Damit Anwendungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz – etwa Chatbots oder Diagnosetools – erfolgreich im Gesundheitswesen Fuß fassen können, braucht es vor allem Nachvollziehbarkeit der Algorithmen und das Vertrauen von Patienten und Ärzten.
Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen stoßen in Deutschland oft noch auf das Vorurteil, ein Angebot für eine begrenzte Zielgruppe zu sein. Klaus Koch, Leiter des IQWiG-Ressorts „Gesundheitsinformation“, erklärt am Beispiel der Corona-Impfung, wie sie auch in der Breite der Bevölkerung zu einer geschätzten, vertrauenswürdigen und als normaler Standard akzeptierten Informationsquelle werden.
Eine stärkere Beteiligung von Patient:innen in der Krebsforschung hat Vorteile für Forscher:innen, für Betroffene und den Studienstandort Deutschland. Die richtige Besetzung der Gremien, die allmählich aufgebaut werden, ist ebenso wichtig wie eine strukturelle und finanzielle Förderung von Patientennetzwerken.
Die anvisierte Cannabis-Legalisierung ist in regulatorischer Hinsicht eine Herausforderung. Wer kontrolliert Anbau und Qualität? Welche Behörden überwachen den Import? Wer darf an Konsumenten verkaufen? Der Cannabis-Unternehmer Niklas Kouparanis plädiert deshalb dafür, alle Beteiligten frühzeitig an einen Tisch zu holen.
In einigen Bundesländern erhalten auch Beamte mit gesetzlicher Krankenversicherung einen hälftigen Zuschuss. Die neue Ampel-Koalition sollte dieses „Hamburger Modell“ umgehend auf Bundesebene einführen, meint KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz. Dies würde zu echter Wahlfreiheit führen und wäre auch ein wichtiger Schritt für mehr Solidarität und eine breitere Einnahmebasis der GKV.
Das Ungleichgewicht bei den weltweiten Impffortschritten ist Folge einer weitgehend von nationalen Egoismen geprägten internationalen Krisenpolitik. Wenn aber eine schnelle Ausweitung der Impfstoffproduktion praktisch durchaus möglich ist, dann gibt es auch aus rechtlicher Perspektive keine guten Gründe mehr, den Zugang zu dem dafür erforderlichen Know-how zu behindern. Auch der Schutz geistigen Eigentums hat Grenzen.
Von der Tuberkulose bis zur Blutvergiftung: Die durch Bakterien verursachten Infektionskrankheiten sind vielfältig. Ihre Behandlung mit Antibiotika verläuft jedoch immer häufiger ohne Erfolg. Der Grund sind Multiresistenzen – eine Entwicklung, die zum globalen Problem wird, da weltweit die Zahl der Infektionen mit multiresistenten Erregern zunimmt.
Dürfen Arbeitgeber Informationen über den Impfstatus ihrer Beschäftigten veröffentlichen? In Thüringen hat ein solcher Fall für Furore gesorgt. Hintergrund war der Wunsch, Geimpfte im Pausenraum des Betriebs von einer Maskenpflicht befreien zu können.
Viele Kinder meiden aufgrund von Hygienemängeln die Schultoiletten. Dabei zählt das Händewaschen zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen vor Ansteckungen mit Covid-19 und anderen Erkrankungen wie dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV).
Die strategischen und personellen Konsequenzen der Bundestagswahl sind noch nicht in vollem Umfang absehbar, aber eines ist gewiss: Die Themen Klima und Nachhaltigkeit werden – zu Recht – in allen Bereichen signifikant an Bedeutung gewinnen. Davon ist auch die Gesundheitswirtschaft unmittelbar betroffen.
Die Überschreitung planetarer Belastungsgrenzen ist DAS globale Problem des 21. Jahrhunderts. Auch in Deutschland sterben pro Jahr Tausende Menschen vorzeitig an den Folgen von Umweltverschmutzung und Hitzewellen. Der Gesundheitssektor selbst ist hierbei mit zirka fünf Prozent an den weltweiten Treibhausgasemissionen beteiligt und somit in relevantem Maße mitverantwortlich für den menschengemachten Klimawandel.
Als Vorstandsvorsitzender der GHA – German Health Alliance setzt sich Roland Göhde für ein stärkeres deutsches Engagement in der Gesundheitszusammenarbeit ein. Im Oktober 2020, inmitten der Corona-Pandemie, wurde die neue Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit verabschiedet.
