Immer mehr Menschen wollen Lebensmittel in Bioqualität. Die Erzeugung hinkt jedoch hinterher. Handel, Branchenverband und Politik loten aus, welche Wege zu mehr Wachstum führen könnten. Julia Adou von Aldi Süd fordert etwa einen gesetzlich verbindlichen Mindestprozentsatzes für Bio-Produkte im Sortiment von Lebensmittelhändlern.
Insekten kommen hierzulande zunehmend auf den Speiseplan. Das neueste in der EU zugelassene Produkt: UV-bestrahltes Mehlwurmpulver. Drei Fachleute ordnen die Auswirkungen für Gesundheit und Umwelt ein.
Auf eine schnelle Regierungsbildung haben Branchenverbände am Tag nach der Wahl gedrängt. Sie fordern weniger Regulierung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und Unterstützung für den ländlichen Raum. Umweltverbände mahnen, auch die Natur als Standortfaktor ernstzunehmen.
Jungen Menschen fällt es zunehmend schwerer, in der Landwirtschaft Fuß zu fassen. Antje Hollander von der Jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) schildert im Gespräch, was es bräuchte, um das zu ändern.
Für manche Kandidierende endete der Wahlkampf am Sonntagabend mit einer Enttäuschung. Sie verpassten den Einzug in den Bundestag knapp. Wer es (wieder) geschafft hat und wer neu dabei ist.
Seuchen und ihre Bekämpfung bleiben im Nutztierbereich ein Dauerthema. Vor allem die Afrikanische Schweinepest und die Geflügelpest verursachen für die Nutztierhaltung in Deutschland immer wieder Probleme. Der Jahresbericht des Friedrich-Loeffler-Instituts verdeutlicht dies.
Der Europäische Klimarat unter Leitung von Ottmar Edenhofer drängt die EU, ihre Politik für negative Emissionen zu überarbeiten. Nicht nur Zukunftstechnologien, sondern auch Wälder und Böden müssen künftig viel mehr CO2 aus der Luft saugen.
Ein Überblick über die unerfüllten Ziele des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu Themen wie Glyphosatverbot, Pflanzen- und Tierschutz oder den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung. Die größten Kontroversen lösten das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz und das Bundeswaldgesetz aus.
Die Ampel-Regierung hat Fortschritte bei der Tierhaltungskennzeichnung gemacht und zahlreiche Förderprogramme für ökologische Landwirtschaft und natürlichen Klimaschutz ins Leben gerufen. Biogasanlagen werden besser gefördert, die Standards für eine gesunde Ernährung erneuert.
Die Ernährungsstrategie des BMEL adressiert das Problem der Ernährungsarmut nicht ausreichend, meinen die Veranstalter:innen einer Fachtagung, die heute in Berlin stattfindet. Eine von fünf Forderungen: Eine warme Mahlzeit pro Tag aus ökologisch erzeugten, gesunden Nahrungsmitteln.
Christophe Hansen hat seine Vision für die Agrarpolitik der EU vorgestellt. Die stellt eine deutliche Abkehr vom Green Deal dar. Bauernverbände freuen sich über den neuen Fokus auf die Bedürfnisse der Landwirt:innen. Grüne und Umweltverbände äußern sich enttäuscht.
Zum Abschluss unserer Serie zur Bundestagswahl stellen wir Ihnen die Kandidierenden aus Schleswig-Holstein und Thüringen vor. Im Norden sind auch unter den Direktkandidaten einige interessante Fachpolitiker. In Thüringen tritt unter anderem ein ehemaliger Ministerpräsident an.
Drei Männer, drei Frauen, drei Bewerbungen mit und drei ohne Bundestagserfahrung: In Sachsen-Anhalt ist das Feld der Agrarfachleute, die (wieder) ein Büro in Berlin beziehen wollen, sehr ausgeglichen. Von der Tierproduktion in der ehemaligen DDR ist ebenfalls genau die Hälfte der Lebensläufe geprägt.
Geplante neue Regeln der EU für Emissionen von Holzöfen beunruhigen die Ofenbauer. Die angesprochene Menge der neuen Öfen sei zu klein, um Staubabscheider preiswert genug zu machen. Die Kommission schreibt dazu, man stehe am Anfang eines Prozesses, das Heizen mit Holz solle keinesfalls unmöglich gemacht werden.
