Die Drohnensichtungen am Flughafen Kopenhagen markieren laut der dänischen Regierung den bislang schwersten Angriff auf landeseigene Infrastruktur. Sie offenbaren ein wachsendes Risiko für die zivile Luftfahrt – und rücken Sicherheitsbedenken in den Fokus. EU, Nato und Luftfahrtbranche warnen vor den zunehmenden Folgen solcher hybriden Bedrohungen.
Weil die digitale und die physische Welt heute miteinander verflochten sind, können Cyberattacken massive Störungen im Flugbetrieb sorgen. Das zeigt sich nach den jüngsten Angriffen auf europäische Airports. Gesetzesänderungen für kritische Infrastruktur könnten dafür sorgen, dass künftig auch Software-Anbieter stärker in die Verantwortung genommen werden.
Die Eisenbahnergewerkschaft EVG will Evelyn Palla als neue Bahnchefin und Dirk Rompf als Vorstandvorsitzenden der DB InfraGO blockieren. Jetzt wird rechtlich geprüft, ob eine einfache oder eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Aufsichtsrat notwendig ist.
Bundeskanzler Friedrich Merz und die Branche begrüßen Evelyn Palla als neue DB-Chefin. Die Bahnstrategie von Verkehrsminister Schnieder stößt dagegen auf gemischte Reaktionen. Experten fordern konkretere Maßnahmen und eine schnellere Umsetzung.
An der Spitze der Deutschen Bahn muss Richard Lutz seinen Platz räumen, Evelyn Palla übernimmt. Die Südtirolerin, die in der Branche und bei der Belegschaft gut ankommt, hat sich einen Ruf als Saniererin erworben. Eine andere Entscheidung sorgt hingegen für weniger Begeisterung.
Die chinesische Reederei Sealegend bewirbt ihre neue Seeroute über die Arktis nach Europa mit dem schnellen Transport von Waren für das Weihnachtsgeschäft. Tatsächlich könnten hinter der Nutzung des gefährlichen Seewegs geopolitische Motive stehen.
Die Binnenschifffahrt leidet unter Fachkräftemangel und geringen Pegelständen. Ferngesteuerte und Niedrigwasser-Schiffe sollen Deutschlands einzigem Verkehrsträger mit freien Kapazitäten Auftrieb geben. Doch die Innovationen müssen noch Hürden nehmen – und die Regierung kürzt die Förderung.
Die Unkenrufe der vergangenen Tage haben sich bestätigt: Ab 2026 kostet das Deutschlandticket fünf Euro mehr. Verbände und Wissenschaftler warnen vor Abbestellungen. Verkehrsminister Schnieder verspricht, den Bundesanteil zur Finanzierung des Tickets bis 2030 stabil zu erhalten – und setzt sich damit gegen Finanzminister Klingbeil durch.
Für Fernstraßen fehlen in den nächsten Jahren laut Bundesverkehrsministerium knapp 15 Milliarden Euro. Ob Projekte finanziert werden können, hänge vom Haushalt 2026 ab. Die Verkehrsminister der Länder drängen den Bund zum Nachsteuern, Finanzminister Klingbeil weist die Kritik zurück: Minister Schnieder habe genug Geld, um „richtig zu klotzen“.
Heidelberg testet als erste Stadt Deutschlands den Einsatz von Scan-Cars – Fahrzeuge mit Kameras, die im Vorbeifahren Kennzeichen erfassen und Parksünder überführen. Während die Technik in Städten wie Brüssel oder Amsterdam längst Alltag ist, beginnt hierzulande eine neue Ära der digitalen Parkraumüberwachung.
Die größten deutschen Städte weisen immer mehr Fahrradstraßen aus. Trotzdem sind die Diskrepanzen beim Gesamtnetz sowie dem Ausbautempo enorm. Eine Auswertung zeigt die Spitzenreiter und die Schlusslichter.
Der Bundesrechnungshof mahnt erneut eine Bahnreform bei der Regierung an. Allein in diesem Halbjahr macht der defizitäre Staatskonzern demnach bis zu 33 Millionen Euro neue Schulden – und zwar jeden Tag. Dennoch kassieren Vorstand und Aufsichtsrat üppige Boni – was die Prüfer für „nicht vermittelbar“ halten.
Eine Klage von Lkw-Herstellern gegen den US-Bundesstaat Kalifornien könnte den Hochlauf von E-Lkw deutlich ausbremsen. Drei der vier Kläger sind europäische Konzerne, die sich in der EU als Vorreiter der Verkehrswende präsentieren.
