Die EU könnte ihre Ziele übertreffen und den Anteil der Erneuerbaren am Energiemix bis 2030 auf 34 Prozent ausbauen, so eine Analyse. Der Preis dafür: 60 Milliarden Euro pro Jahr.
Vunidogoloa im Pazifikstaat Fidschi ist das erste Dorf weltweit, das wegen des steigenden Meeresspiegels umgesiedelt werden musste. Die Bewohner der Insel Tuvalu hingegen wollen bleiben.
Das Wirtschaftsministerium hält die Abschaltung von bis zu elf Gigawatt Kohlekraftwerken bis 2025 für möglich – und stützt sich dabei auf europäische Berechnungen. Experten halten diese Betrachtung für zulässig. Allerdings sind auch auch freiwillige Schließungen mitgerechnet.
Wenn Gebäude wenig Energie verbrauchen ist das gut fürs Klima. Bau- und Wohnungswirtschaft aber befürchten steigende Baukosten durch höhere Standards. Der Streit soll demnächst im Bundesrat ausgetragen werden.
Beim Thema Energieeffizienz kann Deutschland von Japan lernen.
Die deutschen Küstenländer bereiten sich auf den Anstieg des Meeresspiegels vor. In den nächsten Jahrzehnten werden die Deiche noch halten. Was danach kommt, hängt vom Klimaschutz heute ab.
Bisher hielt sich die designierte SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles mit Aussagen zu Energie- und Klimapolitik zurück. Nicht so beim politischen Aschermittwoch.
Falls der schwarz-rote Koalitionsvertrag umgesetzt wird, könnten die Klimaziele im Stromsektor eingehalten werden. Denn der Ausbau der Erneuerbaren auf 65 Prozent der Nachfrage im Jahr 2030 reduziert den Strompreisanstieg und damit die Kohleverstromung erheblich, prognostiziert das Beratungsunternehmen Aurora Energy Research.
Deutschland überholt Norwegen und wird zum größten Elektroauto-Markt Europas. Trotzdem steht das Mutterland des Automobils noch ganz am Anfang.
Ein trostloses Bild der weltweiten Energiebesteuerung zeichnet die OECD: Die Chancen für den Klimaschutz würden nicht genutzt, heißt es in einer am Mittwoch erschienenen Studie.
Die bisherigen Experimente mit freier Fahrt in Bussen und Bahnen haben gezeigt: Das Angebot wird stark genutzt. Einige Städte weltweit mussten es dann aber doch einstellen, weil die Kosten zu hoch wurden.
Der Brexit stellt auch die Klimapolitik des Königreichs auf den Kopf, so die Befürchtung. Stimmt gar nicht, beschwichtigt Großbritanniens oberster Klimaschützer Adrian Gault im Interview. Doch am Horizont sieht er Probleme aufziehen.
Um den Kohleausstieg in Deutschland zu organisieren, will die künftige Groko eine Kommission einsetzen. Neu ist der Vorschlag allerdings nicht: Schon der Klimaschutzplan 2050 sieht das Format vor.
In einem Brief an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella machen die Minister Barbara Hendricks, Peter Altmaier und Christian Schmidt einen ungewöhnlichen Vorschlag: Zunächst in einigen Modellstädten sollen Busse und Bahnen kostenlos werden.
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hält viel von der Idee, unentgeltlichen öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Deutlich mehr Menschen würden in Busse und Bahnen einsteigen. Die Kommunen bräuchten aber mehr Freiheit bei der Finanzierung.
Die Erderwärmung hebt den Meeresspiegel langsam an. Forscher errechnen aufgrund Messungen, dass der Pegel bis 2100 mehr als doppelt so hoch steigen wird wie bisher oft angenommen. Und das sei eine vorsichtige Schätzung.
EnBW investiert mehr als 100 Millionen Euro in Taiwan, dem vielversprechendsten Markt außerhalb Europas. Die Wertschöpfung wird aber vermutlich schon bald großenteils vor Ort stattfinden.
Großbritannien schneidet beim Klimaschutz seit Jahren besser ab als die meisten Industrieländer. Nun aber ist der Ruf als Vorreiter in Gefahr. Teil eins unserer Serie über die Non-ETS-Champions Europas.
Energieforscher sehen goldenen Zeiten entgegen – zumindest, wenn man dem Koalitionsvertrag glaubt. Kaum eine Technologie bleibt unbedacht. Im Entwurf versteckt ist auch ein Steuergeschenk für den forschenden Mittelstand.
