Seit zwei Jahren über die neue Tiertransportverordnung der EU-Ebene debattiert. Die große Zahl der Änderungsanträge zum Berichtsentwurf der zuständigen Ausschüsse zeigt: Das Parlament ist in der Transportfrage gespaltener denn je. Trotzdem könnte es Ende des Jahres über mehr Tierschutz beim Tiertransport innerhalb und außerhalb Europas abstimmen.
Dass viele Menschen zu viel Fleisch und Zucker essen, schadet Umwelt und Klima und belastet das Gesundheitssystem. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat in einer neuen Studie berechnet, wie viel es die deutschen Steuerzahler pro Jahr kostet.
Die Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028 laufen in Brüssel auf Hochtouren. Im ersten Teil unserer Serie dazu geht es um die Pläne der Kommission, die zweite Säule der GAP zu streichen – und den breiten Widerstand dagegen.
Die EU-Wiederherstellungsverordnung ist zwar beschlossen, die Kritik an ihr allerdings nicht verstummt. Eine Studie gibt dem Gesetz nun Rückenwind. Sie entkräftet den Vorwurf, die land- und forstwirtschaftliche Produktivität sei gefährdet. Im Gegenteil: Die Autor:innen sehen eine Win-Win-Situation für Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Produktion.
Als Reaktion auf die erste McDonalds-Filiale in Rom 1985 gegründet, hat sich die Slow-Food-Bewegung stets politisch positioniert. So auch bei der jährlichen Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart. Beim Messebesuch blickte Noch-Bundesernährungsminister Cem Özdemir auf seine Amtszeit zurück – und gab der neue Regierung Hausaufgaben auf.
Ein Gutachten der Völkerrechtlerin Silja Vöneky warnt, dass die geplanten EU-Vorschriften zu Neuen Genomischen Techniken gegen das Cartagena Protokoll verstoßen. Unter anderem würden Kennzeichnungspflichten missachtet. Es ist die vorerst letzte Stellungnahme, bevor am 6. Mai der Trilog für das Dossier beginnt.
Das Wissensnetzwerk EIT Food, Teil des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie, unterstützt Innovationen im Ernährungssektor. Durch die Förderung von Projekten soll der Markteinstieg für junge Unternehmen einfacher werden. Der nächste Bewerbungsschluss ist Anfang Mai.
Menschenrechtsorganisationen verklagen Starbucks wegen mutmaßlichen Menschenhandels und Zwangsarbeit in Brasilien. Die Kaffeebranche steht in der Kritik, wissentlich von ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen wie Niedriglohn, Abhängigkeit und Drohungen profitiert zu haben.
Eine neue Studie beleuchtet mehr als 500 miteinander verbundene Ursachen für den globalen Insektenrückgang. Die Intensivierung der Landwirtschaft wird dabei am häufigsten genannt, weil sie sowohl mit Landnutzungsänderungen als auch mit Verschmutzungen durch Pestizide verbunden ist. Doch Insekten verschwinden auch aus vielen anderen Gründen.
Bis zu 17 Prozent der Ackerböden weltweit sind mit giftigen Metallen verschmutzt, auch Europa ist betroffen. Eine neue Studie aus China zeigt erstmals das globale Ausmaß des Problems. Die Gesundheitsrisiken hierzulande sind aber trotz Lebensmittelimporten aus stark belasteten Gebieten überschaubar.
Die Klimaziele für den Landnutzungssektor sind nach aktueller Lage nicht erreichbar. Lösungen wären jüngere Wälder, mehr Holznutzung und das Beseitigen von Denkfehlern im Klimaschutzgesetz, meint die Forstexpertin und AGDW-Hauptgeschäftsführerin Irene Seling. Wälder stillzulegen, wie von Umweltverbänden gefordert, hält sie für kontraproduktiv.
Ein internes Dokument, das die Generaldirektion Landwirtschaft ans Kabinett des Agrarkommissars geschickt hat, lässt Rückschlüsse auf geplante Vereinfachungen in der EU-Agrarpolitik zu. Sie könnten vor allem die Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand von Flächen (GLÖZ) betreffen.
Die Anpassung der Entwaldungsverordnung durch die EU-Kommission löst in der Wald- und Holzbranche kaum bis gar keinen Beifall aus. Von den Vereinfachungen bei den Sorgfaltspflichten fühlen sich die Waldbesitzer nicht angesprochen. Die Holzindustrie hofft auf eine weitere Fristverschiebung.