Bio- und E-Fuels gelten als Schlüssel für die Dekarbonisierung von Verkehr und Industrie. In Osteuropa, besonders in der Ukraine, lägen enorme Potenziale – von Biomethan bis Bioethanol, hieß es bei einer Veranstaltung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Doch fehlende Anerkennung durch die EU und deutsche Behörden bremst den Markthochlauf.
Die mögliche Preiserhöhung des Deutschlandtickets sorgt für Zündstoff. Eine UBA-Studie zeigt, dass bei einem massiven Ausbau des ÖPNV eine Finanzierungslücke entsteht. Es wären weit größere Summen als die derzeit debattierten 1,5 Milliarden Euro vom Bund nötig. Ob sich Bund und Länder einigen, wird am Donnerstag entschieden.
Aus der Vorhabenplanung des Verkehrsministeriums geht hervor, dass der neue Masterplan Ladeinfrastruktur sich verzögern könnte. Auch Vorhaben für die Infrastrukturplanung und -beschleunigung werden angekündigt. Bei der Schifffahrt zeichnen sich Finanzierungsprobleme ab.
Bisher ist es legal, wenn Autofahrer:innen in geringem Maße gekifft und Alkohol getrunken haben. Brandenburg will bald im Bundesrat eine Mehrheit versammeln, um das zu ändern.
Der Preis des Deutschlandtickets könnte im kommenden Jahr auf bis zu 64 Euro ansteigen. Auch eine neue Verteilung der Bundesmittel und langfristige Finanzierung stehen bei der anstehenden Sonderkonferenz der Verkehrsminister:innen zur Debatte.
Die Deutsche Bahn hat ihre DB Rad+ App auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Nutzende können Fahrradwege tracken, Prämien sammeln und anonymisierte Daten für Infrastrukturplanung bereitstellen. Städte und Unternehmen profitieren von der Kooperation. Doch die Daten haben ihren Preis.
Die Regierung will die staatliche Schieneninfrastruktur unabhängiger von Konzerninteressen machen. Die Transformation sollte vom Aufsichtsrat über den Vorstand bis zur PR-Abteilung reichen – und der Verkehrsexperte, frühere CDU-Sprecher und Wirtschaftsprofessor Rüdiger Sterzenbach hat für Minister Schnieder noch weitere Ratschläge.
Die IAA Mobility in München präsentierte sich als Mobilitätsmesse, doch das Auto blieb im Mittelpunkt. Kritiker bemängeln die geringe Präsenz alternativer Mobilitätsformen. Das Fazit zum Ende der Veranstaltung fällt gemischt aus.
Ein Ende der Debatte um das Verbrenner-Aus ist nicht in Sicht. Das Ergebnis des Strategischen Dialogs der Autobranche mit der EU-Kommission ist für beide Seiten unbefriedigend. Vereinbart wurde ein früherer Regulierungs-Review. Im Dezember will man wieder reden.
Der innerdeutsche Luftverkehr hat sich seit Corona halbiert. Kleine Airlines versuchen an Regionalflughäfen, das ausgedünnte Netz aufzufüllen – mit politischer Unterstützung und zweifelhaftem Erfolg.
Noch höhere Preise, ausgedünnte Fahrpläne, kleinere Zugflotte – der Staatskonzern will die defizitäre ICE-Sparte offenbar mit drastischen Einschnitten zu Lasten der Reisenden sanieren. Damit steigt der Druck auf Verkehrsminister Patrick Schnieder und den künftigen DB-Chef, tragfähige neue Konzepte vorzulegen.
Der EU Data Act tritt in Kraft und gibt Autofahrern mehr Zugriff auf ihre Fahrzeugdaten. Umsetzungsfragen bleiben offen. Ebenso wie die Frage, ob für den Autosektor sektorspezifische Regelungen folgen.
Weil in Deutschland viele Wasserstofftankstellen für Pkw schließen, scheint das Ende der privaten H2-Mobilität programmiert. Doch die Hersteller BMW und Toyota halten an Brennstoffzellen-Fahrzeugen fest. Das stößt bei Wissenschaftlern auf ein geteiltes Echo.
Während in Brüssel am Freitag über eine mögliche Aufweichung des Verbrenner-Aus ab 2035 diskutiert wird, legt das ICCT neue Daten vor: Die E-Mobilität ist längst in Fahrt gekommen, Hersteller sind auf Kurs – und ein Zurückrudern könnte die Transformation abrupt bremsen und Milliardeninvestitionen gefährden.