Großbritannien dreht seine Ehrenrunde in der Europäischen Union. Adrian Gault ist amtierender Vorsitzender des Committee on Climate Change (CCC) in London, das die Klimaschutzziele für Großbritannien erarbeitet. Im Interview erklärt er die Folgen des Brexits für die britischen Emissionsziele
Die State Grid Corporation China steht vor dem Einstieg beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Das ostdeutsche Stromnetzunternehmen betreibt zwar eine kritische Infrastruktur, aber die Beteiligung würde den Schwellenwert nicht überschreiten.
EU-Energiepolitik, Energieeffizienz im Gebäude, Nord Stream 2: Der Koalitionsvertrag von Union und SPD beinhaltet neben dem Energie- und Klimakapitel einige weitere relevante Abmachungen.
Der Thinktank Agora Energiewende hält den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen unter eng definierten Bedingungen für sinnvoll. In einer Studie, die am Dienstag vorgestellt wird, sprechen sich die Wissenschaftler für einen Ausstiegspfad für Öl und Gas aus, um das Klimaziel 2050 zu erreichen.
Gebäude energieeffizient zu sanieren, ist für Investoren undankbar. Zu kleinteilig sind die Projekte, zu unberechenbar die Erlöse. Mit Beihilfen, Sicherheiten und Know-how will die Europäische Investitionsbank jetzt helfen.
Das EU-Parlament hat die Neuerungen für den Emissionshandel durchgewunken. Einigen EU-Abgeordneten reichen sie nicht aus. Sie fordern einen zusätzlichen Preis auf Kohlendioxid. Die Details im Überblick.
Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, auch im Verkehrsbereich die Klimaziele von Paris zu erreichen. An einigen Stellen werden sie auch konkret. Doch die Umweltverbände haben etliche Kritikpunkte.
Ein Dialog auf Augenhöhe könnte bei der Klimakonferenz in Kattowitz zu mehr Ambitionen beim Klimaschutz führen. Das ist das Ziel des Talanoa Dialogues. Die Regeln dafür wurden jetzt vorgestellt.
Fahrdienste wie Uber und Didi Chuxing sind inzwischen so wertvoll wie klassische Autobauer. Auch der Einfluss der Plattformen auf die Mobilität der Zukunft wächst rasant. Wissenschaftler sehen aktuell negative Umweltfolgen.
Stark überhöhte und nicht nachvollziehbare Abrechnungen über Tausende Euro für Strom- und Heizkosten müssen Mieter nicht bezahlen, so der Bundesgerichtshof. Zwei neue Urteile stärken die Verbraucher. Die Branche spricht von „Einzelfällen“.
„Ungedeckter Scheck“, „Verwalter des umweltpolitischen Stillstands“ oder „mutloses Mikromanagement“. So fallen die Kommentare der Umweltverbände und auch der Wirtschaft zur Energie- und Klimapolitik einer zukünftigen großen Koalition aus.
Das Personaltableau für die Neuauflage von Schwarz-Rot nimmt Gestalt an. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) soll wohl bleiben, mit Peter Altmaier könnte ein Energie-Profi das Wirtschaftsministerium übernehmen. Auch der etwaige CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer ist mit dem Ressort vertraut. Nur Horst Seehofer (CSU) wäre neu im Thema als Bauminister.
Deutschland hält sein EU-Ziel für die Energieeffizienz nach Aussage der Bundesregierung ein. „Das Ziel gilt“, heißt es. Doch die Zweifel bleiben, nachdem jüngste Statistiken einen Anstieg des Energieverbrauchs verzeichnet hatten. Der Druck auf die künftige Regierung steigt, die Effizienz voranzubringen.
Das globale Rennen um das erste serienreife Lufttaxi geht 2018 in die heiße Phase. Mit Volocopter und Lilium Aviation zählen zwei deutsche Elektropioniere zu den Vorreitern.
Union und SPD wollen den CO2-Preis statt in Berlin oder Brüssel auf der großen Weltbühne verhandeln. Die G20-Staaten sind von einer gemeinsamen Linie aber noch weit entfernt. Der Überblick.
Next Kraftwerke aus Köln vernetzt mehr als 5000 Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energien. Die aufwendige Software für dieses sogenannte virtuelle Kraftwerk bietet Next jetzt auch anderen Unternehmen an, etwa in Ostasien und Nordamerika.