Ein Forstwirt, ein Halter von Galloway-Rindern und ein Molkerei-Fachmann: Auf den Landeslisten der Parteien für die Bundestagswahl in Sachsen stehen viele echte Praktiker.
Der Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments hat über den Abschuss von Wölfen diskutiert. Die Kommission will diesen durch eine Anpassung der FFH-Richtlinie erleichtern. Doch die Diskussion ging größtenteils an wissenschaftlicher Evidenz vorbei.
Der Sustainable-Finance-Beirat gibt kurz vor der Bundestagswahl kommenden Sonntag einige Empfehlungen, damit eine künftige Bundesregierung, die Regierungen der Bundesländer sowie Banken dazu beitragen, ein die Biodiversität schützendes Wirtschafts- und Finanzsystem zu etablieren. Zu einigen möglichen Handlungsfeldern äußerte er sich jedoch nicht.
Die Bundestagswahl rückt näher, Tagesspiegel Background blickt nach Westen. In unserer Serie zur Bundestagswahl haben wir uns die Kandidat:innen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angeschaut. Dabei stehen so manche prominente Gesichter auf den vorderen Listenplätzen.
Pestizidabgabe einführen oder Zukunftsprogramm Pflanzenschutz abschaffen? In puncto Landwirtschaft und Ernährung sind sich die Parteien nicht immer einig. Das FÖS fasst die Forderungen in den Wahlprogrammen mit Fokus auf Klimaauswirkungen zusammen.
Seit Anfang des Jahres müssen in Deutschland alle Wiederkäuer, die ökologisch gehalten werden, verpflichtend Weidegang bekommen. Stimmte das BMEL dem im November noch voll und ganz zu, kommt es nun zu einem Rollback. EU-Kommissar Hansen soll Ausnahmegenehmigungen möglich machen.
Lebendtiertransporte bedeuten oftmals viel Tierleid. Das BMEL engagierte sich bisher ausschließlich für Reformen auf EU-Ebene. NGOs und die Bundestierschutzbeauftragte sehen dagegen seit Langem auch einen nationalen Alleingang als Möglichkeit. Eine Woche vor der Bundestagswahl will nun Cem Özdemir genau den bestreiten.
Die Bundesratssitzung am Freitag hat es Agrarkommissar Hansen und seinem Vorstoß zur Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelkette nicht leichter gemacht. Wie bereits einige EU-Mitgliedstaaten haben die Bundesländer erhebliche Bedenken zur Vertragspflicht nach Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation geäußert.
Niedersachsen ist ein Agrarland – entsprechend viele Kandidat:innen fast aller Parteien haben hier einen Fokus auf Landwirtschaft. Besonders die Grünen sind stark aufgestellt. Für die CDU geht mit der Ostfriesin Gitta Connemann eine prominente Kandidatin mit viel agrarpolitischer Erfahrung ins Rennen.
Große Landwirtschaftsbetriebe, dünn besiedelte Landstriche, ein seit 26 Jahren amtierender Agrarminister: Unsere Serie zur Bundestagswahl führt uns nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort stehen einige bekannte Gesichter der Agrarpolitik auf den Landeslisten der Parteien. Doch auch die Freien Wähler sind stark aufgestellt.
Ein geleakter Entwurf von Christophe Hansens „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ ist im Umlauf. Der Agrarkommissar will Subventionen künftig fairer verteilen und Junglandwirt:innen den Rücken stärken. Das Dokument bleibt aber eine vage Absichtserklärung.
Schutzgebiete und Renaturierung können den unangenehmen Nebeneffekt haben, dass sie Umweltschäden in andere Länder verlagern. Davor warnt ein Team internationaler Wissenschaftler:innen. Doch die Studie stößt auf Kritik: Sie sollte nicht als Argument gegen Umweltschutz missverstanden werden.
Nordwestlich von Berlin fand am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Freien Bauern Brandenburg statt. Eingeladen war die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh, die die Bauernproteste des vergangenen Winters und ihre Folgen einordnete. Einigkeit bestand darin, dass die Proteste viel gebracht haben, sich in Politik und Medien aber noch einiges ändern muss.
