue Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den scheidenden Staatssekretär Rainer Baake. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Doch einer der Kandidaten wird nur Abteilungsleiter.
Der nächste EU-Finanzrahmen wird auch den Etat für das Forschungsprogramm bestimmen. Eine Aufstockung von 80 auf 100 Milliarden Euro fordert das EU-Parlament. Berater der EU-Kommission wollen die Forschung zukünftig wie Raumfahrtmissionen steuern.
Dass Deutschland als Energiewendevorbild nicht mehr taugt, ist spätestens seit dem Verfehlen der Klimaziele für 2020 klar. Wo die Bundesrepublik international genau steht, fasst die Unternehmensberatung McKinsey in Zahlen.
Deutschlands Verbraucherschützer fordern die Abschaffung der Stromsteuer. Die neue Regierung soll auch die Freistellung von Unternehmen von EEG-Umlage und Netzentgelten streichen. Die Kosten würden dann in den Staatshaushalt verschoben. Es geht um viele Milliarden.
Große Pläne auf der Fachmesse Energy Storage Europe: Ein Gigawatt Leistung will das Start-up Electrochaea bald mithilfe winziger Einzeller zur Verfügung stellen. Der Umsatz der Speicherbranche übersteigt 2018 fünf Milliarden Euro.
Frachter und Fähren gelten als Klimakiller, ihr Anteil an den weltweiten Emissionen steigt spektakulär. Auch Küstenbewohner leiden unter schmutzigen Schiffen. Jetzt investieren Reedereien weltweit in den Aufbau von Elektro-Flotten.
Beste Laune bei Johannes Teyssen und Rolf Martin Schmitz: Die Konzernchefs feiern die Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder als einen der „kreativsten Gestaltungsdeals der deutschen Industriegeschichte“, das Land profitiere. Doch bei RWE wächst das Geschäftsrisiko und bei Eon der Schuldenberg.
Die Bilanz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz für 2017 zeigt, dass die Versorgungssicherheit nicht leiden muss. Die Geschäftsführung befürchtet aber, dass Klagen den notwendigen Netzausbau zurückwerfen könnten.
Auch eine dezentrale Stromerzeugung kommt nicht ohne die bis 2030 geplanten rund 4000 Kilometer neuer Stromtrassen aus. Das ist die wichtigste Erkenntnis einer Studie, die das Öko-Institut im Auftrag der Renewables Grid Initiative erstellt hat.
In warmen Sommern fließt schon heute so viel Süßwasser in den Nordatlantik, dass es die Durchmischung der Wasserschichten verzögert. Dadurch könnten die Temperaturen in Europa sinken. Vorhersagen zur Abschwächung des Golfstroms bleiben aber schwierig.
Carbon Capture and Storage (CCS), also die Abscheidung und Speicherung von CO2 unter der Erde, ist auch für die Industrie ein zentrales Thema. Um die Klimaziele 2050 zu erreichen, wäre die Technik hilfreich, doch die Akzeptanzprobleme sind groß.
Die Zerschlagung von Innogy stößt kaum auf Widerstand. Die Aufsichtsräte haben zugestimmt, die Investoren jubeln und die Politik hofft, dass die Konzerne die Energiewende beschleunigen. RWE schließt durch die Bündelung der Erneuerbaren-Sparten aber nicht zu Europas Vorreitern auf.
Wenn 2020 die EEG-Förderung für die ersten Ökostrom-Anlagen ausläuft, sehen viele Energielieferanten einer ungewissen Zukunft entgegen. Ihre Wettbewerbsfähigkeit will der Stromaggregator Energy2market mit einem Blockchain-Handelssystem stärken.
Die Grünen schärfen ihre Forderungen angesichts der Unterzeichnung des schwarz-roten Koalitionsvertrages nach. Das Sofortprogramm Klimaschutz der Parteispitze, das Background vorliegt, sieht unter anderem Milliardenausgaben für eine sozial abgefederte Wärmewende vor.
Die beiden Energiekonzerne Eon und RWE planen, die RWE-Ökostromtochter Innogy unter sich aufzuteilen. Eon würde sich nach der Transaktion auf das Geschäft mit den Stromnetzen und den Vertrieb konzentrieren, die erneuerbaren Energien sollen unter dem Dach von RWE gebündelt werden.
