Wie können in Zukunft Krankheiten behandelt werden? Welche Ideen für die medizinische Versorgung von morgen gibt es? Diesen Fragen geht das Wissenschaftsjahr 2026 nach, das Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gestern in Berlin eröffnete. Ein Schwerpunkt ist die geschlechtersensible Medizin. Forschung und Versorgung sollen gestärkt werden.
Trotz grundsätzlicher Skepsis gegenüber Abgabeerhöhungen drängen nun auch CSU-Experten auf Anhebung der Tabaksteuer. Mit den zu erwartenden Mehreinnahmen könne man dann auch die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel senken, meint der Bundestagsabgeordnete Hans Theiss. Dass Schokoriegel niedriger besteuert würden als wichtige Medikamente, sei „vollkommen absurd“.
Ein Wegfall von Zöllen in wachsenden Märkten – die Fortschritte beim Mercosur-Abkommen wirken auf den ersten Blick wie lang ersehnte gute Nachrichten für die EU-Pharmabranche. Dabei stehen der Absatzerweiterung aber durchaus einige Hürden im Weg: Denn Staaten wie Brasilien sind keineswegs Pharma-Entwicklungsländer.
Die Ergebnisse der ressortübergreifenden Evaluation der globalen Gesundheitsstrategie will BMG-Staatssekretärin Kohfeld nicht als „Neuschreibung der Strategie“ verstanden wissen, sondern als „Akzentverschiebung innerhalb bestehender Prioritäten“. Die Bundesregierung will Prävention statt Reaktion und ihren Einfluss in Europa und der Welt nutzen.
Mit dem Pharma- und Medizintechnikdialog will die Bundesregierung die industrielle Gesundheitswirtschaft stärken. Dazu haben Ende November sechs Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Diese und kommende Woche stehen zahlreiche Treffen an, bei denen diverse Themen auf der Agenda stehen.
Insgesamt verbindlicher und wesentlich weitgehender als der Kommissionsvorschlag ist der Entwurf, den Berichterstatter Tomislav Sokol (EVP) dem Europaparlament heute zum Critical Medicines Act vorlegt. Die Punkte zur Erweiterung der Förderregeln auf Arzneimittel außerhalb der offiziellen Liste und die gemeinsamen Erwerbsregeln dürften aber strittig sein.
Mit der Bavarian Health Cloud schlägt Bayern einen Alleingang ein. Unabhängig vom Forschungsdatenzentrum Gesundheit soll im Freistaat Gesundheitsdatenforschung betrieben werden. Einen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium gab es dennoch.
In ihrer Verantwortung liegt die größte sozialpolitische Aufgabe dieser Legislaturperiode. Die kommenden Monate entscheiden darüber, ob Ministerin Warken als Reformministerin in die Geschichte eingeht oder am Anspruch scheitert. Findet sie einen Weg, aus dem Kahlschlag selbst unbeschadet herauszukommen?
Krankenkassen kritisieren, dass viele Kliniken das gutgemeinte Instrument der Pflegebudgets aus ökonomischen Gründen zweckentfremden. Qualifiziertes Pflegepersonal muss dort nun zunehmend wieder Hilfsarbeiten verrichten, gleichzeitig werden Servicekräfte eingespart. Gesundheitsministerin Warken spricht von Missbrauch und kündigt eine Überprüfung an.
Die Umsetzung der Krankenhausreform stockt, die Finanzen rutschen Richtung Milliardenloch und der Ministerin läuft die Zeit davon: 2026 dürfte entscheidend dafür werden, ob das deutsche Gesundheitswesen stabilisiert wird oder weiter erodiert. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert politischen Mut beim Umsetzen unbequemer, aber notwendiger Maßnahmen.
Der ganzheitliche Ansatz des Safe Hearts Plan wird national wie in den EU-Mitgliedstaaten von Gesundheitsexperten begrüßt. Gestern deutete die EU-Kommission an, wie es weitergehen soll. In Deutschland herrscht nicht nur in der Regierungskoalition, sondern darüber hinaus bereits ein Konsens zu einem, wenn auch noch oberflächlichen, Punkt des Aktionsplans.