Seit Januar unterliegen Bio-Einfuhren aus Drittstaaten der EU-Öko-Verordnung. Ein Paradigmenwechsel, der die Branche vor große Herausforderungen stellt. Problematisch wird es vor allem für Kleinbäuer:innen durch die Regeln für zertifizierte Unternehmergruppen.
Die EU-Kommission verlängert oft per Ausnahmeregel die Genehmigung für Pestizide um Jahre. Umweltorganisationen halten das für rechtswidrig und ziehen vors Europäische Gericht. Gewinnen die Klägerinnen, könnte das weitreichende Folgen haben.
Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Olaf Bandt ist im Ton verbindlich, aber in der Sache klar: Umweltschutz darf nicht für einen vermeintlichen Bürokratieabbau geopfert werden. Trotzdem müssten die Öko-Regelungen einfacher werden.
Die Bio-Branche in Deutschland verzeichnete 2024 ein Rekordwachstum von knapp sechs Prozent auf fast 17 Milliarden Euro. Herausforderungen sind ein steigender Importbedarf und Angebotsengpässe bei wichtigen Produkten.
Zwei große Hochschulen für die Landwirtschaft gibt es in Hessen, die Agrarstruktur ist vielfältig. Anders als in Baden-Württemberg und Bayern haben aber nur wenige Kandidierende für den Bundestag einen Schwerpunkt im Bereich Landwirtschaft und Ernährung.
Zum zweiten Mal ist eine Variante des Vogelgrippevirus auf Milchkühe in den USA übergesprungen. Virolog:innen sind besorgt, auch weil eine Ausbreitung des Virus unter Nutztieren die Übertragung auf Menschen wahrscheinlicher macht.
Gesündere Ernährung und traditionelle Gerichte: Eine neue Studie des Europäisches Instituts für Innovation und Technologie zeigt, welche Prioritäten Europäer:innen bei ihrem Lebensmittelkonsum haben. Der Food Trust Report prüft außerdem das Vertrauen in Akteur:innen der Branche.
Erstmals seit 2016 hat Deutschland wieder mehr Fleisch produziert. Als Grund sehen Marktforscher:innen veränderte Konsumgewohnheiten, aber keine Trendwende. Sie warnen daher: Die Fleischwirtschaft werde noch Probleme bekommen.
Soja, Algen oder Pilze: Alternative Proteine haben im Vergleich zu tierischen einen höheren Proteingehalt, weniger Fett und mehr Vitamine. Auch ökologisch schneiden sie besser ab. Doch wie steht es um die wirtschaftliche Bilanz? Eine Studie zeigt das Potenzial von pflanzenbasierten, fermentationsbasierten und kultivierten Lebensmitteln in Deutschland.
In unserer Serie geht’s wieder raus aus den Städten – ins Land Brandenburg. Dort wirtschaften vergleichsweise wenige, große Betriebe unter schwierigen Bedingungen. Die Verhältnisse spiegeln sich in einer geringen Anzahl von Agrarfachleuten, die in den Bundestag wollen, wider. Ein ehemaliger Staatssekretär des BMEL ist allerdings dabei.
Russland finanziert seinen Krieg gegen die Ukraine nicht nur durch den Export von Öl- und Gas. Auch das Geschäft mit erdgasbasiertem Dünger füllt die Kasse des Kremls. Der Plan der EU-Kommission, die Einfuhr russischen Düngers durch hohe Zölle lahmzulegen, beunruhigt allerdings die Landwirtschaft.
In einer kleinen Anfrage hat sich die FDP-Fraktion nach dem Vorgehen des Bundeslandwirtschaftsministeriums bei der Erweiterung der Tierhaltungskennzeichnung erkundigt. Die formale und inhaltliche Kritik der FDP teilt das grün geführte Ministerium nicht – was beim ehemaligen Koalitionspartner für Unverständnis sorgt.
Die EU-Kommission fördert Projekte unter anderem beim Klimaschutz. Kritiker werfen den unterstützten Organisationen vor, das Geld für Lobbyarbeit zu nutzen – die wehren sich.