Lime wünscht sich, dass die Polizei konsequenter gegen E-Scooter-Rowdies vorgeht. Ohne Konsequenzen würden Warnhinweise oft ignoriert, sagt Anna Montasser von Lime, die auch Repräsentantin des Dachverbands Micro-Mobility for Europe ist. Mit Blick auf eine Helmpflicht setzt sie auf Aufklärung statt Sanktionen.
Mit dem neuen Gesetz für intelligente Verkehrssysteme will das Verkehrsministerium den Straßenverkehr digitaler, sicherer und effizienter machen. Während das Ministerium auf einheitliche Daten und weniger Bürokratie setzt, warnt der Digitalverband Bitkom vor zusätzlichem Aufwand und weitreichenden Verordnungsermächtigungen.
Damit Schienennetz, ÖPNV und Radverkehrsinfrastruktur in den kommenden Jahren konsequent ausgebaut werden, braucht es einen Finanzierungsfonds, findet ein Bündnis aus Gewerkschaften und Radverkehrsverbänden. Außerdem macht es Vorschläge, wie Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden können.
Die IAA Mobility bleibt bis mindestens 2031 in München. Bei der diesjährigen Eröffnung unterstützt Kanzler Friedrich Merz die Autoindustrie vor dem EU-Dialog in ihrer Forderung nach mehr Flexibilität bei der CO2-Regulierung. Gleichzeitig bekennt sich Merz zur E-Mobilität und zur Batterieproduktion in Deutschland.
Arnd Franz, CEO des Autozulieferers Mahle, fordert eine radikale Änderung der CO2-Flottenregulierung in Europa – am besten sofort. China sieht er als Vorbild. Die Bundesregierung brauche jetzt eine „klare gemeinsame Marschrichtung“, sonst seien Tausende Jobs in Deutschland in Gefahr.
Auf der IAA Mobility demonstrieren die chinesischen Hersteller ihren technologischen Anspruch – von der Batterietechnik bis zu fliegenden Autos. Die Koreaner bieten einen guten Gegenwert für den Preis. Die japanischen Autobauer tauchen ab.
So einstimmig und nachdrücklich haben die deutschen Zulieferer noch nie vor dem Verbrenner-Aus gewarnt. Vor dem Kanzlerbesuch auf der IAA und dem Treffen mit der EU-Kommission am Freitag machen die Unternehmen politischen Druck. Aber es gibt auch andere Stimmen in der Industrie.
Auf der heute für Fachbesucher beginnenden Mobilitätsmesse IAA bietet die Autobahn GmbH Demonstrationsfahrten für vernetzte Verkehrssysteme an. Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie fordert in einem Brief an Verkehrsminister Patrick Schnieder mehr Geld aus dem Haushalt für diese Technologie und legt ein neues Papier vor.
BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen gehen mit neuen Elektromodellen in den Wettbewerb mit chinesischen Herstellern und US-Tech-Konzernen. Schon vor der offiziellen Eröffnung der IAA demonstrieren die großen Drei, dass sie an die Elektromobilität glauben. In Brüssel und Berlin lobbyieren sie gleichwohl gegen die CO2-Flottenregulierung.
Christophe Périllat, Chef des französischen Zulieferers Valeo, drängt die EU zu Maßnahmen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie. Er fordert Local-Content-Vorgaben und warnt vor chinesischer Konkurrenz. Damit ist er nicht alleine.
Bei der Bereinigung des Haushaltsentwurfs 2025 setzten Union und SPD auf punktuelle Änderungen. Große Mittelaufwüchse sind nicht geplant. Lob kommt selbst von der Opposition für die erneute Initiative eines deutsch-polnischen Jugendtickets.
Allein im Vorstandsbereich Kommunikation und Marketing beschäftigt die staatliche Holding 250 Mitarbeiter. Schon vor dem Abgang von Richard Lutz wird neu strukturiert – was intern viel Unruhe und Kritik auslöst.
Die Bundesregierung will ein Investitionsbeschleunigungsgesetz auf den Weg bringen. Dadurch sollen die Milliarden aus dem Sondervermögen schneller verbaut werden. Eine Anfrage der Grünen im Bundestag ergibt, dass das Verkehrsministerium eine lange Liste an Straßenbauprojekten hat. Doch die Umsetzung verläuft schleppend.
