Zu viel Bürokratie hemmt den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Ein Beispiel ist der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), der „CO2-Schlupflöcher“ schließen soll. Ideen für eine Reform der Brüsseler Überregulierung von Ariane Reinhart, Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit, und Steffen Schwartz-Höfler, Leiter Nachhaltigkeit, beim Autozulieferer Continental.
Sicherheit im ÖPNV ist eine gemeinsame Aufgabe, die Engagement und Zusammenarbeit aller Akteure aus Staat, Branche und Zivilgesellschaft erfordert. Nur so können wir ein Umfeld schaffen, in dem sich Fahrgäste und Personal gleichermaßen sicher fühlen.
Der Green Deal war die Errungenschaft der letzten Legislaturperiode im Europaparlament. Doch in Zeiten großer geopolitischer Herausforderungen drohen sich die Prioritäten zu verschieben. Dabei könnte Klimaschutz, auch für die Aufrechterhaltung unseres wirtschaftlichen Wohlstands und der öffentlichen Gesundheit sorgen – besonders in Städten.
Preiserhöhungen beim Deutschlandticket sollten die Ultima Ratio darstellen. Und zwar dann, wenn es nicht gelingt, etwaige noch vorhandene Kostensenkungspotenziale und Möglichkeiten der Absatzsteigerung besser zu nutzen.
Mobilität und Verkehr müssen politisch gestaltet und dabei die Prioritäten zum Wohle der Allgemeinheit gesetzt werden. In Zukunft wird es nicht mehr darum gehen, die Verkehrsinfrastruktur auf ein erwartetes Verkehrswachstum zu dimensionieren. Stattdessen braucht es neue Planungsziele und klare Prioritäten, um Erreichbarkeit zu sichern, Klimaschutzziele zu erreichen und die verfügbaren Haushaltsmittel effizient einzusetzen. Dafür benötigt es ein Planungs-Update. Vorschläge aus der Wissenschaft.
Die Trassenpreise steigen unaufhörlich, bis 2026 werden Steigerungen von 30 bis 40 Prozent erwartet. Deshalb ist eine Reform des Systems dringend vonnöten. Wie ein Finanzierungsmodell aussehen kann, zeigt das Beispiel Österreich.
Grüner Wasserstoff spielt bei der Erreichung der Klimaziele eine entscheidende Rolle. Daher muss sichergestellt werden, dass er mit dem kleinstmöglichen CO2-Fußabdruck hergestellt wird. Wichtig ist eine wirksame Zertifizierung, etwa für Tankstellen, und enge Kontrollen. Diese wird es am schnellsten in der EU geben.
Alle Probleme rund ums Parken löst eine Quartiersgarage sicher nicht. Aber richtig geplant und konsequent umgesetzt, hat sie viel Potenzial für eine autoärmere Gestaltung von Quartieren. Worauf es dabei ankommt.
Beim Bürgerentscheid am 9. Juni 2024 haben sich die Regensburgerinnen und Regensburger mehrheitlich gegen die Weiterplanung einer Stadtbahn ausgesprochen. Warum es so schwerfällt, für Verkehrsprojekte zu mobilisieren und wie es jetzt in Regensburg mit dem ÖPNV weitergehen kann.
Audi gegen BMW, Mercedes gegen Volkswagen – ein Spiel, das Deutschland in einer von Hardware geprägten Welt zu Wohlstand und Ansehen gebracht hat. Aber in einer durch Software definierten Autowelt gibt es keinen Platz mehr für 300 bis 400 Hersteller. Andere Skaleneffekte werden dazu führen, dass nur wenige Betriebssysteme überleben. Deshalb braucht Deutschland einen Masterplan für die Automobilindustrie.
Die Energiewende setzt in erster Linie auf Strom, doch auch Wasserstoff wird Teil des zukünftigen Energiesystems sein. Das erfordert Leitungen von den Produktions- oder Import-Terminals zu den Verbrauchsstellen. Dabei muss ein „Tunnelblick“ allein auf Strom oder auf Wasserstoff überwunden werden.
Die Idee eines Infrastrukturfonds wird in der Branche derzeit heiß diskutiert. Andere Länder wie Österreich und die Schweiz haben gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist, dass ein solcher Fonds überwiegend aus öffentlichen Mitteln, Steuer- oder Mauteinnahmen besteht.
Für die Energiewende im Verkehr müssen viele neue Ladepunkte an das Stromnetz angeschlossen werden. Momentan nehmen die Antragsverfahren jedoch oft viel Zeit in Anspruch, und die Preise setzen falsche Anreize. Drei Maßnahmen, die sich schnell und relativ kostengünstig umsetzen lassen, könnten die Lage spürbar verbessern: eine Online-Karte mit den verfügbaren Netzkapazitäten, Angebote für ungesicherte Leistung und variable Netzentgelte.
