Die Länder könnten dem Bund einen Teil seiner Treibhausgas-Minderungslast im Verkehr abnehmen. Je besser sie abschneiden, desto stärker werden ihre jeweiligen Regionalisierungsmittel und Zuweisungen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz angehoben.
Verkehr und Klimaschutz passen zusammen, die Bauindustrie kann mit innovativen Lösungen den Ressourcenverbrauch und Schadstoffemissionen senken. Sie müssen aber auch bestellt werden. Die Branche fordert deshalb, dass auch die durch den Bau beeinflussbaren CO2-Emissionen in Form eines Schattenpreises bei Ausschreibungen berücksichtigt werden.
Das Deutschlandticket ist das Beste, was dem deutschen ÖPNV passieren konnte – es ist ein Gewinn für die Kund*innen, verbessert die Auslastung von Bussen und Bahnen, hat psychologische und wirtschaftliche Zusatznutzen und das Potenzial, historisch gewachsene Strukturen zu vereinfachen. Die Finanzierungslücke ist kleiner als gedacht, und die Effizienz lässt sich steigern.
Elektrische Straßensysteme haben das Potenzial, zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Schwerlastverkehr beizutragen. Damit diese Technologie-Ansätze großflächig zum Einsatz kommen können, braucht es zügige, koordinierte Entscheidungen und ein mutiges Vorgehen – von Deutschland und der Europäischen Union.
Mit einem 500-Millionen-Euro-Paket fördert Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Anschaffung einer Ladestation für Elektroautos in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher. Mit Blick auf die Marktwirkung, die Zielgruppe und die Profiteure schieße die Maßnahme am Ziel vorbei, meint Peter Knuth von Enerix, der aus seiner Sicht sinnvollere Alternativen vorschlägt.
Die stark beanspruchte Verkehrsinfrastruktur in Deutschland könnte wegen der Zunahme des Güterverkehrs an ihre Grenzen geraten. Signifikante Entlastungen sind durch den verstärkten Einsatz von (teil-)autonomem Fahren möglich. Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige und flächendeckende 5G-Anbindung entlang deutscher Autobahnen.
Die Luftfahrt ist für Klimaneutralität unbedingt auf strombasierte Kraftstoffe angewiesen. Der Markt allein sorgt nicht für den Hochlauf. Deshalb muss der Staat neue Instrumente wie Private Public Partnerships, Garantien und zinsgünstige Nachrangdarlehen erarbeiten. Wenn der Durchbruch zur industriellen Produktion geschafft ist, kommen auch die Investoren.
Studien und die Praxis belegen das Potenzial von Lastenrädern und Anhängern speziell im Wirtschaftsverkehr. Doch die öffentliche Debatte ist politisch aufgeladen. Der Umbau von Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsrecht zugunsten des Radverkehrs muss jetzt Tempo aufnehmen.
Geräte und Apps wie der „Co-Driver“ von Ooono warnen Autofahrer:innen unter anderem vor Blitzern. Blitzerwarnungen werden in Deutschland kontrovers diskutiert, weil damit laut Kritiker:innen das System „ausgetrickst“ werden würde. Das ist bedauerlich, denn so verhindert die Politik Innovation.
Die Automobilindustrie steht mitten in der Transformation. Wir tun im Saarland viel, um ein starker Industriestandort zu bleiben. Allerdings werfen zu hohe Energiekosten Deutschland zurück. Deshalb braucht es einen subventionierten Industriestrompreis. Auch Wasserstoff wird künftig eine wichtige Rolle spielen.
Die Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Subventionen für chinesische E-Autos prüfen zu lassen, wirft ein Schlaglicht auf die Schwächen der deutschen Hersteller: In puncto Batterien und Software können sie nicht mithalten. Ohne eine klare Kursänderung werden sie nicht bestehen. Dabei muss der Kanzler eine entscheidende Rolle spielen.
Während die Bundesregierung in dieser Woche ihre Nationale Maritime Konferenz abhält, herrscht in der Hafenwirtschaft Ernüchterung. Bei der mit vielen Worten angekündigten Nationalen Hafenstrategie liegt vieles im Unklaren. Dabei ist die Zeitenwende in vollem Gange.
Deutschland muss die Chance nutzen, digitale Bedarfsverkehre im Zuge des Ausbau- und Modernisierungspakts für den ÖPNV sinnvoll weiterzuentwickeln und flächendeckend umzusetzen. Dafür braucht die Branche eine Perspektive für eine langfristige Finanzierung.