Die Empörung in Europa war zu groß. Ein Übertragungsnetzbetreiber im Kosovo soll für Frequenzprobleme und damit falsch gehende Uhren auf dem Kontinent verantwortlich sein. Jetzt wird alles wieder gut.
Gas aus dem Kaspischen Meer könnte Europas Abhängigkeit von Russland reduzieren. Zunächst aber sollen trotz Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan 1,5 Milliarden Euro aus Deutschland fließen – für den Bau einer Pipeline.
Ein Gutachten des TÜV Rheinland hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung bewogen, den Fertigstellungstermin für das Endlager im Schacht Konrad zu verschieben. Dafür soll es danach schneller gefüllt werden.
Eine neue Studie des Umweltbundesamtes kommt auf 5966 vorzeitige Todesfälle pro Jahr allein durch Herzkrankheiten, die auf Stickoxide zurückzuführen sind. Die Zahl der gesamten Krankheitsfälle durch das Reizgas erreicht die Millionen-Marke.
Nach der Union legen jetzt auch die Sozialdemokraten fest, wer für sie der neuen Bundesregierung angehören wird. Sigmar Gabriel und Barbara Hendricks verlieren ihre Ämter und werden offenbar durch Heiko Maas und Svenja Schulze aus Nordrhein-Westfalen ersetzt.
Eine Stromlücke auf dem Balkan sorgt dafür, dass seit Mitte Januar europaweit Uhren, die am Strom hängen, knapp sechs Minuten nachgehen. 25 Länder sind betroffen – von der Türkei bis in die Niederlande ist das Phänomen zu spüren.
Deutsche Zulieferunternehmen wie Bosch, ZF oder Conti haben erkannt, dass sie umsteuern müssen. Sie investieren verstärkt in Elektromobilität und autonomes Fahren. Klar ist, dass sich die Arbeitsplätze verändern werden.
In Industrien mit großem Energiebedarf gibt es Flexibilitätspotenziale, um erneuerbare Energien besser ins Stromsystem aufzunehmen. Doch die Hürden sind hoch, so eine vom Forschungsministerium mitfinanzierte Studie.
Die Erhöhung der Stromnetz-Grundpreise schlägt laut einer neuen Auswertung auf die Verbrauchertarife durch. Das soll den Eigenverbrauch von Strom weniger attraktiv machen, trifft aber kleine und sparsame Haushalte. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen verlangt Abhilfe.
Der zukünftige Verkehrsminister will gar keine blaue Plakette, das Bundesumweltamt dafür gleich zwei. Während Deutschland über den Diesel debattiert, verabschieden sich Autobauer bereits von der Technologie.
Über große geografische Räume gleichen sich die Schwankungen von Erneuerbare-Energien-Kraftwerken zum Teil aus. Der Deutsche Wetterdienst hat in einer neuen Auswertung festgestellt, dass es nur extrem selten in ganz Europa kaum Erträge gibt. Auch die Daten über das sehr warme Wetterjahr 2017 liegen nun vor.
Die EU-Kommission legt heute einen ehrgeizigen Plan für einen schnellen Umbau des Finanzsystems in Richtung Nachhaltigkeit vor. Background analysiert den Entwurf vorab.
Streit auf offener Bühne beim Netzkongress des Energieverbandes BDEW: Der zuständige Spitzenbeamte der EU-Kommission kritisiert das Konzept des Europäischen Rates und des EU-Parlaments für einen Verband der Verteilnetzbetreiber scharf. Der Chef der Bundesnetzagentur widerspricht.
Während der langen Regierungsbildung ist viel liegengeblieben. Das Kabinett wird sich bald mit dem National Energy and Climate Plan (NECP) beschäftigen müssen, den die EU-Kommission bis Ende des Jahres sehen will.
Um bis zu 35 Prozent senken Wärmeversorger in Niedersachsen die Preise. Die Kartellbehörde hatte sie verdächtigt, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Die Anbieter fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.
Der grüne Staatssekretär im Wirtschaftsministerium kündigt aus Protest gegen den Koalitionsvertrag seinen Rücktritt an. Konservative Kritiker reagieren erleichtert, Baake bekommt aber auch viel Unterstützung. Er hat die Energiepolitik der vergangenen Jahre deutlich beeinflusst.
Bei einem Säureangriff in Haan bei Düsseldorf ist Innogy-Vorstandsmitglied Bernhard Günther schwer verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Die Tat ereignete sich in der Nähe seines Wohnhauses. Zum Motiv gibt es bislang keine Hinweise.
