Bis Juli 2026 müssen nach EU-Recht alle neu zugelassenen Autos zahlreiche Assistenzsysteme an Bord haben, um die Sicherheit zu erhöhen. Das erhöht die Kosten, wodurch es schwieriger wird, preisgünstige Kleinwagen anzubieten. Einige Hersteller zeigen aber, dass es geht.
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin, Nicole Hoffmeister-Kraut macht Druck auf ausgesuchte EU-Parlamentarier, die Vorgaben für die Autoindustrie weiter aufzuweichen. Eine SPD-Abgeordnete zeigt sich irritiert.
Am Tag der Anhörung zur Novelle des Luftsicherheitsgesetzes spitzt sich die Debatte um mehr Sicherheit im Luftverkehr zu. Bundesregierung, Länder, Flughäfen und Polizei bewerten die geplanten Verschärfungen unterschiedlich und ringen um Befugnisse, Zuständigkeiten und Kosten.
Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz soll wichtige Verkehrsprojekte beschleunigen. Doch die Bundesrats-Ausschüsse bemängeln nicht nur die zu kurze Anhörungsfrist, sondern auch den Gesetzentwurf selbst: Er werde „voraussichtlich keine nennenswerte Beschleunigungswirkung“ entfalten. Besonders kritisch sehen die Länder Einschränkungen bei Umweltverbandsklagen.
Geht es nach den Regierungsfraktionen, soll der CO2-Preis im nationalen Brennstoffemissionshandel im kommenden Jahr 65 Euro die Tonne nicht überschreiten. Das Bundesumweltministerium will sich dagegen an der geltenden Rechtslage orientieren – und die sieht eigentlich einen höheren CO2-Preis vor.
Carsharing-Unternehmen kritisieren, dass der Entwurf des Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetzes (IVSG) sensible Daten ungeschützt offenlegt. Sie warnen vor Überwachung, kopierten Geschäftsmodellen und großen Nachteilen für deutsche Anbieter. Eine Anhörung am Montag im Verkehrsausschuss soll Klarheit bringen, wo nachgebessert werden muss.
Als Vizepräsident des neugegründeten EU-Fahrradverbands European Cycling Industries kämpft Volker Thiemann gegen Billigimporte und für die Anerkennung von E-Bikes als Schlüssel zur Mobilitätswende. Trotz der aktuellen Branchenkrise zeigt sich der deutsche Fahrradexperte im Interview optimistisch und erwartet noch in diesem Jahr eine Erholung des Marktes.
Während Alkoholfahrten im Auto streng sanktioniert werden, gelten Rad- und Pedelec-Fahrende in Deutschland erst ab 1,6 Promille als absolut fahruntüchtig. Angesichts steigender Unfallzahlen und wachsender E-Bike-Nutzung werden Experten beim Verkehrsgerichtstag in Goslar diskutieren, ob es einen neuen Grenzwert braucht.
Während Donald Trump Zölle offen als Machtinstrument einsetzt, ringt Europa um seine handelspolitische Linie. Die Vertagung des Mercosur-Abkommens und die Suche nach neuen Handelspartnern zeigen, wie schwer sich die EU zwischen geopolitischem Druck, Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft tut.
Die Bundesregierung will 2026 zum Jahr der E-Mobilität machen. Doch der Hochlauf der Ladeinfrastruktur krankt vielerorts daran, dass Anschlüsse an das Stromnetz Jahre brauchen. Tagesspiegel Background nennt die Gründe und was dagegen getan wird.
Über die Stadtgrenzen hinweg sorgt besonders der wachsende Pendelverkehr und die vielen Baustellen für immer mehr Staus. Das zeigt der Traffic-Index, den Tagesspiegel Background vorab ausgewertet hat. Das Infrastrukturpaket und Verkehrswende-Maßnahmen dürften die Situation kurzfristig noch verschärfen.
Dass die Bundesregierung auch Plug-in-Hybride mit Steuergeld fördert, liegt aus Sicht von Umweltminister Carsten Schneider nur an den Arbeitsplätzen in der Autoindustrie. Er hat jetzt auch die letzten Details der Staffelung nach Einkommen und Kindern genannt. Die Reaktionen sind durchwachsen.
Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien mit mehreren Toten rätselt die Branche über die Ursache – die Technik ist modern, die Strecke frisch saniert. Überhöhte Geschwindigkeit gilt als ausgeschlossen, stattdessen rückt die Rolle von Sicherheitssystemen in den Fokus. Auch in Deutschland wächst der Druck, die Digitalisierung der Schiene voranzubringen.