Gesundheitspolitik als Gesellschaftspolitik ist zentral in einer gespaltenen Gesellschaft, schreiben Axel Ekkernkamp und Daniel Dettling und machen Vorschläge, wie ein vorsorgendes Gesundheitssystem aussehen kann.
Die elektronische Patientenakte (ePA) hat das Potential, zahlreiche Versorgungsprobleme zu verhindern oder zu minimieren, denn fehlende oder gar falsche Informationen können die Behandlungsqualität und die Patientensicherheit gefährden. Zudem stärkt die ePA die Patientensouveränität. Allerdings ließe sich noch manches verbessern.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek blickt im heutigen Standpunkt auf die Covid-19-Pandemie zurück und erklärt, welche Lehren aus dieser Zeit für das künftige Impfmanagement gezogen werden können.
Angebote, Technik und auch die Medienkompetenz der Mitarbeiter sind längst da, aber es fehlt vielen Arbeitgebern in der Pflegebranche immer noch zu oft der unternehmerische Mut, meint Alexander Schwand, Gründer der e-Learning-Plattform „smartAware“.
Was würde im deutschen Gesundheitswesen bei Ausfällen wie bei Facebook passieren? Andreas Meißner, Facharzt und Sprecher des Bündnisses für Datenschutz und Schweigepflicht, kritisiert in seinem Standpunkt, dass die auf die Telematik-Infrastruktur aufgesetzten digitalen Anwendungen schon ohne Krisenfall nicht wie geplant funktionieren.
In keinem Land der Welt hat man bisher das Vordringen der chronischen Krankheiten allein durch Information und Aufklärung verhindern können, schreiben Dietrich Garlichs, Sprecher von DANK, und Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der DDG, im Standpunkt. Vier Maßnahmen könnten entscheidend dazu beitragen, dass eine nächste Pandemie glimpflicher verläuft.
Während der digitale Reifegrad pandemiebedingt in vielen Branchen gestiegen ist, hinkt der Gesundheitssektor hinterher. Das wird sich mit dem Engagement der Kassen für die Umsetzung ihrer digitalen Initiativen ändern, meint Shadi Mohadessi vom Beratungsunternehmen Accenture.
Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung hat kürzlich die Grundlage für eine strukturierte Versorgung von Adipositas gelegt. Ein Schritt, auf den viele Fachleute lange gewartet haben. Denn die Versorgungslage für Menschen mit Adipositas ist seit Jahren unzureichend. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an – ohne digitale Modelle wird es nicht gehen.
Der Umgang mit und das Wissen über Depressionen hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Dennoch gibt es immer noch viele Mythen in Zusammenhang mit der psychiatrischen Erkrankung. Ulrich Hegerl klärt einige von ihnen auf.
Wie kann die Digitalisierung des Gesundheitswesens endlich an Fahrt und Akzeptanz gewinnen? Eberhard Steglich ist Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg und glaubt, dass das nur mit einem Neuaufsetzen möglich ist.
Katja Klugewitz ist Magen-Darm-Ärztin und hat gerade eine erfahrene Endoskopie-Fachkraft durch die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung verloren. Sie erörtert nun die Frage, ob in Zukunft nur noch Geimpfte ambulant invasiv behandelt werden sollen.
Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit an der Charité und Abteilungsleiterin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, appelliert an Gesellschaft und Politik, dem Kampf gegen den Klimawandel endlich oberste Priorität einzuräumen und zieht einen Vergleich, der einen zum Nachdenken bringt: Würde man eine Zahnsanierung der Krebsbehandlung vorziehen?
Können digitale Innovationen den Pflegenotstand beheben helfen? Ja, meint Eckhardt Weber von Heal Capital. Vor allem für den ambulanten Sektor seien in den vergangenen Jahren vielversprechende Lösungen entwickelt worden. Sie hätten das Potenzial, die Pflege deutlich effizienter und weniger bürokratisch zu gestalten.
Der digitale Wandel hat die Medizin erreicht. In Deutschland können seit letztem Jahr sogar Apps zur Therapiebegleitung bei schweren Erkrankungen verschrieben werden, etwa bei Krebs oder Diabetes – eine Weltneuheit. Warum von ihr Menschen jeden Alters profitieren können, erklärt Jan Simon Raue, Gründer des Start-ups Fosanis.
