Während die Tech-Giganten die Entwicklung des Metaverse vorantreiben, scheint die EU in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Zwar leistet die Europäische Kommission hinter den Kulissen wichtige Detailarbeit, doch eine klare, übergeordnete Strategie gibt es nicht. Anselm Küsters vom Berliner Cep sieht darin ein Risiko für die digitale Souveränität des Kontinents – und fordert die nächste EU-Kommission zum Handeln auf.
Deutschland muss seine Interessen mithilfe von globalen Allianzen in der Digitalpolitik verteidigen, glaubt Volker Wissing. Unsere Führungsrolle auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz sollten wir dafür nutzen.
Verwaltung und Wissenschaft könnten sich hervorragend ergänzen. Die Synergiepotentiale seien offensichtlich: öffentlich und frei verfügbare Lösungen, anwendungsnahe Forschung und enormer Wissenstransfer. Wie eine solche Zusammenarbeit aussehen kann, schreibt Hartmut Schubert, CIO von Thüringen.
Big Tech dominiert Europa, hält unsere Unternehmen klein, schadet unseren Kindern und untergräbt unsere Sicherheit. J.D. Vance hat angekündigt, dass die USA die NATO schwächen werden, wenn wir unsere Regeln gegen Musk durchsetzen. Wie könnte Ursula von der Leyen darauf antworten?
Eine neue EU-Verordnung für Banken, Versicherer und Co. wirft ihren langen Schatten voraus. Financial Data Access (Fida) stellt die Verbraucher in den Mittelpunkt und soll für mehr Transparenz und Wettbewerb sorgen – und wird viel Bewegung in den Markt bringen. Finanzdienstleister müssen jetzt Grundsatzentscheidungen treffen.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Vergabetransformationspaket in die Verbändeanhörung gegeben. Was sagt die Digitalbranche zu den neuen Regeln für die staatliche Auftragsvergabe? Das erläutern Esther Steverding und Marc Danneberg vom Digitalverband Bitkom im Standpunkt.
Wo genau wird KI in der deutschen Verwaltung schon eingesetzt? Stefan Heeke und Tom Schlansky von der Init AG zeigen durch eine Datenanalyse, welche Ministerien KI-Modelle schon am aktivsten einsetzen.
Informationssicherheit steigert den Wettbewerbsvorteil und wird zum Anreiz für Investoren. Insbesondere für Start-ups ist das wichtig. Wie ein strukturierter Ansatz für mehr Informationssicherheit aussehen kann, führt CEO und Gründer von Kertos Kilian Schmidt aus.
Handyverbote an Schulen? Damit springen wir zu kurz, sagt Valentina Daiber, Vorständin Recht und Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland. Wir brauchen keine Abschottung, sondern mehr digitale Medienkompetenz. Und das kann nicht nur zu Hause vermittelt werden, auch die Schulen tragen Verantwortung, plädiert Daiber im Standpunkt.
Berliner:innen können derzeit einen sogenannten Reparaturbonus für ihre kaputten Handys, Laptops oder Waschmaschinen beantragen. Ein ähnliches Konzept gibt es bereits in Sachsen und Thüringen. Obwohl ihn sämtliche Initiativen zu einer längeren Lebensdauer von elektronischen Produkten erst einmal freuen, geht der Bonus für „As good as new“-Chef Tim Seewöster am eigentlichen Problem vorbei. Wie es besser gehen würde, schreibt Seewöster im Standpunkt.
Wie lässt sich die öffentliche Verwaltung beim Beschaffen von digitalen Lösungen besser und risikofreudiger organisieren? Mit einer Änderung des Vertragswerks allein jedenfalls nicht, schreibt Publicplan-Gründer Christian Knebel als Replik auf Anja Theurer vom Digital Service des Bundes. Warum eine Umstellung von Werk- auf Dienstverträge das Problem nicht lösen, sondern eher neue Konflikte und Probleme schaffen würde, erläutert er im Standpunkt.
Lange ist es her, dass Europäer ihre Mobiltelefone in anderen Ländern wie den USA und China nicht benutzen konnten. Inzwischen setzen die Länder mit den Mobilfunkstandards der vierten und fünften Generation auf einen gemeinsamen Standard. Mit Blick auf die aktuelle geopolitische Lage könnte sich das allerdings wieder ändern, fürchtet Ansgar Baums, Buchautor und Senior Fellow beim Stimson Center.