Eine neuseeländische Studie deckt Defizite bei essenziellen Aminosäuren in veganer Ernährung auf. Dies kann negative Auswirkungen auf die physische psychische Gesundheit haben. Was das für Veganer:innen bedeutet, erzählt die Studienautorin Bi Xue Patricia Soh.
Im Handelskonflikt mit den USA sollte Europa den Selbstversorgungsgrad mit Ölpflanzen stärken. Dazu haben zwei Branchenverbände eine Strategie vorgestellt. Bei der Gelegenheit kamen noch eine Reihe anderer Probleme auf den Tisch.
Die Erzeugung von Bioschweinefleisch hinkt der Nachfrage hinterher. Eine Analyse des Thünen-Instituts zeigt, wo die Probleme liegen. Dazu gehören heterogene Strukturen in der Erzeugung, zu wenige regionale Schlachthöfe und ein Bundesprogramm, das mehr bremst als fördert.
Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe haben erneut Methan-Emissionen bei Biogasanlagen aufgedeckt. Der Fachverband Biogas widerspricht und verweist auf hohe Standards. Ein EU-Bericht macht indessen Vorschläge, wie die Erfassung von Biomethanemissionen neu geordnet werden sollte.
2024 war in Europa das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Während es im Osten des Kontinents viel zu trocken war, führten Starkregenereignisse im Westen zu Milliardenschäden – unter anderem für die Landwirtschaft.
Beim Wolf wollen die Bundesländer keine Zeit verlieren: Ende März haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern einen Entschließungsantrag vorgelegt, über den die Länderkammer am Freitag abstimmte. Die Empfehlungen des federführenden Umweltausschusses wurden nicht mitgetragen. Die Länder unterstützten die ursprünglichen, deutlicheren Forderungen.
Die EU soll ihr erstes Bodengesetz bekommen, darauf haben sich Parlament und Rat am frühen Donnerstagmorgen geeinigt. Der Kompromiss setzt vor allem auf Freiwilligkeit – Landwirt:innen nimmt er nicht in die Pflicht. Deren Verbände hatten vehement gegen die Richtlinie lobbyiert. Und noch ist das Gesetz nicht in trockenen Tüchern.
Das politische Großereignis Koalitionsvertrag rief auch am Tag nach der Veröffentlichung zahlreiche Reaktionen hervor. Die Stimmen der Stakeholder zeigen, worauf es in dem Text ankommt und wo sich die neue Regierung auf Gegenwind einstellen muss.
Der Winter war viel zu trocken und auf den Äckern fehlt in einer kritischen Phase das nötige Wasser. Diese Situation dürfte mit voranschreitendem Klimawandel häufiger eintreten. Fachleute haben bei einer Tagung zusammengetragen, wie sich die Ressource Wasser in der Landwirtschaft möglichst effizient einsetzen lässt.
Die Ausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik in Deutschland für die nächsten vier Jahre steht fest: Am Mittwoch haben die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD den Koalitionsvertrag offiziell vorgestellt. Das Papier lässt aber auch Gestaltungsspielräume offen. Sicher ist, dass das Agrarministerium an die CSU und das Umweltministerium an die SPD gehen wird.
Eine aktuelle Oxfam-Studie untersucht die Verantwortung von Supermärkten in der nachhaltigen Schokoladenproduktion. Obwohl diese Ketten hohe Marktanteile haben, zahlen sie nur für einen kleinen Teil der Kakaoprodukte existenzsichernde Preise. Oxfam fordert dringende Maßnahmen für die Verbesserung der Einkommenssituation der Betriebe.
Mitten im Regierungswechsel formulierten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Finanzbranche bei der Agrarfinanztagung in Berlin ihre Forderungen an die künftige Regierung. Eine Botschaft des Ökonomen Marcel Fratzscher: Um die Herausforderungen für die Wirtschaft bewältigen zu können, müssen alle Menschen mitgenommen werden.
Kaffee, Zuckererzeugnisse und Schokolade sind die drei Exportschlager Deutschlands im Agrarhandel mit den USA. Nachgefragt wird vor allem Soja. Was der Zollkrieg, der US-Präsident Trump angekündigt hat, für die Branchen bedeutet, ist noch nicht im Einzelnen absehbar. Klar ist aber: Es geht auch gegen die Nachhaltigkeitsbemühungen der EU.