Bund und Länder schmücken sich gern mit Wasserstoffzügen. Doch im Regionalverkehr hat sich der Markt gegen die Technologie entschieden. Das muss Folgen bei der Förderung haben.
In der kommenden Woche findet in München zum zweiten Mal die IAA mit dem neuen – besonders verbrauchernahen – Konzept statt. In einer Art Charmeoffensive präsentieren chinesische Autobauer ihre Innovationen und Modelle. Für westliche Wettbewerber könnte die Messe ein Warnschuss werden.
Viele Eltern fürchten auf dem Schulweg um die Sicherheit ihrer Kinder – und bringen sie deshalb mit dem Auto. Das hat Folgen für ihre soziale, geistige und körperliche Entwicklung. Ein Plädoyer für kindgerechtere Städte und Quartiere.
Das Klimaschutzprogramm ist unzureichend, das Klimaschutzgesetz wird aufgeweicht. Die Bundesregierung verschleppt also den Klimaschutz, meinen Juliane Willert und Baro Vicenta Ra Gabbert von der NGO GermanZero in ihrem Standpunkt. Sie sehen die Handlungsfreiheit der Zukunft gefährdet. Zentral für die Klimaschutzgesetzgebung müsse ein Restbudget mit einer festen Emissionsobergrenze sein.
Mit der zunehmenden Vernetzung in der Mobilität nehmen auch die Bedrohungsszenarien zu. Dabei werden manche Angriffsvektoren von Fahrern selbst erst möglich gemacht. Wie sich die Risiken managen lassen.
Die dominierenden Abbaumethoden der aktuellen Lithiumimporte sind nicht im Sinne der europäischen oder deutschen Klimastrategie. Das Brechen aus Hartgestein und die Verdunstung von Salzseen sowie der anschließende Transport des Batteriematerials nach Europa bedeuten eine enorme Belastung für Klima und Umwelt. Die Gewinnung am Oberrheingraben wäre hingegen energieeffizient und naturverträglich.
Bis 2030 sollen 15 Millionen E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren, so das Ziel der Bundesregierung. Doch die Realisierung stockt. Nun wird die Kaufprämie für E-Fahrzeuge bis mindestens Ende des Jahres fortgesetzt und um 400 Millionen Euro aufgestockt. Doch Unternehmen bleiben außen vor. Damit wird ein falsches Signal gesetzt.
Der Weltraum fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden. Heute ist er essenzieller Bestandteil unseres modernen Alltags. Denn ohne Daten von Satelliten geht nichts mehr. Dafür ist ein autonomer Zugang zum Weltraum unverzichtbar.
Die Fahrt in einem Robotaxi in den USA beeindruckt. Doch es gibt Widerstände gegen die Technologie. Dabei birgt sie großes Potenzial, insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Wie die Integration der Dienste dennoch gelingen kann.
Es ist höchste Zeit, die Straßen in den Städten an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Eine neue Form der Straßengestaltung kann dazu beitragen, längere Trockenperioden zu überstehen, Regenwasser zu speichern und Verhaltensänderungen hin zu stärkerer Nutzung des ÖPNV, des Fahrrads und der eigenen Füße zu fördern.
Die Debatte über eine zukunftsfähige Mobilität gleicht einem Kulturkampf. Doch dafür fehlt angesichts des Klimawandels die Zeit, es besteht akuter Handlungsdruck. Auch für die IG Metall war es schwer genug, sich zur Elektromobilität zu bekennen.
Der Verkehr erreicht die Klimaziele der Bundesregierung nicht. Dabei sind die ohnehin nicht kompatibel mit dem 1,5-Grad-Ziel. Nötig wäre ein deutlich schnellerer Abschied vom Verbrennungsmotor.
Derzeit bedroht mutmaßlich falsch deklarierter Biodiesel aus China die Existenz der hiesigen Biokraftstoffproduzenten. Doch obwohl es möglich wäre, die fragwürdigen Importe einzudämmen, ergreifen Europäische Kommission und Bundesregierung bislang keine Maßnahmen zum Schutz der heimischen Wirtschaft. Elmar Baumann vom Biokraftstoffverband VDB konstatiert in seinem Standpunkt eine gefährliche Präzedenz für den Green Deal der EU und kritisiert insbesondere das Umweltministerium.