Obwohl Berufsverbände lautstark einen Ärztemangel beklagen: Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die arbeitslos gemeldet sind, steigt seit einigen Jahren spürbar. Und regionale Zahlen zeigen, dass sich die Entwicklung weiter fortsetzt.
Die ständig steigenden Arzneiausgaben beunruhigen die Krankenkassen. Es brauche hier nun endlich mal umfassende Reformen, drängt der AOK-Bundesverband in einem Positionspapier. Vor allem die hohen und anfangs frei festlegbaren Preise für neue patentgeschützte Medikamente müssten begrenzt werden. Und auch für Impfstoffe brauche es eine Kostenregulierung.
Die meisten Arbeitsgruppen des Pharma- und Medizintechnikdialogs gehen nun in die zweite Runde. Doch in Teilnehmerkreisen werden vor der morgigen Sitzung der AG 4 Sorgen geäußert, dass die Berücksichtigung des sich derzeit rapide ändernden globalen Umfelds einem starren Fahrplan anheimfallen könnte. Auch die Stellungnahmen adressieren den globalen Kontext.
Zahlreiche Daten bleiben im Gesundheitswesen ungenutzt, bemängelt der Bundesverband Managed Care. Mit einer heute erscheinenden Publikation will der Verband einen Überblick über die Möglichkeiten der Datennutzung und des Einsatzes von KI geben.
Niedergelassene sind beim Praxisbetrieb auf funktionierende Praxisverwaltungssysteme (PVS) angewiesen. Die Performance zwischen den einzelnen PVS unterscheidet sich allerdings stark, ist bei den einzelnen Systemen jedoch recht konsistent. Das zeigt das aktuelle PVS-Ranking des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland.
Noch hält sich das Bundesgesundheitsministerium bedeckt, wie es das Primärversorgungssystem aufstellen und im System integrieren möchte. Einigkeit herrscht auf Stakeholder-Ebene bei einigen zentralen Bausteinen – auch, wenn die Vorstellungen zur Ausgestaltung in entscheidenden Fragen auseinandergehen.
Die geplanten Verbote von Fernverordnung und Versand von Medizinalcannabis sind hochstrittig – und das spiegelt sich auch in den Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf wider, der heute im Gesundheitsausschuss diskutiert wird. Die meisten Interessenvertretungen sehen das Problem der Telemedizin-Plattformen, die Lösungswege aber liegen weit auseinander.
Neben dem Forschungsdatenzentrum Gesundheit entsteht mit Sphin-X ein weiterer Gesundheitsdatenraum. Ob die Daten zwischen dem staatlichen und industriegetragenen Projekt interoperabel sind, muss sich noch zeigen. Auch, ob sie den Anforderungen des EHDS entsprechen. Währenddessen regen sich Sorgen bezüglich der Datensicherheit innerhalb der Infrastrukturen.
Der regionale Mangel an Pflegekräften erhöht die Sterblichkeit in den Krankenhäusern und verringert die Lebenserwartung der dort lebenden Menschen. Diesen beunruhigenden Nachweis erbrachte jetzt eine Studie zu den Folgen der Fachkräfteabwanderung in der Grenzregion zur Schweiz, wo professionell Pflegende deutlich besser bezahlt werden.
Im Jahr 2026 feiert der Wellcome Trust sein 90-jähriges Bestehen. Stiftungs-CEO John-Arne Røttingen spricht im Interview über die Pläne für dieses Jahr, den Umgang mit weniger Mitteln in der globalen Gesundheitsforschung, Erwartungen an Deutschland und darüber, ob Wissenschaft und der Zugang zu Datenbanken noch unabhängig genug sind.
Eine neue EU-Richtlinie soll die Herausgabe digitaler Daten erleichtern. Ein Berufsverband schlägt nun Alarm: Die Regelung könnte auch ePA-Daten betreffen. Während fachpolitische Sprecher auf bestehende Regelungen verweisen, warnt ein Digitalrechtler aber vor Lücken im Schutz von digitalen Gesundheitsdaten vor Ermittlungsbehörden.