Anders als seine Nachbarn scheint Deutschland nicht auf die europäische Hafenstrategie vorbereitet zu sein, warnen die Seehäfen. Darunter könne die Wettbewerbsfähigkeit leiden. Gleichzeitig lasteten immer mehr Aufgaben auf den Häfen – von Cyberabwehr bis militärischer Logistik –, ohne dass ausreichend Mittel bereitgestellt würden.
Europas wichtigste Verkehrsprojekte geraten weiter aus dem Takt: Kosten explodieren, Zeitpläne wackeln, das Ziel für 2030 ist nicht mehr zu halten. Das bilanziert ein neuer Bericht des Europäischen Rechnungshofs. Er zeigt auf, warum Milliardenprojekte gefährdet sind und was Brüssel dagegenhält.
Das Bundesumweltministerium schickt die Novelle für das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz am kommenden Mittwoch ins Kabinett. In der Novelle ist ein bisher völkerrechtswidriger Passus zum Verbandsklagerecht gestrichen. Auch Maßnahmen für schnellere Umwelt-Klageverfahren sind enthalten. So entfalten Anfechtungsklagen keine aufschiebende Wirkung gegen Bauprojekte.
Die Mittelkürzungen des Verkehrsministeriums für autonomes Fahren treffen das hessische Vorzeigeprojekt Kira hart – die nächste Finanzierungsrunde bleibt aus. Aus Hessen kommt scharfe Kritik. Der Bund setzt derweil auf neue Modellregionen.
Erst am heutigen Montag statt am vergangenen Freitag wird Bundesumweltminister Carsten Schneider das Regierungsprogramm zur Förderung von E-Autos vorstellen. Innerhalb der Koalition werden unterschiedliche Gründe für die Verschiebung genannt. Schon jetzt gibt es Kritik von außen an den Plänen.
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hat einen Fahrschein nach deutschem Vorbild entwickelt. Das Abono Único gilt jedoch zunächst nur in interregionalen Bussen, in Nah- und in ausgewählten Fernverkehrszügen auf Mitteldistanzen. Damit das monatliche Ticket zum Erfolg wird, müssen die Provinzen künftig mitziehen. Ein Experte ordnet das neue Ticket ein.
Der Bundestag hat nach langen Verhandlungen das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr beschlossen. Damit soll auch die Beschaffung aus dem zivilen Bereich gestärkt werden. Vorgesehen sind zudem neue Regelungen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups die Teilnahme an Ausschreibungen ermöglichen.
Auf dem wichtigen Automarkt Brasilien sind bisher Fiat und VW die Marktführer. Doch chinesische Hersteller greifen mit moderneren Modellen an. Da helfen die Zollvorteile des Mercosur-Abkommens den Europäern. Die Chinesen reagieren mit mehr lokaler Fertigung.
Regionale Netzwerke sollen den Wandel der Autoindustrie vom Verbrenner zum E-Auto flankieren, neue Geschäftsmodelle identifizieren und Arbeitsplätze sichern. Der Branchenverband VDA und die IG Metall kooperieren eng.
Auf einer Fachveranstaltung des Energieverbandes BDEW wird deutlich, warum der Hochlauf der E-Mobilität in den Niederlanden viel besser vorankommt als in Deutschland. Experten und Politikerinnen zeigen auf, was sich ändern müsste.
Marinehafen statt Energy Port? In Bremerhaven verdichten sich die Pläne der Bundeswehr für einen neuen Standort. Der Konflikt berührt mehr als lokale Hafenpolitik, sondern ist ein Beispiel dafür, wie Verteidigungs- und Klimapolitik gegeneinander abgewogen werden.
Eine neue Studie entwirft ein mögliches Bild der Mobilität im Jahr 2045, in dem autonome Shuttles den ÖPNV deutlich stärken. Modelliert wird ein Szenario mit kürzeren Wartezeiten, höheren ÖPNV-Anteilen und sinkendem Autoverkehr. Doch damit es zu einer solchen Angebotsqualität für 100 Euro im Monat kommt, bräuchte es politischen Willen.
Griechenland will seinen Straßenverkehr revolutionieren. Kamerasysteme, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten, sollen bald diverse Verstöße automatisiert erfassen und Bußgelder digital ausstellen können. Die Maßnahme soll die Zahl der Verkehrstoten deutlich reduzieren.