Auch wenn das Fax in den meisten Gesundheitsämtern mittlerweile Geschichte ist: Der Digitalisierungsprozess im Öffentlichen Gesundheitsdienst steckt immer noch in seinen Anfängen. Der IT-Berater Mesut Yavuz fordert, bei der Umstellung in den Ämtern vor allem auf Open Source-Lösungen zu setzen.
In der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie schnell es vom Start eines Forschungsprojekts über die Zulassung bis zur Produktion eines Impfstoffs gehen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Was dieser Kraftakt für die Pharmaindustrie und den Standort Deutschland bedeutet, erläutert Han Steutel, Präsident des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland.
Zwölf Aktionstage im Jahr gibt es von der WHO. Einer davon: der 17. September – der Welttag der Patientensicherheit. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit, erläutert die Aktivitäten und Themen zum Welttag der Patientensicherheit.
Helmut Ristok, Vorstand bei FINSOZ, und Hendrik Dohmeyer, Vorstand beim Verein Pflegender Angehöriger, plädieren in ihrem Standpunkt zu Digitalen Pflegeanwendungen für flexiblere Budgetkonzepte und die Einbeziehung weiterer Akteure – vor allem der Sorgenden und Pflegende Angehörigen und Pflegebedürftigen auf vollstationären Einrichtungen.
Im Standpunkt erklärt Viviane Raddatz, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, wie sich die Menschheit ihre eigenen Lebensgrundlagen nimmt. Die Folgen der Klimakrise treffen bei ausbleibenden Gegenmaßnahmen früher oder später jeden Erdbewohner, schreibt sie. Und: Zecken und Tigermücken, die tropische Krankheiten übertragen, finden das veränderte Klima besonders erfreulich.
Händehygiene und routinemäßige Flächen-Desinfektion sind oft zu lückenhaft, um Krankheitserregern verlässlich den Garaus zu machen. Wegweisend im Kampf gegen Viren und Bakterien auf unbelebten Oberflächen könnten dagegen antimikrobiell wirksame Beschichtungen in Gesundheitseinrichtungen sein, meint der Regensburger Infektiologe Wulf Schneider.
Nicht mit Sanktionen oder Vorschriften, sondern vor allem mit positiven Anreizen können Menschen zu einem gesunden Lebensstil motiviert werden, sagt Mathias Krisam, der Unternehmen im Gesundheitssektor zum Thema „Nudging“ berät. Nicht nur bei Impfkampagnen sei dies eine wichtige Strategie, sondern auch in vielen anderen Bereichen der Gesundheitspolitik.
Bevölkerungswarnung muss möglichst viele Menschen zuverlässig erreichen, überall und zu jeder Zeit - auch unter extremen Bedingungen. Warn-Apps allein können das nicht leisten. Fällt das öffentliche Mobilfunknetz aus, sind sie wirkungslos. Gleiches gilt für Cell Broadcasting, schreibt Dietmar Gollnick von der internationalen Critical Messaging Association.
Die Pandemie hat der Öffentlichkeit gezeigt, wie abhängig Europa bei der Arzneimittelversorgung von asiatischen Herstellern ist und wie brüchig globale Lieferketten sein können. Die Industrie allein, erklärt Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika, kann das Problem nicht lösen. Nötig sei politisches Handeln.
Entgegen der gängigen Erzählung war der Start der Impfkampagne in Deutschland ein Erfolg, schreibt Liv Jürgensen vom Verein Impfaufklärung in Deutschland. Nun gelte es, Schwachstellen der Kampagne zu beheben, um die Impfquote weiter zu erhöhen.
Keimfreiheit ist das oberste Prinzip ärztlicher Untersuchungen und Behandlungen. Der Berufsverband niedergelassener Magen-Darm-Ärzte setzt sich für hohe hygienische Standards ein, betont der Vorstandsvorsitzende Albert Beyer. Aber ohne ausreichende Refinanzierung drohten künftig Engpässe.
Die Stiko darf keine politischen Entscheidungen fällen, die Bundesregierung muss es. Schaut man sich die Konzeption beider Institutionen an, dann ist es gar nicht mehr so verwunderlich, wenn sie etwa bei Corona-Kinderimpfungen zu unterschiedlichen Aussagen kommen, erklärt der Medizinethiker Urban Wiesing.
Obwohl pandemieerfahrene Länder wie Südkorea den Nutzen für erwiesen halten, werde hierzulande seit Monaten über Luftreiniger an Schulen diskutiert, schreibt Carsten Hermann, CEO der ScreenSource GmbH. Mit dem Erfolg, dass die nun verbleibende Zeit viel zu kurz sei, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken.