Zum laufenden Digitalgipfel in Frankfurt diskutieren Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung über Grund und Grenze einer „Cybernation“ – und welche Zukunft uns als Cyberbürger erwartet. Grund genug für Ex-DsiN-Chef Michael Littger, im Standpunkt einen Blick auf ihre Entstehung zu werfen.
Die Sorge war groß, dass KI-gestützte Desinformation das Superwahljahr 2024 vor große Herausforderungen stellt. Doch bisher scheint die Wirkung dieser Inhalte überraschend gering auszufallen. Drei Trends zeigen, warum das für anstehende Wahlen nicht unbedingt weiter gelten wird, meinen Paula Köhler und Randolf Carr von der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).
Die Verwaltung ist auf Sicherheit gepolt, so auch bei der Beschaffung von digitalen Lösungen und der Zusammenarbeit mit Dienstleistern. Dieses Denken verhindert jedoch moderne Anwendungen auf dem Stand der Technik, meint die CFO des Digital Service des Bundes, Anja Theurer. Warum man sich, um es künftig besser zu machen, von einer allseits beliebten Vertragsgrundlage verabschieden muss.
Erstmals ist die Anzahl an Gründerinnen gesunken. Die Familiengründung ist für sie oft herausfordernd, daher muss die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie in der laufenden Steuergesetzgebung berücksichtigt werden, fordert Franziska Teubert vom Start-up-Verband.
Bei der Modernisierung der Verwaltung sind die Zeiten für Notlösungen vorbei. Stattdessen müssen tiefgreifende Reformen her, schreibt Franziska Hoppermann, CDU/CSU-Berichterstatterin für Verwaltungsdigitalisierung. Dazu müssen Querschnittsaufgaben zentral gebündelt werden – und ein Digitalministerium ist hier nur der Anfang.
Der AI Act soll KI auf europäischer Ebene sicherer machen. Dazu gehören auch strenge Regularien, die Diskriminierung und Datenpannen verhindern sollen. Doch der Compliance-Zwang kann die Innovationskraft von Unternehmen auch lähmen. Von der Angst, etwas falsch zu machen, profitieren vor allem Berater, argumentiert Simon Müller, der Chief Technology Officer von Wattx, einem der führenden Start-up-Inkubatoren in Deutschland.
Beim Digitalpakt 2.0 sind sich Bund und Länder weiterhin uneinig. Hauptstreitpunkt ist die Finanzierung. Das überdeckt die inhaltliche Ebene, kritisieren Angela Büttner und Oliver Pfleiderer vom Verein D64. Sie fordern eine umfassende Reform der digitalen Bildung in Deutschland. Nur so ließe sich im digitalen Raum verantwortungsbewusstes Handeln herstellen.
Europa ist nicht digital abgehängt. Das kommt uns Deutschen nur so vor, weil wir uns selbst im Hintertreffen sehen. Was Deutschland von Litauen in Sachen Innovationskultur lernen kann, schildern Dennis-Kenji Kipker und Clemens Kröger im Standpunkt.
Die Bundesnetzagentur soll die zentrale KI-Aufsichtsbehörde werden. Doch weitere Institutionen sind involviert. Daher kommt es nun darauf an, das Geflecht der bestehenden und neuen Institutionen zu entwirren und neu zu gestalten, erklärt Lajla Fetic.
Tools wie E-Mail oder Messaging-Apps gehören zu den risikoreichsten Kanälen für Datenverlust oder -diebstahl in Unternehmen. Besonders Smartphones sind sehr beliebte Einfallstore für Cyberangriffe, schreibt Threema-Marketingleiter Roman Flepp. Er bedauert, dass die Sicherheit der mobilen Kommunikation in Unternehmen oft wissentlich vernachlässigt wird, wie eine Umfrage im Auftrag des Messengerdienstes zeigt.
Die Verbreiter von Desinformationen profitieren immer noch stark von der Art und Weise, wie Algorithmen trainiert werden, und nutzen ihren Durst nach Engagement gegen unsere Gesellschaften. Schnelle Maßnahmen entlang eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes sind dringend erforderlich, schreibt Paula Gori, Generaldirektorin des European Digital Media Observatory (EDMO).
