Trotz des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende hinkt Deutschland bei Smart Metern immer noch hinterher. Stellvertretend für die „Smart-Meter-Initiative“ fordern Bastian Gierull (Octopus Energy) und Merlin Lauenburg (Tibber) zusätzliche Vereinfachungen der Regulierung. Sonst, fürchten sie und ihre Kollegen bei Rabot Charge und Ostrom, kommt der Rollout zu spät.
Das Rennen um die beste Position bei der Nutzung von Quantentechnologien ist eröffnet. Man könnte gar von einem Hype sprechen. Was wirklich neu ist, warum es echte Labore statt Co-Working-Spaces für diese Technologien braucht und Deutschland die Förderung bürokratiearm aufsetzen muss, ordnet Nicolas Spethmann von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ein.
Der Hype um KI-Systeme hat Big Tech auf den Plan gerufen: Microsoft, Google und Amazon überbieten sich darin, mit kreativen Konstruktionen ihre Marktmacht auch bei Künstlicher Intelligenz zu steigern. Nun unterzeichnen zahlreiche NGOs das Manifest „Rebalancing Europe“, um ein Zeichen gegen Monopole am KI-Markt zu setzen, schreiben Matthias Spielkamp von Algorithmwatch und Ulrich Müller von Rebalance Now im Standpunkt.
Effektive Öffentlichkeitsbeteiligung in Umweltfragen ist ein zentraler Bestandteil für solide Planungs- und Genehmigungsentscheidungen und stärkt die demokratische Teilhabe. Dabei können digitale Tools entscheidend dazu beitragen, formelle Beteiligungsverfahren zu vereinfachen und niedrigschwelliger zugänglich zu machen. Das sorgt für konfliktärmere und daher schnellere Zulassungsentscheidungen.
Das Ziel neuer EU-Gesetze zur Plattformregulierung, allen voran des Digital Services Act, das Internet zu einem sichereren Raum mit mehr Wettbewerb zu machen, unterstützt Philipp Graf Montgelas. Doch sieht der CEO von Gutefrage.net bei der konkreten Ausgestaltung einige Probleme, unter anderem zu viel Bürokratie und Vorteile für große Anbieter. Welche Verbesserungen er vorschlägt, erläutert er im Standpunkt.
In der Ampel gebe es einen Konsens, die neuen Digital-Rechtsakte aus Brüssel zu nutzen, um auf eine zentral koordinierende Digital-Aufsichtsbehörde für Deutschland hinzuarbeiten, meint Maximilian Funke-Kaiser. Wie die Digitalagentur arbeiten und wo sie angesiedelt werden soll, schreibt er im Standpunkt.
Eine Studie belegt: Viele Menschen erleben im Internet eine Zunahme von Feindseligkeiten, Beleidigungen und Aggressionen. Es ist nicht allein Aufgabe der Gesetzgebung, eine Antwort auf diese Entwicklung zu finden. Auch die Betreiber der Plattformen sind gefragt – und haben durchaus wirkungsvolle Hebel zur Verfügung, meint Philipp Witzmann, CEO von Nebenan.de.
Eine proaktive und offensive Haltung bezüglich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz einnehmen – das ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Das geht etwa durch die Veröffentlichung eines Leitfadens für den Einsatz von Large Language Modellen (LLM) und die Motivation von Mitarbeitenden, diese unter den angeführten Rahmenbedingungen zu nutzen.
Am 20. Februar wurde über die „Zerschlagung“ der Ransomware-Bande „Lockbit“ berichtet. Doch schon sieben Tage später war die Gruppe wieder aktiv. Es ist mit solchen Banden wie mit der Hydra: Ein Kopf ab, zwei neue wachsen nach. Trotzdem sind die Aktionen der Strafverfolger wichtig, schreibt Thorsten Rosendahl von Cisco Talos im Standpunkt.
Einfache digitale Zahlungen in der ganzen EU, datensparsam und für jeden zugänglich: Der digitale Euro könnte für normale Bürger:innen sehr nützlich sein. Wer aber gerade die Diskussion verfolgt, hört nur von Problemen. Wir sollten mehr darüber reden, wie wir seine Möglichkeiten nutzen können.