Bestehende Klimaneutralitätsstudien haben einen starken technologischen Fokus, vor allem im Verkehrssektor. Wir brauchen dringend Abschätzungen, welche Risiken das für unsere Klimaziele birgt und was dies für die Verkehrswende bedeutet.
Mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten einer Batteriezelle entfallen auf das Kathodenmaterial. Eine Herausforderung besteht darin, den Anteil kritischer Rohstoffe in Batterien zu reduzieren, die Abhängigkeit von Lieferungen zu verringern und die Kosten zu senken.
Wärme und Mobilität werden elektrisch. Kritiker fürchten eine Überlastung des Stromnetzes. System-Experte und EcoG-CEO Jörg Heuer sieht in mehr Elektroautos das Gegenteil einer Gefahr: Eine Chance für mehr Netzstabilität. Er plädiert für bi-direktionales Laden und benennt die regulatorischen Hürden.
Die FDP besteht auf der Einhaltung der Schuldenbremse. Doch in das vernachlässigte Schienennetz muss die Ampel investieren. Als Lösung bieten sich die Schenker-Milliarden an.
Damit die Verkehrswende vor Ort gelingt, braucht es mehr Handlungsspielräume für Kommunen und dafür eine Reform des Straßenverkehrsrechts. Darüber hinaus könnte ein Bundesmobilitätsgesetz helfen, Mobilität auf nationaler Ebene zu regeln und zu koordinieren.
Wenn Deutschland sein Ziel von 15 Millionen E-Pkw 2030 erreichen will, muss die Regierung das Dienstwagenprivileg deutlich verändern. Es kostet den Staat heute drei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr und bringt bei der Umstellung nichts. Die Belastung von Verbrennern muss steigen. Die Niederlande, Norwegen und Großbritannien haben es vorgemacht.
Technologie und die Auswertung großer Datenmengen können helfen, den Fachkräftemangel an Flughäfen zu beheben. Damit verbunden sind allerdings Herausforderungen wie hohe Anfangsinvestitionen, Aus- und Weiterbildung von Personal sowie Datenschutz und -sicherheit.
Welche Stromquelle E-Autos nutzen, spielt derzeit keine Rolle bei der Zuteilung von Zertifikaten für den Immissionsschutz. Eine vertane Chance, meint Markus Meyer vom Solarunternehmen Enpal. Die Bundesregierung könne mit der Anrechnung von eigenerzeugtem Solarstrom den Ausbau der Erneuerbaren anschieben und gleichzeitig marktwirtschaftlichen Klimaschutz stärker verankern.
Nach der Reform der Lkw-Maut fallen für E-Lastwagen und solche mit Wasserstoffantrieb keine Zusatzkosten an. Erneuerbare Kraftstoffe werden hingegen unabhängig vom Grad der biogenen Beimischung wie ihre fossilen Äquivalente eingestuft. Auch kommt es zu einer CO2-Doppelanlastung, die die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag eigentlich vermeiden wollte.
Frauen werden in unserem Verkehrssystem benachteiligt, weil sie in den Daten nicht auftauchen. Sollten wir jetzt alles frauengerecht umbauen? Jein. Ein pragmatischer Ansatz zum Umgang mit der Gender Data Gap und bedarfsgerechter Planung bringt uns weiter.
Was bisher von der geplanten Novelle des Klimaschutzgesetzes bekannt ist, gefährdet Deutschlands Erfolgsaussichten beim Klimaschutz und bei der wirtschaftlichen Transformation. Sollte die Bundesregierung die Bedeutung der jährlichen Sektorziele abschwächen, müsste sie im Gegenzug die Klimaschutzarchitektur durch andere Mechanismen stärken, schreiben Lea Nesselhauf (Agora Energiewende) und Carl-Friedrich Elmer (Agora Verkehrswende).
Für die Energiewende braucht Deutschland zwischen 70 und 184 Gigawattstunden an kurzfristigen Speicherkapazitäten. Die für 2030 geplanten 15 Millionen E-Autos bieten 700 Gigawattstunden. Da ihre mittlere Betriebszeit bei nur 45 Minuten pro Tag liegt, könnten sie die meiste Zeit „am Netz“ hängen. Zur Überbrückung von Netzengpässen müssten nur zehn bis 15 Prozent angeschlossen sein.