Künstliche Intelligenz ist das dominierende Thema auf dem Railway Forum in Berlin. Michael Peter, der Chef von Siemens Mobility, fordert ein offenes System. Auch Daniela Gerd tom Markotten von der Deutschen Bahn rügt das Silo-Denken in der Branche. Der CEO von Alstom warnt vor Gefahren für die Datensicherheit.
Die Bundesregierung will mit Entlastungen bei Stromsteuer, Lieferkettenpflichten und Nachhaltigkeitsberichten die Wirtschaft ankurbeln – doch aus der Verkehrs- und Logistikbranche kommt scharfe Kritik. Die Maßnahmen griffen zu kurz, viele Unternehmen fühlen sich übergangen. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen schlagen Alarm.
Die Transformation zur Klimaneutralität ist für die deutsche Autoindustrie schon ein Kraftakt. Und es wird nicht einfacher: Geo- und Handelspolitik erfordern mehr Resilienz, die Kosten müssen runter, das Entwicklungstempo muss rauf. Vor der IAA Mobility gibt es Empfehlungen, wie die Branche wettbewerbsfähig bleibt.
Die Branche der E-Mobilität setzt ein Zeichen gegen die Debatte um das Verbrenner-Aus. Die EU müsse Kurs halten, sonst seien viele Unternehmen in Gefahr, heißt es in einem Manifest der Ladekonferenz in Berlin. Gleichzeitig arbeitet die Branche an einem weltweit gültigen Roaming-Protokoll.
Eine angeblich existierende HVO-Anlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten scheint in Wahrheit eine Fälschung zu sein – die dazugehörigen Nachhaltigkeitszertifikate bleiben offenbar dennoch gültig. Grund ist der in Deutschland geltende Vertrauensschutz. Fachverbände fordern eine Reform, während Ministerien und Wirtschaft über die Konsequenzen streiten.
Die Höhe der Gebühren für Bewohnerparkausweise ist seit mittlerweile fünf Jahren Ländersache. Die meisten Bundesländer gewähren ihren Kommunen bei der Ausgestaltung inzwischen volle Handlungsfreiheit. In anderen gilt nach wie vor die alte Preisobergrenze des Bundes.
Das größte Auto-Terminal Europas ist das Aushängeschild des Zwillingshafens Bremerhaven-Bremen. Aber der Betreiber Bremenports managt auch die Infrastruktur eines „Eisenbahnhafens“ und ein Container-Terminal, das schneller wächst als in Hamburg.
Nach der Sommerpause wird es in der deutschen Verkehrspolitik spannend: Minister Patrick Schnieder will den Chefposten der Deutschen Bahn neu besetzen und eine Strategie für die DB vorlegen. Weichen werden auch beim Haushalt und dem Deutschlandticket gestellt. Hinzukommen weniger prominente Gesetzentwürfe, die gleichwohl für die Branche wichtig sind.
Nach der Ankündigung von Lyft und Baidu, ab 2026 einen Robotaxi in Deutschland starten zu wollen, stellt sich die Frage, welche Risiken mit dem Markteintritt ausländischer Player verbunden sind. Experten weisen auf rechtliche und sicherheitstechnische Herausforderungen hin.
Trotz freier Kapazitäten geht die Transportmenge auf der Wasserstraße seit Jahren zurück. Schuld daran ist der Bedeutungsverlust von Kohle, Erz und Mineralöl, aber auch Wissenslücken bei den Logistikern. Die Binnenschiffer sehen noch Potenziale – auch beim Transport von Ausrüstung für Truppen.
Die Deutsche Bahn findet bisher keine Käufer für die ersten aussortierten Hochgeschwindigkeitszüge. Dutzende problembeladene Fernzüge will der Staatskonzern noch ausrangieren – und teils gleich ausschlachten. Die Flotte soll schlanker, jünger, zuverlässiger und wirtschaftlicher werden.
Nach der Sommerpause erwacht das politische Brüssel wieder zum Leben – und mit ihr die europäische Verkehrspolitik. Im Herbst stehen entscheidende Weichenstellungen an: Verbrenner-Aus, neue Regeln für Bahnreisen und Fluggastrechte bis hin zu Investitionsplänen und einer Hafenstrategie. Ein Überblick über den politischen Herbst in Brüssel.