Das zähe Verhandeln um eine föderale Digitalstrategie ist mitunter zu geladen von Spannungen, findet Lisa Steigertahl. Die Digitalexpertin von Microsoft wünscht sich mehr positive Impulse und Dynamik, um ein Staatsversagen wegen zu langsamer digitaler Transformation abzuwenden. Welche praktischen Tipps sie dazu hat, lesen Sie im Standpunkt.
Die jüngsten Leitlinien des Europäischen Datenschutzausschusses könnten die Werbemodelle, die die finanzielle Lebensfähigkeit des europäischen Internets sichern, grundlegend verändern, schreibt Daniel Friedlaender von CCIA Europe. Das könnte viele beliebte Online-Plattformen, die jetzt noch kostenlos nutzbar sind, ihre Werbeeinkünfte kosten und dafür sorgen, dass weniger Menschen Zugriff auf sie haben.
Das Weißbuch, der Letta-Bericht, der Draghi-Report: Aus Brüssel haben zuletzt mehrere Papiere die deutsche Telekommunikationsbranche in Aufregung versetzt. Sie hätten auch gezeigt, was falsch läuft bei der europäischen Digitalisierung, schreibt Vodafone Deutschland-CEO Marcel de Groot und hat Ideen, mit welchen Punkten gestartet werden könnte.
Digitalisierung führt seit Jahrzehnten zu mehr Arbeitsverdichtung und steigender psychischer Belastung in den Unternehmen, konstatiert Robert Peters vom Institut für Innovation und Technik. Um den infolgedessen hohen Krankenständen entgegenzuwirken, plädiert er im Standpunkt dafür, Digitalisierung und Beschäftigtendaten anders einzusetzen – und zwar für gesündere Arbeit.
Es braucht ein Update, findet die Präsidentin des CDU-Wirtschaftsrates, Astrid Hamker – und zwar für die Start-up-Strategie der Bundesregierung. Die Wachstumsindikatoren für den Sektor seien zuletzt negativ ausgefallen und es mangele unter anderem an Kapital für große Finanzierungsrunden, hoch qualifizierten Mitarbeitern und Ausgründungen.
Die Zivilgesellschaft hat bei internationalen Formaten oft wenig zu sagen. Die Staaten machen wichtige Entscheidungen untereinander aus. Einen anderen Ansatz wählt seit Jahren das Internet Governance Forum. Hier werden möglichst viele Stakeholder involviert. Gut so, findet Tobias Bacherle. Doch das Mandat des UN-Forums muss verlängert werden. Der Grünen-Politiker plädiert für ein noch offeneres Nachfolgeformat.
Die Vorteile von bargeldlosem elektronischem Bezahlen liegen auf der Hand – doch gibt es soziale Gruppen, die darauf keinen Zugriff haben, findet Kirsten Bock. Die Referentin der Stiftung Datenschutz sieht das Bereitstellen von Bargeld als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge. Warum auch die Datensicherheit ein Argument für Scheine und Münzen ist, lesen Sie im Standpunkt.
Viele begreifen Archive als Endlager für Dokumente. Dabei sind sie das historische Gedächtnis des Staates und der Gesellschaft. Wie man aus ihnen intelligente Wissensplattform machen könnte, schildern Jakob Kollotzek und Mathias Keller von Possible Digital.
Einige Big-Tech-Unternehmenschefs aus den USA vertreten zunehmend rechtsradikale Ideen, konstatiert Christopher Coenen. Der Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie macht hierbei den Transhumanismus als Ersatzreligion aus, die sich mit ökonomischen Eigeninteressen und toxischer Männlichkeit vermengt. Im Standpunkt erläutert er, worin die Gefahren dieser Ideologie liegen.
Deutschland und die EU haben den Wettlauf um die Marktführerschaft bei KI-Basismodellen bereits verpasst, konstatieren Anton Leicht und Daniel Privitera vom Kira Center. Doch sehen sie eine Marktlücke, die man nutzen sollte: Die Entwicklung und Zertifizierung vertrauenswürdiger KI. Daher sollte auch die Politik ihre strategische Unterstützung neu ausrichten, fordern sie im Standpunkt.
Reparieren statt wegwerfen: Mit dem Recht auf Reparatur will die EU Kreislaufwirtschaft fördern und Müll vermeiden. Das ist sinnvoll, kann aber nur der Anfang sein, sagt Paul Heimann. Der Kleinanzeigen-CEO erklärt, was in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft jetzt passieren muss, damit das neue Gesetz nicht zum Scheitern verurteilt ist.