Mit dem ALBVVG eingeführte pauschale Preiserhöhungsmöglichkeiten zur Stabilisierung der Lieferketten und Versorgung von Arzneimitteln werden von den Krankenkassen wenig überraschend abgelehnt. Diese würden von Pharmaunternehmen aber auch nur in geringem Umfang genutzt, so der GKV-Spitzenverband in seiner Evaluation im gesetzlichen Auftrag.
Die Diskussion der globalen Auswirkungen des Mitte Dezember zusammen mit dem US-Verteidigungsbudget verabschiedeten Biosecure Acts auf Biopharma-Unternehmen ist das zentrale Thema der heute beginnenden 44. J.P. Morgan Healthcare Conference und begleitenden Biotech Showcase-Investorenkonferenz in San Francisco. Was bedeuten die Regeln für Europa und China?
Ein Jahr voller Hoffnungen und Enttäuschungen liegt hinter Deutschlands Kliniken. Zwischen Reformchaos, wachsender Bürokratie und neuen finanziellen Fragezeichen steigt die Sorge, ob die Krankenhausreform ab 2026 wirklich trägt – oder die Versorgung weiter unter Druck setzt.
Die Zeit für eine gleichberechtigte Verhütung sei reif, machte gestern der Europaabgeordnete Peter Liese deutlich. Daher seien er und die EU-Parlamentsvizepräsidentin Katarina Barley mit der Europäischen Arzneimittelagentur in Gesprächen. Die EMA kündigte bereits Vereinfachungen für eine Zulassung an.
Abhängigkeit von ärztlichen Verordnungen, ein niedriger Akademisierungsgrad und Nachteile gegenüber anderen Gesundheitsfachberufen bei der Ausbildungsvergütung – diese Missstände beklagt der Verband für Physiotherapie. Die Lösungsansätze dafür hat er angesichts klammer Kassen bereits angepasst.
Ein politisches Experiment geht zu Ende – und fällt durch. Vor über sieben Jahren startete Deutschland mit großen Zielen in die nationale Reduktionsstrategie. Heute zeigt sich, dass Freiwilligkeit kaum Wirkung hatte. Welche Bedingungen eine echte Zuckerreduktion braucht, und wie die Bevölkerung darauf reagieren würde.
Ob GKV-Finanzreform, bessere Patientensteuerung oder Prävention: 2026 muss sich gesundheitspolitisch endlich etwas bewegen. Diese Forderung erhob Ärztepräsident Klaus Reinhardt gestern bei seiner Neujahrspressekonferenz. Gleichzeitig zeigte er sich beunruhigt über die zunehmende Gewalt gegen Mediziner und drängte auf deutlich härtere Strafen.
Die USA schotten ihren Pharmamarkt zunehmend ab – und setzen damit globale Preisstrukturen unter Druck. Für Deutschland, traditionell ein Früheinführungsland für neue Arzneimittel, könnten sich dadurch Markteintritte verzögern. Davor wird auch im neuen Report „Biopharma Trends 2026" der Boston Consulting Group gewarnt.
Schon seit längerer Zeit gibt es von verschiedenen Ärzteverbänden scharfe Kritik an Medizinischen Versorgungszentren, die von Investorengruppen getragen werden. Besonders laut ist die Kritik aus Bayern. Dort pocht man darauf, dass eine Ankündigung im Koalitionsvertrag für ein „iMVZ-Regulierungsgesetz“ schnell umgesetzt wird.
Für 2026 hat Bundesgesundheitsministerin Warken zwei Digitalgesetze angekündigt. Auch ein neues E-Rezept könnte im Laufe des Jahres seinen Weg in die Regelversorgung finden. Zudem stehen weitere Fristen für Cybersicherheit und die elektronische Patientenakte an. Abgeordnete formulieren zusätzlich Wünsche an 2026 für die Digitalisierung im Gesundheitsbereich.
