Viele kleine und mittlere Städte sind nicht auf der Schiene erreichbar. Das lässt sich ändern, mit einer klugen Wiederbelebung von Strecken und leistungsfähigen Fahrzeugkonzepten. Die Politik muss es nur wollen.
Johanna Büchler von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat am Montag die Veranstalter des Fachkongresses Kraftstoffe der Zukunft hier scharf angegriffen. Das Urteil wird aus der Ferne gefällt und ist von Unkenntnis geprägt. Eine Replik.
Die Reformen von Straßenverkehrsrecht und -ordnung sind zunächst gescheitert. Doch das bestehende Straßenrecht lässt sich progressiv auslegen und birgt in seiner jetzigen Form Möglichkeiten, bestehende Spielräume für die Mobilitätswende zu nutzen.
Darauf zu vertrauen, dass die Kraft des Marktes für den rechtzeitigen und flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur sorgt, reicht nicht. Vielmehr handelt es sich um ein logisches und legitimes Feld staatlicher Förderung, die auch mehr Sinn ergibt als die Umweltprämie zum E-Auto-Kauf.
Wenn sich die Kraftstofflobby ab heute zu ihrem jährlichen Kongress in Berlin trifft, geht es nur vordergründig um Agrosprit, E-Fuels und Wasserstoff. Im Hintergrund stehen die mächtigsten fossilen Konzerne der Welt und das Ziel, dass Mobilität abhängig bleibt vom Öl.
Um die Mobilitätswende in Deutschland auf den Weg zu bringen, sollte mehr über Akteursgrenzen hinweg gedacht werden. Aus unterschiedlichen Perspektiven wie Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und Inklusion.
1,9 Milliarden Euro sind im Bundeshaushalt für die Förderung von Lade- und Tankinfrastruktur vorgesehen. Das ist eine Verschwendung von Steuergeld. Bessere Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen und niedrigere Anschaffungskosten für E-Autos wären viel effizienter.
Der Ausbau des Schienennetzes zur Verdreifachung des Güterverkehrs ist teuer und dauert lange. Würde man stattdessen Hyperloop-Röhren entlang von Autobahnen bauen, ließen sich Genehmigungsverfahren beschleunigen und günstigere Bau- und Betriebskosten realisieren. Das wirtschaftliche Potenzial ist gewaltig.
Taiwans Chipindustrie macht das Land auch für China so wichtig, dass eine harte Eskalation nach den morgigen taiwanesischen Parlamentswahlen unwahrscheinlich erscheint. Die Republik wird dennoch daran festhalten, die modernsten Chips nur in Taiwan herzustellen. Darauf muss sich der Westen einstellen.
Andere Länder in Europa und weltweit sind besser beim Aufbau von Ladeinfrastruktur für E-Lkw als Deutschland. Um die enormen Herausforderungen für das Stromnetz meistern zu können, müssen jetzt klare Rahmenbedingungen für Investitionen geschaffen werden.
E-Autos, die Strom auch ins Netz zurückspeisen können, sind ein großer Vorteil für die Energiewende. Deutschland hinkt bei der Regulierung und beim Roll-out von Smart Metern hinterher. Doch das könnte sich in den nächsten Jahren ändern.
Die Autoindustrie steht erst ganz am Anfang ihrer KI-Transformation. Doch für Zulieferer und OEMs zeichnet sich ab, dass KI-basierte Prozesse ein Stellhebel für Effizienzsprünge sein werden. Die morgen beginnende CES in Las Vegas wird zeigen, dass KI viel breitere Anwendungsfälle als den Chatbot revolutionieren wird.
Digitale Fahrzeugzulassung, teleoperiertes und autonomes Fahren oder Ladestraßen für E-Autos – Estland treibt Smart-Mobility-Lösungen voran. Deutschland könnte sich davon inspirieren lassen.
Keine Technologie darf auf Dauer am Tropf des Staates hängen. Aber es war falsch, den Umwelbonus abrupt zu beenden. Spürbare und gezielte Anreize für die Elektromobilität sind noch notwendig – nicht nur beim Kauf der E-Autos.
Das plötzliche Aus für den Umweltbonus war ein heilsamer Schock für alle. Nun stehen die Autohersteller in der Pflicht, attraktive und bezahlbare E-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Notfalls mit Rabatt – die hohen Gewinnmargen geben den Konzernen Spielraum.
