Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung hat kürzlich die Grundlage für eine strukturierte Versorgung von Adipositas gelegt. Ein Schritt, auf den viele Fachleute lange gewartet haben. Denn die Versorgungslage für Menschen mit Adipositas ist seit Jahren unzureichend. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an – ohne digitale Modelle wird es nicht gehen.
Der Umgang mit und das Wissen über Depressionen hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Dennoch gibt es immer noch viele Mythen in Zusammenhang mit der psychiatrischen Erkrankung. Ulrich Hegerl klärt einige von ihnen auf.
Wie kann die Digitalisierung des Gesundheitswesens endlich an Fahrt und Akzeptanz gewinnen? Eberhard Steglich ist Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg und glaubt, dass das nur mit einem Neuaufsetzen möglich ist.
Katja Klugewitz ist Magen-Darm-Ärztin und hat gerade eine erfahrene Endoskopie-Fachkraft durch die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung verloren. Sie erörtert nun die Frage, ob in Zukunft nur noch Geimpfte ambulant invasiv behandelt werden sollen.
Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit an der Charité und Abteilungsleiterin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, appelliert an Gesellschaft und Politik, dem Kampf gegen den Klimawandel endlich oberste Priorität einzuräumen und zieht einen Vergleich, der einen zum Nachdenken bringt: Würde man eine Zahnsanierung der Krebsbehandlung vorziehen?
Können digitale Innovationen den Pflegenotstand beheben helfen? Ja, meint Eckhardt Weber von Heal Capital. Vor allem für den ambulanten Sektor seien in den vergangenen Jahren vielversprechende Lösungen entwickelt worden. Sie hätten das Potenzial, die Pflege deutlich effizienter und weniger bürokratisch zu gestalten.
Der digitale Wandel hat die Medizin erreicht. In Deutschland können seit letztem Jahr sogar Apps zur Therapiebegleitung bei schweren Erkrankungen verschrieben werden, etwa bei Krebs oder Diabetes – eine Weltneuheit. Warum von ihr Menschen jeden Alters profitieren können, erklärt Jan Simon Raue, Gründer des Start-ups Fosanis.
Auch wenn das Fax in den meisten Gesundheitsämtern mittlerweile Geschichte ist: Der Digitalisierungsprozess im Öffentlichen Gesundheitsdienst steckt immer noch in seinen Anfängen. Der IT-Berater Mesut Yavuz fordert, bei der Umstellung in den Ämtern vor allem auf Open Source-Lösungen zu setzen.
In der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie schnell es vom Start eines Forschungsprojekts über die Zulassung bis zur Produktion eines Impfstoffs gehen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Was dieser Kraftakt für die Pharmaindustrie und den Standort Deutschland bedeutet, erläutert Han Steutel, Präsident des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland.
Zwölf Aktionstage im Jahr gibt es von der WHO. Einer davon: der 17. September – der Welttag der Patientensicherheit. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit, erläutert die Aktivitäten und Themen zum Welttag der Patientensicherheit.
Helmut Ristok, Vorstand bei FINSOZ, und Hendrik Dohmeyer, Vorstand beim Verein Pflegender Angehöriger, plädieren in ihrem Standpunkt zu Digitalen Pflegeanwendungen für flexiblere Budgetkonzepte und die Einbeziehung weiterer Akteure – vor allem der Sorgenden und Pflegende Angehörigen und Pflegebedürftigen auf vollstationären Einrichtungen.
Im Standpunkt erklärt Viviane Raddatz, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, wie sich die Menschheit ihre eigenen Lebensgrundlagen nimmt. Die Folgen der Klimakrise treffen bei ausbleibenden Gegenmaßnahmen früher oder später jeden Erdbewohner, schreibt sie. Und: Zecken und Tigermücken, die tropische Krankheiten übertragen, finden das veränderte Klima besonders erfreulich.
Händehygiene und routinemäßige Flächen-Desinfektion sind oft zu lückenhaft, um Krankheitserregern verlässlich den Garaus zu machen. Wegweisend im Kampf gegen Viren und Bakterien auf unbelebten Oberflächen könnten dagegen antimikrobiell wirksame Beschichtungen in Gesundheitseinrichtungen sein, meint der Regensburger Infektiologe Wulf Schneider.