Die europäische Automobilindustrie erhöht den Druck auf die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten: Gemeinsam fordern Hersteller und Zulieferer eine Abkehr von den geltenden CO2-Regulierungszielen für 2030 und 2035. Beobachter wundern sich über Ton und Zeitpunkt der politischen Offensive.
Rotterdam ist nicht nur Europas größter Hafen – er wird zukünftig auch abseits der Handelsströme an strategischer Bedeutung gewinnen. Während Containerumschlag, Klimaprojekte und Digitalisierung in vielen Häfen auf der Agends stehen, stellt sich der Mega-Hub erstmals auf regelmäßige Nato-Anläufe ein.
Anfang des Jahres ist ein Lkw erstmals testweise auf einer deutschen Autobahn autonom gefahren. In den USA findet dies unter realen Bedingungen statt – bei Transporten im Süden des Landes. Die kommerzielle Nutzung autonomer Lkw ist dort schon in Sichtweite.
Der von der Bundesregierung erhoffte Wachstumsschub durch die neuen Schulden für Infrastruktur und Klimaneutralität wird laut Fachleuten nur eintreten, wenn Investitionen zusätzlich sind und nicht Konsumzwecken dienen. Dass dies im Sondervermögen umgesetzt wird, daran gibt es aber erhebliche Zweifel.
Viele Deutsche haben Interesse an Fahrradreisen, doch nur ein kleiner Teil kommt über die Planung hinaus: Aktuell verschenkt Deutschland ein Millionen-Potenzial im Fahrradtourismus. Der Deutsche Tourismusverband hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um den Trend weiterzuentwickeln.
Interne Zahlen zeigen: Im Juni lagen die Gütertransporte um fast 29 Prozent unter dem Vorjahresmonat und 17 Prozent unter Plan. Die staatliche Frachtbahn verliert rasant an Bedeutung – und will zur Sanierung auch zahlreiche Reparatur-Standorte vor allem in Ostdeutschland aufgeben.
Wie laut ein Auto sein darf, ist zwar gesetzlich geregelt. Doch einen einheitlichen Grenzwert gibt es nicht – und für Sportwagen gelten Ausnahmen. Die Regulierung soll nun verschärft werden. Mit älteren Klappenauspuffanlagen genießen Autoposer weiterhin freie Fahrt.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nutzt seine Sommerreise, um zentrale Infrastrukturprojekte in Rheinland-Pfalz zu präsentieren – von maroden Brücken bis zum Wiederaufbau der Eifelstrecke. Auch sein Bruder Gordon profitiert im Landtagswahlkampf von der politischen Präsenz des Ministers in der Region.
In vertraulichen Arbeitsgruppen rüsten sich Bundeswehr, DB Cargo und DB InfraGO für einen möglichen Krieg. Die Ostflanke der Nato muss gestärkt werden. Im Inland schützen die Innenministerien von Bund und Ländern die Infrastruktur.
Dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer droht im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut ein Prozess. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat den CSU-Politiker wegen uneidlicher Falschaussage vor dem Maut-Untersuchungsausschuss des Bundestags angeklagt. Scheuer und seine Parteifreunde kritisieren die Staatsanwaltschaft.
Condor-Chef Peter Gerber über den Urlaub der Deutschen, Versäumnisse der Politik beim Hochlauf nachhaltiger Treibstoffe und das Gerichtsurteil zu Zubringer-Flügen der Lufthansa.
Verkehrsminister Schnieder hat einen schweren Sanierungsfall zu lösen – und die Chance für überfällige Strukturreformen bei der Deutschen Bahn. Der Bund brauche endlich eine Eigentümerstrategie, fordert der Bundesrechnungshof. Die bisherigen Pläne seien unzureichend. Doch SPD und EVG begrenzen den Handlungsspielraum der Union.
Die griechische Hauptstadt steht vor einer doppelten Herausforderung: extreme Sommer und ein überlastetes Verkehrssystem. Doch mit Milliardeninvestitionen, neuer Metro, Smart-City-Konzept und innovativen Energielösungen will Athen den Wandel schaffen – und zum Vorbild für Europa werden.
Im Juni hat das Umweltministerium den Referentenentwurf zur Umsetzung der RED III im Verkehr vorgelegt. Die Zeit drängt, doch eine Kabinettsbefassung ist erst im Oktober geplant. Dies und die Ausgestaltung der THG-Quote stößt bei den Verbänden auf Kritik. Seit Freitag liegt auch ein Vorschlag zur besseren Betrugsprävention bei Biokraftstoffen vor.