Die neue Unionsdatenbank der EU soll Betrug mit falsch deklarierten Biokraftstoff-Importen verhindern. Doch Branchenvertreter beklagen technische Mängel, mangelnde Kommunikation der Kommission und weiter ungelöste Risiken für den THG-Quotenmarkt. Die Bundesregierung erhält dagegen unerwartet viel Lob.
Mit Rückenwind durch das Mercosur-Abkommen setzt Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Indien-Besuch darauf, dass schon bald das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem bevölkerungsreichsten Land der Erde abgeschlossen wird. Die Autoindustrie und der Maschinenbau sehen großes Potenzial.
Russland hat 50 Eisbrecher, die USA nur drei. Um rasch Flotten zu bauen und ihren Einfluss in der tauenden Arktis zu steigern, zapfen die USA und Kanada Finnlands Know-how bei Eisbrechern an. Das ist politisch heikel: Die USA könnten mit den Schiffen Druck auf Grönland und Dänemark ausüben.
Länder, Kommunen und Verbände sollen sich mit eigenen Vorschlägen am Klimaschutzprogramm beteiligen. Tagesspiegel Background hat einige Stellungnahmen vorab ausgewertet. Die Vorschläge will das Bundesumweltministerium in das Programm einfließen lassen.
Brasilien und Argentinien sind große Produktionsstandorte und Absatzmärkte für deutsche Autobauer. Der Export wurde durch hohe Zölle behindert. Das soll sich nun in den kommenden Jahren ändern. Doch Experten dämpfen diese Erwartungen – sie sehen ganz andere Vorteile des Handelsabkommens.
Zum Start einer neuen Ratspräsidentschaft richtet sich der Blick traditionell auf das Arbeitsprogramm des vorsitzenden Landes. Tagesspiegel Background hat mit Zyperns Verkehrsminister Alexis Vafeades über offene Dossiers, laufende Verhandlungen und die verkehrspolitischen Schwerpunkte des Inselstaates in den kommenden sechs Monaten gesprochen.
Das verkehrspolitische Jahr 2026 verspricht wichtige Weichenstellungen auf nationaler und europäischer Ebene. Während die Bundesregierung die Emissionsminderung sowie den digitalen Führerschein forciert, setzt die EU-Kommission Schwerpunkte bei der Luft- und Seeverkehrsregulierung.
Neue Angebote machen Bahnreisen durch ganz Europa attraktiver – auch nach Großbritannien. Der Ausbau der Brenner-Strecke macht das Italien-Geschäft schon jetzt interessant. Doch Start-ups wie Go-Volta aus den Niederlanden haben noch immer hohe Hürden zu überwinden.
Die von Auto- und Techfirmen initiierte gemeinsame Entwicklung einer Software-Plattform für das autonome Fahren kommt voran. Der deutsche Autoindustrieverband VDA hofft auf einen internationalen Erfolg des Open-Source-Modells – auch in Asien und in den USA.
Die Bundesregierung möchte Subventionen streichen, zuletzt erhöhte sie vor allem auch klimaschädliche Beihilfen. Eine neue Studie beleuchtet den Ansatz des „Umwidmens“ von Steuervergünstigungen für mehr Akzeptanz bei dem Thema. Das könnte Geld und CO2-Emissionen sparen.
Laut der CSU geht es mit dem Ausbau der Infrastruktur auch deshalb nicht voran, weil Klagen von Umweltverbänden ihn verzögern würden. Die CSU fordert deshalb eine Abschaffung des Verbandsklagerechts. Dagegen wehren sich die Umweltverbände.
Künstliche Intelligenz steht wieder im Mittelpunkt der Technikmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Der Chiphersteller Nvidia könnte zusammen mit Mercedes-Benz im kommenden Jahr Robotaxis fahren lassen. Trumps Abschottungspolitik bremst derweil die Chinesen aus.
Ein Jahr nach Einführung der Zölle auf chinesische Elektroautos und der Verlängerung der Anti-Dumping-Regeln für Fahrradteile verteidigt die EU-Kommission ihren handelspolitischen Kurs. Vizepräsident Maroš Šefčovič sieht darin ein wirksames Mittel gegen unfaire Subventionen, Abgeordnete warnen indes vor Belastungen für KMU.
Ab dem 6. Februar beginnt die nächste Generalsanierung – diesmal in Bayern. Doch auf der Strecke Nürnberg–Regensburg bleiben zentrale Probleme ungelöst. Zu wenig Ausbau, fehlendes ETCS: Die Verspätungen drohen zu bleiben.