Selbst wenn der Bundesrat das OZG-Änderungsgesetz morgen annimmt, wird die Verwaltungsdigitalisierung nicht zum Selbstläufer, schreibt Ralf Fischer von DXC Technology. Stattdessen muss für Planungssicherheit gesorgt werden und nicht-staatliche Akteure stärker eingebunden werden.
Für junge Menschen ist Tiktok ein entscheidender Informationskanal. Die öffentlich-rechtlichen Medien laufen ihnen dorthin nach. Doch stattdessen müsste Europa eigene Infrastrukturen aufbauen. Matthias Pfeffer fordert die Einrichtung eines Nachrichten- und Informationsnetzwerks.
Eine klare und verlässliche Regulierung ist unerlässlich, um langfristig Vertrauen in die Videoüberwachungstechnologie zu schaffen, sagt Thomas Jensen, CEO von Milestone Systems. Unternehmen müssen dabei nicht auf die Umsetzung des AI Act der EU warten.
Eine Regulierung ist nur so gut wie ihre Um- und Durchsetzung. Der Beschluss zum AI Act sollte daher als Anlass dienen, die Digital Governance in Deutschland kohärent aufzustellen, argumentieren die SPD-Bundestagsabgeordneten Armand Zorn, Parsa Marvi und Carmen Wegge, die im Digital- und Innenausschuss für den AI Act und für Datenschutz zuständig sind.
Barcelona hat alle beeindruckt: Auf dem Mobile World Congress war jüngst zu sehen, wie die Telekommunikationsbranche die vierte industrielle Revolution durch Digitalisierung und KI angeht. Auch die EU hat verstanden, wie wichtig hochmoderne Netze für die Datenströme von morgen sind. Doch statt jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen, hält man sich in Deutschland mit einer Diskussion um Wettbewerb auf, schreibt Markus Haas von Telefónca.
Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz soll unter anderem die Schriftformerfordernis reduziert werden. Ein wichtiges Ziel, findet Christoph Stresing, doch ihm gehen die geplanten Formerleichterungen nicht weit genug. Insbesondere die qualifiziert elektronische Signatur für den Nachweis von wesentlichen Vertragsbedingungen hält den Anforderungen einer digitalen Arbeitswelt nicht stand, meint der Co-Geschäftsführer des Start-up-Verbands.
Noch in diesem Frühjahr will die Bundesnetzagentur entscheiden, wie sie bald wichtige Frequenzen vergibt. Doch der aktuelle Vorschlag der Bonner Behörde verstößt gegen das unionsrechtliche Beihilferecht, argumentieren Stefan Korte und Mario Martini von der DUV Speyer.
Die aktuelle Welt ist von Krisen, Unsicherheit und Komplexität geprägt. Eine moderne Verwaltung muss auf sich ständig ändernde Situationen schnell reagieren können. Dazu reicht es aber nicht, bei der Digitalisierung an einzelnen Schrauben zu drehen, schreibt Hermann Hill von der Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, sondern sie muss ganzheitlich neu gedacht werden.
Der Doppelausbau wird zum Lackmustest für die wettbewerbliche Orientierung der Bundesregierung beim Glasfaserausbau. Die Argumente sind ausgetauscht, die Fakten bekannt. Nun muss gehandelt werden, ansonsten droht die zukunftsfähige digitale Infrastruktur in Deutschland Schaden zu nehmen, fordert Frederic Ufer vom VATM.
Die Verlagerung hin zur Cloud-Technologie ist eine Wende für mittelständische Unternehmen und stellt neue Anforderungen an politische Entscheidungsträger. Andreas Baresel von Datagroup erläutert im Standpunkt die Bedeutung für den Mittelstand und diskutiert Herausforderungen und Lösungsansätze für digitale Souveränität und Datenschutz.
In der Debatte um Privatsphäre und Datenschutz gibt es zwei Lager: Auf der einen Seite stehen Aufsichtsbehörden, Verbraucherschützer und Aktivisten, die den Schutz der Privatsphäre als absolut betrachten. Auf der anderen Seite finden sich Dienstanbieter und Befürworter von Innovationen, die Datenschutz als Teil der Datennutzung verstehen und auf Rechtssicherheit angewiesen sind.
Gerade erst haben sich Organisationen von den Anstrengungen erholt, Rechtskonformität zur Datenschutz-Grundverordnung zu erreichen, nun folgt der Cyber Resilience Act. Eine Gemeinsamkeit der beiden Verordnungen ist die Notwendigkeit, eine Risikobewertung vorzunehmen. Häufig ist es sinnvoll, diese Risikobewertungen innerhalb einer Organisation zu bündeln.