CDU, CSU und SPD wollen das Zeitalter der Kernenergie rasch hinter sich lassen und dafür die noch fehlenden Grundlagen schaffen. So soll unter anderem der Umgang mit geologischen Daten im Rahmen der Endlagersuche geregelt werden.
Deutschland verfehlt nicht nur sein CO2-Minderungsziel für 2020, sondern droht auch sein EU-Energieeffizienzziel zu reißen. Das liegt auch daran, dass der erlaubte Energieverbrauch offenbar von vornherein durch die Bundesregierung zu hoch angesetzt wurde.
Apps und Smart Home sind nur der Anfang: Die Energiebranche steht vor der nächsten Welle der Digitalisierung. Die Blockchain ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Auch Smart Meter, Demand-Side-Management und Sektorkopplung stehen im Fokus.
Mit Ausnahme der AfD-Vertreter sind die Energie- und Klimafachleute der Parteien im Bundestag nun öffentlich bestimmt. Darunter sind viele bekannte Namen, aber auch einige Neulinge. Background gibt eine Übersicht, wer einstweilen welche Themen betreut.
Es gibt eine kurze Verlängerung, um die letzten Streitpunkte zwischen Union und SPD aus dem Weg zu räumen. Im Bereich Energie sind keine großen Änderungen mehr zu erwarten. Aber das Thema Diesel-Abgase ist noch nicht gelöst und Schwarz-Rot ringt um die Regeln für die Pipeline Nord Stream 2.
47 Verbände und Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung und Kirche fordern in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das Klimaschutzziel 2020 im Koalitionsvertrag doch noch einzuhalten. Dazu machen sie einige konkrete Vorschläge.
Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum arbeitet an neuartigen Speichern und optimierten Kraftstoffen. Dafür testet es Biokerosin mit der Nasa und baut Batterien, die sich unbegrenzt laden und entladen lassen.
In den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD steht die Einführung eines CO2-Preises vor dem Aus. Denn Grundlage dafür soll ein G20-Abkommen sein. Felix Matthes, Experte des Öko-Instituts, beklagt, das werde sich rächen. Auch der BDEW ist vom Stand der Verhandlungen in diesem Bereich enttäuscht.
Kombinierte Photovoltaik- und Solarthermiemodule sind noch ein Nischenmarkt. Das soll ein Forschungsprogramm der Internationalen Energieagentur ändern. Deutsche Unternehmen tüfteln bereits an neuen Systemen.
Eine Expertengruppe hat der EU-Kommission Vorschläge zum klimagerechten Umbau des Finanzsystems gemacht. Im März will die Kommission einen Aktionsplan dazu vorstellen.
Die schwarz-rote Energie- und Klimapolitik nimmt Gestalt an: Laut eines ausführlichen Zwischenstandes einigen sich die Verhandler auf eine Milliarde Euro pro Jahr für Gebäudesanierungen. Ein CO2-Preis könnte im Schulterschluss mit Frankreich kommen. Die Einigungen aus den Sondierungen bleiben im Grundsatz bestehen.
Felix Matthes, Koordinator Energie- und Klimapolitik beim Öko-Institut, kritisiert im Interview mit Tagesspiegel Background die mutlosen Koalitionäre: Die neue Regierung müsste mehr Kohlekraftwerke stilllegen und für mehr Flexibilität im Energiesystem sorgen.
CO2-Einsparungen bei der Ölgewinnung sollen laut neuer Verordnung angerechnet werden. Das bringt dem Bundesumweltministerium harsche Kritik ein. Sogar die Erneuerbaren-Ziele der EU für Deutschland könnten in Gefahr geraten, heißt es aus der betroffenen Branche.
Der Ausbau der Windenergie in Europa hat 2017 einen großen Sprung gemacht. Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung nahm aber nur leicht zu. Grund: Das Wetter ließ die Wasserkraft einbrechen. Die Unterschiede in der Entwicklung der Erneuerbaren in den Mitgliedsstaaten bleiben groß.
Die Bundesnetzagentur hat die Konsultationen für den Szenariorahmen 2019 bis 2030 gestartet. Damit will sie Prognosen darüber abgeben, wo welcher Strom produziert wird und wie stark die Netze ausgebaut werden müssen. Der WWF kritisiert, dass damit die Klimaschutzziele nicht eingehalten werden.