Nach dem verheerenden Zugunglück von Tempi steht Griechenlands Bahnsystem vor enormen Herausforderungen. Die Regierung kämpft mit Sicherheitsmängeln, während die EU ambitionierte Klimaziele für den Schienenverkehr fordert.
Autonomes Fahren, der Green Deal der EU, das Deutschland-Ticket, Elektroautos, Rohstoffabhängigkeit oder die Mikromobilität – die Herausforderungen des Verkehrssektors werden 2026 nicht kleiner. Die Background-Redaktion blickt nach vorne und findet auch einige Gründe für Optimismus.
Wissenschaftler kritisieren die Slotvergabe an Flughäfen als ineffizient. Die Zuteilung von Start- und Landerechten entscheidet unter anderem darüber, wie groß die Konkurrenz zwischen den Fluglinien ist. Weil die aktuelle Regelung eingesessene Anbieter bevorzugt, will die EU die entsprechende Verordnung überarbeiten.
Der Bundesrat hat einer Reform der E-Scooter-Regeln zugestimmt. Künftig dürfen Leihroller auf Gehwegen nur geparkt werden, wenn sie niemanden behindern, Kommunen erhalten mehr Kontrolle über Sharing-Angebote. Zugleich steigen einige Bußgelder und neue Technik wird Pflicht. Kritik kommt vor allem von der Fußverkehrslobby.
Wie war das Jahr – und wie wird das nächste? Die Background-Redaktion hat fünf Prominente der Branche zum Status quo der Mobilitätswende, ihren verkehrspolitischen Highlights und Tiefpunkten, nach Wünschen für den Bürokratieabbau und nach einer Idee für die Schlagzeile des kommenden Jahres gefragt.
Bei den Diskussionen über das EU-Autopaket und das sogenannte Verbrenner-Aus rückte das Thema Batterie in den Hintergrund. Zufrieden sind mit dem EU-Batterie-Booster allerdings weder die Autoindustrie noch Umweltschützer.
Drohnen zum ersten, zweiten und dritten gibt es kurz vor Weihnachten auf Bundesebene: Der Bundesinnenminister eröffnete das Drohnenabwehrzentrum; Bundesrat und Bundestag beschäftigen sich mit dem Luftsicherheitsgesetz und die Aufsicht beim BOS-Drohneneinsatz wechselt. Christiane Rebhan fasst die Entwicklungen zusammen.
Der deutsche Autoverband bewertet den EU-Vorschlag zur Abschwächung des Verbrenner-Aus äußerst kritisch, während die europäischen Hersteller einen überfälligen Schritt zu mehr Flexibilität sehen – und auf Nachbesserungen hoffen. Auch im politischen Europa sind die Reaktionen gespalten.
Die EU-Kommission relativiert das Verbrenner-Aus. Plug-in-Hybride, Range Extender sowie reine Benziner und Diesel sollen auch nach 2035 erlaubt bleiben. Die Hersteller müssen die verbleibenden Emissionen aber vollständig kompensieren. Die Industrie lobt den Pragmatismus der Kommission, Umweltschützer sind empört.
Die gescheiterte Chefin von DB Cargo, die CEO von Airbus und dem E-Autohersteller Tesla sowie die Ex-Vorstandsvorsitzenden von Mercedes und der HHLA: Die Background-Redaktion hat fünf Köpfe aus der Mobilitätsbranche zusammengestellt, mit deren Karriere es in den vergangenen zwölf Monaten bergab ging.
Das fast vergangene Jahr war voller Widersprüche. Die Antriebswende kam voran, es mangelt aber an Geschwindigkeit. Die Nahverkehrsbranche verkaufte trotz einer Preiserhöhung mehr Deutschlandtickets. Und die Binnenschifffahrt kämpft weiter unter widrigen Rahmenbedingungen mit ihrem Strukturwandel.
Das „Auto-Paket“ der EU-Kommission erreicht die europäische Branche in einer tiefen Krise. Die Gewinnmargen sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das integrierte Omnibuspaket soll mit vielen Vereinfachungen und einer neuen Kategorie für kleine Elektroautos helfen. Bis daraus Gesetz wird, müssen EU-Parlament und Rat jedoch noch zustimmen.