Auch für moderate Maßnahmen wie die Masken- oder Testpflicht braucht es eine gesetzliche Grundlage, schreibt die SPD-Politikerin Bärbel Bas im Standpunkt und wirbt für eine Verlängerung der epidemischen Lage.
Wenn von „Digitaler Medizin“ die Rede ist, wird der Begriff oft auf die Smartwatch für die Pulskontrolle oder die Gesundheits-App für den Gewichtsverlust reduziert. Zweifellos sind alle Tools innovativ und bieten hohen Nutzwert in der Patientenversorgung. Doch Digitale Medizin ist mehr. Sie ist eine ständige Triage, sagt Zava-Geschäftsführerin Claudia Linke.
In Deutschland ist das E-Rezept zum Greifen nah. Andere Nationen haben solche Technologien längst eingeführt, jedoch unter anderen Rahmenbedingungen. Auch bei uns müssen sich neue Konzepte stärker an Verbrauchern orientieren, schreibt Ulrike Krumbach-Dörr von IQVIA Commercial im Standpunkt.
Viele Menschen mit gesundheitlichen Sorgen gehen nicht zum Arzt. Die Digitalisierung ermöglicht entsprechende Lösungen, die in weiten Teilen jedoch unzureichend sind. Nico Hribernik vom E-Health-Unternehmen Wellster schreibt, warum aus seiner Sicht die Zukunft nicht klassischen Telemedizin-Anbietern gehört.
Dass 2020 ein „goldenes Jahr der Krankenhausfinanzierung“ war, wie der GKV-Spitzenverband provokant formuliert hatte, glaubt Josef Düllings nicht. Dem Präsidenten des Verbands der Krankenhausdirektoren fehlen in dem Kassenvergleich diverse Faktoren. Stattdessen gefährde die Pandemie notwendige Investitionen.
Die Versorgung von Long-Covid-Patient:innen stellt eine große Herausforderung dar. Viele Symptome, viele unbekannte Variablen. Die Forschung könne jedoch einiges von ME/CFS lernen, einer schweren neuroimmunologischen Erkrankung, die oft nach viralen Infekten auftrete, meint Daniel Hattesohl, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS.
Zahlreiche Menschen nutzen die Corona-Warn-App – im Gegensatz zur elektronischen Patientenakte, die nur einer überschaubaren Nutzerzahl überhaupt bekannt ist. Stefan Etgeton und Thomas Kostera von der Bertelsmann-Stiftung wollten deshalb wissen, was wir aus den Erfahrungen mit der CWA für die ePA lernen können.
Corona hat uns allen einen Schnellkurs in Sachen Immunisierungsstrategie gegeben. Das neue Wissen und die neuen Erfahrungen sollten wir auch für eine andere potenziell gefährliche Infektionserkrankung nutzen, die in den letzten anderthalb Jahren wenig Aufmerksamkeit bekam: die Grippe (Influenza), schreibt die Geriaterin und Impfexpertin Anja Kwetkat vom Uniklinikum Jena.
Anreize oder „Nudging“ sind ein heißes Thema in der Gesundheitsprävention. Angesichts stockender Imfpkampagnen und steigender Inzidenzen schlägt Spieltheoretiker Sebastian Moritz vor, verhaltensökomische Konzepte für Impfwerbung zu nutzen.
Während wir täglich mit AHA-Regeln und Impfungen für einen gesunden Körper arbeiten, gerät der Teil mit der gesunden Seele oftmals in den Hintergrund. Dabei sollten wir nicht die Chance verpassen, unsere psychische Gesundheit wieder in den Fokus zu nehmen.
Es gibt keinen Grund, große Veranstaltungen weiter auszusetzen, meint Wolfgang Albers. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Abgeordnetenhaus Berlin und Politiker der Linksfraktion warnt im Standpunkt vor Alarmismus als Form der Desinformation des mündigen Bürgers.
Selektivverträge sind Impulsgeber für das Gesundheitswesen, sagt gevko-Geschäftsführer Guido Noelle. Ohne Standards und Dokumenten, die auf dem Postweg ausgetauscht werden, können sie ihr volles Potenzial nicht entfalten. Er fordert ein digitales Update.
Was können Arbeitgeber tun, wenn ihre Angestellten sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen? Die Rechtsexpertin Inka Müller-Seubert klärt auf: Kündigungen und Maßregelungen sind in den meisten Fällen nicht möglich, Anreize hingegen schon. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen gelten jedoch weitere Regeln.