Das Taxi spielt als Teil des ÖPNV eine wichtige Rolle für die Stadt der Zukunft. In den vergangenen Jahren hat sich das Gewerbe modernisiert und digitalisiert. Doch der Konflikt mit Uber & Co. hat viele Ressourcen gekostet, Betriebe vernichtet, außerdem ist er noch nicht vorbei. Jetzt sind die Städte gefragt, diesen Bereich der Mobilität zu ordnen und zu gestalten.
Privatjet- und Bussiness-Class-Fliegende sollten für die „Champagner-Kraftstoffe“ der Luftfahrt zahlen, statt Subventionen von der Allgemeinheit zu bekommen. Das wäre nicht nur gut fürs Klima, sondern würde auch den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland stärken.
Spanien möchte noch vor Jahresende ein Gesetz für nachhaltige Mobilität verabschieden. Dieses soll eine Verkehrspolitik ermöglichen, die an den Bedürfnissen der Bürger:innen, dem Umweltschutz sowie der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ausgerichtet ist.
Die European Parking Association (EPA) unterstützt die Parkraumbewirtschaftung bei der Anpassung an unvermeidliche Veränderungen im Bereich Digitalisierung. Der digitale Wandel ist entscheidend für die Integration des Parkens in umfassendere städtische Mobilitätsnetze.
Illegale Mietwagenunternehmen, die ihre Aufträge über die Plattformen Bolt und Uber erhalten, sind ein Problem. Digitale Verfahren könnten helfen, die Branche besser zu kontrollieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Davon würden letztlich auch die Fahrgäste profitieren.
Im neuen Bundesschienenwegeausbaugesetz ist der Güterverkehr voraussichtlich nicht berücksichtigt. Bund und Länder haben sich gegen die Abfederung von Zusatzkosten bei den Unternehmen ausgesprochen. Und die Branche muss weitere Belastungen stemmen. Das hat Folgen – auch für den Klimaschutz.
Der AI Act der EU könnte das autonome Fahren revolutionieren – oder ausbremsen. Was bedeutet diese neue Gesetzgebung für die Zukunft der selbstfahrenden Autos? Welche kritischen Fragen bleiben offen? Besonders im Fokus steht die Sicherheit. Die unterschiedlichen Regulierungsansätze der EU und der USA bergen Chancen und Risiken für die Autoindustrie und die Gesellschaft.
Die DB-Reiseauskunft enthält einen Fehler: Statt „Preisauskunft nicht möglich“ sollte den Reisenden gesagt werden „Preisauskunft nicht gewollt“, wenn es um Tickets anderer Betreiber geht. Mit dieser Haltung schadet die Deutsche Bahn dem europäischen Zugverkehr und letztlich auch sich selbst.
Wie kann der Hochlauf nachhaltiger Flugkraftstoffe gelingen? Der Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt hat dazu ein Zehn-Punkte-Papier entwickelt, das unter anderem eine interministerielle Steuerungsgruppe vorsieht. Jetzt gilt es, die Vorschläge schnell Realität werden zu lassen.
Den Schwerlastverkehr in Deutschland, der EU und erst recht weltweit klimaneutral zu machen, ist schwierig und nur mit technoökonomischem Sachverstand und pragmatischen Entscheidungen lösbar. In einigen Fällen passen die Ansätze „rein batterieelektrisch“ oder „nur mit Wasserstoff“. Aber zu einem ganz wesentlichen Teil sind Kombinationen von beidem erforderlich.
Der diesjährige International E-Fuels Dialogue des Bundesverkehrsministeriums findet im Vorfeld der ILA Berlin statt und legt den Fokus für die Nutzung von E-Fuels zu Recht auf den Luftverkehr. Damit E-Fuels Teil einer global gerechten Energiewende sein können, sollte dabei auch über Nachhaltigkeitskriterien gesprochen werden.
Es ist ein wichtiger Schritt, dass der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für das Jahressteuergesetz 2024 einen konkreten Vorschlag enthält, wie das Mobilitätsbudget umgesetzt werden kann. Um Unklarheiten zu beseitigen, sollten aber unter anderem Monats- und Jahreszeitkarten klar einbezogen werden.
Ein Jahr Deutschlandticket überdeckt, dass es keine echte ÖPNV-Reform gibt. Mehr Markt und Kostenwahrheit sind nötig. Über die vom Bundesverkehrsministerium getragene Mobilithek könnte es einen Wettbewerb der App-Anbieter um das attraktivste und vielfältigste Mobilitätsangebot geben.