Seit dem Wochenende herrscht im Berliner Südwesten Chaos. Auch Krankenhäuser waren vom dortigen Stromausfall betroffen, einfachste Dinge funktionierten trotz Notstromaggregaten nicht mehr. Der Strombetreiber hat sie zwar schnell wieder ans Netz angeschlossen, dennoch stellt sich die Frage: Wie gut sind Gesundheitseinrichtungen auf größere Krisen vorbereitet?
Pharmadialog in Deutschland, der Biotech Act I auf europäischer Ebene: Das Jahr wird ereignisreich für die gesamte Branche, die auf Weichenstellungen in ihrem Sinne hofft. Ein Ausblick auf die kommenden Monate.
Der 39. Chaos Communication Congress zeigt, wie abhängig Staat und Gesellschaft von großen Tech-Konzernen geworden sind – und wie riskant staatliche Digitalprojekte ohne Transparenz und Kontrolle werden können. Expertinnen warnen vor strukturellen Fehlern und politischen Versäumnissen – und sehen etwa Sicherheitslücken bei der ePA nur notdürftig überklebt.
Nach den dürftigen Ergebnissen der Bund-Länder-AG soll es nun ganz schnell gehen: Möglichst bis Ende 2026 will die Koalition die versprochene nachhaltige Pflegereform beschlossen haben, denn spätestens dann sind alle finanziellen Spielräume ausgereizt. Doch wie soll das angesichts der nach wie vor völlig divergierenden Konzepte funktionieren? Ein Ausblick.
Ministerin Warken macht bei der Bundesrats-Abstimmung zum BEEP Zusagen für die anstehenden KHAG-Verhandlungen, nachdem die SPD genau dies im Vermittlungsausschuss ausschloss. Die SPD hat das Verfahren jetzt vorerst auf Eis gelegt. Und nun beschwört auch G-BA-Chef Hecken die Koalition, gegenüber den Ländern hart zu bleiben.
Die DSGVO steht derzeit auf dem Prüfstand. Auch die Gesundheitsbranche fordert Reformen, etwa um die Forschung zu erleichtern. Dabei könnte vorhandener Spielraum bereits jetzt genutzt werden.
Loggen sich Versicherte über den Browser in ihr Nutzerkonto ein, ist das Sicherheitsniveau geringer als über die App ihrer Krankenkasse. IT-Standards unterscheiden sich außerdem zwischen den Kassen. Das BSI zeigt, welche Verfahren wie sicher sind, die Bundesdatenschutzbeauftragte verweist auf die Datenschutzgrundverordnung.
Eine Umfrage im Auftrag der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zeigt weiterhin hohen Aufklärungsbedarf bei Bürgern zum Umgang mit der elektronischen Patientenakte. McKinsey empfiehlt im neuen E-Health-Monitor die „Anreicherung der Akte mit Zusatzdiensten“.
Der drastische Anstieg der Beiträge in der GKV hat auch die Zahl der Menschen steigen lassen, die ihre Kasse wechseln. Allerdings: Wenn private Online-Portale an einem Wechsel beteiligt sind, können beträchtliche Provisionen fließen. Der Sozialverband VdK und Patientenstellen sehen eine Fehlentwicklung. Auch aus Kassenkreisen kommt Kritik.
Der Kabinettsbeschluss für die Apothekenreform ist gefallen, doch das Kompetenzgerangel dürfte trotz einiger Zugeständnisse noch nicht am Ende sein. Einmal mehr verspricht Warken den Apothekern zudem, das Apothekenfixum im nächsten Jahr, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, zu erhöhen. Angesichts des erforderlichen GKV-Sparkurses ein gewagtes Unterfangen.
Deutschland holt bei der Zahl der als Innovationsindikator betrachteten klinischen Studien wieder auf. Das meldet der Verband forschender Arzneimittelhersteller, der sein weltweites Ranking der Standorte für industriefinanzierte klinische Studien aktualisiert hat. So sieht die Verteilung der Studien auf die Hauptindikationen aus.
Die Website dransay.com ist wohl das herausragendste Beispiel für eine Online-Rezeptemühle: Cannabisblüten werden wie beim Onlinehändler angeboten, THC-Weingummies in Newslettern beworben und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen feilgeboten. Ein Cannabishändler erwirkte nun eine einstweilige Verfügung – deren Durchsetzung sich aber als schwierig herausstellt.