Noch ist die neue Koordinierungsstelle für digitale Dienste gar nicht offiziell bei der Bundesnetzagentur eingesetzt, da kommen schon weitere Aufgaben auf sie zu: Nicht nur muss sie fortan den Digital Services Act (DSA) umsetzen, nun muss sie auch bei den neuen Transparenzregeln für politische Werbung aktiv werden – zusammen mit anderen Behörden. Kann das gutgehen? Das Hickhack um Zuständigkeiten, das die deutsche DSA-Umsetzung verzögert hat, darf sich nicht wiederholen, meint Julian Jaursch.
Die Zeit, in der Phishing-Mails schon allein wegen ihrer sprachlichen Schwäche ins Auge stachen, ist vorbei. Generative KI-Tools wie ChatGPT ermöglichen Cyberkriminellen, vollautomatisiert höchst personalisierte Mails zu verfassen, schreibt Sebastian Schmerl. Insbesondere mittelständische Unternehmen seien deshalb gut beraten, sich verstärkt vor solchen Attacken zu schützen.
Christopher Nehring hat sich die Maßnahmen von Open AI, Meta und Google gegen Wahlmanipulation angeschaut und teilweise selbst getestet. Vor allem Open AI's Maßnahmen sind weitreichend und effektiv, schreibt der Gast-Dozent des KAS-Medienprogramms. Ob hingegen andere Strategien wie Wasserzeichen etwas bringen, bezweifelt er.
Die Diskussion um die anstehende Vergabe der Mobilfunkfrequenzen ist 2024 eines der herausragenden telekommunikationspolitischen Themen. Im Standpunkt skizziert Grünen-Politikerin Mona Neubaur, die stellvertretende Ministerpräsidentin und für digitale Infrastruktur zuständige Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Herausforderungen und Lösungen auf dem Weg zu einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung in Deutschland.
Open-Source-Beiträge von Unternehmen sind eher selten. Dabei hätte die gemeinschaftliche Entwicklung von quelloffenen Komponenten viele Vorteile. Welche Rahmenbedingungen die Politik schaffen sollte, damit mehr solcher Open-Source-Communities entstehen, schreibt Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik.
Peter Rost hat den Datenverkehr eines bundesweiten Netzbetreibers in Hamburg untersucht. Die Ergebnisse sind Beleg dafür, dass die Verlängerung der Nutzungsrechte für das Funkspektrum die sicherste unter den verschiedenen Optionen für Deutschlands digitale Zukunft ist, schreibt der Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Wenn die EU Datenschutz und Datensouveränität stärken will, muss sie stärker auf Open-Source-Software setzen, meint Nextcloud-CEO Frank Kalitschek. Auch bei kritischer Infrastruktur und in der Verwaltung bräuchte es mehr freie Software, sagt er. Bisherige Initiativen wie die Zendis-Gründung reichen demnach nicht.
Zwar birgt Künstliche Intelligenz auch zahlreiche Risiken – doch sie kann dabei helfen, die Cybersicherheit in Unternehmen zu erhöhen. Mike Hanley, Chief Security Officer beim Online-Softwareentwickler Github, sieht KI als radikale Veränderung für das kommende Jahrzehnt der Cybersicherheit. Er empfiehlt Sicherheitschecks für KI-Systeme.
Schnelle Regulierung heißt nicht gute Regulierung, schreibt Daniel Friedlaender, Büroleiter von CCIA Europe. Es häufen sich die EU-Gesetzesvorhaben, bei denen Verhandlungen zu schnell vorangetrieben wurden.
Geht es nach der EU-Kommission, sollen 2024 die Einwilligungssysteme und –konzepte für die Datennutzung mit der „Cookie Pledge“-Initiative verschwinden. Dabei wurden diese erst durch die europäische Regulierung notwendig, schreibt BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr. Das Vorhaben von EU-Kommissar Didier Reynders könne die Ursprungsidee des Internets als Ort für alle bedrohen.