Das Wirtschaftsministerium präsentierte sich mit einer klaren Botschaft auf der Deutschen Wärmekonferenz: CO2-Emissionen müssen einen Preis bekommt. Die Heizungsindustrie versucht indes, ein Ende der Förderung von fossilen Systemen noch abzuwenden.
Trotz Drucks aus der Wirtschaft wollen Union und SPD keine zusätzlichen Abgaben für Kraftstoffe, Heizöl und Gas einführen. Für tot erklärt ist das Thema CO2-Steuer laut Verhandlungskreisen aber noch nicht. Zudem gibt es erste Rahmenabmachungen zu Energieeffizienz und Elektromobilität.
Drei norddeutsche Bundesländer wollen die Bundesratssitzung am Freitag nutzen, um für eine Anhebung des Ausbaudeckels für die Windenergie auf See zu werben. Der Wirtschaftsausschuss der Länderkammer hat sich für einen EEG-Antrag aus NRW ausgesprochen – hat aber noch Änderungswünsche.
Die Kieler Stadtwerke bauen ein neuartiges Gaskraftwerk mit 20 Hubkolbenmotoren. Doch statt im Herbst 2018 kann es frühestens im ersten Halbjahr 2019 in Betrieb gehen. Und ein Betrieb mit Biogas ist zunächst nicht geplant.
Barbara Hendricks (SPD) reist zum Abgas-Rapport nach Brüssel. Dort hat sie wenig vorzubringen. Möglicherweise verstreicht damit die letzte Chance, Sanktionen der EU-Kommission wegen des Überschreitens der Grenzwerte in vielen Städten zu verhindern.
Einigkeit auf dem Batterieforum in Berlin: Das Laden von Elektroautos mit einer Spannung von 800 Volt wird der E-Mobilität den entscheidenden Schub geben. Noch ist die Technik aber teuer, zunächst wird sie in der Oberklasse angeboten.
Bislang dringen keine Nachrichten aus den Gesprächen von SPD und Union. Umweltministerin Hendricks ist erstmals in Verhandlungen für die SPD dabei. Die Grünen haben indes am Wochenende eine Parteiführung gewählt, die viel Erfahrung in der Energie- und Klimapolitik mitbringt.
Die EU-Richtlinie zur Gebäudeeffizienz hat eine der letzten Hürden im Gesetzgebungsprozess genommen. Sie soll eine starke Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden bewirken.
Auch auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos ist der Klimaschutz längst ein Thema. Beim Kohleausstieg sind Greenpeace und der Versicherungskonzern Axa auf einer Linie. Und Al Gore redet Donald Trump klein.
Bis 2020 will die EU den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 20 Prozent erhöhen – Ende 2016 waren 17 Prozent erreicht. Deutschland lag bei 14,8 Prozent. Der nationale Zielwert für 2020 beträgt 18 Prozent.
Der Bundesverband Windenergie (BWE) ist in Sorge: Zu Beginn der 2020er Jahre würden sehr viele Anlagen an Land zurückgebaut, wenn die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausläuft. Darauf müsse die Politik eine Antwort geben, fordert BWE-Präsident Hermann Albers.
Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit hat in einem Positionspapier dargelegt, wie es sich die Rollenverteilung bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Standortauswahl für ein Atomendlager vorstellt. Der Diskussionsprozess zwischen allen beteiligten Akteuren dazu steht noch am Anfang.
Experten haben auf dem Batterieforum deutsche Unternehmen davor gewarnt, auf die „Wunderchemie“ für Akkus zu warten. Sie sollten lieber jetzt eine Fabrik bauen. Auch die Stromkosten in Deutschland seien kein Hinderungsgrund.
Deutschland verfehlt sein EU-Klimaziel, und die nationalen Treibhausgasemissionen sind gestiegen. Energieexperten sehen Deutschland beim Klimaschutz längst im Abseits. Manchem Sozialdemokraten fehlt es an Selbstkritik, die CDU-Fraktion im Bundestag verweigert jeden Kommentar.
Die EU-Kommission plant mit der europäischen Industrie den ganz großen Wurf in der Zell-Produktion für die E-Mobilität. Auch deutsche Hersteller wie Bosch sind dabei. Doch es spricht viel gegen eine staatlich geförderte Mega-Batteriefabrik.
Die Betreiber der Übertragungsnetze und der Verteilnetze für Strom haben sich lange einen Kampf um Macht und Daten geliefert. Jetzt will zumindest 50Hertz mit den Verteilnetzbetreibern in Ostdeutschland enger zusammenarbeiten.