Lange Zeit galt der Radverkehr im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) als irrelevant. Die überarbeitete Verordnung verspricht den Wandel: Zum ersten Mal werden der Radverkehr und die aktive Mobilität in den Zielen des TEN-V-Netzes verankert. Teure nachträgliche Korrekturen können so vermieden werden.
Die Bahnhöfe in unserem Land sind überwiegend in einem schlechten Zustand. Die im Bundeshaushalt 2024 gekürzten Zuschüsse reichen bei Weitem nicht für die geplanten 1800 zu sanierenden Bahnhöfe. Mit den vorhandenen Geldern können nur die Arbeiten an circa 500 Bahnhöfen umgesetzt werden. Außerdem ist zu befürchten, dass auch diese Zahl im Haushalt 2025 weiter schrumpft.
Die heutige Straßenverkehrsordnung nimmt den Kommunen jegliche Freiheit, Mobilitätswende und Klimaschutz zu gestalten. Doch offenbar ist es dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann gelungen, die Bundesländer auf Kurs StVO-Novelle zu bringen, sodass der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen werden kann. Ein Hoffnungsschimmer.
Auch beim klimafreundlichen Schwerlastverkehr gilt: Das Zusammenspiel zwischen Industrie und Politik entscheidet über den Erfolg. Während unsere Unternehmen ihre Aufgaben entschlossen angehen, sind Berlin und Brüssel bei den Rahmenbedingungen im Rückstand. Weil die Politik die Umsetzung der sauberen Mobilität behindert, gefährdet sie die Erreichung der ambitionierten Klimaziele.
Die europäische Autoindustrie hat einen mangelnden Ausbau der Ladeinfrastruktur beklagt. Sie sieht darin eine Ursache für die fehlende Transformation im Mobilitätssektor. Die Fakten scheinen auf den ersten Blick stimmig. Der Absatz an Elektroautos war in den vergangenen fünf Jahren größer als der Zubau mit Ladeinfrastruktur. Eine genaue Betrachtung der Zahlen rückt die Debatte allerdings in ein anderes Licht.
Bahnhöfe in ländlichen Räumen sind als Begegnungsorte für Jung und Alt von hoher Bedeutung. Im sächsischen Stollberg ist mit dem dortigen Kulturbahnhof ein solcher Ort entstanden, der zeigt, dass Bahnhöfe mehr als reine Umsteigepunkte sind.
Mobilität ermöglicht es Menschen, Alltagsaufgaben zu übernehmen, wobei diese nicht gender-neutral sind. Diese Unterschiede sind häufig nicht in Mobilitätsdaten sichtbar und führen zu einem Gender Data Gap. Nur indem eine inklusive Datenerfassung sowie Analyse vorangetrieben wird, kann sichergestellt werden, dass Mobilitätsdaten ein wirklichkeitsgetreues Bild aller Menschen zeichnen.
Bestehende Technologien, wie die weit verbreiteten Lithium-Ionen-Batterien, stoßen bei Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Sicherheit an ihre Grenzen. Feststoffbatterien gelten als revolutionäre Weiterentwicklung der Speichertechnologie. Aber hier setzen Produktionstechnik, Lieferkette und Industrialisierung Limits.
Durch kluge private Investitionen und mutiges Unternehmertum kann es gelingen, den Verkehrssektor als einen der größten CO2-Emittenten zu transformieren. Dies zeigen auch Bemühungen großer Einzelhändler wie Ikea. Doch Bürokratie und Regulatorik bremsen den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Elektro-Unternehmensflotten.
Für Menschen mit Behinderungen, Eltern mit Kindern, pflegende Angehörige, Angestellte im Schichtdienst ist ein Lebensstil ohne Pkw oft unpraktisch, unflexibel und unzuverlässig. Dabei gibt es viele Menschen, die sich ein Auto nicht leisten können oder wollen. Durch die Verkehrswende sollte auch für diese Menschen selbstbestimmte, sichere und günstige Mobilität möglich werden.
Die Digitalisierung macht möglich, dass Mietwagen ad hoc und Taxi-ähnlich vermittelt werden. Aus Sicht der Fahrgäste eine Innovation und preisgünstige Alternative. Soweit die Theorie. In der Praxis höhlen illegale Wettbewerber das Taxigewerbe aus und vernichten eine wichtige Säule des ÖPNV.