Die Koalition einigt sich auf eine Protokollerklärung und Gesetzesanpassung zum GKV-Sparpaket, das damit heute den Vermittlungsausschuss passieren dürfte. Es gibt Abstriche am Vorschlag der DKG und klare Forderungen an die Ministerin, im nächsten Jahr zu sparen.
Anders als beim Kampf gegen den Krebs fehlte bislang ein harmonisierter Ansatz für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit verbundenen Krankheiten in der EU. Mit dem „Safe Hearts Plan“ hat die EU-Kommission gestern einen umfassenden Aktionsplan vorgestellt, der bei den Europaabgeordneten auf viel Zustimmung stieß.
Das ganze Jahr über hat die Kommission am ersten Aufschlag zum Biotech Act I und der Reform der Medizinprodukteverordnung gearbeitet, nun sind die Vorschläge öffentlich. Mehr Förderung und bessere Bedingungen für klinische Studien sollen der Biotech-Branche helfen, die MDR soll präzisiert und verschlankt werden, ebenso die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Muss die Sicherstellung von Pflege zur Pflichtaufgabe kommunaler Daseinsvorsorge werden? Diese Forderung erhebt nun der Sozialverband VdK angesichts zunehmender Versorgungslücken. Städte und Gemeinden benötigten mehr Planungskompetenzen und entsprechenden Handlungsdruck, so Präsidentin Bentele. Die bisherige „Verantwortungsdiffusion“ sei nicht zielführend.
Die Wirkung des Medizinforschungsgesetzes entfaltet sich allmählich. Und trotz einigem Zuspruch dürften die umgesetzten Maßnahmen wohl kaum das Ende der Forschungs-Booster-Reformen sein. Auch im Pharma- und Medizintechnikdialog werden bereits Ideen für ein MFG 2.0 gesammelt. Manche Verbesserung lässt sich aber auch ohne den Gesetzgeber umsetzen.
In einer vernetzten Welt, in der Krankheiten sich rasch über Grenzen hinweg ausbreiten, setzt die WHO mit ihrer Initiative „Epidemic Intelligence from Open Sources“ (EIOS) neue Maßstäbe für die Früherkennung von Gesundheitsbedrohungen. Im Interview sprechen Yasmin Rabiyan und Johannes Schnitzler über Chancen und Risiken der KI-basierten Quellenanalyse.
Trotz deutlicher Beitragserhöhungen ist es den Innungskrankenkassen bisher nicht gelungen, ihre Rücklagen auch nur in die Nähe der gesetzlichen Vorgaben aufzufüllen, so eine aktuelle Analyse des BKK-Dachverbands. Gleichzeitig schrumpfen die Versichertenzahlen des IKK-Systems.
Heute muss der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn seine Masken-Käufe erläutern. Erstmals wird auch Sonderermittlerin Margaretha Sudhof öffentlich sprechen. Wie gefährlich wird das für Spahn?
Das Bundesverfassungsgericht hat die Triage-Regelungen des Bundes aufgehoben – und die Verantwortung den Ländern übertragen. Seither herrscht Rechtsunsicherheit: für Ärzte, Patienten und Menschen mit Behinderungen. Derweil streben die Länder zwar eine einheitliche Regelung an. Deren Inhalte aber sind völlig unklar. Und das Parlament hat auch wenig Plan.
Zufriedenheit mit dem Unterlagenschutz, aber Kritik an Umwelt- und Marktzugangsregeln. Die Pharmaindustrie reagiert mit gemischten Gefühlen auf die finale Einigung zum EU-Pharmapaket. Die parlamentarischen Berichterstatter betonen dagegen, dass die geschlossenen Kompromisse sowohl Zugang als auch Innovation verbessern werden.