Trotz aller Schwierigkeiten durch den Krieg versucht die Ukraine, sich auf dem europäischen Biomethanmarkt ins Spiel zu bringen. Eine Agrar-Holding exportierte kürzlich die erste Charge in die EU. Die Ukrainer machen sich die Verpflichtungen europäischer Unternehmen aus dem Emissionshandel zunutze. Auch ein deutsches Unternehmen steigt ein.
Die dänische Regierung plant, in großem Stil Agrarflächen für Natur- und Klimaschutz stillzulegen – und wird dabei von der Landwirtschaft unterstützt. In einer Seminarreihe diskutierten deutsche und dänische Fachleute, was Deutschland davon lernen kann.
Der Fokus auf gesunde Ernährung kann krank machen. Dieses Paradox beschreibt die sogenannte Orthorexie: die zwanghafte Beschäftigung damit, das vermeintlich Richtige zu essen. Statt Genuss regiert ein strenges Regelwerk.
Wie hängen gesunde Ernährung und Umweltverträglichkeit zusammen? Eine spanische Studie geht der Frage nach und untersucht die mediterrane Ernährung und die Planetary Health Diet. Über das Sterberisiko und die Höhe der Treibhausgasemission.
Nach Trumps Ankündigung drastischer Importzölle beginnt in der EU das Ringen um eine angemessene Reaktion. Vergeltungszölle werden kommen, bleiben aber umstritten, auch im Agrarsektor. Der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange, hofft auf Unterstützung von überraschender Seite: dem US-Senat.
Kollabierende Ökosysteme gefährden das Geschäft von Kreditinstituten. Aufsichtsbehörden fordern ein aktives Risikomanagement. Einige Geldhäuser gehen das nun an.
Am Mittwochabend hat US-Präsident Donald Trump die nächste Eskalationsstufe seiner Handelspolitik betreten. Für alle Importe aus der EU soll ein Zollsatz von 20 Prozent gelten. Nun bleibt abzuwarten, zu welchen Gegenmaßnahmen die EU greift. Nicht unwahrscheinlich ist, dass sie sich deutlich auf den Agrarsektor auswirken.
Klimawandelbedingte Unwetter schädigen Kakaobäume. Geschwächte Bäume können ein gefundenes Fressen für Schädlinge sein. Wenn es dann keinen benachbarten Urwald gibt, aus dem Vögel und Fledermäuse zur Schädlingsbekämpfung einfliegen, dann drohen Ernteverluste – und steigende Schokoladenpreise.
Die EU-Kommission hat eine neue Strategie zur inneren Sicherheit vorgestellt. Dabei geht es um hybride Bedrohungen wie Sabotage an Unterseekabeln. Doch auch die Lebensmittelindustrie ist Teil der kritischen Infrastruktur, die künftig besser geschützt werden soll. In Deutschland haben zwei entsprechende Gesetze den Bruch der Ampelkoalition nicht überlebt.
Nachdem ein Agrarstrukturgesetz für Brandenburg vor dem Regierungswechsel gescheitert ist, will sich die neue Koalition erneut mit dem Thema befassen. Allerdings sieht der Koalitionsvertrag kein eigenes Gesetz mehr vor. Die Juristin Antje Tölle und der SPD-Agrarpolitiker Johannes Funke erklären, was möglich ist – und was nicht.
Im Jahr 2022 hat rein rechnerisch jede:r EU-Bürger:in 132 Kilo Lebensmittel weggeworfen. Einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur zufolge plant die EU verbindliche Reduktionsziele bis 2030. Effektive Präventionsmaßnahmen und Integration in Klima- und Biodiversitätspolitik sind entscheidend.
Mehr als ein Jahr ist es her, seit der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ sein Gutachten an den Deutschen Bundestag überreicht hat. Politisch ist seitdem nicht viel passiert. Drei ehemalige Mitglieder erzählen, wie sie die Arbeit erlebt haben – und was sie von den politischen Reaktionen halten.
Die Agrarministerkonferenz hat sich bei ihrer Frühjahrstagung nicht auf die Düngerechtsnovelle einigen können. Auch beim Pflanzenschutz gab es abweichende Protokollerklärungen. Einigkeit dagegen bei der Tierhaltungskennzeichnung: Sie soll um ein halbes Jahr verschoben werden. Zudem fordern Agrarminister Ausnahmen beim Mindestlohn.