Die Verringerung von Treibhausgasemissionen im Verkehr stockt. Dabei gibt es ein umfangreiches Instrumentarium, mit dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing das Problem mindern könnte. Sinnvoll wäre eine Kombination aus Anreizen und Abgaben.
E-Fuels können in der Luft- und Schifffahrt Sinn ergeben. Doch die Förderung der Antriebstechnologie für den Pkw ist wenig zielführend und kostet den Staat viel Geld. Sind technologische Scheinlösungen die Fata Morganas, dann ist Technologieneutralität der irrlichternde Weg dorthin. Dabei gäbe es Alternativen.
Seit der Teil-Legalisierung von Cannabis verbreiten sich Mythen und Falschangaben zum Konsum der Droge und Verkehrssicherheit. Richtig ist: Kiffen am Steuer ist nicht legal. Der Rausch am Steuer bleibt nicht straffrei und die Erhöhung des Grenzwerts ist nicht unverantwortlich.
Auf dem Weg zur Nettonull hat die Europäische Union mit der überarbeiteten Richtlinie für erneuerbare Energien (RED III) einen wichtigen Schritt unternommen, um fossilen Kraftstoffen den Rücken zu kehren. Doch ohne eine schnelle und ambitionierte Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht werden wichtige Chancen verspielt.
Politische, gesellschaftliche und vor allem finanzielle Hürden machen dem Öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen. Mit den europäischen Klimaschutzzielen ist das nicht vereinbar. Fünf Thesen zur Lage der Branche.
Viel versprochen, wenig umgesetzt: Die Fahrradpolitik der Ampelkoalition und Verkehrsminister Volker Wissing enttäuschen. Es braucht nicht nur mehr Geld, sondern schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren – etwa durch eine Streichung der Umweltverträglichkeitsprüfung wie in Nordrhein-Westfalen.
Vernetzte Fahrzeuge bieten ein Einfallstor für Hackerangriffe. Auch persönliche Daten der Autofahrerinnen und -fahrer können bedroht sein. Schutzfunktionen gewinnen an Bedeutung. Das stellt nicht nur zusätzliche Anforderungen an die Autohersteller und Mobilitätsanbieter, sondern ermöglicht auch neue Geschäftsmodelle.
Angesichts der bestehenden Risiken ist es folgerichtig und verantwortungsvoll, E-Tretroller von der Beförderung in Bussen und Bahnen bis auf Weiteres auszuschließen. Werden die Sicherheitsstandards für deren Akkus an jene von Pedelec-Akkus angeglichen, öffnen die ÖPNV-Unternehmen wieder ihre Türen.
Falsche Fakten und Verständnislücken führten zu einem Verbot von E-Scootern im ÖPNV, während Pedelecs mit gleichen Akkus weiter als sicher eingestuft werden. Taucht man tiefer in die Grundlagen dieser Entscheidung ein, wirft diese Maßnahme fundamentale Fragen auf.
Die Befürworter nannten es einst das bestgeplante Bahnprojekt aller Zeiten. Die Gegner sprachen von einem Milliardengrab ohne verkehrlichen Nutzen, allein geschuldet dem Größenwahn, dem Immobilien-Kommerz und der Stadtentwicklung. Nach 30 schwierigen Projektjahren fordern Land, Region, Stadt und Flughafen von der Deutschen Bahn jetzt zurecht einen verlässlichen Termin- und Finanzierungsplan.
Vieles, was neuerdings in der EU-Umwelt-Politik passiert, ist ein Trauerspiel, gerade auch in der Verkehrspolitik. Hier agieren Konservative und Liberale so, als gäbe es kein Morgen.
Um Städte lebenswert zu gestalten, sollte Mobilität bei der Planung und dem Bau neuer Immobilien mitgedacht werden. Dabei kommt es unter anderem auf eine genaue Standortanalyse und den regulatorischen Rahmen an.
Bis 2030 wollen die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Bundesrepublik die Fahrgastzahlen im ÖPNV verdoppeln. Ein Blick nach Frankreich zeigt, wie der Ausbau des ÖPNV in unseren Kommunen finanziert werden könnte: Dort gibt es mit dem sogenannten Versement mobilité eine Mobilitätsabgabe, die lokale Arbeitgeber direkt an die Kommunen zahlen.
Im Transitland Tirol stehen Staus auf Autobahnen auf der Tagesordnung. Mit der Sanierung der Inntalautobahn könnte sich das Problem verschärfen. Damit Bus-Pendler:innen nicht mitleiden müssen, startet nun ein Pilotprojekt.
