Die eFTI-Verordnung trat am 21. August 2024 in Kraft. Sie soll den Datenaustausch bei EU-Verkehren digitalisieren und rechtssicher machen. Behörden und Unternehmen dürfen jetzt keine Alleingänge planen. Einheitliche Open-Source-Lösungen sind der Schlüssel zur europäischen eFTI-Zukunft.
Die Logistik in urbanen Gebieten muss sich revolutionieren. Zukunftsweisende Logistikkonzepte mit Tunnelnetzwerken, lokalen Verteilzentren und Robotiklösungen werden kommen. Nicht nur, weil sie technisch möglich sind, sondern weil sie dringend gebraucht werden. Drohnen könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Kaufprämien mögen als kurzfristiges Strohfeuer den Absatz von E-Autos ankurbeln, sie konterkarieren aber den sinnvollen Wettbewerb um die jeweils beste Antriebstechnik und das überzeugendste Angebot.
Die aktuelle Lage bei Volkswagen ist Ausdruck einer tieferen Krise der deutschen Volkswirtschaft. Es fehlt an einer Investitionsoffensive, die den Absatz von E-Autos ankurbelt und hilft, Märkte zu entwickeln. Hier brauchen wir einen Mix aus echten Kaufanreizen.
Der Markthochlauf für nachhaltige Flugkraftstoffe findet derzeit praktisch nicht statt, obwohl empfindliche Strafen drohen, wenn die kommenden Beimischquoten nicht erfüllt werden. Den Investoren fehlt das Vertrauen in die langfristige Regulierung – der Staat muss eingreifen.
Kreislaufwirtschaft bietet eine enorme Chance, nicht nur als Motor für wirtschaftliches Wachstum zu dienen. Sie reduziert auch unseren ökologischen Fußabdruck. Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen bei der Autoindustrie eine besondere Verantwortung sieht.
Die EU-Quoten für nachhaltige Kraftstoffe in der Luftfahrt verkennen die Realität. Mit einer nationalen PtL-Quote setzt Deutschland noch einen drauf. Die Bundesregierung sollte sie zurücknehmen. Sonst werden Airlines und ihre Kunden dafür bestraft, dass sie einen Kraftstoff nicht nutzen, den es gar nicht gibt.
Der EU Data Act soll einen verbesserten, fairen Umgang mit Daten anstoßen. Traditionelle Autohersteller stellt das vor Herausforderungen. Die Umsetzung wird sich für sie lohnen.
Im Kampf gegen den Klimawandel sollte eigentlich jedes Mittel recht sein. Trotzdem kocht gerade wieder die Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Zulassung von HVO100 hoch. Die Kritiker reiben sich an der Nutzung von Palmöl in der Produktion, an den geringen verfügbaren Mengen und den Abgaswerten. Ist die Kritik gerechtfertigt, und spricht sie grundsätzlich gegen den Einsatz moderner Biofuels?
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz untergräbt eingespielte Systeme und fördert Ineffizienzen im Transportwesen. Auch die Verbraucher werden die Folgen zu spüren bekommen. Dabei wiederholen die zusätzlichen Auflagen im Grunde nur das, woran sich die Branche ohnehin halten muss.
Die Umstellung von Diesel- auf Elektrobusse ist für viele Verkehrsunternehmen finanziell kaum zu stemmen, eine Förderung beim Kauf der Fahrzeuge soll es nicht mehr geben, war aber auch wenig sinnvoll. Die Einführung eines gedeckelten Fahrstrompreises könnte der Antriebswende bei Bussen jedoch einen Schub verleihen.
Die nationale Importstrategie für grünen Wasserstoff und Derivate ist verabschiedet. Eine Vielzahl europäischer Regelungen verhindert jedoch, dass ein Kernziel dieser Importstrategie erreicht wird: nachhaltig den Markthochlauf grüner Kraft- und Grundstoffe zu schaffen.
Dass Menschen eine Ersatzfreiheitsstrafe drohen kann, wenn sie ohne Ticket im Bus oder der Bahn erwischt werden, ist ungerecht, sozialschädlich und auch ökonomisch nutzlos. Eine Entkriminalisierung würde nicht nur den Personen in teils prekären Lebensumständen helfen, sondern auch den Verkehrsbetrieben.
Bus- und Bahnfahren ohne Ticket muss Straftatbestand bleiben. Denn die Branche muss das Personal schützen – und die Einnahmen sichern.
Setzt die Politik den richtigen Rahmen, könnte sich Deutschlands Autoindustrie in einem entscheidenden Technologiefeld vorne positionieren und gleichzeitig die Energiewende kostengünstig und effizient beschleunigen. Die Zauberformel heißt bidirektionales Laden.