Agrarsysteme der Zukunft will das Forschungsministerium bis 2028 fördern. Die zweite Phase beginnt heute mit einem Workshop in Potsdam. Ziel ist eine nachhaltige Agrarwirtschaft durch Digitalisierung, Automatisierung und innovative Kreislaufsysteme. 35 Millionen Euro sind für sieben Verbünde eingeplant.
Trump kündigt weitere Zölle an und die EU drängt darauf, schnell Allianzen mit neuen Handelspartnern zu schließen. Trotz ungebrochener Widerstände aus der Landwirtschaft rechnet der EU-Abgeordnete Bernd Lange fest damit, dass das Parlament das Mercosur-Abkommen Anfang 2026 annimmt.
Der Ackerbau in Deutschland setzt auf Produktivität. Die biologische Vielfalt auf und rund um den Acker wird dabei oftmals als lästig empfunden. Wissenschaftler:innen haben die Situation analysiert und geben der Regierung Empfehlungen für die Koexistenz von Erzeugung und Artenvielfalt.
Wälder speichern weniger Kohlendioxid als erwartet. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung warnt vor Folgen für Klimaziele und fordert eine Anpassung der Klimastrategien.
Um die Natur zu schützen und wiederherzustellen, braucht es ein „Intakte Natur Gesetz“, fordert eine Rechtsanalyse im Auftrag von Greenpeace. Damit ließe sich die EU-Wiederherstellungsverordnung national umsetzen – ohne zu einem „Planungsmonster“ zu werden.
Die Agrar-Arbeitsgruppe für den Koalitionsvertrag von Union und SPD hat sich auf ein neues Jagdrecht für Wölfe geeinigt, will Bio-Lebensmittel weiter fördern und die Stoffstrombilanz im Düngerecht abschaffen. Die Agrardiesel-Förderung kommt zurück. Strittig sind die Neuen Genomischen Techniken und der Ausgleich beim Naturverbrauch.
Die Kürzung humanitärer Hilfen durch die USA hat massive Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit. Die Organisation Aktion gegen den Hunger appelliert zum vierten Nutrition for Growth Gipfel in Paris an die Bundesregierung, einen entscheidenden Beitrag zum Kampf gegen Mangelernährung zu leisten.
Günther Felßner hat überraschend seinen Rückzug bekannt gegeben, er will nicht mehr Bundeslandwirtschaftsminister werden. Als Grund nennt er eine Protestaktion von Tierschützer:innen auf seinem Hof. Die Aktion und Felßners Reaktion darauf könnten den Kulturkampf gegen NGOs weiter befeuern, fürchten Beobachter. Wer das Amt nun übernimmt, ist unklar.
Das von der Ampelkoalition neu geschaffene Amt der Bundestierschutzbeauftragten besetzt die Veterinärmedizinerin Ariane Kari seit zwei Jahren. Besonders das Tierschutzgesetz und das Verbot von Tiertransporten in Drittländer haben sie in dieser Zeit beschäftigt. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background blickt Ariane Kari zurück und in die neue Legislatur.
Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD laufen auf Hochtouren. Derweil machen die Fachreferate des Bundeswirtschaftsministeriums Vorschläge, wie die nächste Legislatur aussehen soll. Darunter findet sich auch Input für den Agrarsektor, etwa zu Moorwiedervernässung und Photovoltaik.
Vor einem Jahr wurde die Vogelgrippe erstmals bei Milchkühen in den USA entdeckt. Präsident Trump meidet das Thema, eine Strategie dagegen gibt es nach wie vor nicht. Auch deutsche Fachleute beobachten dies mit Sorge. Unterdessen wurde das Virus in Großbritannien erstmals bei einem Schaf nachgewiesen.
Der Niedersächsische Weg zeigt seit fünf Jahren, wie Naturschutz und Landwirtschaft miteinander kooperieren können. Partner des Vertrags sehen darin auch ein Vorbild für den Bund und fordern die neue Regierung zum Handeln auf.
Bevor ein aktives Bestandsmanagement beim Wolf losgehen kann, müssen die europäische FFH-Richtlinie und das deutsche Bundesnaturschutzgesetz angepasst werden. Die EU-Kommission hat den ersten Schritt gemacht. Nun wollen die Bundesländer keine Zeit verlieren und stellen Forderungen an die künftige Bundesregierung.
Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus widersetzt sich der Einführung neuer Öko-Regelungen für die Weidehaltung von Milchviehbetrieben und für Biodiversitätsflächen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft warnt vor Verstößen gegen Beschlüsse von Bundestag und Bundesrat.