Verzögerte oder abgebrochene Projekte, Unfälle, fehlende Genehmigungen und nun auch noch Angriffe durch eine große Gruppe wütender Menschen: Autonome Autos scheinen unter keinem guten Stern zu stehen. Politik und Wirtschaft sind aufgerufen, sachlich die Vorteile der Technologie zu kommunizieren.
Vor allem im Lkw- und Busverkehr und auf der Schiene wird das autonome Fahren die Mobilität künftig maßgeblich verändern. Eine Open-Source-Strategie, die Daten und Ergebnisse allen Interessierten zugänglich macht, kann die Entwicklung der Technologie kräftig beschleunigen.
Der Schutz vor Verkehrslärm ist in Deutschland mangelhaft. Ein Paradigmenwechsel ist überfällig: Lärm muss wie Luftverschmutzung behandelt werden. Wir brauchen verbindliche Grenzwerte, wie es sie in der Luftreinhaltung gibt, die Lärmquellen begrenzen, vor zu hohen Immissionen schützen und deren Einhaltung vor Gericht einklagbar ist.
Die Bundesregierung investiert verstärkt in Start-ups. Bei der Konzeption der Innovationsförderung kommt es allerdings nicht nur auf den Umfang der staatlichen Investitionen, sondern vor allem auf die weitere Ausgestaltung an, um Innovationen auch vor Ort in die Anwendung zu bringen. Nirgends zeigt sich dies so deutlich wie in der Automobilindustrie.
Die Steuerung der Deutschen Bahn durch den Bund ist ein Desaster. So zeichnet sich ab, dass die in „Eigenverantwortung“ der Bahn ablaufende Generalsanierung des Schienennetzes Flickwerk werden wird: zu teuer, zu wenig und mit unklarer Mittelverwendung.
Der chinesische Autohersteller BYD wird zunehmend zur Gefahr für Volkswagen. Nicht nur die Industrie muss schleunigst gegensteuern, um innovativer und günstiger werden. Auch die Politik ist gefragt. Die Instrumente dafür liegen auf dem Tisch.
Die Österreichische Postbus AG geht verschiedene Wege, um Menschen für den Beruf als Busfahrer:in zu gewinnen. Gelebte Diversität und neue Rollenbilder sind ein Mittel, um dem akuten Fachkräftemangel zu begegnen.
Europa ist zwar globaler Vorreiter beim Klimaschutz, doch die Energiewende ist wegen bestehender Importabhängigkeiten von kritischen Rohstoffen gefährdet. Daher werden neue Lösungsansätze benötigt. Sie könnten den akuten Mangel an kritischen Rohstoffen ausgleichen und die flächendeckende Elektrifizierung vieler Industrien ermöglichen.
Das Geschäft für Gründer und ihre Geldgeber ist naturgemäß volatil. Doch nur selten hat eine Branche eine solche Achterbahnfahrt erlebt wie die Logistik. Die spürbare Abkühlung des Marktes nach dem Boom kann man nun als Chance sehen, um die Bedingungen für junge Technologieunternehmen nachhaltig zu verbessern.
Vor allem in städtischen Randgebieten herrscht Transportarmut, zeigt ein für München entwickelter Mobilitätsatlas. Doch schon kleine Veränderungen im öffentlichen Raum können die soziale Teilhabe und Lebensqualität erhöhen.
Um auf der globalen Bühne bei der emissionsfreien Mobilität und der Energiewende führend zu sein, muss Europa eine Regulierung schaffen, die europäische digitale Wachstumsunternehmen unterstützt. Die Future Mobility Taskforce der Europäischen Union arbeitet derzeit an der politischen Blaupause, um dieses Ziel zu erreichen.
Der Siegeszug des Elektromotors hat auch die Fahrradbranche erreicht. Autofahrten werden dadurch kaum eingespart, Fahrradfirmen setzen auf wirtschaftliches Wachstum – wie die gern kritisierte Autoindustrie. Kreislaufansätze zum Recycling sind derzeit nicht in Sicht.
Gesetzgeber und Gerichte stellen ausreichende Handlungsoptionen zur Verfügung, um die wenigen vorhandenen Ladesäulen für die Nutzer mit leerem Akku freizuhalten. Diese sollten vor Ort auch genutzt werden.
Die Transformation des Verkehrssektors ist heute dringlicher denn je. Die Kooperation zwischen deutschen Unternehmen und israelischen Start-ups könnte ein zentraler Schlüssel zum Erfolg werden.
Norwegen zeigt uns, dass der Erfolg der Elektromobilität nicht nur von Technologie, sondern auch von kulturellen, sozialen und politischen Faktoren abhängt. Deutschland steht an einem Wendepunkt und kann von den nordischen Ländern lernen.