Ein unglückliches Update und viele Folgen: Der Crowdstrike-Vorfall muss aus allen Perspektiven analysiert werden, um künftigen IT-Ausfällen dieser Dimension vorzubeugen. Wir haben es mit einem Symptom einer tieferliegenden Krankheit zu tun, und diese ist struktureller Natur, glaubt Secunet-CTO Kai Martius. Die etablierte Patching-Kultur, aus der der Ausfall resultierte, ist nicht der Weg, den wir in einer immer stärker vernetzten IT-Welt gehen sollten.
Der EU Data Act soll einen verbesserten, fairen Umgang mit Daten anstoßen. Traditionelle Autohersteller stellt das vor Herausforderungen. Die Umsetzung wird sich für sie lohnen.
Die Cybersecurity und die Medizin stehen beide vor der gleichen Herausforderung, findet Bitpanda-Ciso Max Imbiel. Oft wird erst gehandelt, wenn das Problem bereits akut ist. Menschen gehen erst zum Arzt, wenn es ihnen schlecht geht. Und Firmen reagieren erst, nachdem sie angegriffen wurden. Dabei kann die Digitalbranche sich Ansätze aus der „Medizin 3.0“ für effektivere Sicherheitsstrategien abschauen.
Mit dem digitalen Euro hat die EZB ein herausforderndes Projekt lanciert. Dass man dieser Initiative in den Bankhäusern skeptisch gegenüber steht, lässt sich aus dem öffentlichen Diskurs entnehmen. Welche Chancen und Risiken sieht der Handel für den digitalen Euro?
Training mit Userdaten verbessert KI-Anwendungen erheblich, sagt Farshad Badie von der privaten Berlin School of Business and Innovation. Hier schreibt er, wie dabei die Balance zwischen technologischem Fortschritt und Privatsphäre gewahrt wird.
Über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft entscheiden auch Normen und Standards. Bei der Normung rund um die Anwendung Künstlicher Intelligenz ist Deutschland trotz starker Mitbewerber wie USA und China gut aufgestellt. Dieser Status darf jedoch nicht verspielt werden, mahnt DIN-Chef Christoph Winterhalter.
In den nächsten sechs Jahren verlieren die öffentlichen Verwaltungen 1,3 Millionen Beschäftigte. Künstliche Intelligenz gilt bereits als Werkzeug, um diesen Fachkräftemangel abzufedern. Viele der Systeme arbeiten allerdings cloudbasiert und gefährden die digitale Souveränität. Wie die KI-Integration trotzdem gelingen kann, schreibt Marc Schlingheider von IBM Deutschland im Standpunkt.
Desinformationskampagnen von innen und außen haben zuletzt den Europawahlkampf geprägt. Sie zeigen erneut, wie wichtig es ist, dass Europa endlich einen resilienten öffentlichen Raum im Digitalen schafft. Dezentrale Plattformen, auf denen seriöse Nachrichten aus Europa in alle europäischen Sprachen übersetzt und allen Bürgern zugänglich gemacht werden, sind heute technisch möglich. Die Politik muss nur wollen.
KI wird von immer mehr Menschen genutzt, doch der der Klima-Effekt ist umstritten. Verschiedene Unternehmen und Initiativen bemühen sich bereits, Transparenz bei den CO2-Emissionen zu schaffen. Arne Tarara, CEO von Green Coding Solutions, beleuchtet den Stand der Technik und betont, dass KI auf ihren Umweltnutzen geprüft werden muss.
Micosoft ist überall. Und drei Geschichten aus der jüngsten Vergangenheit zeigen, wie der US-Tech-Riese seine Marktdominanz immer mehr festigt. Das passiert vor allem durch die Rolle der Azure Cloud, schreibt Peter Gerdemann.
Beim Hype um die Künstliche Intelligenz drohen Deutschland ähnliche Fehler zu unterlaufen, wie bei der Industrie 4.0. Jetzt geht es darum, das Momentum des AI Acts zu nutzen. Wie die Fehler diesmal vermieden werden könnten, schreiben Doris Aschenbrenner und Robert Peters.