Nach der Einigung der Koalitionsparteien über den Bundeshaushalt 2024 zeigt sich, dass auch der Mobilitätssektor von Kürzungen betroffen sein wird. Neben Streichungen von Förderprogrammen wie der Umweltprämie für Elektro-Pkw steht auch eine Plafondabsenkung im Verkehrshaushalt an. Es ist an der Zeit, aus dem Urteil und seinen Konsequenzen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Nach dem Urteil zu Sofortprogrammen im Klimaschutz braucht es neue Denkansätze in der Verkehrspolitik: Die beschlossene CO2-Preiserhöhung könnte Menschen zu mehr Bewegung animieren und das Gesundheitssystem entlasten.
Der elektrische Pkw wird noch lange in ländlichen Räumen wichtig bleiben. Aber wenn das Angebot da wäre, würden 60 Prozent der Menschen häufiger Bus, Bahn oder Rad nutzen. Es fehlt aber nicht nur die passende Infrastruktur, sondern auch eine Finanzierung, die über Pilotprojekte hinausgeht.
Mobilität bildet in unserer Gesellschaft die Grundlage für Wertschöpfung und Wohlstand – und sie steht vor großen Veränderungen. Auf die unterschiedlichen Akteure im Verkehrswesen kommen große Herausforderungen zu. Die Politik muss den Anstoß geben.
Bisher gilt in der Verkehrsplanung das Paradigma „schneller, öfter, billiger“. Doch „schnell“ raubt den Spielraum für das Warten auf Anschlusszüge, das „öfter“ machte das Streckennetz verspätungsanfällig, und das „billiger“ führte dazu, dass Überholmöglichkeiten reduziert wurden. Statt plakativer Forderungen braucht es Kärrnerarbeit im Detail für einen vertakteten, vernetzten und verlässlichen öffentlichen Verkehr.
Im Verkehrssektor fehlen mittlerweile Hunderttausende Fachkräfte. Insbesondere Berufskraftfahrer werden gesucht. Eine bessere Bezahlung ist ein Baustein, aber auch politisch muss etwas gegen den Personalmangel getan werden. Einige Vorschläge.
Dass die Technische Universität Braunschweig offenbar den Lehrstuhl für Planung und Betrieb öffentlicher Verkehrssysteme nicht nachbesetzen will, ist ein Alarmsignal für die deutsche Verkehrswende. Der Staat muss in die akademische Ausbildung investieren. Dies hilft auch gegen den Fachkräftemangel. Carsten Sommer ist auch stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag einen Ausbau- und Modernisierungspakt für den ÖPNV angekündigt, der zwischen Bund, Ländern und Kommunen zur Verbesserung des ÖPNV geschlossen werden soll. Verkehr und Mobilität müssen dabei raumübergreifend betrachtet werden. Auch den ländlichen Räumen muss deshalb die Beachtung zukommen, die ihrem Stellenwert entspricht.
Bei der Verkehrswende sollten nachhaltige Mobilität, persönliche Freiheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie eine prosperierende Wirtschaft zusammen gedacht werden. So bleiben auch ohne Verbote alle mobil und Deutschland erreicht gleichzeitig seine Klimaziele.
Wer meint, mit den bisherigen Angeboten bei Bahn und Bus, in Verbindung mit günstigen Flatrate-Tickets, das Ziel erreicht zu haben, ist definitiv auf dem Irrweg. Es braucht attraktive On-Demand-Angebote, gerade für Seniorinnen und Senioren. In Zukunft werden die Shuttles automatisiert fahren. Das sollte dem Staat mehr Geld wert sein.
Anfang des Jahres hieß es noch, dass in Zukunft aus dem Autogipfel ein Mobilitätsgipfel werde. Ohne die Umweltverbände wird am Montag stattdessen wieder über Autos geredet. Im Fokus steht erneut die schleppend laufende Antriebswende.
Einst setzte Deutschland als Weltmarktführer in der Automobilindustrie die Maßstäbe und gab das Tempo vor. Im Zeitalter der digital getriebenen Elektromobilität kämpft das Land nun darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Statt Entwicklung zu fördern, wird Fortschritt gebremst. Was den effizienten Aufbau der Infrastruktur angeht, können wir daher viel von den nordischen Nachbarn lernen.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts stehen auch Budgets, die für die öffentliche Mobilität und Verbesserung von Deutschlands Infrastruktur geplant waren, zur Disposition. Nun müssen Prioritäten gesetzt werden. Sie sollten stark auf die Lebenswirklichkeit der Menschen ausgerichtet werden.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf extreme Wetterereignisse nehmen zu. Starkregen und Brände stellen immer häufiger ein Problem für unsere Infrastruktur dar. Abhilfe können Klima- und Wetterdaten bei der Entwicklung von klimawandelgerechten Anpassungsmaßnahmen für die Bundesverkehrswege leisten.