Nicht mit Sanktionen oder Vorschriften, sondern vor allem mit positiven Anreizen können Menschen zu einem gesunden Lebensstil motiviert werden, sagt Mathias Krisam, der Unternehmen im Gesundheitssektor zum Thema „Nudging“ berät. Nicht nur bei Impfkampagnen sei dies eine wichtige Strategie, sondern auch in vielen anderen Bereichen der Gesundheitspolitik.
Bevölkerungswarnung muss möglichst viele Menschen zuverlässig erreichen, überall und zu jeder Zeit - auch unter extremen Bedingungen. Warn-Apps allein können das nicht leisten. Fällt das öffentliche Mobilfunknetz aus, sind sie wirkungslos. Gleiches gilt für Cell Broadcasting, schreibt Dietmar Gollnick von der internationalen Critical Messaging Association.
Die Pandemie hat der Öffentlichkeit gezeigt, wie abhängig Europa bei der Arzneimittelversorgung von asiatischen Herstellern ist und wie brüchig globale Lieferketten sein können. Die Industrie allein, erklärt Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika, kann das Problem nicht lösen. Nötig sei politisches Handeln.
Entgegen der gängigen Erzählung war der Start der Impfkampagne in Deutschland ein Erfolg, schreibt Liv Jürgensen vom Verein Impfaufklärung in Deutschland. Nun gelte es, Schwachstellen der Kampagne zu beheben, um die Impfquote weiter zu erhöhen.
Keimfreiheit ist das oberste Prinzip ärztlicher Untersuchungen und Behandlungen. Der Berufsverband niedergelassener Magen-Darm-Ärzte setzt sich für hohe hygienische Standards ein, betont der Vorstandsvorsitzende Albert Beyer. Aber ohne ausreichende Refinanzierung drohten künftig Engpässe.
Die Stiko darf keine politischen Entscheidungen fällen, die Bundesregierung muss es. Schaut man sich die Konzeption beider Institutionen an, dann ist es gar nicht mehr so verwunderlich, wenn sie etwa bei Corona-Kinderimpfungen zu unterschiedlichen Aussagen kommen, erklärt der Medizinethiker Urban Wiesing.
Obwohl pandemieerfahrene Länder wie Südkorea den Nutzen für erwiesen halten, werde hierzulande seit Monaten über Luftreiniger an Schulen diskutiert, schreibt Carsten Hermann, CEO der ScreenSource GmbH. Mit dem Erfolg, dass die nun verbleibende Zeit viel zu kurz sei, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken.
Auch für moderate Maßnahmen wie die Masken- oder Testpflicht braucht es eine gesetzliche Grundlage, schreibt die SPD-Politikerin Bärbel Bas im Standpunkt und wirbt für eine Verlängerung der epidemischen Lage.
Wenn von „Digitaler Medizin“ die Rede ist, wird der Begriff oft auf die Smartwatch für die Pulskontrolle oder die Gesundheits-App für den Gewichtsverlust reduziert. Zweifellos sind alle Tools innovativ und bieten hohen Nutzwert in der Patientenversorgung. Doch Digitale Medizin ist mehr. Sie ist eine ständige Triage, sagt Zava-Geschäftsführerin Claudia Linke.
In Deutschland ist das E-Rezept zum Greifen nah. Andere Nationen haben solche Technologien längst eingeführt, jedoch unter anderen Rahmenbedingungen. Auch bei uns müssen sich neue Konzepte stärker an Verbrauchern orientieren, schreibt Ulrike Krumbach-Dörr von IQVIA Commercial im Standpunkt.
Viele Menschen mit gesundheitlichen Sorgen gehen nicht zum Arzt. Die Digitalisierung ermöglicht entsprechende Lösungen, die in weiten Teilen jedoch unzureichend sind. Nico Hribernik vom E-Health-Unternehmen Wellster schreibt, warum aus seiner Sicht die Zukunft nicht klassischen Telemedizin-Anbietern gehört.
Dass 2020 ein „goldenes Jahr der Krankenhausfinanzierung“ war, wie der GKV-Spitzenverband provokant formuliert hatte, glaubt Josef Düllings nicht. Dem Präsidenten des Verbands der Krankenhausdirektoren fehlen in dem Kassenvergleich diverse Faktoren. Stattdessen gefährde die Pandemie notwendige Investitionen.
Die Versorgung von Long-Covid-Patient:innen stellt eine große Herausforderung dar. Viele Symptome, viele unbekannte Variablen. Die Forschung könne jedoch einiges von ME/CFS lernen, einer schweren neuroimmunologischen Erkrankung, die oft nach viralen Infekten auftrete, meint Daniel Hattesohl, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS.