Das Potenzial von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wird für den Klimaschutz noch viel zu wenig genutzt, findet Markus Haas, Telefónica-CEO. Vor allem im Bereich der Vernetzung, Daten und deren klimaschonendem Transport ist viel möglich. Warum Politik und Wirtschaft hier entschlossener vorangehen müssen, erläutert er im Standpunkt.
Schneller, transparenter, effizienter – die elektronische Rechnungsstellung wird vielfach als Chance für reibungslose Geschäftsprozesse gesehen. Darüber hinaus ist die Umstellung mit der Hoffnung verbunden, einen Digitalisierungsschub auszulösen und so entsprechende Rückstände aufzuholen. Dies ist allerdings noch Zukunftsmusik, schreiben Nancy Schanda und Christopher-Ulrich Böcker von KPMG.
Das Puzzle der jüngsten EU-Digitalregeln zusammenzusetzen, ist keine leichte Aufgabe. Thomas Boué setzt sich für umfassende Folgenabschätzungen ein, um mögliche Überschneidungen und Unstimmigkeiten zu beseitigen. Er argumentiert im Standpunkt für ständige Kommunikation mit Stakeholdern.
Es wird zwar besser mit der Mobilfunkversorgung in Deutschland, dennoch gibt es insbesondere in ländlichen Regionen Nachholbedarf. Doch die Bundesregierung vernachlässige bei Entscheidungen für besseren Mobilfunk den ländlichen Raum, findet Reinhard Brandl (CSU). Er zeigt, wie es besser gehen könnte.
Vor kurzem hat das Robotics Institute Germany (RIG) seine Arbeit als zentrale Koordinationsstelle für Forschung zur KI für Roboter in Deutschland aufgenommen. Nikolai Ensslen, Gründer und CEO des Robotik-Lieferanten Synapticon, blickt auf die Pläne und Hoffnungen, die rund um das RIG entstanden sind.
Das Telekommunikations-Netziausbau-Beschleunigungs-Gesetz soll den Ausbau digitaler Infrastrukturen in Deutschland beschleunigen. Doch seit Monaten gibt es Streit innerhalb der Bundesregierung über das Gesetz, im Fokus steht nur ein einziges Wort. Warum es so wichtig ist, schreibt Peer Kollecker von der Deutschen Funkturm.
In öffentlichen Ausschreibungen wird selten Wert auf Technologieoffenheit gelegt, auch maximieren sie den Nutzen für Steuerzahler:innen kaum, finden Amelia Andersdotter und Daniel Melin. Sie fordern eine neue, verantwortungsvolle Form der Auftragsvergabe. Dafür sollten Behörden, ähnlich wie bei Forschungsprojekten, auf ein Konsortiumsmodell setzen, schlagen die beiden im Standpunkt vor.
Deutschland ist viel zu pessimistisch, wenn es um Künstliche Intelligenz geht. Die Technologie hat bekannte und erprobte positive Effekte. Wie eine gute Welt mit KI aussieht und wie wir dahin kommen, schildert Thomas Ramge.
Sie soll die Versorgung verbessern und Prozesse vereinfachen. Aber als Patient*in zu steuern, wer sensible Informationen in der neuen elektronischen Patient*innenakte (ePA) sehen kann, ist viel zu kompliziert, schreibt Manuel Hofmann von der Deutschen Aidshilfe. Dabei ist Diskriminierung im Gesundheitswesen eine Realität, mit der verschiedene vulnerable Patient*innengruppen schon jetzt alltäglich konfrontiert sind.
Seit zwei Wochen hat Frankreich den Pass-Rail, der als Pendant zum Deutschlandticket gedacht war. Allerdings bleibt der Fahrschein deutlich hinter den ursprünglichen Zielen zurück. Auch an anderer Stelle schwächt Frankreich seine Pläne für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ab – und riskiert damit, dass die Kluft zwischen Stadt und Land wächst.
Noch ist nicht ganz klar, welchen Einfluss die Berichterstattung über das versuchten Attentat auf Donald Trump auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl haben könnte. Klar ist jedoch, dass der strittige Republikaner gute Chancen auf eine zweite Amtszeit hat. Was das für die transatlantische Digitalpolitik und insbesondere den Datenaustausch zwischen EU und USA bedeutet, sollten Akteure hierzulande sich schon jetzt genau überlegen, mahnt Dennis-Kenji Kipker.