Die Bundesregierung sollte bei der kleinen Bahnreform 2024 einen schweren Fehler vermeiden und an der Gewinnerzielungsabsicht der gemeinwohlorientierten InfraGO festhalten. Würde die geschwächt, hätte die InfraGO weniger Anreize, wirtschaftlich mit den Finanzmitteln umzugehen und so für eine hohe Qualität der Infrastruktur zu sorgen.
Die im Wachstumschancengesetz geplante Neuregelung der Dienstwagenbesteuerung geht unter sozialen, ökologischen und haushaltspolitischen Gesichtspunkten exakt in die falsche Richtung. Deutschland sollte sich vielmehr ein Beispiel an anderen Ländern wie Großbritannien und Niederlande nehmen.
Volkswagen will mit seinem Bikeleasing zur Nummer zwei im Markt werden. Angesichts der hohen Wachstumsraten dürften andere Autobauer folgen. Sie können damit als Komplettanbieter auftreten und als ganzheitliche Mobilitätsanbieter fungieren.
Vor einigen Tagen ist die erste bundesweite Superblock-Konferenz zu Ende gegangen. Janet Sanz, ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin für Städtebau und Klimanotstand von Barcelona, erklärt, warum Superblocks mehr als eine städtebauliche Maßnahme zur Verkehrsberuhigung sind.
Deutschland tut sich schwer mit dem Umstieg auf die E-Mobilität. Oft wird die Schuld auf das Ladenetz geschoben. Doch nicht nur eine Studie des Energieverbandes BDEW räumt mit diesem Mythos auf. Kluge Regulierung wie in anderen europäischen Ländern könnte Deutschland auf die Überholspur bringen.
Die StVO-Novelle hat den Anspruch, das gleichberechtigte Verkehrsgeschehen in Deutschland zu lenken. Doch die Neuordnung ist kaum mehr als eine einseitige Gängelung des motorisierten Individualverkehrs.
Der Fernverkehr auf der Schiene ist in Deutschland praktisch ein Monopolmarkt. Das ist schlecht für die Reisenden und das Klima. Den Wettbewerb anheizen könnten Buchungsplattformen. Sie bringen digitale Innovationen wie vereinfachte Buchungsmasken oder die Möglichkeit, Tickets für mehrere Verkehrsmittel zu kombinieren, auf den Markt. Und sie schaffen Sichtbarkeit für konkurrierende Bahn-Unternehmen.
Politiker aller Parteien bezeichnen das Deutschlandticket als großen Erfolg, dabei ist sein geringer Klimaeffekt teuer erkauft. Am meisten entlastet werden damit Pendler aus der Mittelschicht. Richtig wäre es, diese Subvention wieder abzuschaffen.
Der Zustand des deutschen Schienennetzes ist schlechter als bei den europäischen Nachbarn: Es ist zu voll, zu alt und zu kaputt. Mit der Schaffung einer gemeinwohlorientierten Infrastruktursparte der Deutschen Bahn soll sich das ändern. Am 1. Januar 2024 startet die DB InfraGO AG. Fünf Säulen machen die neue Gesellschaft aus.
In China hat die Serienproduktion von Natrium-Ionen-Batterien schon begonnen. Sie lassen sich in den bisherigen Fabriken herstellen. In Europa gibt es jedoch ein Henne-Ei-Problem. Ohne ein breites Interesse, insbesondere von den Autoherstellern, wird kaum jemand bereit sein, in die Produktion zu investieren. Es ist also die Frage, wie risikobereit die Industrie ist, schreiben Florian Degen und Moritz Schaefer von der Fraunhofer FFB.
Im September hat der Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay, seinen Vorschlag für eine autoarme Innenstadt 2030 präsentiert. Das Konzept hat hohe Wellen geschlagen und wurde bundesweit diskutiert – gut so! Wir brauchen eine Offensive für nachhaltige Mobilität und vor allem die Diskussion darüber.