Die Natur ist als Klimaschützerin fest eingeplant. 2030 klafft bei den natürlichen CO2-Speichern aber wohl eine riesige Lücke zwischen gesetzlichem Anspruch und Wirklichkeit. Umweltschützer und die noch amtierende grüne Ministerin appellieren an die nächste Regierung.
Ständige Anpassung der Speisekarte versus mehr Transparenz für Gäste – die Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnungspflicht für die Gastronomie ist umstritten. Welche bürokratischen Hürden bei der Rechtswirksamkeit bevorstehen würden und was einzelne Verbände davon halten.
Die Weltgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, jedem Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu geben. Doch der Klimawandel treibt die Wasserknappheit voran und gefährdet damit in vielen Regionen auch die Ernährungssicherheit. Die Lösungen liegen auf dem Tisch, Hilfsorganisationen fordern mehr Geld für die Umsetzung.
Stakeholder der Forst- und Holzwirtschaft sowie dem Umweltschutz fordern gezielte Investitionen aus dem neuen 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Klimaschutz, Waldumbau und digitale Infrastruktur. Forderungen umfassen auch CO2-Honorierung und Unterstützung für ländlichen Raum.
Seit Januar sieht sich die EU-Kommission mit Vorwürfen der Finanzierung von NGO-Lobbyaktivitäten konfrontiert. Auch von Geldern für Arbeiten gegen das Mercosur-Abkommen und für Klagen gegen landwirtschaftliche Betriebe war die Rede. Am Dienstag wurde die Debatte im EU-Umweltausschuss fortgesetzt.
Die neue Regierung könnte den Mindestlohn anheben. Die Obst- und Gemüsewirtschaft, die stark auf Saisonarbeit angewiesen ist, protestiert. Denn ein steigender Mindestlohn treibt den Strukturwandel an. Doch eine Ausnahmeregel für diese Branchen wäre womöglich kontraproduktiv.
Für Milchviehhalter und die Milchindustrie ist und bleibt die Marktlage vorteilhaft. Die Nachfrage nach dem knappen Gut ist stabil. Zusätzlich rückt auf EU- und wohl auch auf nationaler Ebene die Wirtschaftlichkeit politisch wieder in den Fokus. Am Artikel 148, einer „Regulierungswut“ und der sinkenden Anzahl von Milchviehhaltern reibt sich die Branche aber.
Frankreich möchte die Anpflanzung von Hecken bis zum Jahr 2030 mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützen. Im Februar hat die Europäische Kommission die Staatshilfe genehmigt. Allerdings fiel das Budget zuletzt deutlich geringer aus.
Neue Daten des Umweltbundesamts zeigen: Der deutsche Landnutzungssektor wird das Ziel für 2030 krachend verpassen. Und nun? Steffi Lemke fordert entschiedenes Handeln, um die natürlichen Kohlenstoffspeicher auszubauen. Die Waldbesitzerlobby dagegen will eine Anpassung des Klimaschutzgesetzes.
Es war knapp bis zuletzt: Der Ausschuss der Ständigen Vertreter hat den Vorschlag für die Verordnung für Neue Genomische Techniken angenommen. Nun beginnt der Trilog. Wichtige Fragen zur Patentierung und Kennzeichnung von genetisch veränderten Pflanzen bleiben unbeantwortet, sagen Kritiker:innen.
Die Gemeinsame Agrarpolitik hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Auflagen, Kontrollen und Bürokratie nahmen zu. Die Bauern haben das Grundgefühl, ihnen werde misstraut – was zuletzt eine Welle von Bauernprotesten auslöste. Peter Feindt und Pascal Grohmann von der HU Berlin erklären im Interview, wie sich Umgestaltungen der GAP ausgewirkt haben.
Recht einhellige Zustimmung unter den Mitgliedsstaaten, im Europaparlament gehen jedoch die Omnibus-Vorschläge Konservativen und Rechten nicht weit genug: Für eine deutliche Verringerung der EU-Nachhaltigkeitsvorschriften für Unternehmen scheint der Weg frei.
Schon vor Monaten präsentierte Markus Söder den Bauernpräsidenten Günther Felßner als neuen Bundeslandwirtschaftsminister. Doch in den letzten Wochen kommt Gegenwind auf. Es könnte Felßner gar ein „Kirchhoff-Schicksal“ drohen. Möglicherweise hat eine Frau die Nase vorn und wird Landwirtschaftsministerin.