Obwohl SPD und Grüne konkrete Vorschläge zur Erneuerung des Mobilitätsbudgets vorlegen, bleibt das Projekt ausgebremst. Die Regierung verweist auf den Koalitionsvertrag – und stellt ein Instrument zurück, das in Politik und Verbänden weiterhin breite Unterstützung erfährt.
Ein neuer Minister, Umbau bei der Deutschen Bahn, Klimaschutz aus Kalifornien, eine europäische E-Auto-Offensive und ein britisches Start-up für autonomes Fahren: Die Background-Redaktion hat fünf Köpfe ausgewählt, die 2025 mit ihren Projekten für Schlagzeilen in der Verkehrswelt sorgten.
Die EU-Kommission stellt am Dienstag ihr „Automotive Package“ vor, das auch die Elektrifizierung von Firmenflotten neu regulieren könnte. Während die Kommission die Flotten als wichtigen Treiber der Dekarbonisierung sieht, warnt die Transportbranche vor unrealistischen Vorgaben und Überforderung für bestimmte Industriezweige.
Am Sonntag hat Österreich ein historisches Upgrade auf der Schiene erhalten. Mit der neuen Koralmbahn sind die südlichen Städte Graz und Klagenfurt in nur 41 Minuten erreichbar. Auch der ICE wird nun erstmals von Deutschland bis nach Graz fahren, wenn auch weniger schnell als der Railjet Xpress.
Verkehrswende, Infrastruktur oder Mobilitätsinnovationen: Die Background-Redaktion empfiehlt sechs Medientitel, die Sie mit den aktuellen Themen der Zeit über den Jahreswechsel begleiten. Drei Bücher, ein Podcast, eine TV-Doku und ein Comic – inspirierend, überraschend und gut für alle, die unterwegs gern weiterdenken.
Die neue Bahnchefin Evelyn Palla hat konkretisiert, wie sie den Staatskonzern schneller, schlanker und effizienter machen will. Die Pünktlichkeit soll aber erst 2027 spürbar besser werden. Auch dann erst soll unter dem Strich eine schwarze Null stehen.
Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss darauf geeinigt, dass sämtliche Infrastrukturprojekte wie Straßen, Schienen und Brücken schneller gebaut werden sollen. Dazu wird etwa das Verbandsklagerecht eingeschränkt. Umweltverbände geißeln den Beschluss, der aus Sicht der Industrie überfällig war.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will die Regeln für E‑Scooter verschärfen – doch im Bundesrat formiert sich Widerstand. Sozialverbände sehen Fußgänger in Gefahr, die Ausschüsse fordern Nacharbeit. In welche Richtung mögliche Änderungen gehen, bleibt jedoch offen.
Verkaufshilfen könnten Second-Hand-Stromer für Kunden mit geringerem Einkommen attraktiv machen. Große Autohändler wie Burkhard Weller würden auch im Neuwagengeschäft davon profitieren. Nicht alle in der Branche halten Prämien für eine gute Idee.
Nicht nur gegen die Neubaustrecke Hannover–Hamburg, sondern auch gegen die Verbindung Hannover–Bielefeld gibt es Widerstand vor Ort. Fachleute warnen: Mit dieser Strecke wäre der gesamte Deutschlandtakt gefährdet.
Die EU will den digitalen Bahnmarkt neu ordnen: mit fairen Zugängen zu Daten, klaren Haftungsregeln und offenen Vertriebssystemen. Doch der Verordnungsentwurf verzögert sich, und die Branche warnt vor Risiken beim Datenaustausch und neuen Machtzentren beim Ticketing.
Die Luftfahrt wird ihre Klimaziele verfehlen. Der IATA-Verband kritisiert die mangelnde Verfügbarkeit von nachhaltigem Flugkraftstoff. Eine neue Studie zeigt, dass Restbiomasse aus dem Globalen Süden bis zu 20 Prozent des weltweiten Bedarfs decken könnte.
Die Gegner der Neubaustrecke Hannover–Hamburg haben einen Bericht über die Planung öffentlich gemacht. Danach könnte sich der Bau bis 2063 hinziehen. Außerdem soll das Nutzen-Kosten-Verhältnis schlechter sein als angenommen. Das Verkehrsministerium und die Grünen weisen die Kritik zurück.
Der Einsatz von Fahrsimulatoren könnte laut Bundesverkehrsminister Schnieder den Führerscheinerwerb günstiger machen. Experten sehen Vorteile für die Verkehrssicherheit, betonen aber die Notwendigkeit von Qualitätsstandards und ergänzenden Praxisfahrten.