Didier Leitón ist ehemaliger Arbeiter einer Bananenplantage, heute ist er Generalsekretär einer Gewerkschaft, die Arbeiter:innen in Costa Rica vertritt. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erklärt Leiton, welche körperlichen Auswirkungen die Arbeit auf der Plantage für ihn hatte und warum das Lieferkettengesetz auch für Deutschland wichtig ist.
Berlin, Bremen, Hamburg – in unserer Serie zur Bundestagswahl sind die Stadtstaaten an der Reihe. Auch wenn Landwirtschaft hier kaum ein Fokus im Wahlkampf ist, gibt es dennoch eine Reihe von Kandidat:innen mit Agrarexpertise, die ins Parlament einziehen wollen.
Zwischen den Emissionen aus Landsektor und dem Klimaziel für 2030 klafft eine riesige Lücke. Das am Mittwoch erschienene Gutachten des Expertenrats für Klimafragen. Der Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz ist sehr gering.
Die EU-Kommission hat einen Durchführungsrechtsakt vorgelegt, der ein einheitliches Format für die nationalen Wiederherstellungspläne vorgibt. Die braucht es, um das Nature Restoration Law umzusetzen. Allerdings könnte der Fahrplan dafür in Deutschland eng werden.
Jahrelang griffen Konsumenten gerne bei teuren Obstsorten zu. Das hat sich geändert. Auf der Fachmesse Fruit Logistica in Berlin ist die Stimmung nicht nur deshalb angespannt.
Dank des Ausbleibens weiterer Ausbrüche ist es nicht mehr nur die Maul- und Klauenseuche, die die neue Spitze des Agrarministeriums in Brandenburg beschäftigt. Staatssekretär Gregor Beyer will eine Entnahmequote für den Wolf im Bundesland festlegen und die Tiere ab 2026 jagdbar machen. Dafür muss aber noch die EU-Ebene mitspielen.
Bayern – jeder dritte Bauernhof Deutschlands befindet sich hier. Entsprechend groß ist die Zahl der Bundestagskandidat:innen mit landwirtschaftlicher Expertise. Unsere Liste zeigt, wo sie politisch stehen.
US-Präsident Donald Trump kritisiert den Handelsüberschuss der EU und erwägt baldige Importzölle auf europäische Produkte. Mexiko und Kanada bewirkten am Montag immerhin ein Aussetzen um einen Monat. Der Handelskonflikt könnte auch der US-Landwirtschaft schaden, gibt der Düngemittelhersteller K+S zu Bedenken.
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch fordert von der EU-Kommission, dem Süßstoff Aspartam die Zulassung zu entziehen. Diverse Studien stufen das Krebsrisiko zwar als vernachlässigbar ein – doch das hängt laut Foodwatch damit zusammen, wer die Forschung finanziert. Es brauche daher eine unabhängige Neubewertung.
In unserer Serie zur Bundestagswahl steht Baden-Württemberg nicht nur alphabetisch ganz oben – auch die Anzahl der Kandidat:innen auf den Landeslisten mit agrarpolitischem Hintergrund ist beträchtlich. Einige altbekannte Gesichter sowie Persönlichkeiten mit praktischer Erfahrung wollen aus dem Südwesten (wieder) nach Berlin.
Die Antwort der Bundesregierung auf eine außergewöhnlich umfangreiche Anfrage der Union ist auch eine Bilanz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die Antworten liegen Tagesspiegel Background exklusiv vor.
Zuckerhaltige Getränke erhöhen das Diabetes-Risiko. Aber wieso eigentlich? Forschende gingen der Frage nach und fanden heraus, dass eine Veränderung der Zusammensetzung von Darmbakterien dahinter stecken könnte.
Der Agrarausschuss des EU-Parlaments kritisiert das Mercosur-Abkommen. Die Abgeordneten fürchten Wettbewerbsnachteile für europäische Landwirt:innen. Die Kommission dagegen betont, dass die EU nach Trumps Amtsantritt dringend neue Handelspartner braucht.
Die Deutsche Umwelthilfe will die Bundesregierung durch einen Vollstreckungsantrag zwingen, ein Klimaurteil für den Landnutzungssektor schnell umzusetzen. Das Bundesumweltministerium besteht auf seinem eigenen Zeitplan, um eine breite Beteiligung gewährleisten zu können.