Die Energieregulierungsbehörde der EU soll bei grenzüberschreitenden Fragen mehr Kompetenzen erhalten. Das betrifft die Konfiguration der Stromgebotszonen genauso wie die Bewertung der Angemessenheit der Kapazitäten im Strombinnenmarkt.
Nach dem Dieselurteil drängt die Zeit. Die Städte wollen ihre Busflotten schneller auf Elektroantrieb umstellen. Doch die Hersteller sind noch nicht so weit.
Bislang unbeachtete Studie liefert Aufschluss über Investitionen und Beschäftigung der Branche. Das Auf und Ab der Energiepolitik hat in der konventionellen Energiewirtschaft und bei den Erneuerbaren tiefe Spuren hinterlassen. Die Grünen fürchten nun einen Einbruch bei der Windkraft.
Deutschland hat aller Voraussicht nach demnächst eine neue Bundesregierung. Die SPD-Basis hat dem Koalitionsvertrag von Union und SPD zugestimmt. Background hat bereits ausführlich über dessen Inhalte berichtet. Hier fassen wir die wichtigsten energie- und und klimapolitischen Inhalte noch einmal in einer Übersicht zusammen.
Bosch baut nun doch keine Batteriezellen in Deutschland, andere Investoren setzen auf Fördermittel für eine Fabrik. Asien hat den Markt im Griff, doch die Nachfrage ist so enorm, dass Europa derzeit in den Mittelpunkt der Überlegungen gerät.
Der teils neu ausgestaltete Elektrizitätsbinnenmarkt soll die Stromversorgung länderübergreifend sichern. Dafür erarbeitet die EU gerade detaillierte Vorgaben und Mechanismen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.
Von Athen bis Warschau: Fast 40 internationale Städte verpflichten sich heute in Wien zu mehr lokalem Klimaschutz – und zeigen größeren Metropolen, wie es geht. Auch vier deutsche Städte positionieren sich als Pioniere.
Bislang gibt es keine Einigung der Bundesregierung mit der EU-Kommission nach Auslaufen des EEG-Umlage-Rabatts. Angestrebt werden nach Background-Informationen Ausnahmen für kleine KWK-Anlagen und energieintensive Betriebe.
Die EU-Kommission will mit einem Entwurf für den Austrittsvertrag mit Großbritannien Klarheit schaffen über EU-Energieprogramme, die nukleare Sicherheit und Regelungen für Irland. London lehnt einige Ideen strikt ab.
Nach dem Diesel-Urteil geraten auch die steigenden Emissionen im Güterverkehr in den Fokus. Elektro-Lkw galten lange als Utopie. Doch jetzt starten Tesla, Daimler und Renault die Serienproduktion.
Am Tag nach dem Diesel-Urteil wird deutlich: Die Bundesregierung ist beim Thema Fahrverbote gespalten. Umweltministerin Barbara Hendricks schreckt vor drastischen Maßnahmen zur Durchsetzung von Urteilen nicht zurück.
Ein neuer Report vergleicht die 21 globalen Emissionshandelssysteme. Zwei Trends sind sichtbar: Die Systeme werden effizienter und zunehmend miteinander vernetzt. Doch sie decken erst einen geringen Teil der Emissionen ab.
Ausgerechnet am Tag des Dieselurteils hält der Verband der Automobilindustrie seinen technischen Kongress ab. Über das Urteil wollen die Manager nicht reden, harte Kritik bekommen sie aber trotzdem ab.
Umweltschützer jubeln, Politiker poltern und Wirtschaftsvertreter warnen: Wichtige Reaktionen zum Diesel-Urteil im Überblick – auch, was Wissenschaftler jetzt fordern.
Das lang erwartete Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts hat sehr schnelle Folgen: Schon in zwei Monaten will Hamburg die ersten Fahrverbote verhängen. Andere Städte werden folgen. Es soll aber Ausnahmen geben, etwa für Handwerker.
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass der Export von Elektrizität weiterhin deutlich über dem Import liegt. Allerdings sinken die Ausfuhrpreise durch den Ausbau der erneuerbaren Energien langsam ab – weil die Überschüsse vermehrt in Zeiten niedriger Preise erzielt werden.