Es ist eine Herkules-Aufgabe, die der ÖPNV in Deutschland zu bewältigen hat: Kostensteigerungen, Investitionsstau, Personalmangel, der Kundenwunsch nach einem besseren Angebot in Stadt und Land – das sind nur einige der Themen. Unlösbar? Keineswegs! Die Zusammenarbeit mit bestehenden und vor allem neuen Partnern kann die notwendige Transformation beschleunigen.
Die Bundesregierung will den Ausbau der Ladeinfrastruktur intensivieren. Unter anderem durch eine zügige nationale Umsetzung der Ausbaupflichten, die in der EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) festgelegt sind. Vor der nationalen Umsetzung sollten der Alltag beim Laden und die Genehmigungspraxis dringend berücksichtigt werden.
Die deutsche Autoindustrie gilt als Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft. Die Diskussionen um eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und die Überarbeitung der Altfahrzeug-Richtlinie auf europäischer Ebene bieten nun Chancen zur Weiterentwicklung der bisherigen politischen Ansätze.
Vor dem Hintergrund des aktuellen Lobbyskandals um HVO100 lohnt ein genauerer Blick auf den Kraftstoff. Denn am Bild vom klimafreundlichen Sprit aus altem Frittenfett ist fast alles falsch. Für Klimaschutz und zukunftsfähige Mobilität ist HVO100 eine Scheinlösung, die geradewegs ins Agrosprit-Debakel 2.0 führt.
Eine IT-Panne führte am vergangenen Freitag weltweit zu massiven Störungen und Ausfällen im Flugverkehr, schränkte Logistikunternehmen sowie den Zahlungsverkehr ein. Die betroffene Verkehrs- und Logistikwirtschaft bleibt auf den Folgekosten sitzen und trägt allein die Risiken. Das zeigt das Ungleichgewicht der Kräfte im KRITIS-Bereich. Es braucht eine klare Regelung zur Herstellerhaftung von Cybersicherheitshard- und software.
Zu viel Bürokratie hemmt den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Ein Beispiel ist der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), der „CO2-Schlupflöcher“ schließen soll. Ideen für eine Reform der Brüsseler Überregulierung von Ariane Reinhart, Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit, und Steffen Schwartz-Höfler, Leiter Nachhaltigkeit, beim Autozulieferer Continental.
Sicherheit im ÖPNV ist eine gemeinsame Aufgabe, die Engagement und Zusammenarbeit aller Akteure aus Staat, Branche und Zivilgesellschaft erfordert. Nur so können wir ein Umfeld schaffen, in dem sich Fahrgäste und Personal gleichermaßen sicher fühlen.
Der Green Deal war die Errungenschaft der letzten Legislaturperiode im Europaparlament. Doch in Zeiten großer geopolitischer Herausforderungen drohen sich die Prioritäten zu verschieben. Dabei könnte Klimaschutz, auch für die Aufrechterhaltung unseres wirtschaftlichen Wohlstands und der öffentlichen Gesundheit sorgen – besonders in Städten.
Preiserhöhungen beim Deutschlandticket sollten die Ultima Ratio darstellen. Und zwar dann, wenn es nicht gelingt, etwaige noch vorhandene Kostensenkungspotenziale und Möglichkeiten der Absatzsteigerung besser zu nutzen.
Mobilität und Verkehr müssen politisch gestaltet und dabei die Prioritäten zum Wohle der Allgemeinheit gesetzt werden. In Zukunft wird es nicht mehr darum gehen, die Verkehrsinfrastruktur auf ein erwartetes Verkehrswachstum zu dimensionieren. Stattdessen braucht es neue Planungsziele und klare Prioritäten, um Erreichbarkeit zu sichern, Klimaschutzziele zu erreichen und die verfügbaren Haushaltsmittel effizient einzusetzen. Dafür benötigt es ein Planungs-Update. Vorschläge aus der Wissenschaft.
Die Trassenpreise steigen unaufhörlich, bis 2026 werden Steigerungen von 30 bis 40 Prozent erwartet. Deshalb ist eine Reform des Systems dringend vonnöten. Wie ein Finanzierungsmodell aussehen kann, zeigt das Beispiel Österreich.
Grüner Wasserstoff spielt bei der Erreichung der Klimaziele eine entscheidende Rolle. Daher muss sichergestellt werden, dass er mit dem kleinstmöglichen CO2-Fußabdruck hergestellt wird. Wichtig ist eine wirksame Zertifizierung, etwa für Tankstellen, und enge Kontrollen. Diese wird es am schnellsten in der EU geben.