Jeden Tag werden wir mit giftigen Chemikalien belastet. Wir finden sie in unserer Nahrung, unserer Kleidung, in Kosmetik, Medikamenten und Spielzeug. Zum Wohle jetziger und zukünftiger Generationen muss die Politik besser vor diesen Gefahren schützen, schreibt Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende der Stiftung World Future Council.
Patient:innen in psychiatrischen Kliniken werden häufig zu wenig spezifisch und nicht leitliniengerecht behandelt. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt, die PPP-Richtlinie bis zum 1. Januar 2022 um Mindestvorgaben für Psychotherapeut:innen zu ergänzen. Insbesondere die psychotherapeutische Versorgung in den psychiatrischen Krankenhäusern soll so verbessert werden.
Neben der Informationstechnologie ist die Biotechnologie eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit, beides wird in der Corona-Krise und in den Anstrengungen, ihrer Herr zu werden, überdeutlich. Zum Erfolg werden sowohl humanes wie finanzielles Kapital gebraucht, argumentiert Pieter van der Meer von Gilde Healthcare im Standpunkt.
Wie gelingt es, allen Menschen den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen? Technologie kann einen Beitrag leisten, Medizin zu demokratisieren und auf die echten Bedürfnisse der Menschen auszurichten, erklärt Romain Dahan, Tech-Experte vom MedTech-Unternehmen Withings.
Es brummt im Maschinenraum: In diesem Jahr greifen viele gesetzliche Fristen, die eine Basis für digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland schaffen. Das erfordert von jedem Einzelnen Engagement und Durchhaltevermögen. Dabei werden wir uns alle von der Vergangenheit und dem Status quo verabschieden.
Der demografische Wandel ist und bleibt eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Helmut Kneppe, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, skizziert, wie diese Aufgabe gelingen und dabei die gesamte Gesellschaft profitieren könnte.
Die Kosten des Rauchens für die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft liegen bei rund 100 Milliarden Euro pro Jahr, rund 127.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle und Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum erklärt, warum Kampagnen zur Rauchentwöhnung ein Erfolg werden müssen.
Über eine Milliarde Menschen leiden an vernachlässigten Tropenkrankheiten, vor allem dort, wo es an sauberem Trinkwasser, ausreichender Nahrung und grundsätzlicher Gesundheitsversorgung fehlt. Unter Corona hat sich diese Krise verschärft, schreibt der Infektionsepidemiologe Jürgen May im Standpunkt.
Die Akzeptanz, sich bei Krankheit um die eigene Gesundheit zu kümmern, steigt nur langsam – auch in den Betrieben. Das zeigt eine internationale Studie zu Beschäftigten im Schichtbetrieb des schwedischen SaaS-Anbieters Quinyx. Maximilian Thost erläutert die Ergebnisse.
Unter großer Aufmerksamkeit kam Anfang Oktober 2020 die erste Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) auf den Markt. Wenn wir die letzten Monate einmal Revue passieren lassen und eine ehrliche Bilanz ziehen wollen, fällt diese aber leider nicht gut aus, schreibt Sven Jungmann.
Die Digitalisierung soll unserem reformbedürftigen Gesundheitswesen auf die Sprünge helfen. Besonders relevant dabei ist die Telemedizin. Jedoch steht sie derzeit noch in allen Fachbereichen im Spannungsfeld zwischen Patientennutzen und regulatorischen Hürden.
Die Transplantationsmedizin ist eine Erfolgsgeschichte, denn Organspende rettet Leben. Dennoch hat Deutschland Aufholbedarf. Das schreibt Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, zum Tag der Organspende.
Verbraucher bestellen in der Pandemie immer mehr online – ein Trend, der bleiben wird, meint Anna-Kristine Wipper von der KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft. Fälscher von Gesundheitsprodukten nutzen dies, bereichern sich und gefährden dadurch auch Menschenleben. Verbraucher sollten auf entsprechende Warnzeichen achten.
Pflegekräfte aus dem Ausland sind nicht das Allheilmittel für das Gesundheitswesen, können es aber stabilisieren. In einigen Regionen der Welt gibt es einen Ausbildungsüberschuss. Deutschland steht im Wettbewerb mit anderen Nationen – trotz Bemühungen – nicht gut dar. Steffen Zoller macht konkrete Vorschläge, wie es besser werden könnte.