Die Niederlande übertreffen ihr EU-Ziel im Non-ETS-Sektor um zehn Prozentpunkte. Bei der Verkehrswende setzt das Land auf geschickt gesetzte Steueranreize für E-Autos. Teil 2 der Serie über die Non-ETS-Champions Europas.
Der neue Daimler-Großaktionär soll heute im Kanzleramt seine Pläne offenlegen. Li Shufu will eine Elektroauto-Allianz zwischen China und Deutschland. Die Blaupause dafür hat sein Konzern Geely in Schweden schon umgesetzt.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann nutzt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Angriffen auf die Bundesregierung. Die Umsetzung der Fahrverbote sei bürokratisch und aufwendig. Die blaue Plakette wäre die überlegene Lösung.
Sollen die internationalen Klimaziele eingehalten werden, steht die weitgehende Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bevor. Was bedeutet das für Shell, Exxon, BP und Co? Die Konzerne steuern um – aber möglicherweise zu langsam.
Der Industrieausschuss des EU-Parlaments hat seinen Bericht zur Elektrizitätsbinnenmarkt-Richtlinie beschlossen. Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber sollen aus dem Geschäft mit den Speichern herausgehalten werden. Zudem soll die staatliche Regulierung von Energiepreisen länger erlaubt sein.
Wenn das Smartphone die Heizung steuern und die Solaranlage mit dem Elektroauto sprechen soll, braucht es breite Datenautobahnen. Auf dem heute beginnenden Mobile World Congress in Barcelona wird vor Engpässen gewarnt. Deutschland ist besonders betroffen.
Wie wird Europas Finanzmarkt fit gemacht für den Klimaschutz? Ein Vizepräsident der EU-Kommission hat sich für ein grünes Label für nachhaltige Produkte ausgesprochen. Doch das Bundesfinanzministerium bremst.
Klimaschutz und Wirtschaftsinteressen müssen nicht unvereinbar sein. Trotzdem kämpfen Industrie und Umweltschützer um jeden Kompromiss. Am Donnerstag trafen der mächtige BDI und Agora Energiewende aufeinander.
Auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie am Donnerstagabend wird deutlich, wie mühsam die Zusammenarbeit zwischen Union und Grünen geworden wäre. Auch im Nachhinein streiten sich die gescheiterten Jamaikaner über den Braunkohleausstieg.
In China entscheidet sich die Zukunft der globalen Autoindustrie. Während woanders der Verkauf von E-Autos erst anläuft, heizt die Volksrepublik den Konkurrenzkampf an.
Erfolg für die Gasag: Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass das Unternehmen nicht nachträglich erhöhte Konzessionsabgaben an den Stadtstaat abführen muss. Ob Berlin gegen das Urteil vorgeht, ist noch offen.
Der Vattenfall-Konzern investiert trotz des Vergabestreits mit dem Land kräftig – auch für Mieterstromprojekte und E-Mobilität. Im Jahr 2030 sollen 250.000 E-Autos in der Hauptstadt herumfahren.
In Prognosen des Ölkonzerns BP bis 2040 spielen Öl und Gas neben den erneuerbaren Energien eine Hauptrolle. Die Pariser Klimaziele werden mit diesem Szenario aber verfehlt.
Ohne Energieeffizienz sind die deutschen Klimaziele nicht zu erreichen. Darin waren sich alle Redner der Deneff-Konferenz in Berlin einig. Doch wie viel Ehrgeiz beim Energiesparen nötig ist, darüber gab es verschiedene Auffassungen.
Am Donnerstag wird es ernst: Das Bundesverwaltungsgericht könnte den Weg für Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten ebnen. Schon jetzt wird über Hardware-Nachrüstungen und die blaue Plakette diskutiert.
Mit einem durchschnittlichen Zuschlagswert von 4,6 Cent pro Kilowattstunde sind die Preise für Windstrom an Land erstmals seit Einführung der Ausschreibungen wieder gestiegen. Der Grund: Ausnahmen für Bürgerprojekte wurden ausgesetzt.
Bei Transport und Energieeffizienz kann Deutschland von Japan lernen, sagen die Wissenschaftler des deutsch-japanischen Kooperationsrates. In Berlin stellte die Gruppe Ergebnisse aus zwei Jahren Forschung vor.
Warmwasser unterirdisch zu lagern ist eine effiziente Art der Energiespeicherung. Im Bochum soll nun ein Gewerbegebiet damit versorgt werden. Vorreiter der Technik sind aber die Niederlande.