Mit ihrer neuen KI-Verordnung will die Europäische Union die Risiken von Künstlicher Intelligenz einhegen. Doch Regulierung allein greift insbesondere bei generativer KI zu kurz, findet Sebastian Hallensleben. Der Leiter der Abteilung Digitalisierung und KI beim VDE und der Expertengruppe zu AI Risk & Accountability in der OECD sieht im digitalen Raum eine Vertrauenskrise auf uns zukommen, die mehr erfordert als Gesetze – und zwar neue Vertrauensökosysteme.
Seit Monaten kann sich die Bundesregierung nicht auf das Telekommunikations-Netzausbau-Beschleunigungsgesetz einigen. Breko-Präsident Norbert Westfal schreibt, wieso ein einziges Wort bei der Formulierung über dessen Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Der AI Act könnte ein Meilenstein sein – mit globalem Vorbildcharakter. Positive Veränderungen habe es im Text auch bei der Regulierung von Deepfakes gegeben, schreibt Mateusz Łabuz. Doch realistisch betrachtet werde die Verordung schädliche Deepfakes nicht stoppen.
Die EU-Kommission will mit dem Gigabit Infrastructure Act (GIA) den Ausbau in ganz Europa beschleunigen. Doch die Bundesregierung muss sich in den Verhandlungen dafür einsetzen, dass die Marktgegebenheiten und die Ausbausituation in Deutschland mehr Berücksichtigung finden, findet Anga-Geschäftsführerin Andrea Huber.
Der Umgang mit dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ist ein Skandal, findet der ehemalige Landesdatenschutzbeauftragte von Hamburg, Johannes Caspar. Denn der Umgang mit Ulrich Kelber hat auch einen Subtext für alle, die ihm nachfolgen werden. So hat die Politik dem wichtigen Amt des Transparenzhüters bereits jetzt geschadet. Besser wären nun offene Verfahren für die Nachbesetzung.
Künstliche Intelligenz birgt zahlreiche Gefahren für die Medienwelt – und damit auch für die Informationsbasis der demokratischen Gesellschaft. Dabei bietet die Technologie auch Chancen für Medien, glauben Ruth Meyer und Rupprecht Podszun. Und könnte Vertrauen und Informiertheit sogar stärken.
Seit dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts steht die mittelfristige Finanzplanung immer wieder im Zentrum der Kritik und zur Debatte. Peter Ganten und Thomas Köster von der Open Source Business Alliance beneiden die Bundesregierung nicht und sehen eine Chance in der Priorisierung von IT-Projekten der öffentlichen Verwaltung.
Die Politik schmiedet Allianzen für Transformation und agiert trotzdem viel zu zögerlich bei der grundlegenden Aufgabe, sich selbst zu transformieren, meint Stefan Heumann. Gestaltende Digitalpolitik würde bedeuten, die Digitalisierung mit zentralen gesellschaftlichen Fragen – von der staatlichen Leistungserbringung bis hin zur Gestaltung der Energiewende und der Verbesserung unseres Gesundheitssystems – zu verbinden. Dabei will die Agora Digitale Transformation helfen, schreibt ihr Leiter.
Wann liegen bei KI-Outputs Urheberrechtsverletzungen vor? Wie soll mit Doppelschöpfungen umgegangen werden, und wer haftet, KI-Betreiber oder KI-Nutzende? Jan Bernd Nordemann meint, dass sich die bisherigen Urheberrechtsregeln nicht einfach auf KI-Technologie übertragen lassen. Warum einiges dafür spricht, KI-Betreibern mehr Verantwortung zu übertragen und welches Haftungsrisiko KI-Nutzende bis dahin eingehen, schreibt der Urheber- und Medienfachanwalt im Standpunkt.
Taiwans Chipindustrie macht das Land auch für China so wichtig, dass eine harte Eskalation nach den morgigen taiwanesischen Parlamentswahlen unwahrscheinlich erscheint. Die Republik wird dennoch daran festhalten, die modernsten Chips nur in Taiwan herzustellen. Darauf muss sich der Westen einstellen.
Der Ärger über den ausgesetzten PIN-Rücksetzdienst ist berechtigt, muss aber dazu genutzt werden, um ernsthaft über die Zukunft digitaler Identitäten in Deutschland zu diskutieren, schreibt Clemens Schleupner von Bitkom. Denn diese sind kein kurzfristiges Projekt, sondern ein wesentlicher Teil der deutschen Infrastruktur.