Trotz optimistischer Worte der Bundesministerin ist klar: Der Weg zu einer tragfähigen und finanziell belastbaren Pflegereform bleibt steinig. Und er ist länger, als Bund und Länder es zugeben mögen. Die Kritik der Pflegekassen an den Empfehlungen der Kommission fiel jedenfalls heftig aus. Ein Ausweg aus der Finanzkrise eröffne sich damit nicht, hieß es.
Das BMG akzeptiert einen DKG-Vorschlag zu Klinikkürzungen und arbeitet an einer Protokollerklärung im Vermittlungsausschuss. Derweil baut die SPD vor: Man werde Ministerin Warken darauf festlegen, für das Zugeständnis an anderer Stelle zu sparen. Und zwar auch bei den Kliniken. Es könnte auch der Startschuss für verschärfte KHVVG-Verhandlungen werden.
Immer mehr Erwachsene erhalten die Diagnose ADHS. Darunter sind insbesondere Frauen – und die Zahlen könnten weiter steigen. Doch Wissenschaftler warnen aufgrund der gestiegenen Aufklärung auch vor Selbstdiagnosen.
Die Vorzeichen für eine nachhaltige Struktur- und Finanzierungsreform der Sozialen Pflegeversicherung stehen denkbar schlecht. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ stellt heute ihre Ergebnisse vor – und ein vorab kursierender Arbeitsentwurf zeigt, dass eine Einigung in den wesentlichen Punkten nicht gelungen ist.
Die Reform der Notfallreform soll eine bessere Steuerung von Notfallpatienten in die kassenärztliche Notfallversorgung und die Rettungsstellen bringen. In den Stellungnahmen von Kassen, Klinikärzten und katholischen Kliniken tauchen aber einige Kritikpunkte immer wieder auf. Sie betreffen etwa die Ersteinschätzungsverfahren und die Verteilung von INZ.
Dreiviertel der Versicherten löst ihre elektronische Verordnung für digitale Gesundheitsanwendungen nicht ein. Das zeigt der Abschlussbericht der Gematik-Modellregion zur Pilotierung des DiGA-E-Rezepts. Die Meinungen, woran das liegen könnte, gehen auseinander.
Kritische Arzneimittel, Pharmapaket, Biotech Act und EU-MDR: Den EU-Institutionen steht eine trubelige Woche bevor. So könnte es zum Abschluss der Pharmareform kommen, außerdem präzisiert das Parlament den Critical Medicines Act. Neben Parlament, Rat und Kommission beteiligen sich auch die Regionen an der Debatte.
Bei den Verhandlungen zum kleinen GKV-Sparpaket deutet sich eine Mehrheit für einen DKG-Vorschlag an – der aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion das Problem nur aufschiebt und politisch taktiert ist. Ins Spiel kommt nun ein Kompromissangebot. Bei diesem wäre die Pharmaindustrie erst mal außen vor, die Niedergelassenen hingegen nicht.
Der neue Arzneimittel-Kompass der AOK zeigt, dass die immer höheren Ausgaben die Versorgung nicht im erwartbaren Maße verbessern. Die zunehmende Entkopplung zwischen Preis und therapeutischem Nutzen mache eine grundlegende AMNOG-Reform dringend notwendig. Diese Vorschläge liegen auf dem Tisch.
Modellprojekte, die nicht genehmigt werden und keine Aussicht auf ein Gesetz zur zweiten Säule: Die aktuelle Regierung versucht, die Cannabis-Teillegalisierung nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die Grünen kritisieren fehlende Daten und eine ideologisch geprägte Perspektive.
Für seine angekündigten Musterklagen gegen die Zweckentfremdung von Pflegebeiträgen geht der Sozialverband VdK systematisch und großflächig vor. Ab Januar widersprechen bundesweit 24 gesetzlich versicherte Verbandsmitglieder den Beitragsforderungen ihrer Kassen – und eröffnen so eine Instanzen-Kaskade, deren Ziel ein höchstrichterliches Urteil ist.
Ein globales Experiment beginnt: Australien sperrt Unter-16-Jährige von Social-Media-Plattformen aus. Doch wie sollen Plattformen Millionen junger Nutzer identifizieren – und was bedeutet das für Familien und den digitalen Alltag?