Trotz Milliardeninvestitionen von Herstellern und Investoren: Das autonome Fahren ist noch lange nicht ausgereift. Statt auf schnelle Technologiesprünge zu hoffen, müssen wir einsehen: Der Weg dorthin wird iterativ sein – und noch Jahre brauchen.
Wir benötigen einen bedarfsgerechten Aufbau der Wasserstoffbetankungsinfrastruktur in Deutschland – insbesondere für den Straßengüterverkehr. Aber was bedeutet eigentlich „bedarfsgerecht“? Eine Fokussierung auf das TEN-V-Kernnetz greift zu kurz.
Es reicht nicht, ambitionierte Ziele zu setzen – auch das Regierungshandeln muss darauf ausgerichtet sein. Am Beispiel Elektromobilität zeigt sich: Für Verbraucher sind kurzfristige Planbarkeit und Verlässlichkeit elementar. Aber die Bundesregierung wird ihrer Verantwortung nicht gerecht.
Start-ups können die Digitalisierung des Schienenverkehrs vorantreiben. Oft jedoch fehlt ein klarer Weg zur Kommerzialisierung und zu einem großen Roll-out. Viele Start-ups sind dadurch in einer endlosen „Pilotenschleife“ gefangen. Borislava Söllner und Helen Yin vom Unternehmen Konux beschreiben, was sich dagegen tun lässt.
Rund eine Million Arbeitsplätze hängen in Deutschland am Export nach China und mehr als 5500 deutsche Unternehmen sind dort tätig. Für die deutsche Autoindustrie ist der größte Markt der Welt überlebenswichtig und China braucht die Direktinvestitionen. Eine Win-Win-Situation.
Oldtimer sind ein erhaltenswertes Kulturgut. Die geltende Rechtslage für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen sollte deshalb bleiben. Eine steuerliche Bevorzugung gegenüber anderen Kfz – wie vom Rechnungshof behauptet – gibt es nicht. Der einheitliche Steuersatz für Oldtimer entspricht der geringen Laufleistung.
Die neue städtische Mobilität ist kein Selbstläufer, sie erzeugt Konflikte am laufenden Band. Die notwendige Umverteilung von urbaner Fläche wird mitunter sogar zum „Kulturkampf um das Auto“ stilisiert. Dabei gibt es diverse Projekte, die ein differenziertes Gerüst für die Ansprache von Menschen unterschiedlicher Wertvorstellungen schaffen.
Dass die Unfallflucht strafbar ist, die Flucht nach Vandalismus aber nicht, ist widersinnig. Die Regelung behindert darüber hinaus tendenziell eher die Sicherung zivilrechtlicher Ansprüche. Zudem ist das Verharren am Unfallort oft gefährlich.
Mit seinem Vorstoß für eine angebliche Entkriminalisierung von Unfallflucht bei Sachschäden hat sich Justizminister Marco Buschmann einen wenig durchdachten Schnellschuss geleistet. Juristisch und lebenspraktisch spricht vieles dagegen. Das gesetzgeberische Vorhaben könnte durch die dilettantische Vorbereitung schon jetzt gescheitert sein.
Selbstfahrende Autos werden einerseits als Zukunftsversprechen, andererseits auch als Schreckgespenst empfunden. Vor allem im Stadtverkehr sind noch viele Hürden zu überwinden, bis die Vision Realität wird. Dabei können mathematische Modelle des Radverkehrs helfen.
Mehr Radverkehr ist überall gewollt, aber die Umsetzung kommt in den Kommunen nur schleppend voran. Mit dem „Radverkehrsatlas“ erprobt ein Reallabor derzeit einen neuen Ansatz, mit dem Radnetze gerade für kleine und mittlere Kommunen einfacher, schneller und günstiger entwickelt und umgesetzt werden können.
Seit vielen Jahrzehnten existiert die Vision eines Vacuum Tube Trains, der von London nach New York weniger als eine Stunde benötigt. Eine Umsetzung dieser Idee für ein Europanetz und interkontinentale Linien wäre mit gewaltigen Herausforderungen, aber auch mit großen Chancen verbunden.
Auf Bundesebene werden für Unternehmer die Türen für E-Auto-Förderprogramme geschlossen. Jetzt sind die Länder gefragt, diejenigen zu unterstützen, die einen Beitrag zur Verkehrswende leisten wollen.