Die Verwendung von E-Fuels im Straßenverkehr wird von Gegnern als Übel des Klimaschutzes, gar als „Frankenstein-Fuels“ deklariert. Die europäischen Gesetzgeber schließen sich dieser Meinung an und verbieten den Verbrennungsmotor. Die Folge: Das Ende von fossilen Kraftstoffen wird regulatorisch verlängert, und das Ziel der Klimaneutralität 2050 rückt in die Ferne.
Auf Druck des Verkehrsministers wird der Bundestag heute das „überragende öffentliche Interesse“ am Bau von Straßen und Flughäfen gesetzlich festschreiben. Bei objektiver Betrachtung ist das nicht zu rechtfertigen, weil der weitere Ausbau dieser Infrastrukturen nicht der Lösung existenzieller und Verfassungsordnungs-bedrohender Krisen dient und auch nicht erforderlich ist.
Der Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung sollte der große Wurf für den Ausbau des Ladenetzes in Deutschland sein. Ein Jahr nach seiner Veröffentlichung fällt die Bilanz durchwachsen aus: Vom Deutschlandtempo ist bei der Umsetzung noch wenig zu spüren, Investitionen verlieren ihren Reiz – der Mobilitätswende drohen weitere Verzögerungen.
Bis 2030 soll die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr der Bahn verdoppelt werden. Mit der Schieneninfrastruktur und den bestellten Zügen ist das nicht zu schaffen. Dabei gäbe es eine international erprobte Lösung.
Es wird Deutschland teuer zu stehen kommen, wenn wir uns weiter dem E-Fuels-Märchen hingeben. Wir riskieren, weitere fünf Jahre mit Debatten zu verlieren, ob das Verbrenner-Aus 2035 richtig ist, während amerikanische und asiatische Konkurrenten den elektrischen Massenmarkt nicht nur in Europa, sondern weltweit erobern.
Die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Straßenverkehrsrechts hat über den Sommer Fortschritte gemacht. Die vorgeschlagene Änderung des Straßenverkehrsgesetzes legt ein solides Fundament für gute Mobilität, schlanke Verwaltung und lebenswerte Städte. Der Entwurf für die Reform der Straßenverkehrsordnung indes nutzt die neuen Handlungsspielräume bisher nur teilweise und lässt es an Klarheit missen.
Die Länder könnten dem Bund einen Teil seiner Treibhausgas-Minderungslast im Verkehr abnehmen. Je besser sie abschneiden, desto stärker werden ihre jeweiligen Regionalisierungsmittel und Zuweisungen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz angehoben.
Verkehr und Klimaschutz passen zusammen, die Bauindustrie kann mit innovativen Lösungen den Ressourcenverbrauch und Schadstoffemissionen senken. Sie müssen aber auch bestellt werden. Die Branche fordert deshalb, dass auch die durch den Bau beeinflussbaren CO2-Emissionen in Form eines Schattenpreises bei Ausschreibungen berücksichtigt werden.
Das Deutschlandticket ist das Beste, was dem deutschen ÖPNV passieren konnte – es ist ein Gewinn für die Kund*innen, verbessert die Auslastung von Bussen und Bahnen, hat psychologische und wirtschaftliche Zusatznutzen und das Potenzial, historisch gewachsene Strukturen zu vereinfachen. Die Finanzierungslücke ist kleiner als gedacht, und die Effizienz lässt sich steigern.
Elektrische Straßensysteme haben das Potenzial, zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Schwerlastverkehr beizutragen. Damit diese Technologie-Ansätze großflächig zum Einsatz kommen können, braucht es zügige, koordinierte Entscheidungen und ein mutiges Vorgehen – von Deutschland und der Europäischen Union.
Mit einem 500-Millionen-Euro-Paket fördert Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Anschaffung einer Ladestation für Elektroautos in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher. Mit Blick auf die Marktwirkung, die Zielgruppe und die Profiteure schieße die Maßnahme am Ziel vorbei, meint Peter Knuth von Enerix, der aus seiner Sicht sinnvollere Alternativen vorschlägt.
Die stark beanspruchte Verkehrsinfrastruktur in Deutschland könnte wegen der Zunahme des Güterverkehrs an ihre Grenzen geraten. Signifikante Entlastungen sind durch den verstärkten Einsatz von (teil-)autonomem Fahren möglich. Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige und flächendeckende 5G-Anbindung entlang deutscher Autobahnen.
Die Luftfahrt ist für Klimaneutralität unbedingt auf strombasierte Kraftstoffe angewiesen. Der Markt allein sorgt nicht für den Hochlauf. Deshalb muss der Staat neue Instrumente wie Private Public Partnerships, Garantien und zinsgünstige Nachrangdarlehen erarbeiten. Wenn der Durchbruch zur industriellen Produktion geschafft ist, kommen auch die Investoren.