Der AI Act ist erst der Anfang, sagen Jacob Beswick und David Talaga von Dataiku. Bei der Umsetzung kommen noch zahlreiche Detail-Anforderungen auf die Unternehmen zu und weltweit dürfte noch mehr Regulierung folgen. Wie man bei der Umsetzung nun vorgehen sollte.
Am 12. Juli wird der AI Act im EU-Gesetzblatt veröffentlicht und tritt am 1. August in Kraft. Seit einem Jahr hat auch New York ein Gesetz für Künstliche Intelligenz (KI) – im Bereich Human Resources. Wie die EU bewertet New York den Einsatz im Personalwesen als hochriskant. Nun haben Arbeitgeber dort erstmals die vorgeschriebenen KI-Audits vorgelegt. EU-Firmen, auf die in Kürze die deutlich komplexere Umsetzung des AI Acts zukommt, könnten in diesem Reallabor einiges lernen und testen.
In den Kommunen ist der Staat erlebbar, und oft entstehen dort schon jetzt Lösungen für die Herausforderungen von morgen, findet Robert Peter, Co-Initiator von Reform, einer Initiative von Project Together. Doch zu oft blieben diese Innovationen lokal begrenzt und ungenutzt. Ein Netzwerk von Lösungslotsen und kollektive Umsetzungsstrategien könnte den Austausch beschleunigen und die Effizienz steigern. So ließe sich auch die Demokratie stärken.
In den nächsten Tagen stehen die Vereinten Nationen ganz im Zeichen von Open Source. Auf der Konferenz „OSPOs for Good“ wird im UN-Hauptquartier in New York heute unter anderem über das Thema Open Source und Verwaltung diskutiert. Warum die deutsche Strategie hier auf großes Interesse stößt, schreibt Andreas Reckert-Lodde vom Zentrum für digitale Souveränität.
Mit dem Internet verbunden zu sein, das hat heutzutage höchste Priorität für alle Volkswirtschaften. Deshalb werden auf europäischer und globaler Ebene Sicherheitsmaßnahmen ausgearbeitet, die Unterseekabel vor Angriffen schützen sollen. Konkrete Pläne, wie dies erfolgen soll, gibt es bereits, schreibt Daniel Voelsen von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Die EU ist zwar weltweiter Leader bei der Regulierung von digitalen Technologien. Doch bei deren Entwicklung und Einsatz fällt man immer weiter zurück, findet Nick Clegg von Meta. Im Standpunkt erläutert er, warum Europa seiner Ansicht nach auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis steht und wie es seinen Optimismus zurückgewinnen kann.
Vor 18 Jahren ist der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) gegründet worden, mit dem Anliegen, Digitalkompetenzen für Sicherheit und Vertrauen der IT zu fördern. Im Standpunkt schreibt der ehemalige Geschäftsführer des Vereins, Michael Littger, wie dieses Anliegen mit Leben gefüllt werden kann und appelliert auch an die Verantwortung und Weitsicht von Unternehmer:innen für sichere Produkte.
Die transformative Wucht von Künstlicher Intelligenz rollt auf unsere Gesellschaften zu – doch sind wir darauf vorbereitet? Nein, wenn es nach Juri Schnöller geht. Der Unternehmer und Politikberater plädiert für eine KI-Revolution von unten, die Deutschlands Demokratie modernisiert. Dazu müsse KI aber in der nächsten Legislaturperiode zur Chefsache werden, schreibt er im Standpunkt.
Es gibt einigen Diskussionsbedarf zum Verhältnis zwischen KI-Modellen und urheberrechtlich geschützten Werken, findet Boniface de Champris. Einige weit verbreitete, vereinfachende Missverständnisse behindern dabei aber ein gegenseitiges Verständnis. Das Urheberrecht könne nicht so weit ausgedehnt werden, wie es oft dargestellt wird, argumentiert er im Standpunkt.
Um ihre Effizienz und Dienstleistungsorientierung zu steigern, sollten Verwaltungen nicht länger nur reaktiv auf Bedürfnisse eingehen. Sie müssen proaktive Services schaffen, von denen Bürger:innen und Unternehmen profitieren und der Verwaltung selbst die Arbeit erleichtern. Dafür brauchen wir sichtbare Erfolgsbeispiele, schreibt Annika Busse, stellvertretende CIO der Hansestadt Hamburg.