Die Bundesregierung darf trotz des für sie kostspieligen Urteils der Karlsruher Verfassungrichter nicht beim Thema KI den Sparstift ansetzen, findet Christian Korff aus der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. Im Standpunkt plädiert er für die Bestätigung zugesagter Fördermittel für KI-Projekte und fordert, dass der AI Act in Deutschland einheitlicher umgesetzt wird als die DSGVO.
Warum scheitert die Digitalisierung in Deutschland? Schuld sind auch jene, die seit Jahren am meisten für sie werben. Denn sie lenken erfolgreich von den eigentlichen Problemen ab, meint Torben Klausa von der Agora Digitale Transformation.
Beim Bund und den Ländern ist im IT-Planungsrat zum Jahreswechsel wenig Anlass, die Korken knallen zu lassen, glaubt Digitalisierungs-Expertin Lisa Steigertahl. Doch wer jetzt ein paar gute Vorsätze macht, könnte in diesem Jahr mehr glänzen als 2023. Ein paar gut gemeinte Anregungen.
Nach dem langen Warten auf eine zeitgemäße Plattformregulierung in der EU war auch das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) der Bundesregierung für manche eine Geduldsprobe. Obwohl die Deadline für die nationale Umsetzung des Digital Services Act im Februar 2024 von Deutschland wohl verfehlt wird, sieht Svea Windwehr von der Gesellschaft für Freiheitsrechte einige positive Änderungen im aktuellen Entwurf. Welche Punkte das sind und was sie nach wie vor kritisch sieht, schreibt sie im Standpunkt.
Um die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben, braucht Deutschland eine moderne Cloudstrategie. Confidential Computing könnte dabei helfen, den gordischen Knoten zu zerschlagen, schreibt Felix Schuster von Edgeless Systems.
Der scheidende CIO Hessens und künftige Oberbürger von Rüsselsheim, Patrick Burghardt, blickt auf seine Arbeit für die Verwaltungsdigitalisierung zurück und stellt dar, welche Faktoren aus seiner Sicht erfolgsentscheidend sind.
Mit dem AI Act will die EU KI-Anwendungen sicherer machen. Offenbar werden mit der Verordnung aber auch industriepolitische Ziele verfolgt, meint Dominik Rehse vom ZEW mit Blick auf die Trilog-Einigung vom Wochenende.
Deloitte hat globale Trends bei der Digitalisierung des öffentlichen Sektors untersucht. Zusammenarbeit der Behörden und Ämter mit nicht-staatlichen Akteuren ist einer davon. Zu Recht, sagt Felix Dinnessen, Partner Public Sector bei Deloitte. Denn Innovationen gehen nur gemeinsam.
Mit ihrer Digital Identity Wallet will die EU die Souveränität Europas an einem neuralgischen Punkt stärken. Dazu verpflichtet sie sowohl Behörden als auch große Plattformen, die Wallet in ihren Prozessen zu akzeptieren. Doch wie die Kooperation zwischen Staat und Zahlungsdienstleistern aussehen soll, ist noch unklar, schreiben Christian Lange-Hausstein und Tim Kremer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband .
Damit Künstliche Intelligenz und das immersive Internet in der Breite zum Einsatz kommen kann, muss sich die Internet-Infrastruktur in Deutschland weiterentwickeln. Das Internet, wie wir es heute kennen, werde den hohen Anforderungen an Performance, Resilienz und Sicherheit nicht mehr genügen, schreibt Ivo Ivanov, CEO des Internetknoten-Betreibers De-Cix im Standpunkt.
Mit dem Deutschlandpakt will der Kanzler das Land modernisieren. Dabei lohnt sich ein Blick auf Japans „Society 5.0“-Konzept, schreibt Niels Meinke von Mitsubishi Electric. Damit geht das Land Herausforderungen an, mit denen auch die Bundesrepublik zu kämpfen hat.
KI-Modelle wurden ohne Erlaubnis massenhaft mit geschützten Inhalten gefüttert. Im AI Act braucht es daher künftig Transparenzpflichten für die Trainingsdaten, fordert die deutsche Buchbranche. Die Bundesregierung soll daher den Selbstregulierungsansatz verwerfen.
Intakte Ökosysteme sind Klimaschützer und eine Lebensversicherung für den Menschen, schreibt Jutta Paulus, in ihrem Standpunkt zum Nature Restoration Law der EU. Es wird kommende Woche eine entscheidende Hürde im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments nehmen müssen.