Alle Probleme rund ums Parken löst eine Quartiersgarage sicher nicht. Aber richtig geplant und konsequent umgesetzt, hat sie viel Potenzial für eine autoärmere Gestaltung von Quartieren. Worauf es dabei ankommt.
Beim Bürgerentscheid am 9. Juni 2024 haben sich die Regensburgerinnen und Regensburger mehrheitlich gegen die Weiterplanung einer Stadtbahn ausgesprochen. Warum es so schwerfällt, für Verkehrsprojekte zu mobilisieren und wie es jetzt in Regensburg mit dem ÖPNV weitergehen kann.
Audi gegen BMW, Mercedes gegen Volkswagen – ein Spiel, das Deutschland in einer von Hardware geprägten Welt zu Wohlstand und Ansehen gebracht hat. Aber in einer durch Software definierten Autowelt gibt es keinen Platz mehr für 300 bis 400 Hersteller. Andere Skaleneffekte werden dazu führen, dass nur wenige Betriebssysteme überleben. Deshalb braucht Deutschland einen Masterplan für die Automobilindustrie.
Die Energiewende setzt in erster Linie auf Strom, doch auch Wasserstoff wird Teil des zukünftigen Energiesystems sein. Das erfordert Leitungen von den Produktions- oder Import-Terminals zu den Verbrauchsstellen. Dabei muss ein „Tunnelblick“ allein auf Strom oder auf Wasserstoff überwunden werden.
Die Idee eines Infrastrukturfonds wird in der Branche derzeit heiß diskutiert. Andere Länder wie Österreich und die Schweiz haben gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist, dass ein solcher Fonds überwiegend aus öffentlichen Mitteln, Steuer- oder Mauteinnahmen besteht.
Für die Energiewende im Verkehr müssen viele neue Ladepunkte an das Stromnetz angeschlossen werden. Momentan nehmen die Antragsverfahren jedoch oft viel Zeit in Anspruch, und die Preise setzen falsche Anreize. Drei Maßnahmen, die sich schnell und relativ kostengünstig umsetzen lassen, könnten die Lage spürbar verbessern: eine Online-Karte mit den verfügbaren Netzkapazitäten, Angebote für ungesicherte Leistung und variable Netzentgelte.
Das Taxi spielt als Teil des ÖPNV eine wichtige Rolle für die Stadt der Zukunft. In den vergangenen Jahren hat sich das Gewerbe modernisiert und digitalisiert. Doch der Konflikt mit Uber & Co. hat viele Ressourcen gekostet, Betriebe vernichtet, außerdem ist er noch nicht vorbei. Jetzt sind die Städte gefragt, diesen Bereich der Mobilität zu ordnen und zu gestalten.
Privatjet- und Bussiness-Class-Fliegende sollten für die „Champagner-Kraftstoffe“ der Luftfahrt zahlen, statt Subventionen von der Allgemeinheit zu bekommen. Das wäre nicht nur gut fürs Klima, sondern würde auch den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland stärken.
Spanien möchte noch vor Jahresende ein Gesetz für nachhaltige Mobilität verabschieden. Dieses soll eine Verkehrspolitik ermöglichen, die an den Bedürfnissen der Bürger:innen, dem Umweltschutz sowie der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ausgerichtet ist.
Die European Parking Association (EPA) unterstützt die Parkraumbewirtschaftung bei der Anpassung an unvermeidliche Veränderungen im Bereich Digitalisierung. Der digitale Wandel ist entscheidend für die Integration des Parkens in umfassendere städtische Mobilitätsnetze.
Illegale Mietwagenunternehmen, die ihre Aufträge über die Plattformen Bolt und Uber erhalten, sind ein Problem. Digitale Verfahren könnten helfen, die Branche besser zu kontrollieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Davon würden letztlich auch die Fahrgäste profitieren.
Im neuen Bundesschienenwegeausbaugesetz ist der Güterverkehr voraussichtlich nicht berücksichtigt. Bund und Länder haben sich gegen die Abfederung von Zusatzkosten bei den Unternehmen ausgesprochen. Und die Branche muss weitere Belastungen stemmen. Das hat Folgen – auch für den Klimaschutz.
Der AI Act der EU könnte das autonome Fahren revolutionieren – oder ausbremsen. Was bedeutet diese neue Gesetzgebung für die Zukunft der selbstfahrenden Autos? Welche kritischen Fragen bleiben offen? Besonders im Fokus steht die Sicherheit. Die unterschiedlichen Regulierungsansätze der EU und der USA bergen Chancen und Risiken für die Autoindustrie und die Gesellschaft.