Studien und die Praxis belegen das Potenzial von Lastenrädern und Anhängern speziell im Wirtschaftsverkehr. Doch die öffentliche Debatte ist politisch aufgeladen. Der Umbau von Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsrecht zugunsten des Radverkehrs muss jetzt Tempo aufnehmen.
Geräte und Apps wie der „Co-Driver“ von Ooono warnen Autofahrer:innen unter anderem vor Blitzern. Blitzerwarnungen werden in Deutschland kontrovers diskutiert, weil damit laut Kritiker:innen das System „ausgetrickst“ werden würde. Das ist bedauerlich, denn so verhindert die Politik Innovation.
Die Automobilindustrie steht mitten in der Transformation. Wir tun im Saarland viel, um ein starker Industriestandort zu bleiben. Allerdings werfen zu hohe Energiekosten Deutschland zurück. Deshalb braucht es einen subventionierten Industriestrompreis. Auch Wasserstoff wird künftig eine wichtige Rolle spielen.
Die Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Subventionen für chinesische E-Autos prüfen zu lassen, wirft ein Schlaglicht auf die Schwächen der deutschen Hersteller: In puncto Batterien und Software können sie nicht mithalten. Ohne eine klare Kursänderung werden sie nicht bestehen. Dabei muss der Kanzler eine entscheidende Rolle spielen.
Während die Bundesregierung in dieser Woche ihre Nationale Maritime Konferenz abhält, herrscht in der Hafenwirtschaft Ernüchterung. Bei der mit vielen Worten angekündigten Nationalen Hafenstrategie liegt vieles im Unklaren. Dabei ist die Zeitenwende in vollem Gange.
Deutschland muss die Chance nutzen, digitale Bedarfsverkehre im Zuge des Ausbau- und Modernisierungspakts für den ÖPNV sinnvoll weiterzuentwickeln und flächendeckend umzusetzen. Dafür braucht die Branche eine Perspektive für eine langfristige Finanzierung.
Bund und Länder schmücken sich gern mit Wasserstoffzügen. Doch im Regionalverkehr hat sich der Markt gegen die Technologie entschieden. Das muss Folgen bei der Förderung haben.
In der kommenden Woche findet in München zum zweiten Mal die IAA mit dem neuen – besonders verbrauchernahen – Konzept statt. In einer Art Charmeoffensive präsentieren chinesische Autobauer ihre Innovationen und Modelle. Für westliche Wettbewerber könnte die Messe ein Warnschuss werden.
Viele Eltern fürchten auf dem Schulweg um die Sicherheit ihrer Kinder – und bringen sie deshalb mit dem Auto. Das hat Folgen für ihre soziale, geistige und körperliche Entwicklung. Ein Plädoyer für kindgerechtere Städte und Quartiere.
Das Klimaschutzprogramm ist unzureichend, das Klimaschutzgesetz wird aufgeweicht. Die Bundesregierung verschleppt also den Klimaschutz, meinen Juliane Willert und Baro Vicenta Ra Gabbert von der NGO GermanZero in ihrem Standpunkt. Sie sehen die Handlungsfreiheit der Zukunft gefährdet. Zentral für die Klimaschutzgesetzgebung müsse ein Restbudget mit einer festen Emissionsobergrenze sein.
Mit der zunehmenden Vernetzung in der Mobilität nehmen auch die Bedrohungsszenarien zu. Dabei werden manche Angriffsvektoren von Fahrern selbst erst möglich gemacht. Wie sich die Risiken managen lassen.
Die dominierenden Abbaumethoden der aktuellen Lithiumimporte sind nicht im Sinne der europäischen oder deutschen Klimastrategie. Das Brechen aus Hartgestein und die Verdunstung von Salzseen sowie der anschließende Transport des Batteriematerials nach Europa bedeuten eine enorme Belastung für Klima und Umwelt. Die Gewinnung am Oberrheingraben wäre hingegen energieeffizient und naturverträglich.
Bis 2030 sollen 15 Millionen E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren, so das Ziel der Bundesregierung. Doch die Realisierung stockt. Nun wird die Kaufprämie für E-Fahrzeuge bis mindestens Ende des Jahres fortgesetzt und um 400 Millionen Euro aufgestockt. Doch Unternehmen bleiben außen vor. Damit wird ein falsches Signal gesetzt.