Intakte Ökosysteme sind Klimaschützer und eine Lebensversicherung für den Menschen, schreibt Jutta Paulus in ihrem Standpunkt zum Nature Restoration Law der EU. Es wird kommende Woche eine entscheidende Hürde im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments nehmen müssen.
Mit der geplanten EU-Regulierung zu standardessenziellen Patenten (SEPs) sollen Hindernisse für Geschäfte mit den für Innovationen wichtigen Standardpatenten beseitigt werden. Dabei geht es vor allem darum, Transparenz herzustellen. Der Vorschlag der EU-Kommission sei dafür ein guter erster Aufschlag, schreibt Tiemo Wölken, Schattenberichterstatter der sozialdemokratischen Fraktion. Nun sei jedoch Augenmaß gefragt.
Ein Bündnis aus Deutschland und Frankreich setzt sich im Europäischen Rat dafür ein, die von der spanischen Ratspräsidentschaft vorgeschlagene Regulierung von Allzweck-KI-Modellen im AI Act zu verwässern. Damit würden sie europäischen Bürger:innen und dem KI-Standort aber einen Bärendienst erweisen, ist sich der kanadische KI-Experte Yoshua Bengio sicher.
Mit der aktuellen Novelle der eIDAS-Verordnung legt die Europäische Union einen regulatorischen Rahmen vor, der ein Meilenstein für die Vollendung des Europäischen Vertrauensraums und des Europäischen Binnenmarkts ist. Zudem werden neue Vertrauensdienste definiert. Nun geht es an die technische Umsetzung – diese wird die Mitgliedsstaaten und Unternehmen allerdings vor große Herausforderungen stellen, schreibt Kim Nguyen, Geschäftsführer der D-Trust.
Die EU will standardessenzielle Patente neu regulieren. Und das mit einem System, das von vielen Seiten kritisiert wird. Zu unausgegoren sei der Vorschlag, zu übereilt soll er – noch in dieser Legislaturperiode – durch die Instanzen getrieben werden. Das vorgeschlagene System könnte sogar die Wettbewerbsfähigkeit der EU gefährden, schreibt Gabriele Mohsler von Ericsson.
Die Relevanz von KI als Schlüsseltechnologie für die Bundeswehr wird trotz ChatGPT-Hype politisch bislang kaum diskutiert. Dabei ist in Anbetracht des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Bedeutung neuer Technologien für die Kriegsführung unverkennbar und hätte längst die gesellschaftliche Debatte erreichen müssen, meinen Elisabeth Hoffberger-Pippan und Vanessa Vohs.
Kommunen und ihre Daseinsvorsorge schaffen gesellschaftliche Ordnung, stärken den Zusammenhalt und machen krisenresilient. Doch in Zeiten der Digitalisierung ist auch eine digitale Daseinsvorsorge dringend notwendig, die speziell auf deutsche Städte zugeschnitten ist, sagen Jens Meier und Ingbert Liebing. Sonst verkommt Deutschland bald als ein digitales „Dritte-Welt-Land“, befürchten die Autoren.
Auch wenn der Mehrwert eines digitalen Euros auf ersten Blick vielleicht nicht gleich ersichtlich ist, bringt er viele Chancen mit sich: auf mehr Souveränität für europäische Anbieter und Bürgerinnen und Bürger. Dafür müssen allerdings noch ein paar Weichen gestellt werden, analysieren die Wissenschaftler Carola Westermeier und Marek Jessen aus dem Projekt „Geld als Datenträger“ am Zentrum Verantwortungsbewusste Digitalisierung, Darmstadt.
Fördert der Doppelausbau von Glasfasernetzen den Wettbewerb? Nein, schreibt Telekommunikations-Berater Karl-Heinz Neumann. Zwei konkurrierende Netzwerke bremsen den Ausbau und sind wirtschaftlich unrentabel.
Viele Nutzer:innen suchen nach einer Alternative zu Elon Musks Plattform X und setzen dabei auf das soziale Netzwerk Blue Sky. Wie bei Mastodon sind die Hoffnungen groß – zu Recht? Felix Sieker und Charlotte Freihse von der Bertelsmann-Stiftung analysieren im Standpunkt das Potenzial von Blue Sky.