Heute stimmt der EU-Rechtsausschuss über den Entwurf zum europäischen Lieferkettengesetz ab. Das Gesetz soll Standards für Menschenrechte und Umwelt festlegen. Das betrifft auch die Automobilbranche, insbesondere mit Blick auf den Rohstoffabbau für die E-Mobilität.
In einer Woche startet das Deutschlandticket. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bietet der Fahrausweis zusätzliche Vorteile, wenn sich der Arbeitgeber an den Kosten beteiligt. Für die Unternehmen bleibt nicht viel Zeit für die Vorbereitung.
Künstliche Intelligenz könnte künftig helfen, die Effizienz von E-Busflotten zu steigern und den Betrieb zu optimieren. Doch noch gibt es Hürden, beispielsweise beim dafür nötigen Datenaustausch.
Die geplante gemeinwohlorientierte Infrastruktursparte unter dem Dach des Deutsche-Bahn-Konzerns muss gut durchdacht sein, fordert Peter Westenberger. Er schlägt eine „Schiene Deutschland GmbH“ vor, die von einem neu geschaffenen „Bundesamt für Verkehr“ kontrolliert wird – nach Vorbild der Schweiz.
Ferngesteuerte Übernahmen, plötzlicher Kontrollverlust, rasante Verfolgungsjagden: Was nach Kinoleinwand klingt, könnte im Zuge des vernetzten Fahrens zur Realität werden. Denn Fahrzeuge werden digitaler und autonomer – damit geraten sie auch ins Fadenkreuz von Cyberkriminellen.
Die Feststoffbatterie muss deutlich kostengünstiger werden. Andernfalls wird sie über Spezialanwendungen wie Hypercars nicht hinauskommen. Michael Stapelbroek vom Entwicklungsdienstleister FEV und Florian Pampel von der RWTH Aachen geben schon vor ihrem Auftritt auf dem Wiener Motorensymposium Einblick in den Stand der Forschung.
Kooperationen sind mehr denn je „mission critical“, um in einer sich global verändernden Industrie erfolgreich bestehen zu können. Damit Partnerschaften gelingen und Teil der DNA eines Unternehmens werden, sind fünf Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen.
Die traditionellen Verwaltungsstrukturen auf kommunaler und regionaler Ebene sind den aktuellen Herausforderungen der Mobilitätswende nicht gewachsen. Es braucht neue Organisationsformen: ein Amt für Mobilität.
Der Koalitionsausschuss hat die Sektorziele geschliffen. Damit hat die Ampel eine kohärente Klimaschutzarchitektur aufgegeben, ohne eine wirksame Alternative zu schaffen. Dabei hatte die FDP einen interessanten Vorschlag gemacht.
Die Ampel-Koalition hat mit einem CO2-Preis von 200 Euro in der Lkw-Maut ambitionierte Beschlüsse gefasst. Sie werden der Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge einen Schub geben. Ohne den ebenso engagierten Ausbau der Ladeinfrastruktur bleibt die Transformation aber auf der Strecke.
Gesetzliche Auflagen für die Privatwirtschaft haben den Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht beschleunigt, sondern gebremst. Nun will die EU weitere Ausstattungspflichten verordnen. Gelingt endlich der Durchbruch?
Verantwortungsvolle Klimapolitik kann die Herausforderungen nicht in die Zukunft verschieben. Biokraftstoffe bieten schon heute Potenzial, Emissionen zu senken und dabei eine bezahlbare Mobilität zu ermöglichen. Bei der Gewinnung von Altspeiseölen könnte ein Blick zu den europäischen Nachbarn helfen.
Die Bundesregierung will die LKW-Maut ab 2024 auf alle Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen ausweiten und eine CO2-Komponente einführen. Die Verwendung von schweren E-Transportern darf jedoch kein Nachteil sein. Und die Einnahmen müssen vor allem in den Aufbau der Ladeinfrastruktur fließen.
Mit der steigenden Zahl vernetzer Autos auf den Straßen steigt die Gefahr von Cyberangriffen. Ziel muss es also sein, potenzielle Angreifer abzuwehren, bevor etwas passiert. Um das menschengemachte Risiko zu mindern, braucht es den Menschen.
Das Deutschlandticket schafft keine Mobilitätsgerechtigkeit – und verfehlt damit ein Ziel der Verkehrs- und Mobilitätspolitik. Wenn die Politik Bürger, Fachleute und Verbände stärker beteiligen würde, ließen sich gestaltungsstarke Allianzen bilden.