Die DB-Reiseauskunft enthält einen Fehler: Statt „Preisauskunft nicht möglich“ sollte den Reisenden gesagt werden „Preisauskunft nicht gewollt“, wenn es um Tickets anderer Betreiber geht. Mit dieser Haltung schadet die Deutsche Bahn dem europäischen Zugverkehr und letztlich auch sich selbst.
Wie kann der Hochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe gelingen? Der Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt hat dazu ein Zehn-Punkte-Papier entwickelt, das unter anderem eine interministerielle Steuerungsgruppe vorsieht. Jetzt gilt es, die Vorschläge schnell Realität werden zu lassen.
Den Schwerlastverkehr in Deutschland, der EU und erst recht weltweit klimaneutral zu machen, ist schwierig und nur mit technoökonomischem Sachverstand und pragmatischen Entscheidungen lösbar. In einigen Fällen passen die Ansätze „rein batterieelektrisch“ oder „nur mit Wasserstoff“. Aber zu einem ganz wesentlichen Teil sind Kombinationen von beidem erforderlich.
Der diesjährige International E-Fuels Dialogue des Bundesverkehrsministeriums findet im Vorfeld der ILA Berlin statt und legt den Fokus für die Nutzung von E-Fuels zu Recht auf den Luftverkehr. Damit E-Fuels Teil einer global gerechten Energiewende sein können, sollte dabei auch über Nachhaltigkeitskriterien gesprochen werden.
Es ist ein wichtiger Schritt, dass der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für das Jahressteuergesetz 2024 einen konkreten Vorschlag enthält, wie das Mobilitätsbudget umgesetzt werden kann. Um Unklarheiten zu beseitigen, sollten aber unter anderem Monats- und Jahreszeitkarten klar einbezogen werden.
Ein Jahr Deutschlandticket überdeckt, dass es keine echte ÖPNV-Reform gibt. Mehr Markt und Kostenwahrheit sind nötig. Über die vom Bundesverkehrsministerium getragene Mobilithek könnte es einen Wettbewerb der App-Anbieter um das attraktivste und vielfältigste Mobilitätsangebot geben.
Lange Zeit galt der Radverkehr im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) als irrelevant. Die überarbeitete Verordnung verspricht den Wandel: Zum ersten Mal werden der Radverkehr und die aktive Mobilität in den Zielen des TEN-V-Netzes verankert. Teure nachträgliche Korrekturen können so vermieden werden.
Die Bahnhöfe in unserem Land sind überwiegend in einem schlechten Zustand. Die im Bundeshaushalt 2024 gekürzten Zuschüsse reichen bei Weitem nicht für die geplanten 1800 zu sanierenden Bahnhöfe. Mit den vorhandenen Geldern können nur die Arbeiten an circa 500 Bahnhöfen umgesetzt werden. Außerdem ist zu befürchten, dass auch diese Zahl im Haushalt 2025 weiter schrumpft.
Die heutige Straßenverkehrsordnung nimmt den Kommunen jegliche Freiheit, Mobilitätswende und Klimaschutz zu gestalten. Doch offenbar ist es dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann gelungen, die Bundesländer auf Kurs StVO-Novelle zu bringen, sodass der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen werden kann. Ein Hoffnungsschimmer.
Auch beim klimafreundlichen Schwerlastverkehr gilt: Das Zusammenspiel zwischen Industrie und Politik entscheidet über den Erfolg. Während unsere Unternehmen ihre Aufgaben entschlossen angehen, sind Berlin und Brüssel bei den Rahmenbedingungen im Rückstand. Weil die Politik die Umsetzung der sauberen Mobilität behindert, gefährdet sie die Erreichung der ambitionierten Klimaziele.
Die europäische Autoindustrie hat einen mangelnden Ausbau der Ladeinfrastruktur beklagt. Sie sieht darin eine Ursache für die fehlende Transformation im Mobilitätssektor. Die Fakten scheinen auf den ersten Blick stimmig. Der Absatz an Elektroautos war in den vergangenen fünf Jahren größer als der Zubau mit Ladeinfrastruktur. Eine genaue Betrachtung der Zahlen rückt die Debatte allerdings in ein anderes Licht.
Bahnhöfe in ländlichen Räumen sind als Begegnungsorte für Jung und Alt von hoher Bedeutung. Im sächsischen Stollberg ist mit dem dortigen Kulturbahnhof ein solcher Ort entstanden, der zeigt, dass Bahnhöfe mehr als reine Umsteigepunkte sind.