Zahlreiche Menschen nutzen die Corona-Warn-App – im Gegensatz zur elektronischen Patientenakte, die nur einer überschaubaren Nutzerzahl überhaupt bekannt ist. Stefan Etgeton und Thomas Kostera von der Bertelsmann-Stiftung wollten deshalb wissen, was wir aus den Erfahrungen mit der CWA für die ePA lernen können.
Corona hat uns allen einen Schnellkurs in Sachen Immunisierungsstrategie gegeben. Das neue Wissen und die neuen Erfahrungen sollten wir auch für eine andere potenziell gefährliche Infektionserkrankung nutzen, die in den letzten anderthalb Jahren wenig Aufmerksamkeit bekam: die Grippe (Influenza), schreibt die Geriaterin und Impfexpertin Anja Kwetkat vom Uniklinikum Jena.
Anreize oder „Nudging“ sind ein heißes Thema in der Gesundheitsprävention. Angesichts stockender Imfpkampagnen und steigender Inzidenzen schlägt Spieltheoretiker Sebastian Moritz vor, verhaltensökomische Konzepte für Impfwerbung zu nutzen.
Während wir täglich mit AHA-Regeln und Impfungen für einen gesunden Körper arbeiten, gerät der Teil mit der gesunden Seele oftmals in den Hintergrund. Dabei sollten wir nicht die Chance verpassen, unsere psychische Gesundheit wieder in den Fokus zu nehmen.
Es gibt keinen Grund, große Veranstaltungen weiter auszusetzen, meint Wolfgang Albers. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Abgeordnetenhaus Berlin und Politiker der Linksfraktion warnt im Standpunkt vor Alarmismus als Form der Desinformation des mündigen Bürgers.
Selektivverträge sind Impulsgeber für das Gesundheitswesen, sagt gevko-Geschäftsführer Guido Noelle. Ohne Standards und Dokumenten, die auf dem Postweg ausgetauscht werden, können sie ihr volles Potenzial nicht entfalten. Er fordert ein digitales Update.
Was können Arbeitgeber tun, wenn ihre Angestellten sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen? Die Rechtsexpertin Inka Müller-Seubert klärt auf: Kündigungen und Maßregelungen sind in den meisten Fällen nicht möglich, Anreize hingegen schon. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen gelten jedoch weitere Regeln.
Jeden Tag werden wir mit giftigen Chemikalien belastet. Wir finden sie in unserer Nahrung, unserer Kleidung, in Kosmetik, Medikamenten und Spielzeug. Zum Wohle jetziger und zukünftiger Generationen muss die Politik besser vor diesen Gefahren schützen, schreibt Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende der Stiftung World Future Council.
Patient:innen in psychiatrischen Kliniken werden häufig zu wenig spezifisch und nicht leitliniengerecht behandelt. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, die PPP-Richtlinie bis zum 1. Januar 2022 um Mindestvorgaben für Psychotherapeut:innen zu ergänzen. Insbesondere die psychotherapeutische Versorgung in den psychiatrischen Krankenhäusern soll so verbessert werden.
Neben der Informationstechnologie ist die Biotechnologie eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit, beides wird in der Corona-Krise und in den Anstrengungen, ihrer Herr zu werden, überdeutlich. Zum Erfolg werden sowohl humanes wie finanzielles Kapital gebraucht, argumentiert Pieter van der Meer von Gilde Healthcare im Standpunkt.
Wie gelingt es, allen Menschen den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen? Technologie kann einen Beitrag leisten, Medizin zu demokratisieren und auf die echten Bedürfnisse der Menschen auszurichten, erklärt Romain Dahan, Tech-Experte vom MedTech-Unternehmen Withings.
Es brummt im Maschinenraum: In diesem Jahr greifen viele gesetzliche Fristen, die eine Basis für digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland schaffen. Das erfordert von jedem Einzelnen Engagement und Durchhaltevermögen. Dabei werden wir uns alle von der Vergangenheit und dem Status quo verabschieden.
Der demografische Wandel ist und bleibt eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Helmut Kneppe, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, skizziert, wie diese Aufgabe gelingen und dabei die gesamte Gesellschaft profitieren könnte.
Die Kosten des Rauchens für die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft liegen bei rund 100 Milliarden Euro pro Jahr, rund 127.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle und Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum erklärt, warum Kampagnen zur Rauchentwöhnung ein Erfolg werden müssen.