Deutschland, einst Vorreiter in der Bioökonomie, kämpft um seine Position. Unstimmigkeiten im Bioökonomierat und politische Spannungen bremsen die Entwicklung. Die Nationale Bioökonomiestrategie hatte 57 Handlungsempfehlungen gegeben. Ihre Zukunft bleibt ungewiss.
Sowohl im EU-Parlament als auch im Bundestag wurde am Mittwoch in den Agrarausschüssen über die Maul- und Klauenseuche diskutiert. In beiden Gremien wurde deutlich, wie wichtig der höchste Status der Seuchenfreiheit ist. Werden die Tiere geimpft, rückt dieser Status in noch weitere Ferne. Einsetzen will die Impfstoffe deshalb – fast – niemand.
Am Donnerstagabend debattiert der Bundestag über einen Antrag der CDU/CSU-Fraktion mit zahlreichen Maßnahmen für Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft. Unter anderem will die Union die Agrardieselrückvergütung wieder einführen und Alleingänge auf nationaler Ebene einschränken.
Noch 24 Tage bis zur Bundestagswahl. Zeit, einen Blick auf die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien zu werfen, die im kommenden deutschen Parlament womöglich etwas zu nachhaltigen Finanzthemen zu sagen haben werden. Es gibt prominente Abgänge, aussichtsreiche Neuzugänge sowie einige bekannte Gesichter, die auf ein weiteres Mandat zusteuern.
Im Bundestag stellt sich Bundesagrarminister Cem Özdemir in einer Regierungsbefragung ein letztes Mal den Fragen der Abgeordneten. Diese dürften sich auf die agrarpolitischen Misserfolge des Politikers konzentrieren. Verbände sagen, welche Frage sie dem Minister stellen würden.
Eine Befragung unter 199 Ernährungsfachleuten gibt Einblicke, wie sich das Essverhalten hierzulande verändert. Während mehr Menschen sich einerseits nachhaltig und gesund ernähren wollen, nimmt andererseits Ernährungsarmut weiter zu. Social Media bestärkt diese Entwicklungen, während das Vertrauen in die Wissenschaft abnimmt.
SPD, Grüne und Union haben sich auf eine gemeinsame Fassung des Gesetzes zur Flexibilisierung von Biogasanlagen geeinigt. Betriebszeiten und Ausschreibungsmengen werden noch einmal erhöht. Die Branche schaut schon auf weitere Änderungen nach der Wahl.
Beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag standen Vorschläge zur Stärkung der Landwirte in der Wertschöpfungskette im Fokus. Agrarkommissar Hansen will die Gemeinsame Marktorganisation schnellstmöglich anpassen. Nicht alle Mitgliedstaaten sehen dabei allerdings Sorgfalt und Augenmaß eingehalten.
Einem neuen Bericht des Thünen-Instituts zufolge sind Frauen in Führungsebenen landwirtschaftlicher Betriebe eine Minderheit. Besonders wenige sind es in westdeutschen Bundesländern. Eine Landwirtin berichtet von ihren Erfahrungen und dass es lange nicht mehr auf die physische Kraft auf dem Acker ankommt.
Strengere Vorgaben für den Zertifikate-Handel im Verkehrssektor zeigen erste Wirkung: Die Preise zur Erfüllung der Treibhausgasquote sind erstmals seit langem gestiegen. Der Biokraftstoffbranche reicht das nicht. Sie fordert stärkere Kontrollen ausländischer Produzenten.
Die Grünen haben ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl ergänzt. Unterstützt wird die Einführung einer Nährstoffbilanz im Düngerecht, die Aufnahme der großindustriellen Holzverbrennung in den CO2-Zertifikatehandel sowie das ausdrückliche Verbot von Glyphosat und Neonikotinoiden.
Die EU-Richtlinie soll Greenwashing durch Umweltversprechen verhindern. Doch Parlament, Ministerrat und Kommission sind sich in manchen Punkten uneins. Kurz vor Beginn der morgigen Trilogverhandlungen machen Unternehmensverbände und Zivilgesellschaft noch einmal ihre Positionen klar.