Mobilität ermöglicht es Menschen, Alltagsaufgaben zu übernehmen, wobei diese nicht gender-neutral sind. Diese Unterschiede sind häufig nicht in Mobilitätsdaten sichtbar und führen zu einem Gender Data Gap. Nur indem eine inklusive Datenerfassung sowie Analyse vorangetrieben wird, kann sichergestellt werden, dass Mobilitätsdaten ein wirklichkeitsgetreues Bild aller Menschen zeichnen.
Bestehende Technologien, wie die weit verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien, stoßen bei Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Sicherheit an ihre Grenzen. Feststoffbatterien gelten als revolutionäre Weiterentwicklung der Speichertechnologie. Aber hier setzen Produktionstechnik, Lieferkette und Industrialisierung Limits.
Durch kluge private Investitionen und mutiges Unternehmertum kann es gelingen, den Verkehrssektor als einen der größten CO2-Emittenten zu transformieren. Dies zeigen auch Bemühungen großer Einzelhändler wie Ikea. Doch Bürokratie und Regulatorik bremsen den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Elektro-Unternehmensflotten.
Für Menschen mit Behinderungen, Eltern mit Kindern, pflegende Angehörige, Angestellte im Schichtdienst ist ein Lebensstil ohne Pkw oft unpraktisch, unflexibel und unzuverlässig. Dabei gibt es viele Menschen, die sich ein Auto nicht leisten können oder wollen. Durch die Verkehrswende sollte auch für diese Menschen selbstbestimmte, sichere und günstige Mobilität möglich werden.
Die Digitalisierung macht möglich, dass Mietwagen ad hoc und Taxi-ähnlich vermittelt werden. Aus Sicht der Fahrgäste eine Innovation und preisgünstige Alternative. Soweit die Theorie. In der Praxis höhlen illegale Wettbewerber das Taxigewerbe aus und vernichten eine wichtige Säule des ÖPNV.
Die Verringerung von Treibhausgasemissionen im Verkehr stockt. Dabei gibt es ein umfangreiches Instrumentarium, mit dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing das Problem mindern könnte. Sinnvoll wäre eine Kombination aus Anreizen und Abgaben.
E-Fuels können in der Luft- und Schifffahrt Sinn ergeben. Doch die Förderung der Antriebstechnologie für den Pkw ist wenig zielführend und kostet den Staat viel Geld. Sind technologische Scheinlösungen die Fata Morganas, dann ist Technologieneutralität der irrlichternde Weg dorthin. Dabei gäbe es Alternativen.
Seit der Teil-Legalisierung von Cannabis verbreiten sich Mythen und Falschangaben zum Konsum der Droge und Verkehrssicherheit. Richtig ist: Kiffen am Steuer ist nicht legal. Der Rausch am Steuer bleibt nicht straffrei und die Erhöhung des Grenzwerts ist nicht unverantwortlich.
Auf dem Weg zur Nettonull hat die Europäische Union mit der überarbeiteten Richtlinie für erneuerbare Energien (RED III) einen wichtigen Schritt unternommen, um fossilen Kraftstoffen den Rücken zu kehren. Doch ohne eine schnelle und ambitionierte Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht werden wichtige Chancen verspielt.
Politische, gesellschaftliche und vor allem finanzielle Hürden machen dem Öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen. Mit den europäischen Klimaschutzzielen ist das nicht vereinbar. Fünf Thesen zur Lage der Branche.
Viel versprochen, wenig umgesetzt: Die Fahrradpolitik der Ampelkoalition und Verkehrsminister Volker Wissing enttäuschen. Es braucht nicht nur mehr Geld, sondern schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren – etwa durch eine Streichung der Umweltverträglichkeitsprüfung wie in Nordrhein-Westfalen.
Vernetzte Fahrzeuge bieten ein Einfallstor für Hackerangriffe. Auch persönliche Daten der Autofahrerinnen und -fahrer können bedroht sein. Schutzfunktionen gewinnen an Bedeutung. Das stellt nicht nur zusätzliche Anforderungen an die Autohersteller und Mobilitätsanbieter, sondern ermöglicht auch neue Geschäftsmodelle.
Angesichts der bestehenden Risiken ist es folgerichtig und verantwortungsvoll, E-Tretroller von der Beförderung in Bussen und Bahnen bis auf Weiteres auszuschließen. Werden die Sicherheitsstandards für deren Akkus an jene von Pedelec-Akkus angeglichen, öffnen die ÖPNV-Unternehmen wieder ihre Türen.
Falsche Fakten und Verständnislücken führten zu einem Verbot von E-Scootern im ÖPNV, während Pedelecs mit gleichen Akkus weiter als sicher eingestuft werden. Taucht man tiefer in die Grundlagen dieser Entscheidung ein, wirft diese Maßnahme fundamentale Fragen auf.