Über eine Milliarde Menschen leiden an vernachlässigten Tropenkrankheiten, vor allem dort, wo es an sauberem Trinkwasser, ausreichender Nahrung und grundsätzlicher Gesundheitsversorgung fehlt. Unter Corona hat sich diese Krise verschärft, schreibt der Infektionsepidemiologe Jürgen May im Standpunkt.
Die Akzeptanz, sich bei Krankheit um die eigene Gesundheit zu kümmern, steigt nur langsam – auch in den Betrieben. Das zeigt eine internationale Studie zu Beschäftigten im Schichtbetrieb des schwedischen SaaS-Anbieters Quinyx. Maximilian Thost erläutert die Ergebnisse.
Unter großer Aufmerksamkeit kam Anfang Oktober 2020 die erste Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) auf den Markt. Wenn wir die letzten Monate einmal Revue passieren lassen und eine ehrliche Bilanz ziehen wollen, fällt diese aber leider nicht gut aus, schreibt Sven Jungmann.
Die Digitalisierung soll unserem reformbedürftigen Gesundheitswesen auf die Sprünge helfen. Besonders relevant dabei ist die Telemedizin. Jedoch steht sie derzeit noch in allen Fachbereichen im Spannungsfeld zwischen Patientennutzen und regulatorischen Hürden.
Die Transplantationsmedizin ist eine Erfolgsgeschichte, denn Organspende rettet Leben. Dennoch hat Deutschland Aufholbedarf. Das schreibt Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, zum Tag der Organspende.
Verbraucher bestellen in der Pandemie immer mehr online – ein Trend, der bleiben wird, meint Anna-Kristine Wipper von der KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft. Fälscher von Gesundheitsprodukten nutzen dies, bereichern sich und gefährden dadurch auch Menschenleben. Verbraucher sollten auf entsprechende Warnzeichen achten.
Pflegekräfte aus dem Ausland sind nicht das Allheilmittel für das Gesundheitswesen, können es aber stabilisieren. In einigen Regionen der Welt gibt es einen Ausbildungsüberschuss. Deutschland steht im Wettbewerb mit anderen Nationen – trotz Bemühungen – nicht gut dar. Steffen Zoller macht konkrete Vorschläge, wie es besser werden könnte.
Die heißeste Phase der Pandemie geht endlich vorbei, doch das Virus wird uns weiter beschäftigen. Jetzt ist die richtige Zeit, um unsere Corona-Datenbasis und unseren Umgang mit den Daten zu verbessern. Lars-Alexander Mayer vom Datenexperten TD Reply liefert konkrete Vorschläge.
Regulierung ist kein Hemmschuh, wenn sie passgenau ist. Genau darin liegen die Chancen des vor kurzem vorgelegten Regulierungsvorschlags der EU-Kommission zur Künstlichen Intelligenz, glaubt der UKE-Forscher und Arzt Rüdiger Schmitz. Damit ein Ökosystem für nachhaltige KI-Innovationen in der Medizin entstehen kann, sollte man auf die Expertise der Fachgesellschaften bauen.
Ältere Menschen sind in der Pandemie nicht nur an Covid-19 gestorben. Sie sterben auch an Isolation, Depression und fehlender enger Betreuung. Wir müssen endlich weg von einem paternalistischen Umgang mit Älteren, schreibt Hester Anderiesen Le Riche, CEO und Entwicklerin eines verbreiteten kognitiven Stimulationssystems für Demenzkranke und geistig Behinderte.
Das Mit- und Nebeneinander von gegen Corona Geimpften und Nicht-Geimpften wird eines der brisantesten gesellschaftlichen Konfliktfelder des kommenden Sommers werden, befürchtet Jochen Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen. Er fordert einen Dialog, in dem vor allem der Ethikrat eine wichtige Rolle spielen sollte.
Die Aussetzung der Patente von Covid-19-Impfstoffen wäre laut den Patentexperten Nikolaus Thumm und Stefan Rolf Huebner in der Geschichte des Patentrechts einzigartig – und birgt Risiken.
Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Pflegenden haben Heike Gerstenberger und Anke Spiess von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen aufgeschrieben, warum es eine Neubewertung der Gehälter braucht und wieso es Zeit für eine Pflegerebellion ist.
YouTube, Social Media und im Fernsehen: Kinder und Jugendliche sind täglich Produktwerbung für Zuckerbomben und Dickmacher ausgeliefert. Die Politik reagiere verhalten, die Adipositas- und Diabeteswelle wachse ungebremst, meint Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft.
Der Gesundheitsmarkt ist längst nicht mehr nur noch für Insider ein attraktiver Anlagemarkt. Im Standpunkt erklärt Zehrid Osmani vom Investmentunternehmen Martin Currie, warum und für welche Bereiche er im Gesundheitswesen ein Wachstum prognostiziert.
Digitale Pflegeanwendungen würden großes Potenzial in der Versorgung bieten. Ihr Nutzen lasse sich jedoch nur dann ausschöpfen, wenn den Lücken im DVPMG entgegengewirkt werde, meint Holger Dudel, Fachreferent Pflege der Deutschen Gesellschaft für Qualität. Und solche Lücken sieht er einige.
Bei der Neuregelung der Suizidbeihilfe darf es keine Pflicht zur Durchführung oder auch nur zur Duldung in Pflege- und Palliativeinrichtungen geben, meint der Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands, Winfried Hardinghaus. Wichtig sei am Lebensende eine gute Begleitung und Aufklärung über hospizlich-palliative Alternativen.
Eine erste Studie eines Alzheimer-Impfstoffs hat gezeigt, dass die Impfung bei Menschen mit Down-Syndrom zur gewünschten Immunantwort und Antikörpern führen kann. Das mache Hoffnung im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen, schreibt Andrea Pfeifer, CEO und Mitbegründerin von AC Immune SA.
In der Pandemie sollten Partikularinteressen hintan stehen, meint der Ärzte-Funktionär Dirk Heinrich. „Künstlich herbeigeredete“ Konflikte über die Verteilung von Impfstoffen zwischen Haus- und Fachärzten oder zwischen Impfzentren und Arztpraxen müssten aufhören, findet der niedergelassene HNO-Arzt, der selber gerade ein solches Zentrum in Hamburg leitet.
Im Standpunkt erklärt Malte Klar, Psychologischer Psychotherapeut an der Berliner Charité, warum Emotionen und ein Verbundenheitsgefühl dabei helfen, Verantwortung zu übernehmen. Und wieso er in Bürger:innenräten ein gutes Instrument für mehr Gemeinwohl hält – auch, um der Klimakrise zu begegnen.
Wie ist die Corona-Testpflicht für Unternehmen umzusetzen? Welche Rechte haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer? Diese Fragen beantworten die Rechtsanwältinnen Inka Müller-Seubert und Paula Wernecke der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland.
Warum Berlins Gesundheitssenatorin nicht der landeseigenen Expertise vertraut und stattdessen bei der Terminvergabe für Impfungen weit übers Ziel hinausschießt, Matthieu Schapranow vom Hasso-Plattner-Institut beschreibt die Schwierigkeit, geimpft zu werden, ohne genervt zu sein und sensible Daten preiszugeben.
Vier Jahre nach der Legalisierung von Cannabis als Medizin ist das Potential der Pflanze längst nicht ausgeschöpft. Studien aber zeigen, dass das komplexe Naturprodukt Patient:innen hilft. Julian Wichmann plädiert für mehr Aufklärung bei Ärzt:innen.
Die Deutschen sind zufrieden mit ihrer medizinischen Versorgung. Das belegt eine aktuelle Umfrage. Dennoch dürfe man sich darauf nicht ausruhen, meint PwC-Gesundheitsexperte Michael Burkhart. Er plädiert für eine Reform der Krankenhausfinanzierung, die einen stärkeren Fokus auf Prävention legt – und dadurch auch das Problem des Fachkräftemangels löst.
Ohne Lehrkräfte keine Pflegekräfte: Was naheliegend klingt, wird seit Jahrzehnten ignoriert. Statt die Zahl der Auszubildenden zu steigern, seien bereits bestehende Plätze gefährdet, kritisiert Carsten Drude, Vorsitzender des Bundesverbands Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe. Als eine Lösung schlägt er einen zweckgebundenen „Hochschulpakt Pflegebildung“ vor.
Die aktuelle Debatte verzerrt den Blick: Dass wir nur ein Jahr nach Beginn der Pandemie Impfstoffe haben, ist eine unglaubliche Leistung der Pharmaforschung. Eine langfristige Corona-Strategie muss jetzt als zweite Säule die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 in den Mittelpunkt rücken. Hier gelte es, an das Vorbild der Impfstoff-Entwicklungen anzuknüpfen, meint Wolfgang Brysch, CEO von MetrioPharm.